Anschaffung einer Zweitkatze

Ich überlege, ob ich meiner Katze (w, 4 Jahre, kastriert) einen Spielkameraden gönnen soll. Mir schwebt ein junger Kater aus dem Tierheim vor. Ginge das? Oder lieber noch ein weibliches Tier? Welche Rolle spielt das Alter?

Findus

Ich überlege, ob ich meiner Katze (w, 4 Jahre, kastriert)
einen Spielkameraden gönnen soll. Mir schwebt ein junger Kater
aus dem Tierheim vor. Ginge das? Oder lieber noch ein
weibliches Tier? Welche Rolle spielt das Alter?

Hallo,

das ist bestimmt eine gute Idee. Du kannst aber nicht erzwingen, daß sich die beiden dann auch mögen. Ich würde deshalb mit dem Tierheim reden, ob und wie es eine Möglichkeit gibt, daß sich die beiden Tiger vorher beschnuppern. Der Kater aus dem Tierheim wird nicht das Problem sein. Er wird sich in der neuen Umgebung vermutlich zunächst zurückhaltend benehmen. Ob aber die Dame des Hauses, bisher Alleinherrscherin, begeistert ist, kannst Du nur ausprobieren. Wie bei Frauen üblich, ist absolut unberechenbar alles möglich.

Meine beiden Damen sind trotz gelegentlich ruppig aussehender Spielereien unzertrennlich. Mich beachten sie nur, wenn sie etwas wollen. Wenn eine angeschmeichelz kommt, soll ich ihr den Kopf kraulen. Oder 'ne Dose aufmachen. Na ja, eben Frauen.

Gruß
Wolfgang

Hallo Findus,

gute Idee :smile:)

Ob deiner Katze lieber ein Kater oder eine weibliche Spielkameradin recht ist, kann man vorher nie sagen. Aber da sie mit 4 noch nicht so alt ist, gibts sicher keine grossen Probleme. Am anfang ist sie sicher nicht so begeistert, wenn wer neues in ihr Revier kommt ( da kanns dann schon mal Kaempfchen) geben, aber mit der Zeit gibt sich das schnell.

Am besten du schaust dich mal im Tierheim um. Vielleicht waere ein junger Kater am besten. So unter einem Jahr. Die sind meist nicht so kampfeslustig, fuegen sich schnell ein und ordnen sich auch ein bissel unter. Zumindest hab ich diese Erfahrung gemacht mit meinem Kleinen. Er hat bei meinen aelteren „Weibern“ Narrenfreiheit *gg*.
Aber prinzipiell ist es ein guter Gedanke dir noch eine Zweitkatze zu zulegen. Musst dir dann aber auch im Klaren sein, was du machst, wenns ueberhaupt nicht klappt mit der Zusammenfuehrung.

Viele Gruesse und Daumen-Drueck,

Manu

Frauen
Danke für das Kompliment :wink: Bin nämlich selbst eine Frau.

Unsere Katze ist ziemlich unabhängig und der totale Freigänger. In der Wohnung behauptet sie kaum ihren Platz, ist da sehr umgänglich. Aber natürlich kann sich das bei einem neuen Bewohner auch ändern, schon klar.

Findus

Hallo Manu,

junge Kater sind meiner Erfahrung nach oft frecher; ein älterer Kater dagegen hat meist eher bessere Manieren und wird so auch eher gentleman-like mit den Allüren einer bisdato-Einzelkatze umgehen können. Kann man aber auch nicht pauschalisieren - ich rate hier generell davon ab, sich auf ein Geschlecht oder eine Altersgruppe zu beschränken - meistens kommt es doch anders, als man denkt. :wink:

Viele Grüße,

Tanja

Genau das haben wir auch sehr lange überlegt (Katze 6, w.) und uns vor kurzer Zeit endlich dazu entschlossen. Unser Zuwachs ist drei (nein, jetzt vier) Monate alt und ein Kater. Natürlich noch nichth kastriert. Wir hatten erst Angst, daß unsere große Katze damit überhaupt nicht klarkommen würde (kommt z.B. in der Katzenpension mit anderen Katzen schlecht kler, zieht sich dann zurück und frißt kaum; ist auch draußen sehr ängstlich und eher das Opfer von Nachbarskatzen), aber das geht erstaunlich gut. Sie läßt ihn mit aus ihrem Napf fressen, bedient sich auch aus seinem - Futterneid kommt nicht vor. Der Kleine ist allerdings ein Rabauke. Ständig macht er irgendwelche spielerischen Übergriffe, und die Große hat sich anfangs nur zurückgezogen, inzwischen aber gelernt, sich zu wehren. Richtig heftig geht es dabei aber nicht zu. Manchmal jagen sie sich in beiden Richtungen quer durchs Haus (der Kleine hat noch keinen Freigang), und ich glaube fast, beide haben Spaß dabei. Aber kleinere Störungen gibt es immer mal wieder.
Jedenfalls haben wir feststellen können, daß Katze nicht gleich Katze (oder Kater) ist. Erziehung ist bei dem kleinen Rüpel viel schwerer, als sie bei der Großen war. Er versucht trotz Blumenspritze alles zum zweiten und dritten Mal, kratzt an Möbeln und Wänden, was wir bisher überhaupt nicht kannten…
Aber goldig ist er und viel verschmuster als seine Tante. Ich finde heute, es gibt kein richtiges Leben ohne mindestens zwei Katzen.

Die richtige Entscheidung wünscht
Aia
(beide Katzen waren übrigens aus dem Tierheim)

Hi,
ich kann dir auch nur aus Erfahrung berichten, wie das bei uns war. Ich wohne in einer 2er-WG und sind durch Zufall zu einem Kater gekommen. Den haben wir gefunden, als er gerade frisch geboren mit seinen beiden Brüdern in einer Tiefgarage lag und seine Mutter leider oben auf der Straße…
Wir haben die drei Tiger aufgepeppelt soweit wir konnten und eben unseren Kater behalten. Nach knapp einem Jahr haben wir uns entschlossen, noch eine junge Katze aus dem Tierheim zu holen, damit man mit einem besseren Gewissen auch mal ein paar Stunden unterwegs sein kann :wink:
Obwohl unser Kater von Anfang an ein Einzelgänger war hat er sich direkt nach ein paar Stunden an die kleine gewöhnt. Ihr ist es ein bisschen schwerer gefallen, aber das ist auch logisch wenn man bedenkt, dass sie in eine neue Wohnung mit neuen Leuten und nem neuen „Haustier“ kommt. Es hat also dann doch knapp zwei Wochen gedauert, bis die beiden nebeneinander geschlafen haben, aber seit dem bin ich wirklich froh, diese Entscheidung getroffen zu haben. Die beiden verstehen sich sehr gut und hatten noch nie ernsthafte Probleme miteinander. Was aber auch daran liegt, dass unser Kater viel zu nett ist und sich von der kleinen alles gefallen lässt *g*
Ich kann also eine Zweitkatze nur empfehlen.

Gruß
Steffen

Hallo,

wir haben eine 4 1/2 jährige Kätzin. Sehr verschmust und eingebildet. Ist was besonderes, die Prinzessin.
Vor zwei Jahren haben wir dann einen damals 15 Wochen alten Kater geholt. Seither faucht sie ihn immer an, wenn er an ihr vorbeiläuft. Sie hat es auch versäumt, sich gleich am Anfang gegen ihn durchzusetzen. So hat er zB unser Bett für sich erobert als er noch klein war.
Da sie aber beide Freigänger sind, haben wir es dabei belassen. Draussen können sie sich aus dem Weg gehen.

Das Problem ist, dass sich die Katzen oft erst nach zwei, drei Monaten vertragen. Und dann kann man die Zweitkatze kaum noch zurückgeben (es würde einem im Herzen wehtun).

Gruss, Niels

Klar, die Anschaffung sollte wirklich wohl überlegt sein. Zurückgeben eines Tieres kommt nicht in Frage.

Gruß
Findus

Hallo,

Klar, die Anschaffung sollte wirklich wohl überlegt sein.
Zurückgeben eines Tieres kommt nicht in Frage.

worum es mir eigentlich geht ist, dass man eben nicht „probieren“ kann, ob die beiden miteinander auskommen. Mal ne andere Katze für zwei Tage holen bringt nicht viel. OK, wenn sie sich gleich vertragen ist ja alles paletti. Aber oft brauchen Katzen Wochen um sich aneinander zu gewöhnen und sind dann die besten Kameraden. Oder eben nicht. Und dann?

Das heisst nicht, dass man sich keine zweite Katze holen sollte. Nur sollte man sich vorher bewusst sein, dass man das nicht im Voraus mal antesten kann.

Gruss, Niels