Mausefallen

Wir haben unfreiwillig einige Haustiere: Mäuse. Sind eigentlich sehr niedlich, aber ich hätte sie dennoch lieber außerhalb unserer vier Wände.
Jetzt wollten wir möglichst ohne diese martialischen Kopf-ab-Fallen auskommen, haben Lebendfallen ausprobiert, aber dafür waren die Mäuse zu schlau - die Köder waren weg, die Falle aber immer leer. Jetzt hat mein Sohn ein computergesteuertes Teil gebaut (vielleicht ein Fall für „Jugend fängt Nagetiere“), und das funktioniert auch. Wir haben schon vier Tiere gefangen und auf dem Feld (wir wohnen am Ortsrand) ausgesetzt.
Jetzt habe ich zwei Fragen an die Mäusekenner unter Euch:

  1. Finden die Viecher den Weg vom Feld zurück in unser Haus (der Weg beträgt etwa 30 Meter)? Fangen wir evtl. immer wieder dieselbe Maus?

  2. Wenn ich mir die armen Viecher morgens so ansehe, die da in der Glasröhre hocken und wahrscheinlich seit Stunden höchste Panik leiden - wäre eine Killerfalle vielleicht doch gnädiger?

Viele Grüße
Aia

Hallo, Alia,

  1. Finden die Viecher den Weg vom Feld zurück in unser Haus
    (der Weg beträgt etwa 30 Meter)? Fangen wir evtl. immer wieder
    dieselbe Maus?

Ihr fangt vielleicht nicht dieselbe Maus seit Wochen, aber Fakt ist, daß 30 Meter für so eine Maus kein Koordinationsproblem darstellen. Selbstverständlich finden sie ganz von alleine zurück in eure Küche… Zumal ihnen ja nix weiter passiert ist, als ihr sie gefangen habt.

  1. Wenn ich mir die armen Viecher morgens so ansehe, die da in
    der Glasröhre hocken und wahrscheinlich seit Stunden höchste
    Panik leiden - wäre eine Killerfalle vielleicht doch gnädiger?

Gnädiger is vielleicht nicht so der richtige Ausdruck. Mit einem bißchen Angst hin und wieder kommt die Maus gut klar. Die hat sie ohnehin öfter mal: wenn ein Hund oder eine Katze sie durch’s Feld verfolgt, oder Erntemaschinen drüberrollen.
Wirksamer is vielleicht der angebrachtere Ausdruck (siehe Punkt 1).

Wenn du es nicht fertig bringst, die kleinen Knopfaugen zu killen, erkundige dich doch mal nach Chemie. Nicht Mausegift, sondern etwas, das man vielleicht im Garten verteilen kann, was die Tierchen so anekelt, daß sie sich einfach nicht mehr nähern. Habe als Großstadtkind leider keine weiteren Erfahrungen damit.
Ich weiß nur, daß meine Mama so ein Zeug gegen Katzen in den Vorgarten streut (is nämlich deren Lieblingsklo). Das stinkt so martialisch, daß es selbst mich vertreiben könnte. Sie allerdings behauptet, nix zu riechen… Auf jeden Fall hilft es gegen Miezekacke *gg*. Is ja die Hauptsache.
Sag Bescheid, wenn du was gefunden hast. Interessiert mich sehr.

Viele Grüße vom Igel

Hallo,

egal, was du mit den Mäusen machst, du wirst immer welche umbringen. Auch mit den Lebendfallen!

wenn du fünf Mäuse in der Landschaft aussetzt werden dort mit hoher Wahrscheinlichkeit fünf Mäuse sterben. Vielleicht nicht die, die du ausgesetzt hast. Aber es werden welche sterben.

Es können nur eine bestimmte Anzahl Mäuse pro Fläche leben. Wenn du neue dazusetzt, wird sich diese Anzahl automatisch wieder einstellen. Wenn in dem Gebiet 5 Mäuse mehr leben könnten, würden sie auf Grund der hohen Vermehrungsrate der Nager dort auch leben.
Der Vorteil der Lebendfallen ist, dass man die Kadaver nicht anschauen und beseititgen (anfassen ???) muss.

In diesem Sinne halte ich Lebendfallen nicht für besser als Tötungsfallen. Du hast nicht mal Einfluss auf die Sterbeart der Mäuse.

Gruss, Niels

Hi,
du kannst dir aber nicht sicher sein, dass die Maus stibt.
Darum finde ich es immer noch besser Lebendfallen zu benutzen als diese widerlichen Schnappdinger.
gruss, jima

Hallo,

du kannst dir aber nicht sicher sein, dass die Maus stibt.

genau das ist es, was ich gemeint habe. Es muss nicht DIESE Maus sterben. Aber sie wird in der Natur zum Nahrungskonkurrenten der anderen Mäuse. Es existieren aber in der Natur immer gerade soviele Mäuse, wie die Umwelt ernähren kann. Aus diesem Grund wird IRGENDEINE Maus sterben.
Im Endeffekt begehst du einen Eingriff in die Natur, indem du dein „Ungeziefer“ dort entsorgst.

Gruss, Niels

Hallo Niels

genau das ist es, was ich gemeint habe. Es muss nicht DIESE
Maus sterben. Aber sie wird in der Natur zum
Nahrungskonkurrenten der anderen Mäuse.

Das ist doch nicht mein Problem. Also fuer alles bin ich auch nicht verantwortlich.

Es existieren aber in
der Natur immer gerade soviele Mäuse, wie die Umwelt ernähren
kann. Aus diesem Grund wird IRGENDEINE Maus sterben.

C’est la vie. Dauernd gibt es Revierstreitigkeiten zwischen Maeusen. Aber dann setzt sich eben eine Maus gegen die andere durch. Was ist daran schlimm?

Im Endeffekt begehst du einen Eingriff in die Natur, indem du
dein „Ungeziefer“ dort entsorgst.

Ach was. Ich begehe dauernd Eingriffe in die Natur. Schon alleine wenn ich spazieren gehe trete ich vielleicht auf eine Ameise, oder ich erschrecke eine Maus, die dann auf die Strasse rennt und ueberfahren wird! etc etc
Der Eingriff, die Maus auszusetzen ist mindestens genauso ein Eingriff in die Natur wie die Maus einfach zu toeten.

also was schliessen wir daraus: die Maus einfach in Ruhe lassen…!?

gruss, jima

Hallo,

Aber sie wird in der Natur zum
Nahrungskonkurrenten der anderen Mäuse.

Das ist doch nicht mein Problem. Also fuer alles bin ich auch
nicht verantwortlich.

Nein, nicht für alles, sondern nur für die Folgen deiner Handlungen.

C’est la vie. Dauernd gibt es Revierstreitigkeiten zwischen
Maeusen. Aber dann setzt sich eben eine Maus gegen die andere
durch. Was ist daran schlimm?

Eben! Eine stirbt! Warum also nicht gleich mit einer tötlichen Falle?

Ach was. Ich begehe dauernd Eingriffe in die Natur. Schon
alleine wenn ich spazieren gehe trete ich vielleicht auf eine
Ameise, oder ich erschrecke eine Maus, die dann auf die
Strasse rennt und ueberfahren wird! etc etc

gut, dann kann ich ja auch mein Altöl in den Wald schütten! Oder sollte es doch Unterschiede zwischen unvermeidlichen Eingriffen in die Natur (Spazierengehen) geben, und solchen, die nicht notwendig sind (Aussetzen von Tieren in die Natur ist übrigens nicht so ohne weiteres erlaubt).

Der Eingriff, die Maus auszusetzen ist mindestens genauso ein
Eingriff in die Natur wie die Maus einfach zu toeten.

Wenn du dein Haus als „Natur“ bezeichnest dann schon.

also was schliessen wir daraus: die Maus einfach in Ruhe
lassen…!?

Ich glaube, du hast nicht verstanden, worum es bei meinem ersten Posting ging (war wohl auch nicht so ganz klar geschrieben):
Die Lebendfallen sind ganz nett für das Gewissen, haben aber die gleichen Folgen wie die „Todesfallen“. Wenn auch nicht so direkt. Wenn also die Maus weg soll (was aus hygienischen Gründen nötig ist), dann geht das nur über den Tod (oder man fängt sie und füttert sie durch). Die Todesfallen sind da dann für mich doch die ehrlichere Lösung.

Gruss, Niels

Huhu Niels,

also ganz ehrlich… deine Logik verstehe ich nicht ganz. Woher willst du denn wissen, das wirklich für die eine Maus die Natur nichts mehr zum Überleben bieten würde und genau eine Maus verhungern müsste, weil eine andere dort ausgesetzt wird? Wenn es um den Ernährungsstand der Mäuse sooo schlecht bestellt wäre, dann würden mit Sicherheit mehr als nur eine Maus versuchen, in Häuser zu kommen und dort ihr Überleben zu sichern :wink:

Ansonsten bitte ich euch, auch mal die Meinung des anderen gelten zu lassen, ihr müsst sie ja nicht übernehmen…

LG, Nena

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Hallo Niels,

Das ist doch nicht mein Problem. Also fuer alles bin ich auch
nicht verantwortlich.

Nein, nicht für alles, sondern nur für die Folgen deiner
Handlungen.

aber nicht bis ins Unendliche!
wer weiss, vielleicht trifft die Maus ja einen Maeuserich und sie kriegen Kinder, und dann wandern diese Kinder in das Haus meiner Nachbarn…koennen die mich dann verklagen?
Oder in zehn Jahren bekommt ein Nachkomme dieser Maus Tollwut, beisst ein Kind - es stirbt. Dann komm ich wohl in den Knast.

C’est la vie. Dauernd gibt es Revierstreitigkeiten zwischen
Maeusen. Aber dann setzt sich eben eine Maus gegen die andere
durch. Was ist daran schlimm?

Eben! Eine stirbt! Warum also nicht gleich mit einer tötlichen
Falle?

Eben nicht! Du WEISST doch gar nicht, ob tatsaechlich eine gerade deswegen stirbt!

Ach was. Ich begehe dauernd Eingriffe in die Natur. Schon
alleine wenn ich spazieren gehe trete ich vielleicht auf eine
Ameise, oder ich erschrecke eine Maus, die dann auf die
Strasse rennt und ueberfahren wird! etc etc

gut, dann kann ich ja auch mein Altöl in den Wald schütten!

also ehrlich, das ist ja wohl vollkommen ueberzogen!

Oder sollte es doch Unterschiede zwischen unvermeidlichen
Eingriffen in die Natur (Spazierengehen) geben, und solchen,
die nicht notwendig sind (Aussetzen von Tieren in die Natur
ist übrigens nicht so ohne weiteres erlaubt).

Wie bitte??? Eine Maus aus meinem Haus raus aufs Feld zu setzen ist illegal??? Zeig mir mal bitte dazu den Gesetzestext.
Darf ich auch meine Stubenfliegen nicht zum Fenster rausjagen?

Der Eingriff, die Maus auszusetzen ist mindestens genauso ein
Eingriff in die Natur wie die Maus einfach zu toeten.

Wenn du dein Haus als „Natur“ bezeichnest dann schon.

Mein Haus steht nun mal in dieser Welt, die ich als die Natur bezeichne. Ich bin ein Teil der Natur genauso wie diese verflixte Maus.

jetzt ist doch aber mal genug mit dieser Diskussion…hoffentlich

viele gruesse, jima

Hallo,

wer weiss, vielleicht trifft die Maus ja einen Maeuserich und
sie kriegen Kinder, und dann wandern diese Kinder in das Haus
meiner Nachbarn…koennen die mich dann verklagen?
Oder in zehn Jahren bekommt ein Nachkomme dieser Maus Tollwut,
beisst ein Kind - es stirbt. Dann komm ich wohl in den Knast.

du versuchst, die Diskussion durch Extrembildung ins lächerliche zu ziehen. Wenn du dir der Zusammenhänge deiner Handlungen nicht
bewusst bist, ist das schade. Mein ursprüngliches Posting diente als Anregung zum Nachdenken.

Eben nicht! Du WEISST doch gar nicht, ob tatsaechlich eine
gerade deswegen stirbt!

Es geht hier um rein statistische Tatsachen. Ich sagte bereits, dass du im Einzelfall nicht sagen kannst, welche Maus stirbt, aber in der Summe aller ausgesetzten Mäuse kann man das durchaus.

also ehrlich, das ist ja wohl vollkommen ueberzogen!

tust du es nicht ebenso?

Wie bitte??? Eine Maus aus meinem Haus raus aufs Feld zu
setzen ist illegal??? Zeig mir mal bitte dazu den
Gesetzestext.

Beachte meine Formulierung: „nicht so ohne weiteres erlaubt“.
Bei einer Maus wird wohl niemand was sagen, trotzdem hier:

http://www.brandenburg.de/land/mlur/politik/recht/na…

Und: Wo ziehst du die Grenze? Eine Maus? Fünf Mäuse? Eine Ratte? Katze?
Bedenke, dass möglicherweise mehrere Leute ihre Mäuse aussetzen.
Was mich immer stört ist die Aussage: „Das bißchen, was ich mache (Die EINE Maus“).
Die Summe machts!

Darf ich auch meine Stubenfliegen nicht zum Fenster rausjagen?

s.o.

Der Eingriff, die Maus auszusetzen ist mindestens genauso ein
Eingriff in die Natur wie die Maus einfach zu toeten.

Wenn du dein Haus als „Natur“ bezeichnest dann schon.

Mein Haus steht nun mal in dieser Welt, die ich als die Natur
bezeichne. Ich bin ein Teil der Natur genauso wie diese
verflixte Maus.

Diese Einstellung kann dazu führen, dass ich alles was ich tue als natürlich bezeichne.
Ich bin Natur, meine Hunde sind Natur (ihr Jagdtrieb ist nur natürlich), …

jetzt ist doch aber mal genug mit dieser
Diskussion…hoffentlich

wenn du möchtest.

Gruss, Niels

Hallo,

also ganz ehrlich… deine Logik verstehe ich nicht ganz.
Woher willst du denn wissen, das wirklich für die eine Maus
die Natur nichts mehr zum Überleben bieten würde und genau
eine Maus verhungern müsste, weil eine andere dort ausgesetzt
wird?

Also: Mäuse haben eine hohe Vermehrungsrate. Begrenzender Faktor ist im Wesentlichen das Nahrungsangebot. Gibt es mehr Nahrung, überleben mehr Nachkommen. Die Folge ist, dass in einem System im Mittel immer genau soviel Mäuse leben, wie das System ernähren kann. Bringst du eine (oder mehrere, schließlich setzt nicht nur ein Mensch seine Maus aus) in dieses System, so wird sich die Anzahl an Mäusen wieder auf die maximal mögliche einstellen.

Wenn es um den Ernährungsstand der Mäuse sooo schlecht
bestellt wäre, dann würden mit Sicherheit mehr als nur eine
Maus versuchen, in Häuser zu kommen und dort ihr Überleben zu
sichern :wink:

Hier spielen weitere Faktoren eine Rolle: Zugänglichkeit der Häuser (Straßen), Schutz der Häuser durch Katzen/Hunde, Zugänglichkeit der Nahrung in den Häusern etc.

Ansonsten bitte ich euch, auch mal die Meinung des anderen
gelten zu lassen, ihr müsst sie ja nicht übernehmen…

es geht doch nicht um eine Meinung „rot gefällt mir besser als grün“. Ich habe hier Tatsachen gepostet in Bezug auf maximale Populationsdichte etc. Dass nicht jeder das glaubt ist OK. Es soll auch nicht zwangsläufig die Menschen vom Aussetzen der Mäuse abhalten. Ich lasse auch meine Katzen draußen rumlaufen, obwohl sie evtl. seltene Bodenbrüter erlegen. Aber man sollte sich wenigsten mal Gedanken darüber gemacht haben, welche Folgen das eigene Handeln hat.

Gruss, Niels

LG, Nena

Hallo Niels

du versuchst, die Diskussion durch Extrembildung ins
lächerliche zu ziehen.

es ist schon laecherlich mir zu unterstellen ich sei mit dem Aussetzen einer Maus verantwortlich fuer einen Mauserevierkampf. In dem Moment in dem die Maus aus meiner Hand aufs Feld gelassen wird ist meine Verantwortung beendet. Es ist ein Wildtier, das ich mir nicht angeschafft habe und ich setze es einfach wieder dahin wo es urspruenglich hergekommen ist.

also ehrlich, das ist ja wohl vollkommen ueberzogen!

tust du es nicht ebenso?

und wer hat damit angefangen?

http://www.brandenburg.de/land/mlur/politik/recht/na…

ich habe es mir durchgelesen und es hat absolut nichts mit Feldmaeusen zu tun.

Und: Wo ziehst du die Grenze? Eine Maus? Fünf Mäuse? Eine
Ratte? Katze?

Eine Katze auszusetzen ist etwas vollkommen anderes als eine (wilde) Maus auszusetzen. Die Katze ist ein Haustier. Gezuechtet ein Haustier zu sein und damit unterliegt sie auf alle Zeit der Verantwortung der Menschen und besonders dann wenn ich sie mir auch noch angeschafft habe!

Bedenke, dass möglicherweise mehrere Leute ihre Mäuse
aussetzen.
Was mich immer stört ist die Aussage: „Das bißchen, was ich
mache (Die EINE Maus“).
Die Summe machts!

die Summe macht was? Wahrscheinlich ersetzt jede ausgesetzte Maus sowieso nur den Platz einer gerade von einer Katze oder einem Bussard gefressenen Maus.
Ich setze die Maus nur in die Umgebung zurueck aus der sie urspruenglich kommt. Die Maus kommt von draussen rein. Und dann wandert sie eben wieder von drinnen nach draussen!

Davon abgesehen wuerde ich eine Maus wahrscheinlich ganz in Ruhe lassen wenn sie es sich bei mir einrichten wuerde. Es reicht, die zugaenglichen Lebensmittel wegzuschliessen.
Und eine kleine Maus, die im Haus lebt ist sicherlich nicht „unhygienischer“ als eine Katze die Freilauf hat oder ein Hund der seine Nase in alles steckt.

gruss, jima

Hallo,

es ist schon laecherlich mir zu unterstellen ich sei mit dem
Aussetzen einer Maus verantwortlich fuer einen
Mauserevierkampf. In dem Moment in dem die Maus aus meiner
Hand aufs Feld gelassen wird ist meine Verantwortung beendet.

Stimmt auffallend. Aus den Augen aus dem Sinn.

Ich habe dir den biologischen Mechanismus schlüssig erklärt. Dass du ihn nicht akzeptierst ändern nichts an den Tatsachen.

Gruss, Niels