Anschaffung einer katze-was beachten?

Hallo,

mein freund und ich würden gerne eine katze zu uns nehmen.
da wir beide noch nie eine hatten, wollen wir uns vorher genau informieren, was wir alles beachten sollten.
von freunden wurde mir schon abgeraten, eine baby-katze zu nehmen, da diese doch erstmal an möbel etc geht. eine 2-3 jährige katze hat wohl diese „phase“ hinter sich.
unsere wohnung ist gross genug, wir haben leute, die sich im urlaub um die katze kümmern würden, und wir beide würden uns über einen grün-äugigen zuwachs sehr freuen.
ist esdenn für eine katze ok, wenn sie von 8h-18h (manchmal auch eine wenig länger) alleine wäre?
wie zieht man eine baby-katze gross? sollte man die ersten tage immer bei ihr sein?
und was ist „besser“: baby-katze oder eine 2-3 jährige?
freue mich über jeden rat!

DANKE

Hallo,
als für mich die Frage stand, habe ich mich für 2 Geschwister (12 Wochen alt, also stubenrein und abgesäugt) entschieden, da ich finde, dass sich eine Mieze alleine für 10 Stunden am Tag zu tode langweilt. Mit kleinen ist es finde ich einfacher, sie dann auch an sich zu gewöhnen, ältere sind in der Persönlichkeit schon ziemlich gefestigt. Ansonsten muss man darauf achten, dass sie geimpft sind, oder nachimpfen und die ersten paar Tage schon sich ein bisschen mehr Zeit nehmen. Und die kleinen kann man doch auch noch ganz gut erziehen, meine wissen ganz genau, dass z.B. der Esstisch tabu für sie ist.
Und ich finde, 2 machen auch nicht viel mehr Arbeit, aber sie haben immer noch sich zum Spielen, wenn man lange außer Haus ist. Ich hatte auch schon mal eine alleine, die hat dann vor lauter Frust die Toillettenpapierrollen zerfetzt, wenn sie mal länger alleine war.
Gruß Almut

Hallo,

ich bin einfach mal frech und zitiere aus dem Infobereich meiner Seite http://www.tierschutz-notfaelle.de:

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Vor der Anschaffung:

Idealerweise möchte man sich eine Katze anschaffen, um dem Tier ein schönes Zuhause zu geben. Die Tatsache, dass Katzen sehr angenehme Hausgenossen sind, sollte mehr ein schöner Nebeneffekt sein.

Hier ist eine Liste mit Fragen, die man sich vor der Anschaffung einer Katze stellen sollte. Nur wenn man alle Fragen uneingeschränkt mit „ja“ beantworten kann, ist es zu empfehlen, sich eine Katze anzuschaffen.

Bin ich mir der Dauer dieser Verpflichtung bewusst? Katzen können über 20 Jahre alt werden.
Bin ich bereit, Einschränkungen in meiner Freizeitgestaltung hinzunehmen?
Habe ich genug Zeit, mich mit der Katze zu beschäftigen?
Sind alle Familienmitglieder/Mitbewohner mit der Anschaffung einverstanden?
Wurde überprüft, ob jemand in der Familie eine Katzenallergie hat?
Weiß ich schon, wer sich während meines Urlaubs um die Katze kümmert?
Bin ich bereit, ca. 50 EUR im Monat pro Katze auszugeben? (auf den Monat umgerechnet inklusive jährlicher Impfungen)
Ist in der Nähe ein Tierarzt, den ich problemlos erreichen kann?
Ist mein Vermieter mit Katzenhaltung einverstanden?
Bin ich bereit, kleine „Unfälle“ in meiner Wohnung hinzunehmen? Auch Katzen wird mal schlecht oder sie haben Durchfall.
Bin ich bereit, auf giftige Zimmerpflanzen zu verzichten und meine Wohnung allgemein katzengerecht und sicher zu gestalten?
Bin ich bereit, es zu akzeptieren, wenn man etwas zu Bruch geht oder die Katze ein Möbelstück beschädigt?
bei zukünftigen Freigängern: ist meine Wohngegend sicher für Katzen?
__________

Auf der o.g. Seite findest Du auch noch mehr Info zur Grundausstattung, Ernährung, Gesundheit und Hilfe bei Problemen.

Junge Katze oder ältere Katze: Katzenwelpen werden i.d.R. ab einem Alter von ca. 3-4 Monaten abgegeben. Da nehmen sie schon feste Nahrung zu sich. Der Tierschutz gibt richtigerweise Welpen nur paarweise (oder zu einer vorhandenen Katze dazu) ab. Ich würde einen Welpen nicht einzeln halten, schon gar nicht, wenn er tagsüber alleine bleibt.

Wenn es also eine Jungkatze sein soll (im Mai werden immer viele Katzen geboren, also wäre im Sommer eine gute Zeit für einen Besuch im Tierheim), sollten es also 2 Stück sein.

Wenn Du partout nur eine Katze willst, frage beim Tierschutz nach einem älteren Tier, das Einzelhaltung bevorzugt. Manche Katzen wollen keinen Kontakt zu Artgenossen, weil sie ängstlich, aggressiv oder eifersüchtig sind. Dies sind dann ideale Einzelkatzen.

Den einen oder anderen Kratzer an der Tapete oder einem Möbel wirst Du kaum verhindern können, egal ob junge oder alte Katze. Die ideale Lösung ist eine erwachsene Katze, die an Kratzbaum o.ä. schon gewöhnt ist. Dieser solltest Du dann möglichst attraktive Kratzgelegenheiten bieten. Wenn das klappt, bleibt Dein Mobiliar verschont.

Jungen Katzen musst Du selbst beibringen, wo sie ihre Krallen schärfen kann und darf. Das dauert natürlich ein bisschen und erfordert sehr viel Konsequenz.

Viele Grüße,

Myriam

Hallo Tanja,

also wir haben seit etwa 2 Monaten auch einen kleinen Tiger. Er war 4 Monate als wir ihn zu uns genommen haben.
Vor ungefähr 3 Wochen haben wir uns für einen zweiten Kater entschieden, der Mitte Mai mit 12 Wochen zu uns kommen wird, da unser Tiger auch von 8-16 Uhr alleine daheim ist und ich das nicht länger miterleben wollte (hatte ständig schlechtes Gewissen, wollte am Wochenende nicht lange weg, weil er doch sowieso die ganze Woche alleine ist)

Ich denke es ist rel. „egal“ in welchem Alter eine Katze zu dir kommt.
Wenn sie noch sehr jung ist, hast du die Erziehung (Erziehung wie bei einem Hund ist sowieso nicht möglich)in der Hand .
Stuberein sind sie meistens schon - gucken sich das alles von der Mutter ab.
Wenn du ne ältere Katze willst, musst du dich gut informieren, wie sie vorher so gelebt hat, was sie beim Vorbesitzer alles angestellt hat (oder auch nicht)… ihr dann noch versch. Dinge abzugewöhnen dürfte sehr schwer bis unmöglich sein.

Überlege es dir doch nochmal, ob du nicht lieber gleich zwei Geschwisterchen zu dir holst. Du sagtest bereits, dass eure Wohnung groß genug sei… das wäre sie dann auch für zwei.
Denke: Du bist auch nicht gerne jeden Tag (!!!) bis zu 10 Std. alleine!

Zu beachten gäbe es:

  • bevor du das Kätzchen (oder zwei :wink: ) zu dir nach Hause holst, fahre vorher beim Tierarzt vorbei - der untersucht auf Flöhe und kann ggf. auch gleich die Impfung vornehmen
  • für jede Katze ein eigenes Klo (evtl. ein bisschen Streu aus dem „alten“ klo mitnehmen-Geruchserkennung)
  • beim ersten Rundgang durch die Wohnung gleich vors Klo setzen, dann vor Fress-und Trinknapf
  • in Ruhe die Wohnung erkunden lassen
  • wenn sie sich versteckt => warten bis sie von alleine (!!) wieder kommt (nicht unterm schrank hervorziehen z.B.)
  • von Anfang an Grenzen festsetzen (z.B. Esstisch) mit einem klaren „NEIN“ oder ggf. mit einem Schuss aus ner Wasserpistole
  • immer wieder beim Namen rufen (z.B. bei Fresschen-Geben)
  • den Namen NIE rufen, wenn du sie bestrafst

Hoffe, dir geholfen zu haben!
Bei weiteren Fragen, kannst du mich gerne anschreiben! :wink:

Liebe Grüße
anke

Hallo Tanja,

viel wurde ja schon gesagt. Doch ich möchte betonen das Katzen nicht gesellig sind. Sehr viele Exemplare, besonders Kater sind extreme Einzelgänger. Wenn man von Jungtieren, die zu zweit gehalten werden mal absieht, wirst du einer älteren Katze nicht beibringen können, ihr Revier mit Artgenossen zu teilen.

Kaum ein anderes Haustier kommt alleine so gut zurecht wie eine Katze. Aber wenigstens einmal am Tag sollte schon jemand da sein (Urlaubsvertretung…). Das soll aber nicht heißen, das es dabei bleibt. Wenn ihr zu Hause seid, so wird Katze sich bestimmt die Liebe holen, die sie (oder er) braucht. Wenn Katze nicht gestreichelt werden will, so merkt ihr das schon ganz schnell :wink:
Thema Urlaub. Lasst die Katze zu Hause, nicht in Pension geben! Zwar muß dann jemand nach dem Tierchen schauen, doch Katzen hängen viel zu sehr an ihrem Heim. Der Mensch dazu ist relativ egal. Nichts hassen Katzen mehr, als eine Ortsveränderung, von Ausnahmekatzen mal abgesehen.

Wenn die Katze neu in der Wohnung ist und sich sofort verkriecht, keine Angst, das kann schon mal 3 bis 4 Tage dauern. Hauptsache es steht ein frischer Wassernapf, was zu futtern und die Toilette (Toi. immer in einem anderen Raum) da. Die Katze findet die Örtlichkeiten ganz von allein. Und am Anfang nur nachts.

Wichtigster Grundsatz: Katzen wissen alles besser, können alles besser und sind der Chef der Familie! :wink:)

Gruß
André

Hallo Tanja,

na dann will ich dir auch mal meinen Senf dazu geben *gg*.

Einiges hast du ja schon erfahren und gute Tipps haste nun auch schon :smile:)

Finde es auch besser, wenn du dir gleich ein Päärchen holst, vorzugsweise Geschwister *muss aber nicht sein, auch jung und alt vertraegt sich gut*. Da du ja doch laenger ausser Haus sein wirst, ist das einfach die bessere Loesung. So koennen sich die Tigerchen miteinander beschaeftigen und sie halt nicht allein. Und da deine Wohnung gross genug ist, hat dennoch jeder seinen Freiraum. Ich wuerde wirklich keine Einzelkatze halten.

Obs nun eine junge oder alte sein soll, ist eigentlich egal. Ich hab Erfahrung mit jedem Alter gemacht. Wenn sie jung sind *meist bekommt man sie ja mit 10 - 12 Wochen , wenn sie von der Mutter weg sind * spielen sie halt noch viel, sind lernwillig … machen aber auch viel Unsinn. Naja und aeltere Katzen haben gern schon mal ihre Eigenheiten , sind etwas zickig *zumindest sind das meine Katzendamen im Alter zwischen 8 -6 Jahre*. Aber das kann man nicht pauschal sagen. Meine Kater hingegen , sind zwischen 2-5 Jahre, sind alle prima umgaenglich und sehr pflegeleicht.
Es liegt dann wirklich an dir, fuer welches Alter du dich entscheidest. Schau doch einfach in einem Tierheim in deiner Naehe vorbei. Ich denke, da wirst du sicher was drolliges finden.

Was meinst du mit „Babykatze“ ? Glaube kaum, das du daran denkst ein zwei Tage altes Kaetzchen zu dir zu nehmen, oder ? Sie sollten schon mindestens bis zur 8- 10 Woche bei der Mutter bleiben. Danach sind sie dann alt genug fuer ein neues zuhause.

Ich faende es schon besser, wenn du wenigstens die ersten ein bis zwei Tage bei ihr sein kannst. Da kann sie in Ruhe + ohne Hektik die neue Wohnung erkunden.
Vergiss nicht genug Spielsachen, Katzenklo, Kratzbaum + Schlafkoerbchen zu besorgen.
Und dann sollte sie auch baldmoeglichst einen Tierarzt vorgestellt werden zwecks Erster Impfungen, Wurmkur und so weiter.

Und noch eines :
Richte deine Wohnung vorher besser etwas katzensicher ein, ehe der Tiger zu euch kommt :

  • alles was dir lieb und teuer und zerbrechlich ist, besser wegstellen
  • moeglichst keine langen Gardinen
  • Zimmerpflanzen alle wegstellen, da wo Katze nicht rankommt
  • Putzmittel, Chemikalien, Medikamente in Schraenke verbannen

Ich hoffe, ich konnte noch einiges zu deiner Entscheidung beitragen.
Ging in meinem Kopf zwar drunter und drueber *gg* … naja gut !

Viele Gruesse von Manu

Huhu,

viel wurde ja schon gesagt. Doch ich möchte betonen das Katzen
nicht gesellig sind.

Siehste , so unterschiedlich sind die Meinungen *gg*.
Finde schon, das ein Grossteil der Katzen gesellig sind :smile:)

Sehr viele Exemplare, besonders Kater

sind extreme Einzelgänger.

Mhh, das kann ich auch nicht bestaetigen. Meine drei Kater ( 2,3 und 4 ) sind ganz und gar keine Einzelgaenger. Sie spielen und raufen zusammen, den ganzen Tag. Meine „Weiber“ hingegen sind Einzelgaenger, aber das liegt wohl an deren gesetztem Alter :smile:)

Wenn man von Jungtieren, die zu
zweit gehalten werden mal absieht, wirst du einer älteren
Katze nicht beibringen können, ihr Revier mit Artgenossen zu
teilen.

Sicher kann man das einer aelteren Katze beibringen. Ich habe vielfach diese Erfahrung gemacht. Es muss nur genuegend Platz dasein, damit die Tierchen sich auch mal aus dem Weg gehen koennen.

Naja hat halt jeder andere Erfahrungen gemacht.

Viele Gruesse Manu

Katzen sind normalerweise KEINE Einzeltiere
Hallo André,

viel wurde ja schon gesagt. Doch ich möchte betonen das Katzen
nicht gesellig sind. Sehr viele Exemplare, besonders Kater
sind extreme Einzelgänger. Wenn man von Jungtieren, die zu
zweit gehalten werden mal absieht, wirst du einer älteren
Katze nicht beibringen können, ihr Revier mit Artgenossen zu
teilen.

Sorry, aber das ist - in dieser pauschalisierten Form - absoluter Blödsinn. Es gibt durchaus Katzen wie Kater, die durch jahrelange Einzelhaft zum unverträglichen Einzelgänger geworden sind, aber generell ist die Katze sehr wohl ein geselliges Tier. Sie ist kein Rudeltier, wie der Hund, aber du wirst herrenlose, freilebende Katzen soviel wie niemals einzeln antreffen. Sie schließen sich nahezu IMMER zu lockeren Gruppierungen zusammen! Soviel zur Natur der Katze :wink:.

Im Ernst, ein Tier, das schon zu lange einzeln gehalten wurde, mag sich vielleicht dran gewöhnt haben und ist in der Tat so eigenwillig dass sie nur schwer wieder an kätzische Gesellschaft zu gewöhnen ist, aber im Allgemeinen tust du einer Katze NICHTS Gutes, wenn du sie allein in die Wohnung sperrst und dann auch noch 12 Stunden am Tag nicht da bist… DU kannst draussen rumlaufen, hast deine Arbeit, deine Hobbies, dein Vergnügen. Die Katze hat nur dich. Das ist zu wenig, vor allem wenn die Katze sooo viel allein sein muss!!!

Aber auch wenn „Mensch“ viel zu Hause ist… beobachte mal zwei spielende Katzen und dann sag nochmal, dass du als Mensch einer Katze den kätzischen Gefährten erstzen kannst… Dann möchte ich dir aber zusehen, wenn du auf allen Vieren durch die Wohnung hüpfst, quer über Betten, Möbel, Kratzbäume und dich mit deiner Katze balgst :wink:))

Also am besten schon bei der Auswahl der Katzen darauf achten, dass es ein „eingespieltes Team“ ist, dann gibt es keine Probleme. Die Tierhilfen laufen über von Katzen, die nur paarweise abgegeben werden können/sollten

Unter http://www.tierschutzvereine.de findet sich sicherlich das Passende in der NÄhe…

LG, Nena

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Hallo Tanja,

egal ob Hund, Katze, Pferd oder Mensch, ohne Artgenossen lebt auf die Dauer keiner gerne. Dann auch noch tagsüber ganz alleine, hast Du den Stoff, aus dem Verhaltensstörungen gemacht sind. Wenn Du beobachtest, wie 2 Katzen miteinander umgehen, toben, sich gegenseitig ablecken, begreifst Du sofort, daß ein Mensch den Artgenossen nicht ersetzen kann. Eine Einzelkatze kannst Du halten, wenn sie tagsüber Freigänger ist. Reine Stubentiger ganz alleine gehalten müssen verblöden.

Ich würde deshalb in ein Tierheim gehen und 2 Hausgenossen aussuchen (oder Dich von den Vierbeinern aussuchen lassen), die sich vertragen. Du bezahlst nur eine geringe Schutzgebühr. Die Tiere sind geimpft, fürs Erste entwurmt und i. d. R. kastriert. Meistens ist zu unterschreiben, daß Du Dein Tier nicht verkaufen und im Notfall an das Tierheim zurückgeben wirst und daß Du Dich mit einer Kontrolle über den Verbleib des Tieres durch das Tierheim einverstanden erklärst.

Gruß
Wolfgang

Erstmal herzlichen Glückwunsch zu Deiner/Eurer Vorbereitung, das ist nämlich leider alles andere als selbstverständlich. Ich bin Tierarzthelferin und habe außerdem in einem Zoogeschäft gearbeitet, da erlebt man so einiges! Viele Menschen machen sich überhaupt keine Gedanken, daß ein Tier auch seine Bedürfnisse hat, VOR ALLEM dann, wenn wir es aus seinem Lebensraum in unsere Welt holen.
Das wohl so ziemlich einzige Tier, das man einzeln halten kann (und sogar muß), ist der Goldhamster. Er ist ein Einzelgänger, alle anderen Haus- und Heimtiere sind mehr oder weniger gesellig.
Es gibt auch immer wieder Leute, die sich partout nur einen Wellensittich anschaffen wollen. Stellt Euch mal vor, Ihr lebt auf einer einsamen Insel, um Euch herum nur fremdartige Wesen, niemand spricht Eure Sprache, und das ein Leben lang! Wellensittiche sind Schwarmvögel, die in Gruppen von manchmal mehreren 100 (!!) Tieren leben! Und nun fragt mal, wie sich der arme Kerl eisam auf der Stange in seinem Käfig wohl fühlt!
Bei Katzen ist es sicher nicht ganz so extrem, aber auch sie brauchen die Nähe eines Artgenossen. Der Mensch kann den Katzen viel geben, aber er kann KEINEM Tier den Partner ersetzen.
Wie schon jemand vor mir sagte, denke ich auch, daß es am besten ist, 2 Geschwister zu nehmen oder eine ältere Katze aus dem Tierheim.
Was noch nicht angesprochen wurde: Katzen wie auch Kater sollten unbedingt mit ca 6 - 8 Monaten kastriert werden, damit es weder unerwünschten Nachwuchs gibt noch die Tiger die Wohnung markieren oder dauerrollig sind.
Außerdem sollte man sich unbedingt die Frage stellen, ob man auch bereit ist, höhere Tierarztkosten in Kauf zu nehmen, wenn die Katze(n) mal ernsthaft erkranken oder einen Unfall haben.
Sollten noch Fragen auftauchen, mailt mirgern, ich werde versuchen Tips zu geben! :o)

Und noch mal, DANKE im Namen aller Tiere, daß Ihr Euch VORHER informiert!! :o)

Nicole

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Hallo Tanja,

auch auf die Gefahr hin, daß Du mich mißverstehst und vielleicht ungehalten auf meine Antwort reagierst, ich rate Dir dringend von Deinem Vorhaben ab, sich eine Katze anzuschaffen.

Katzen können zwar im Allgemeinen recht gut alleine auskommen, aber nicht immer und schon gar nicht täglich von 8.00 - 18.00 h oder noch länger. Am Wochenende wirst Du wahrscheinlich auch nicht ständig zu Hause sein.

Eine zweite Katze (wie von Wolfgang empfohlen) wäre allenfalls eine Notlösung. Laß mich das bitte kurz begründen:

Katzen sind auf Deine Zuwendung angewiesen, sie brauchen Deine Nähe, Deine Aufmerksamkeit und Deine Liebe. Das gilt nun gleichermaßen auch für die zweite Katze. Sie können die Einsamkeit (immer vorausgesetzt sie verstehen sich, das ist nicht automatisch so!) gemeinsam leichter ertragen, nur auf Dauer ist es eine einzige Quälerei.

Man sagt, daß Hunde Herrchen und Frauchen haben, Katzen jedoch Personal. Sie wollen Dich ganz oder gar nicht. Nach Feierabend hast wahrscheinlich Du und bestimmt auch Dein Freund nicht besonders gesteigerte Lust, sich um eine oder zwei mit Zuwendungsdefiziten geplagte Stubentiger ausschließlich zu kümmern.

Man kann eben nicht alles haben. Da bieten sich alternativ andere, weniger hochentwickelte Tiere an, die nicht auf eine enge Bindung so sehr angewiesen sind wie eben Katzen und Hunde.

Ich bin der „Oberkater“ von zwei ganz lieben Stubentigern. Lange habe ich aus Zeitgründen auf diese Gesellschaft verzichten müssen. Obwohl ich manchmal mehr Zeit hatte als Du.

Liebe Tanja, ich verstehe Deinen Wunsch, aber laß es sein, Du machst ungewollt einen oder zwei arme Samtpfoten zu seelischen Krüppeln.

Viele Grüße
Michael

Hallo Michael,
ich kann jedem Deiner Worte nur 100% zustimmen.
Ein Haustier sollte man sich nur anschaffen, wenn man auch ueber Tag Zeit hat, sich zu kuemmern. Ein Tier ueber 10 und mehr Stunden alleine zu lassen ist grausam.
HG
Inge

Auch für Tiere, die sonst im Tierheim bleiben müßten?

(Frage ist durchaus ernst gemeint; ich weiß es wirklich nicht. Habe selber Katzen, die aber nur sehr selten alleine sind…)

Gruß
Aia

Auch für Tiere, die sonst im Tierheim bleiben müßten?

(Frage ist durchaus ernst gemeint; ich weiß es wirklich nicht.
Habe selber Katzen, die aber nur sehr selten alleine sind…)

Hallo Aia,
ja, auch fuer Tiere, die sonst im Tierheim bleiben muessten. Dort sitzen sie wenigstens nicht 10 und mehr Stunden alleine rum. Michael hat das sehr schoen und ausfuehrlich beschrieben. Auch der angebliche Einzelgaenger Katze ist ein Gesellschaftstier. So erleben wir das jedenfalls immer mit unseren drei Katern. Wenn wir hin und wieder einige Stunden am Tag fort sind, suchen sie anschliessend besonders unsere Gesellschaft. Auch ueber Tag suchen sie immer wieder unsere Ansprache. Entweder werden wir zum spielen aufgefordert oder einer unserer Kater fuehrt meinen Mann zur Buerste und moechte gebuerstet werden. Eine andere Frage ist natuerlich fuer mich, warum moechte jemand der 10 Stunden und evtl. mehr nicht zu Hause ist, ein Haustier, das dann weitestgehend sich selbst ueberlassen bleibt. Geraade habe ich es in der Nachbarschaft erlebt. Eine junge Frau hat ihre beiden Katzen jetzt nach 3 Jahren wieder weggegeben, weil sie immer weniger zuhause war. Fuer mich zeigt sich die wahre Tierliebe im Verzicht, wenn die Voraussetzungen zur Tierhaltung nicht stimmen.
HG
Inge

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Tierheime
Hallo,
für mich sind Tierheime eigentlich eher vergleichbar mit antiquierten Strafvollzug resp. Konzentrationslager (ok, das „duschen“ entfällt). So löblich die Arbeit der dort Angestellten auch ist, ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, daß die Tiere dort nicht im permanent Streß leben (räumliche Enge, vielzahl von Gerüchen, Geräuschen).
Insofern scheint mir jeder Versuch ein Tier von dort zum Haustier zu nehmen, ein guter Versuch … egal wie er ausgeht.

Gruss
Enno

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Hallo Enno,
also die THe die ich kenne, haben nichts von raeumlicher Enge, sondern sehr schoene Raeume mit grossen Aussenanlagen. Sicher gibt es auch ganz andere.
Ob es fuer eine Katze immer eine Freude ist, aus dem TH herauszukommen?
Ich schaue auf die andere Strassenseite auf einen Balkon, vollgestopft mit allem moeglichen Geruempel, Gardinen wie schwarze Lumpen, die in den 5,5 Jahren die ich hier wohne noch nie gewaschen wurden. Balkontuere bis auf ein Oberlicht immer geschlossen. In dieser Wohnung 1 Hund, 1 Katze, 1 Wellensittich. Der Hund starb vor kurzem. Sein taegl. Ausgang: 3xtaegl. zwischen 3 u. max. 5 Min. in die Begruenung des gegenueberliegenden Parkplatzes. Die Katze habe ich noch nie gesehen. Besitzer und Sohn haengen den lieben langen Tag bis in die Nacht auf der Strasse. Glaubst Du nicht auch, dass solche Tiere im TH besser aufgehoben waeren? Hier haetten sie wenigstens die Chance, zu liebevollen Menschen zu kommen. Selbst wenn nicht, wuerde sich hier mehr gekuemmert, als in diesem Haushalt.
Wie ich schon schrieb, eine junge Frau im selben Haus hat ihre beiden Katzen jetzt weggegeben, weil die auch das Alleinsein von morgens 7.00 bis abends 22.00/23.00 nicht so toll fanden. Auch am Wochenende war sie oefter weg. Diese beiden Beispiele sind m.E. nur die Spitze des Eisberges.
Gottseidank gibt es aber auch tausende geliebte und zufriedener Haustiere und ihre verantwortungsvollen Besitzer.
HG
Inge

Hallo Inge,

Gottseidank gibt es aber auch tausende geliebte und
zufriedener Haustiere und ihre verantwortungsvollen Besitzer.

niemand streitet ab, dass es viele Katzen gibt, die es auf den Plätzen auf denen sie sind, noch schlechter geht, als im Tierheim. Jeder Tierschützer kann ganze Fortsetzungsromane erzählen von Katzen, deren ganzes Verhalten nur einen Schluss zulässt - nämlich dass sie auf ihrem ersten Platz schwer misshandelt wurden. Ich habe selbst so ein total verängstigtes Tier bei mir aufgenommen, das sein Misstrauen und seine Scheu bis heute nicht wirklich aufgegegeben hat…

Aber deshalb Jedem/Jeder, der es sich halt leider nicht von Beruf Sohn/Tochter/Ehefrau ist, automatisch zu unterstellen sie würden ihre Tiere nicht lieben, geht mir denn doch zu weit. Ich Einzelkatze in Wohungshaltung halte ich auch für Tierquälerei, wenn noch dazu der „Dosenöffner“ ganztags berufstätig ist. Aber erstens ist das Tierheim, das du kennst sicherlich eher die Ausnahme als die Regel, und zweitens, was glaubst du wo all die Tausenden und Millionen Tiere hin sollten, die deiner Meinung nach im Tierheim besser aufgehoben wären, als in ihrem Zuhause? Die auch noch alle in die ohnehin schon restlos überfüllten Tierheime und privaten Pflegestationen?

LG, Nena

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Hallo Nena,

Aber deshalb Jedem/Jeder, der es sich halt leider nicht von
Beruf Sohn/Tochter/Ehefrau ist, automatisch zu unterstellen
sie würden ihre Tiere nicht lieben, geht mir denn doch zu
weit.

Mit keinem Wort habe ich gesagt, dass jeder Single sein Tier nicht liebt. Ich halte es eben nur nicht fuer sehr verantwortungsvoll sich ein Haustier anzuschaffen, das auch Gesellschaft und Zuspruch braucht, wenn man von 24 Stunden 10-14 nicht da ist und dann (eigene Aussagen aus Foren) nachts auch noch die Tuere zum Schlafzimmer schliesst. Da frage ich mich, warum muss es ein fuehlendes Lebewesen sein. Ja, da bin ich der Ansicht, die groessere Tierliebe zeigt sich im Verzicht.

Aber erstens ist das Tierheim, das du kennst
sicherlich eher die Ausnahme als die Regel,

also ich kenne da schon mehrere, aber ich habe auch gesagt, dass es da ganz sicher auch ganz schlechte Heime gibt.

und zweitens, was
glaubst du wo all die Tausenden und Millionen Tiere hin
sollten, die deiner Meinung nach im Tierheim besser aufgehoben
wären, als in ihrem Zuhause? Die auch noch alle in die ohnehin
schon restlos überfüllten Tierheime und privaten
Pflegestationen?

Nun, es kann aber auch kein Zeichen von Tierliebe sein, die Tiere vom Regen in die Traufe zu schicken. Die Vermittlung der Tierheime auf Teufel komm raus, nur um sie los zu werden, ist sicher auch nicht so toll. Nein, leider habe ich kein Ganzheitskonzept um allen Tieren zu helfen. Trotzdem ist es meine Meinung, dass ein Tier in einem gut gefuehrten Tierheim besser aufgehoben ist, als im manchem Haushalt, wo es den groessten Teil des Tages und viele Wochenenden alleine verbringen muss.
Von Dir habe ich hier schon viele Artikel gelesen, da muesstest Du doch auch wissen, wie viele Tiere z.B. neurotisch und unsauber aufgrund falscher Haltung reagieren.
HG
Inge

Hallo erstmal,

erstmal vielen dank für die vielen Antworten.
Ich habe mir alles sorgfältig durchgelesen und komme zu dem Schluss, dass ich für mich persönlich meiner Tierliebe darin Ausdruck verleihen werde, indem ich auf eine Katze verzichten werde, solange ich nicht die Möglichkeit habe, so für sie dazusein, wie sie mich braucht.
Ich bin hatte erst gedacht, dass es nicht so schlimm für eine Katze ist länger alleine zu sein, weil ich dachte, sie seien eher Einzelgänger und sogar gerne öfter alleine. Aber durch eure vielen Antworten habe ich was dazugelernt deswegen habe ich ja auch vorher gefragt.

Also danke nochmal und allen ein schönes WE!

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