Wer ist er? Woher kommt er?

Mein „Dicker“ hatte heute Kontakt zu Kindern und hat die abgschleckt und war ansonsten richtig zärtlich zu den Kleinen ( 0,5 jahre und 3,5 Jahre), das Kleinere wollte ihm seinen Kauknochen wegnehmen und er machte überhaupt keine Anstalten den zu verteidigen ( was ich super finde). Besagt das, daß das Sozialverhalten des Hundes ausdrückt, daß er mit Kindern aufgewachsen ist? Jeder Tag ist eine neue Überraschung mit dem Hund, ich weiß nämlich gar nichts über ihn, außer, daß er aus dem Tierheim ist. Wie kann ich ihn besser kennenlernen? Mehr über ihn erfahren?
Timie

Das Verhalten deines Hundes spricht entweder dafür, dass er von Natur aus eine herzensgute Seele ist und einfach jeden mag, oder dass er tatsächlich Kinder kennt. Jeder gesunde, sozial verträgliche Hund wird instinktiv spüren, dass ein Kind einem Welpen gleich zu setzen ist. Das kann dazu führen, dass der Hund dem Kind gegenüber besonders rücksichtsvoll und tolerant ist oder es aber nicht ernst nimmt und in der Rangordnung unterdrückt. Entweder hat dein Hund also gelernt, Kinder zu respektieren, oder aber er ist einfach so lieb.
Wie du mehr über deinen Hund erfahren kannst?
Beobachte ihn einfach! Sei aufmerksam gegenüber seinem Verhalten, versuche, es dir zu erklären. Du wirst nie herausfinden, was er früher erlebt hat, aber viele Verhaltensweise lassen auf frühere Erlebnisse schließen und sich damit erklären.
Viel Spaß noch mit deinem „Dicken“!
Galli

Hi Timie,

an Deiner Stelle würde ich vorsicht walten lassen.
Du schreibst leider sonst nix über Deinen „Dicken“.

Aufgrund dieser Erfahrung sagen zu können, der Hund ist auf Kinder sozialisiert, wäre töricht. Es kann ein Merkmal sein, ja, und ganz sicher wird ein Hund, der weiß, wo er im Rudel steht, seinen Knochen dem ranghöheren Mitglied überlassen.

Es kann aber auch durchaus sein, daß Dein Hund noch keine negativen Erfahrungen mit Kindern gesammelt hat.

Man weiß es nicht…

Aber ich weiß ganz sicher, da mir selbst schon unfreiwillig passiert, daß ich kein fremdes Kind mit meinem Hund alleine lassen würde. Mein Hund, ein Rhodesian Ridgeback, auf Kinder sozialisiert. Die Freundin meiner Nachbarin wollte deren Kind nach Hause bringen, und bat mich die Kleine zu übernehmen, was ich auch tat…ich konnte nicht so schnell gucken, wie die Kleine meinem Hund einen Fleischknochen weggenommen hat und dann mit ihm mit einem Ochsenziemer Tauziehen spielte.
Es war ein absolut fremdes Kind für ihn! Ich weiß zwar, daß mein Hund herzensgut war, und auch dann und wann mal als Pony hergehalten hat, aber dennoch…
Das war eine Situation, die auch hätte böse enden können…denn nicht jedes Kind kennt Tiere, und macht dann mitunter ganz unbewußt fatale Fehler.
So sind Kinder für Hunde in der Regel unberechenbar, und so reagieren Hunde gewöhnlich mit Abweisung.

So lange Kinder noch so klein sind…wäre ich vorsichtig.
So gut der Hund auch sein mag.
Es gibt viel zu viele Fälle, in denen ein Hund im Tierheim eingeliefert wird, oder gleich eingeschläfert wird, mit der Diagnose „Hat Kind gebissen“

Gruß Maja