Hallo Marianne,
Hinten links scheint mit dem Bein was nicht zu stimmen, da sie
manchmal humpelt und/oder den Fuss hochzieht und auf drei
Beinen läuft. Der Tierarzt schickte mich zum Chirugen und
sagte der sollte das mal Röntgen. Weiss jemand was
dahinterstecken könnte?
Wichtig ist es durch eine sorgfältige Lahmheitsunteruchung den Schmerz zu lokalisieren.
Bei Schmerzen im Knie ist eine Luxation (Ausrenkung) der Patella (Kniescheibe) eine häufige Ursache. Bei Kleinterriern
ist die Rinne, in der die Kniescheibe gleitet, oft zu flach ausgebildet, so dass diese hin und wieder rausschnappt.
Behandlungsvorschlag konserativ: 3x im Abstand von 3 Wochen Anabolika + Antiphlogistika spritzen.
Falls damit keine deutliche Besserung zu erreichen ist, empfiehlt sich, um Arthrosen vorzubeugen, eine chirurgische Vertiefung der Patellarinne.
Bei Schmerzen in der Hüfte denkt man, speziell beim West Highland Terrier, an eine aseptische Femurkopfnekrose. Bei dieser Krankheit löst sich der Oberschenkelkopf mottenfraßmäßig auf. Als Folge davon entstehen schmerzhafte Gelenksentzündungen.
Eine weitere Ursache könnte auch eine Hüftgelenksdysplasie sein. Hier ist das Hüftgelenk nicht korrekt ausgebildet, so dass Oberschenkelkopf und Hüftpfanne nicht optimal zusammenpassen. Als Folge entstehen auch hier schmerzhafte Entzündugen und Arthrosen.
Der genaue Zustand des Hüftgelenks kann nur röntgenologisch beurteilt werden.
Falls HD oder Femurkopfnekrose diagnostiziert werden, kann auch ein Behandlungsversuch mit Antiphlogistika und speziellem Muskeltraining unternommen werden. Kann damit kein komfortables Leben für den Hund erreicht werden, wäre eine Resektion des betroffenen Femurkopfes überlegenswert. Nach Ausbildung eines Scheingelenks laufen die Hunde i. d. R. beschwerdefrei.
Tierarzt ist ja sehr teuer, da dachte ich ich frag hier
erstmal.
Um eine Ursache für die Lahmheit zu finden, wird man um etwas Diagnostik nicht herumkommen.
Das zweite ist ein überstehender Zahn der von unten beim
zubeissen in den Gaumen piekt. Die Tierärztin schickte mich
zum Tierzahnarzt und sagte der Hund braucht eine Zahnspange.
*stöhn* Hört sich teuer an, oder?? Hat jemand Erfahrung damit?
Die meisten Hunde mit zu engem oder zu kurzem Unterkiefer, die sich einen oder mehrere Zähne einbeißen, kommen damit gut zurecht. Häufig dienen Plastiken zur Zahnstandsregulierung nur kosmetischen Zwecken. Falls Probleme durch eine Zahnfehlstellung entstehen, kann man, als kostengünstigere Methode, auch den „Störenfried“ extrahieren.
Gruß
Johnny