Versuchstiere

Nachdem ich heute eine menge Artikel in diesem Brett gelesen habe, frage ich mich, ob manche Tiere „Zuhause“ denn nicht auch Versuchstiere sind?
Was mag mein Tier, nehme ich es auf Reisen mit, wie ernähre ich es? Mal im Ernst, übertreiben wir es denn nicht ein wenig?
Die lieben alten Tanten die ihrem Mops zum Früchstück eine Scheibe Leberwurstschnitte geben prangern wir an, aber was ist denn mit uns selber? Ist es denn nicht so, dass wir wollen, dass unser vierbeiniger Liebling die Sahneschnitte isst oder den Gorgonzola vom Sesamkeks klaut?
Was will denn unser Haustier wirklich, oder was wollen wir?
Projezieren wir denn nicht einfach nur etwas in unseren " Liebling" was wir gerne hätten?
Hand auf`s Herz, sagt euer Liebling euch, dass er gerne die Brüsseler Pralinen von Tante Gerda gerne hätte die schon 2 Wochen im Schrank liegen, oder gebt ihr die lieber euren Tieren um sie nicht verotten zu lassen oder gar an die Nachbarn zu verschenken? (Süsswarenantifan)Ich glaube wir sollten uns mal ganz gewaltig besinnen und unseren Haustieren wirklich was gutes tun, sie nämlich Tiere sein lassen wie sie es sind.
Kein Haustier ist verwöhnt oder eingebildet, wir sind es, ihre Besitzer!!!

Timie, die gerade daran denkt, dass sie heute dem Hund kein Stück vom Frühstücksbrot abgab.

Hallo!

Nachdem ich heute eine menge Artikel in diesem Brett gelesen
habe, frage ich mich, ob manche Tiere „Zuhause“ denn nicht
auch Versuchstiere sind?

Hast Du schonmal „richtige“ Versuchstiere im Labor gesehen?
Alpträume garantiert. (bei Zartbesaiteten wie mir)

Die lieben alten Tanten die ihrem Mops zum Früchstück eine
Scheibe Leberwurstschnitte geben prangern wir an, aber was ist
denn mit uns selber? Ist es denn nicht so, dass wir wollen,
dass unser vierbeiniger Liebling die Sahneschnitte isst oder
den Gorgonzola vom Sesamkeks klaut?

Nein - ich möchte, dass unser Kater, der zum Überleben keine Mäuse fangen kann, ein so weit es geht artgerechtes (= auf den Haushalt des Tieres abgestimmt) Futter bekommt, und keine Essenreste (!) oder minderwertige Schlachtabfälle, oder viel umworbenes 4 % Futter mit Karamelzusätzen.
Das kost’ natürlich auch mehr (scheinbar), aber wem das zuviel ist, und der auf die Wurstpelle als Tiernahrung zurückgreift, na ja, darüber brauchen wir uns wohl nicht zu unterhalten.

Wenn man ausserdem einmal ein Tier jämmerlich verre*en gesehn hat, weil es vermtl. falsch ernährt wurde—never again!
( ist krank.

Grüsse,
Nicole

Das passiert…
…wenn das ein Tier vom Tier zum Familienmitglied wird. Diese Polizeihund Rex ist mittlerweile sogar der bessere Mensch!

Wozu muß ein Hund zum Friseur?
Wozu bekommt er Schmuck umgehängt… ein Schleifchen, ein Bändchen… Juwelen???
Was macht ein Tier mit einer Erbschaft?
Was bringt eine Kristallschüssel zum Saufen oder feinstes Porzellan zum Fressen?
Ein weiches Kissen zum Liegen?

Für mich rangiert das nur unerheblich unter der Überzüchtung. Das eine ist ein Vergehen wie das Andere.
Tierfreunde? Naja…

Gruß!
Tino

Hallo,
der Wunsch bei einem Haustier ist doch sich mit ihm zu sozialisieren. Meist geht dies nur in die Richtung vermenschlichen und bzgl. Nahrung muß ich auch eingestehen weder Naß- noch Trockenfutter bisher genossen zu haben.

Gruss
Enno

???
Hai, Timie,

Was mag mein Tier, nehme ich es auf Reisen mit, wie ernähre
ich es? Mal im Ernst, übertreiben wir es denn nicht ein wenig?

Wenn ich ein Tier zu mir nehme, dann trage ich auch die Verantwortung dafür, daß es ihm so gut wie nur irgendwie möglich geht und das Wissen darum ist mir nicht angeboren, also ist es doch logisch und vernünftig, mich danach zu erkundigen - ich halte das nicht für übertrieben.

Die lieben alten Tanten die ihrem Mops zum Früchstück eine
Scheibe Leberwurstschnitte geben prangern wir an, aber was ist
denn mit uns selber? Ist es denn nicht so, dass wir wollen,
dass unser vierbeiniger Liebling die Sahneschnitte isst oder
den Gorgonzola vom Sesamkeks klaut?

Meine Pelzträger wurden nie mit Tischresten gefüttert! Und, ich weiß ja nicht, wie das mit Dir ist, aber ich will nicht, daß sich ein Stubentiger an Sahneschnitten gütlich tut - und schon gar nicht klauenderweise…
Eine Ausnahme wurde nur in den letzten Lebensmonaten unserer Zicke gemacht, sie war durch eine heftige Schilddrüsenüberfunktion total abgemagert und litt unter Appetitlosigkeit - nach Absprache mit dem TA wurde sie dann mit allem gefüttert, was in sie reinzukriegen war - Du glaubst gar nicht, wie blöd man sich vorkommt, wenn man auf dem Boden sitzt und einer Katze ein halbes Grill-Huhn in Maul-gerechte Stückchen zerpflückt häppchenweise verfüttert. Immerhin haben wir sie dadurch soweit aufgebaut gekriegt, daß sie nochmal ein viertel Jahr hatte - inzwischen hat leider auch ihr Herz altersbedingt schlapp gemacht und am Dienstag mussten wir sie einschläfern lassen :frowning:

Was will denn unser Haustier wirklich, oder was wollen wir?
Projezieren wir denn nicht einfach nur etwas in unseren "
Liebling" was wir gerne hätten?

Nee, ich nicht (auch hier gibt es andere Haltungen - wenn ich nur daran denke, was meine Tante ihrem Dackel-Mix-Dingsbums antut *schauder*). Meine Katzen wollten keinen Kratzbaum, der mit Sisal, Teppich oder sonstwas bezogen war - sie wollten Holz. Bitteschön! Dann wurde ihnen eben ein Hochbett zur Verfügung gestellt mit zwei wunderbar erreichbaren Balken, die sie zerfräsen konnten (was sie dann auch taten :wink: ) und über die sie uns auch Nachts bequem erreichen konnten - und glaub mir, ich hätte es vorgezogen, nicht jeden Morgen über Holzsplitter im Schlafzimmer laufen zu müssen.

Hand auf`s Herz, sagt euer Liebling euch, dass er gerne die
Brüsseler Pralinen von Tante Gerda gerne hätte die schon 2
Wochen im Schrank liegen, oder gebt ihr die lieber euren
Tieren um sie nicht verotten zu lassen oder gar an die
Nachbarn zu verschenken?

Wie gesagt, ich halte Haustiere nicht für eine Variation zum Thema Abfalleimer…

Kein Haustier ist verwöhnt oder eingebildet, wir sind es, ihre
Besitzer!!!

*kicher* Du kanntest meine Madame Zicke nicht…wenn wir es gewagt haben, mal 'ne Woche wegzufahren und sie vom Nachbarn gefüttert und gespielt wurde, war sie beleidigt - anders war ihr Verhalten nicht zu interpretieren. Wenn wir dann nämlich wieder da waren, wurden wir nicht begrüßt, sondern sie kam dann auf uns zu um sich dann, ca. einen Meter entfernt, demonstrativ umzudrehen und mit dem Rücken zu uns hinzusetzen. Anbaggerversuche unsererseits wurden dann mit Kopf-wegdrehen und Ignorieren quittiert.
Ebenso ließ sich die Dame nicht von Whiskas abbringen (wir haben sie erst mit 4 Jahren bekommen), sämtliche Umstellungsversuche wurden von ihr mit totaler Nahrungsverweigerung beantwortet (schon ein halber Teelöffel Nicht-Whiskas im Fressen hat gereicht). Auch selbst gekochtes wurde von ihr strikt abgelehnt - erst vor einem halben Jahr hat sie zum ersten mal Grill-Huhn angenommen (zum Glück!s.o.)

Timie, die gerade daran denkt, dass sie heute dem Hund kein
Stück vom Frühstücksbrot abgab.

Heute nicht? Tz, tz, tz :wink:

Gruß
Sibylle
(die nicht so ganz genau weiß, was sie eigentlich mit diesem Artikel sagen will, außer, daß nicht alle Haustiere zum Mülleimer oder Kind-Ersatz gemacht werden)

Das erinnert mich an meine Tante und meinen Onkel, die damals (liegt schon etliche Jahre zurueck) vergeblichst versucht haben Kinder zu bekommen. Nach einiger Zeit haben sie sich damit abfinden muessen, dass es nicht geht. Zur gleichen Zeit kam ein kleiner Hund zu ihnen, der dann fortan auch als Kindersatz gehalten wurde (inklusive dme Kinderzimmer das sie schon hatten)

Erst moechte man ja den Kopf darueber schuetteln, aber man musste eingestehen, dass es dem Tier in keinster Weise schlecht ging und es selber den beiden ueber die wohl schwerste Zeit ihres Lebens geholfen hat.

Oder auch meine Zeit im Altenheim. Wo einige aeltere Leute die dort heimisch gewordenen Katzen als ihre Enkelkinder ansahen! Das Buersten und streicheln der Katzen hat ihnen mehr gegeben als die gesamte Belegschaft an Pflegern und Beschaeftigungstherapeuten! Und den Katzen schien es auch zu gefallen! Und wenn jetzt so eine alte Dame sich in dem Kopf gesetzt hat den Katzen einen Pulli zu stricken fuer den Winter - kann man da nein sagen?

Meiner Meinung nach kann man Haustiere ruhig ein bisschen verhaetscheln, wo Uebertreibung anfaengt muss jeder fuer sich definieren.

Ciao! Bjoern

Wozu muß ein Hund zum Friseur?

Bei Hunden mit langem Fell, das sonst leicht auf dem Boden schleifen kann, ist das durchaus nötig!
Oder bei Hunden, die im Sommer wegen dem langen, wuscheligen Fell stark schwitzen!

Was ich aber als „vermenschlichen“ oder zumindest „unnötig“ empfinde:

  • warum muss man einen Pudel trimmen?! --> lässt der Besitzer doch nur machen, damit der Pudel „modisch“ aussieht
  • Hunde färben… in manchen Ländern ist es DER Trend, mit nem lilafarbenen Pudel spazieren zu gehen :frowning:(((

Ein weiches Kissen zum Liegen?

Auch draußen sucht sich ein Hund/eine Katze gern ein gemütliches Plätzchen zum Schlafen oder Ausruhen!
Und das machen sie, von selbst, ja auch in der Wohnung.
Warum legt sich wohl eine Katze lieber vor den Kamin, als auf die kalten Badezimmer-Fliesen?!

ein weiches Kissen - das finde ich gar nicht übertrieben und vermenschlicht. Es sei denn, es wird ein Himmelbettchen draus…

Hunde-Bekleidung - finde ich, in den meisten Fällen, auch übertrieben.
Bei einem alten oder kranken Hund kann es jedoch durchaus Sinn machen (und wird dann auch vom Tierarzt empfohlen!).

Gruß,
Nina

Hallo Nina,

Was ich aber als „vermenschlichen“ oder zumindest „unnötig“
empfinde:

  • warum muss man einen Pudel trimmen?! --> lässt der
    Besitzer doch nur machen, damit der Pudel „modisch“ aussieht

Meine Eltern dachten auch mal, das es schöner ist ihn „natur“ zu lassen - durch die sehr feine Haarstruktur und das Weiterwachsen der Haare mußte der Hund nach ca. 3/4 Jahr beim Tierarzt fast kahl geschoren werden. Danach war wieder Trimmen angesagt. Allerdings nicht dieser klassische Pudel-Look, sondern etwas legerer.

  • Hunde färben… in manchen Ländern ist es DER Trend, mit nem
    lilafarbenen Pudel spazieren zu gehen :frowning:(((

da bin ich natürlich einer Meinung mit Dir.

LG Petra