Kater hat 'defektes' Gelenk

Hallo zusammen,

einer meiner Kater hat in unterschiedlichen Abständen ein „Hinkebein“. Wenn er sich erschreckt und entsprechend schnell springt oder losläuft, tritt er anscheinend falsch auf, was zur Folge hat, dass er tagelang am Humpeln ist. Der Tierarzt hat ihm beim letzten Mal homöopathische Tropfen verschrieben, die die Schwellung mindern sollen. Calendula-Salbe habe ich auch bereits zu Hause, nur bringen diese Mittelchen keine Vorsorge, die ich für den Kater gerne hätte. Denn je weniger Schmerzen, umso besser.

Angeblich ist sein Hüftgelenk (es handelt sich immer um das linke Hinterbein) beim ersten Mal „erschrecken“ verrutscht, zudem hat der Kater eine Bindegewebsschwäche, so dass das Gelenk nicht gehalten wird (wenn ich alles richtig verstanden habe). Aufgrund dieser damals eingetretenen und nicht richtig behandelten Verschiebung des Hüftgelenks „vertritt“ der Kater sich nun häufiger, was im schlimmsten Fall dazu führen könnte, dass er sich das Bein komplett auskugelt.

Hat jemand hier Erfahrung mit so etwas? Ich bin es satt, ständig zum Tierarzt zu rennen, ohne dass sich an der Situation etwas ändert. Das bringt weder dem Kater noch mir etwas - außer weniger Geld…

Viele Grüße - und Cess, falls Du das liest, kannst ja die Situation nochmal mit Deinen Worten beschreiben, dann wird’s vielleicht deutlicher. :wink:

Natascha

Hallo Natascha

einer meiner Kater hat in unterschiedlichen Abständen ein
„Hinkebein“. Wenn er sich erschreckt und entsprechend schnell
springt oder losläuft, tritt er anscheinend falsch auf, was
zur Folge hat, dass er tagelang am Humpeln ist. Der Tierarzt
hat ihm beim letzten Mal homöopathische Tropfen verschrieben,
die die Schwellung mindern sollen. Calendula-Salbe habe ich
auch bereits zu Hause, nur bringen diese Mittelchen keine
Vorsorge, die ich für den Kater gerne hätte. Denn je weniger
Schmerzen, umso besser.

Die Sache mit der Schwellung ist mir nicht ganz klar. Könntest
du das bitte etwas näher beschreiben.

Angeblich ist sein Hüftgelenk (es handelt sich immer um das
linke Hinterbein) beim ersten Mal „erschrecken“ verrutscht,
zudem hat der Kater eine Bindegewebsschwäche, so dass das
Gelenk nicht gehalten wird (wenn ich alles richtig verstanden
habe). Aufgrund dieser damals eingetretenen und nicht richtig
behandelten Verschiebung des Hüftgelenks „vertritt“ der Kater
sich nun häufiger, was im schlimmsten Fall dazu führen könnte,
dass er sich das Bein komplett auskugelt.

Falls der Schmerz eindeutig in der Hüfte zu lokalisieren ist, empfiehlt es sich die Hüfte in Narkose zu röntgen um das Gelenk ordentlich beurteilen zu können.
Rühren die Schmerzen von einer verschleppten Distorsion her, hat man gute Chancen mit einer antiphlogistischen Behandlung über einen längeren Zeitraum (z.B. mit Carprofen) die Sache in den Griff zu kriegen.
Sind knöcherne Veränderungen (Arthrosen) am Gelenk, hat man i. d.R. gute Behandlungserfolge mit einer Resektion des Femurkopfes (bei Terminvereinbarung fürs Röntgen mit einplanen um im Falle einer OP die Narkose gleich zu nutzen).

Gruß
Johnny

Also, bei der Schwellung handelt es sich um die Entzündung, die entsteht, wenn das arme Vieh sich mal wieder das Bein vertreten hat (hallo Gizmo, *streichel*), er braucht dann jedesmal Spritzen und was weiß ich noch alles, damit das erstmal wieder weggeht, aber damit ist am Problem nix geändert!

Und Deine Tipps in allen Ehren, aber kannst Du das nochmal für den Laien auf Deutsch übersetzen - ich verstehs, Bio-Studium hab dank, aber die meisten hier können mit „verschleppter Distorsion“, „antiphlogistischer Behandlung“ und „Resektion des Femurkopfes“ nicht so viel anfangen, denke ich…

Grüße
Cess

PS: Tatza, knuddel die drei ganz feste von mir *streicheleinheitenrüberschick*

Also, bei der Schwellung handelt es sich um die Entzündung,
die entsteht, wenn das arme Vieh sich mal wieder das Bein
vertreten hat (hallo Gizmo, *streichel*), er braucht dann
jedesmal Spritzen und was weiß ich noch alles, damit das
erstmal wieder weggeht, aber damit ist am Problem nix
geändert!

Genau. Aber Cess, zur Info: Heute geht’s schon wieder besser, scheint diesmal nicht so schlimm zu sein. *hoff*

Und Deine Tipps in allen Ehren, aber kannst Du das nochmal für
den Laien auf Deutsch übersetzen - ich verstehs, Bio-Studium
hab dank, aber die meisten hier können mit „verschleppter
Distorsion“, „antiphlogistischer Behandlung“ und „Resektion
des Femurkopfes“ nicht so viel anfangen, denke ich…

Ja, und ich als „Family“ hab zwar von zwei Seiten Bio mitbekommen und Leistungskurs gehabt, kann damit aber trotzdem nix anfangen - danke. :smile:

PS: Tatza, knuddel die drei ganz feste von mir
*streicheleinheitenrüberschick*

Mach ich.

Viele Grüße
Natascha

Hallo Cess und Natascha,

Also, bei der Schwellung handelt es sich um die Entzündung,
die entsteht, wenn das arme Vieh sich mal wieder das Bein
vertreten hat (hallo Gizmo, *streichel*), er braucht dann
jedesmal Spritzen und was weiß ich noch alles, damit das
erstmal wieder weggeht, aber damit ist am Problem nix
geändert!

Mit Ringelblumensalbe wird man da nichts ausrichten können.

  1. ist die Eindringtiefe viel zu gering.
  2. stört das Fell.
  3. braucht die Katze zum Wegschlecken wahrscheinlich nicht so lange, wie du zum Draufschmieren :smile:.

Um gezielt behandeln zu können, muss erst mal die genaue Lokalisation und Ursache für die Beschwerden gefunden werden.

Und Deine Tipps in allen Ehren, aber kannst Du das nochmal für
den Laien auf Deutsch übersetzen - ich verstehs, Bio-Studium
hab dank, aber die meisten hier können mit „verschleppter
Distorsion“, „antiphlogistischer Behandlung“ und „Resektion
des Femurkopfes“ nicht so viel anfangen, denke ich…

Ich bitte vielmals um Verzeihung und werde mir in Zukunft Mühe geben.

Distorsion - Verrenkung, Verstauchung, Zerrung, …

antiphlogistische Behandlung - Behandlung mit entzündungshemmenden Mitteln z.B. nichtsteroidalen (cortisonfreie) Antiphlogistika (z.B. Carprofen/Rimadyl)
oder mit Cortison.

Resektion des Femurkopfes - Absetzen/Absägen des Oberschenkelkopfs. Es bildet sich an Stelle des Hüftgelenks eine bindegewebige/knorpelige Verbindung (Scheingelenk), mit der Katzen i.d.R. absolut problemlos laufen können.

Besser so?
In tiefer Zerknirschung

Johnny

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Hallo Johnny,

Besser so?

Ja, VIEL besser! :smile:

Wenn ich Deine Postings richtig verstehe, besteht also die Möglichkeit, die Sache ein für allemal aus der Welt zu schaffen - vorausgesetzt, es ist etwas von dem, was Du ansprichst. Das wäre ja mal was… Ich denke, ich werd Dein erstes Posting beim nächsten Tierarzt-Besuch mitnehmen und den guten Mann damit konfrontieren. Dann muss er sich äußern, nicht wahr? Vielleicht bekommen wir es in den Griff - ich werd Dich auf dem Laufenden halten.

Und mange, mange takk!!!

Grüße
Natascha

Ich wünsche alles Gute !!! o.w.T.
.

Subbi, auch von mir nochmal danke, ich leide auch jedesmal mit, wenn er wieder humpelt und das Bein fies von sich streckt…
Cess