Frettchen

Hallo!
War heute in der Tierhandlung und da hat einer der Angestellten ein Frettchen spazieren geführt, mit dem ich spielen durfte. Hat tatsächlich nach Honig gerochen oder eher nach Bienenwachs, und war völlig handzahm.

Frettchen und Katzen vertragen sich aber wohl nicht, oder? Frage eigentlich nur aus Neugier, denn ich möchte meinen zwei wirklich bezaubernden Katzen, die keine Schmusewünsche offen lassen, eigentlich keine Konkurrenz ins Haus holen. (Aber putzig war der kleine Kerl schon…)

Gruß,
Eva

Hallo Eva,

putzig sind Frettechen allemal. Hab die Viecher auch ins Herz geschlossen, weil sie so drollig sind. Manchmal heisst es, das sie sich mit Katzen vertragen… andere wiederrum sind der Meinung, das es nicht gutgehen kann. Kommt wohl auch auf die Katzen darauf an. Und so ein Frettchen braucht ja , neben einem sehr grossen kaefig mit allem drum und dran, auch mal Freilauf.
Da sollte man sich schon ueberlegen, ob sowas auf Dauer gutgeht.

viele Gruesse Manu

Hallo Eva,
von ihrer Abstammung her sind Katzen und Frettchen Nahrungskonkurrenten und verfeindet. Mit viel Glück und Geduld kann es einem gelingen, beide Tierarten aneinander zu gewöhnen.
Im Gegensatz zu Hund und Katze besteht die Schwierigkeit darin, dass man auf die Aktionen und Reaktionen der beteiligten Tierarten relativ wenig Einfluss nehmen kann.
Unbeaufsichtigt würde ich selbst verträgliche Katzen-Frettchen-Gespanne nicht lassen.
Dass Frettchen nach Honig oder Bienenwachs riechen hab´ ich noch nicht erlebt. Sie stinken mehr oder weniger wie ein Iltis.
Möglicherweise werden sie in Zoohandlungen zur Verkaufsförderung parfümiert.

Gruß
Johnny

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Wir haben nicht das Recht, Tiere einzusperren
Hi,

ich habe in meinem Amerika-Urlaub auch mit Frettchen gespielt. Die sind echt süß. Das ist auf mir rumgekrabbelt und war total zahm. Allerdings hab ich später gestunken wie ein Iltis :smile:. Frettchen stinken halt und ich würd sie nicht in der Wohnung „aufbewahren“.

Andererseits ist zu beachten, dass es WILDTIERE sind! Sie sind Raubtiere und fressen Fleisch und so, egal, wie süß sie sind.

Ich persönlich bin der Meinung, Tiere soll man da lassen, wo sie hingehören. Katzen/Hunde haben sich ja schon „eingebürgert“. Aber kann man z. B. einem Vogel seine Freiheit nehmen und ihn in eine Wohnung stecken? Glaubst Du, sie fühlen sich da wohl? Sie haben keine Möglichkeit, Ihren Flugdrang zu befriedigen. Nachdem mein Papagei kläglich an Lungenkrebs verreckt ist, weil er bei einer stark rauchenden Familie aufgewachsen ist, denke ich etwas anders über Haustierhaltung. Wäre er in Freiheit aufgezogen worden, wäre sowas nicht passiert. (Du wolltest ja auch nicht im Käfig leben). Es hat mir fast das Herz gebrochen, als er in meinen Händen starb. Er war wie ein Kind.

Wie schon gesagt, bei Katzen (die machen eh, was sie wollen) und Hunden denke ich etwas anders drüber, aber alles andere ist reiner Egoismus und Tierquälerei.

Grüßle Netti

Hallo!

War heute in der Tierhandlung und da hat einer der
Angestellten ein Frettchen spazieren geführt, mit dem ich
spielen durfte. Hat tatsächlich nach Honig gerochen oder eher
nach Bienenwachs, und war völlig handzahm.

Frettchen und Katzen vertragen sich aber wohl nicht, oder?
Frage eigentlich nur aus Neugier, denn ich möchte meinen zwei
wirklich bezaubernden Katzen, die keine Schmusewünsche offen
lassen, eigentlich keine Konkurrenz ins Haus holen. (Aber
putzig war der kleine Kerl schon…)

Gruß,
Eva

Nicht ganz richtig
@Netti

Andererseits ist zu beachten, dass es WILDTIERE sind! Sie sind
Raubtiere und fressen Fleisch und so, egal, wie süß sie sind.

Das ist falsch, Frettchen sind keine Wildtiere. Ich zitiere von einer Frettchen-Infoseite:

„Das Frettchen ist wissenschaftlich gesehen die domestizierte Form des Iltis. Frettchen (mustela putorius furo) und Iltis (mustela putorius) gehören zur Raubwildfamilie der Marder (mustelidae). Zur Familie der Marder gehören auch die Wieselartigen (mustelinae), die wiederum in die Gattung der Erd- und Stinkmarder (mustelae) zu unterteilen sind. Zu einer weiteren Untergattung der Mustelae gehören unter anderem auch der Iltis und das Frettchen. Der Stammvater des heute bekannten Frettchens ist wahrscheinlich der europäische Waldiltis (mustela putorius). Das Frettchen ist nichts weiter als eine durch jahrhundertelange Zähmung und Züchtung in Gefangenschaft entstandene Haustierform des Waldiltis.“

Also um es mal grob zu beschreiben (Fachleute tötet mich bitte nicht):

Iltis -> Frettchen
wie
Wolf -> Hund

Es spricht also nichts dagegen, Frettchen als Haustiere zu halten. Aber:

  • Frettchen haben einen starken Eigengeruch
  • Frettchen können meines Wissens nach nur unter Aufsicht in der Wohnung frei laufen

Die artgerechte Frettchenhaltung ist relativ aufwändig. Sie brauchen ähnlich wie Ratten ein großes, ausbruchssicheres Heim in für sie interessantem Design. Idealerweise bekommen sie ihr eigenes Zimmer (oder umgebautes Gartenhäuschen) und viel Beschäftigung

@Eva:

Mehr Info findest Du hier:

http://www.frettchen.de/

Falls Du mit 2 Katzen noch nicht ausgelastet bist :wink: kannst Du ja mal auf meiner Tiervermittlungsseite vorbeischauen:

http://www.tierschutz-notfaelle.de

Gruß,

Myriam

Also um es mal grob zu beschreiben (Fachleute tötet mich bitte
nicht):

Iltis -> Frettchen
wie
Wolf -> Hund

stimmt!
*g*
Cess

Ich denke mal, man hat sich das Frettchen „gezüchtet“, um damit auf die Jagd zu gehen. Sie kommen nämlich sehr gut in nen Hasen-Bau (wie heisst jetzt die Mehrzahl? *öhm*) oder sonstwo rein.

Man hält sich ja auch nen Wellensittich und frägt nicht nach dem Hintergrund. Man sperrt ihn einfach ein.

Hamster sind auch so „Fälle“. Hamster sind wild lebende Tiere (normalerweise). Viele Tiere lassen sich streicheln, wenn sie bei Menschen aufwachsen, das ist aber wider die Natur. N Papagei spricht auch, das tut er aber normalerweise in Freiheit nicht und glaub mir, der fühlt sich in Freiheit viel wohler.

Zu Hund:
Auch Hunde haben noch ihre Instinkte, obwohl sie „zahm gezüchtet“ wurden. Jeder Jagdhund ist taub auf den Ohren, wenn sein Herrchen ihn ruft, wenn er eine Fährte wittert. Da setzt bei ihm einfach was aus :smile:. Wobei ich bei Hunden noch sage: Na gut, die sind froh, wenn sie gestreichelt werden, ein Dach überm Kopf haben und ihr Fressen kriegen (siehe Oddi bei Garfield).

Zum Thema zahm:
hast Du schon mal ein Tier erlebt, das auf die Welt kommt und sofort zahm ist? - Ich nicht. Das geschieht nur, wenn ein Mensch drumrum ist. Also ist ein Frettchen auch nicht „zahm gezüchtet“ sondern es wird so, weil es das normale eben nicht kennt.

Grüße Netti :smile:

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Dass Frettchen nach Honig oder Bienenwachs riechen hab´ ich
noch nicht erlebt. Sie stinken mehr oder weniger wie ein
Iltis.
Möglicherweise werden sie in Zoohandlungen zur
Verkaufsförderung parfümiert.

Hi, Johnny!
Nee, glaub ich nicht :smile:
Das Frettchen, das ich auf dem Arm hatte, roch wie Antikwachs, mit dem man alte Möbel einreibt, stark, aber nicht unangenehm. Empfinde auch nicht nur ich so - die Moderatorin von "Tiere suchen ein Zuhause, sagt auch jedesmal, dass „sie nach Honig riechen“. Allerdings weiß ich nicht, wie ein Iltis stinkriecht.

Gruß,
Eva

Und so ein Frettchen braucht ja , neben

einem sehr grossen kaefig mit allem drum und dran, auch mal
Freilauf.
Da sollte man sich schon ueberlegen, ob sowas auf Dauer
gutgeht.

Habe ich gar keinen Platz für. Und unsere zwei Katzen brauchen den Balkon für sich, weil sie sonst nicht rausgehen. Außerdem würden sie sich verraten fühlen, wenn da plötzlich Konkurrenz ist - mein Mann und ich haben sie großgezogen und sie sind überzeugt, sie sind unsere Babies!
Gruß,
Eva

Falls Du mit 2 Katzen noch nicht ausgelastet bist :wink: kannst
Du ja mal auf meiner Tiervermittlungsseite vorbeischauen:

http://www.tierschutz-notfaelle.de

Hallo Myriam!
Ich schau gern mal auf deiner Seite vorbei, aber meine zwei Beiden halten mich schon auf Trab.
Wünsche dir aber viel Erfolg beim Vermitteln der armen Hascherl!
Gruß,
Eva

Hallo,

ich denke, wir haben nicht das Recht, unseren gesamten Wohlstand für uns zu behalten und die Teire nicht daran teilhaben zu lassen. Zumal wenn es sich um ein Tier wie ein Frettchen handelt, das in der freien Naturkaum überlebenschancen gegenüber Nahrungskonkurrenten hat.

Gruss, Niels

1 „Gefällt mir“

Würdens die Leute net kaufen, würd’s auch keiner z
Würdens die Leute net kaufen, würd’s auch keiner züchten!
(siehe Pelzmäntel).
Man könnt ja - wenn man seinen Wohlstand unbedingt an die Tiere vergeben will - im Tierheim helfen, was spenden… Das wäre sinnvoller.
Wie viele „Streicheltiere“ gibts denn im Tierheim? Hasen, Hamster… Erst haben müssen und dann abgeben, wenn sich dann doch zu hause keiner kümmert (damit ist jetzt keiner im Forum gemeint, ich meine generell ist doch die Einstellung so bei den Leuten heutzutage).

Klar, wenn man ein „versöhntes“ Haustier in die freie Wildbahn setzt (oder auswildert), dass es dann in der freien Natur kaum Überlebenschancen hätte, weil es seinen natürlichen Instinkt verloren hat. Es gibt ja auch wilde Katzen (z. B. ausgesetzte, die sich vermehrt haben), die überleben.

Das ist jetzt absoluter Quatsch, echt.

Warum sich so ein Tier halten? - Ganz klar, weils EGOISMUS ist, sonst aus keinem Grund. Denkt mal drüber nach.

Grüße Netti

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi,

auch wenn ich Tierhaltung nicht prinzipiell als Tierquälerei bezeichnen würde, glaube ich, daß „die Tiere“ - als Art, nicht unbedingt als Individuum - sehr gut ohne uns Menschen auskämen.
Wenn wir Tiere halten, so geschieht das letztenendes immer zu unserem eigenen (wirtschaftlichen, psychologischen) Nutzen - was aber nicht immer „Ausbeutung“ der Tiere bedeutet.

LG
Stuffi

wir haben das Recht, Tiere […]

Ich persönlich bin der Meinung, Tiere soll man da lassen, wo
sie hingehören. Katzen/Hunde haben sich ja schon
„eingebürgert“.

Ich verstehe nicht, warum sich manche Leute immer echauffieren, was Tierhaltung angeht und TH am liebsten in eine Schublade stecken wollen. (dass alle THalter böse-egoistisch, und ein Viech zum Vermenschlichen brauchen - guckt doch nicht soviel Explosiv…)

Wenn ich allerdings Deine Intension richtig deute, dann kann ich es schon verstehen - Eichhörnchen, Chinchillas und Mode-Reptilien, gehören nicht ins Wohnzimmer bzw. Käfig.

Nur Hund und Katz sind ja keine Exoten.

Und noch was zu „Wir haben nicht das Recht…“

  • haben wir das Recht, Labortiere zu benutzen?
    Wenn aber der Deckmantel „Wissenschaft&Forschung“ drüber steht, fällt es nicht so auf.

Ich bin mal so frei und zitiere einige Präparationsmethoden aus dem Lindl „Zell und Gewebekultur“.

_Herstellung von Leberschnitten

Material:

  • Ratten (Sprague Dawley o.Ä)
    […]
    Für derartige Versuche eignen sich am besten männliche Raten mit einem Lebendgewicht von 250 - 300 g.
    Auf die Tierschutzsituation sei hier nochmals eindringlich hingewiesen: Es empfiehlt sich, die Tiere nicht nur für eine einzige Organentnahme zu töten, sondern Sorge dafür zu tragen, dass auch andere Organe bzw. Gewebe Verwendung finden.
    Allerdings sollten die Ratten keiner medikamentösen oder chirurgischen Behandlung unterworfen sein, da diese möglicherweise die Resultate beeinflussen könnte.

Präparation eines Meerschweinchenileum
Material:

  • ein Meerschweinchen (200 -350g)
  • eine grössere Schere (14 cm) eine kleinere Schere (ca. 9 cm)
  • 1 Pinzette
    […]
    Das Meerschweinchen durch Nackenschlag töten.
    […]

Kultivierung von Herzmuskelzellen des Hühnchens
Material:

  • vorgebrütete Eier (ca. 8-10 Tage alt)
    […]

Primärkultur aus Mäusecerebellum
Material

  • Mäuse im Alter von 2-3 Tagen
    […]
    Die Mäuse durch Genickbruch töten.
    —_

Am Ende des Kapitels merkt der Autor noch folgendes an:

_Hinweis
Jede Organentnahme aus einem Tier ist mit dessen Tod verbunden und sollte daher gewissenhaft auf ihre Notwendigkeit geprüft werden.

Dringend möchte der Autor darauf hinweisen, dass die Vorschriften des Tierschutzgesetzes hier strengstens beachtet werden müssen.
[…]_

Warum sich also daran stören, wenn es Menschen gibt, die sich aus Freude Tiere halten?
(im „gesunden Maße“ natürlich, muss man hier im Brett immer anmerken)

Sonst müssten wir auch wieder auf die Jagd gehen und nicht unser Nutzvieh schlachtreif pflücken.

usw. usf.

Gruss,
Nicole

Alles…
…ist irgendwie Egoismus.
Auch der Kinderwunsch.
Es gibt nur sehr wenige Dinge, die nicht egoistisch motiviert getan werden. Das Engagement bei wohltaetigen Zwecken oder Organisationen ist in den meisten Faellen wohl auch zur Beruhigung des eigenen Gewissens.
gruss, jima

Hallo,

mein Artikel war auch etwas provozierend gemeint (deswegen entschuldige ich mich bei dir).
Es stört mich einfach, wenn allzu extreme Positionen bezogen werden (was deine nicht unbedingt war). Ich denke, wir liegen nicht soweit auseinander. Auch ich bin gegen das Züchten von Tieren als Hobby oder zu Erwerbszwecken. Ebenso gegen das einführen exotischer Arten als Heimtiere. Das entspringt dem Wunsch der Menschen etwas besonderes zu haben, was sie aus der Masse heraushebt.
Obwohl es mich verlockt, einen Abessinier zu haben (was ja nicht sehr exotisch ist), werde ich keinen beim Züchter oder gar im Zoogeschäft kaufen. Vielleicht findet sich ja mal einer im Tierheim. Aber im Moment bin ich sowieso mit unseren zwei Katzen (sehr liebe Mischungen) ausreichend versorgt.

Liebe Grüße,
Niels

Na hoffentlich rauchst du nicht (mehr)! :wink: o.T.
o.t.