Hallo zusammen,
unserer 7jährigen Katze wurden vorgestern einige (3 komplette und 5 Wurzeln) Zähne entfernt. Es scheint ihr gut zu gehen, sie hat schon am Tag der OP wieder gefressen. Lt. TA soll sie in den nächsten Tage ein Medikament gegen Mundhöhlen- und Zahninfektionen schlucken, aber es ist nichts zu machen. Wenn wir die Tablette pulverisiert ins Futter mischen, verweigert sie die Nahrung komplett. Ich kenne das, sie hält es auch tagelang durch. Mit Leberwurst oder Hüttenkäse oder Thunfisch brauchen wir ihr nicht zu kommen, frißt sie sonst auch nicht. Mit Gewalt schaffen wir es vielleicht einmal, aber nicht über mehrere Tage. Statt bisher drei haben wir bislang höchstens eine Vierteltablette in sie hineinbekommen. Und auch das nur, weil meine Tochter sie in die Sahne geschmuggelt und ihr diese dann auf die Nase geschmiert hat. Spätestens ab morgen wird auch das nicht mehr gehen.
Jetzt meine Frage: Wie wichtig ist es wohl, daß sie das Zeugs schluckt? Alternativ könnten wir ihr täglich beim TA eine Spritze geben lassen. Abgesehen davon, daß morgen Sonntag ist und Montag bei uns zeitlich alles äußerst ungünstig läuft - dieses Tier täglich in die Box zu verfrachten, ist purer Horror für Mensch und Tier.
Und wenn wir sie jetzt einfach in Ruhe lassen? Woran würden wir merken, daß es Komplikationen gibt?
Hallo Aia,
wenns vom TA verschrieben wurde, wird es schon seinen Sinn haben.
Wenn die Katze die Tablette nicht schlucken will und freiwillig
auch nicht das Maul aufmacht, versuch es doch mit einer Spritze
und einer aufgelösten Tablette. Spritze zwischen die Lefzen (heisst
das bei einer Katze so?) und das Zeugs reinspritzen, dann muss sie
schlucken.
Falls Du sie solange gehalten bekommst
Viele Grüsse
Merit
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Jetzt meine Frage: Wie wichtig ist es wohl, daß sie das Zeugs
schluckt? Alternativ könnten wir ihr täglich beim TA eine
Spritze geben lassen. Abgesehen davon, daß morgen Sonntag ist
und Montag bei uns zeitlich alles äußerst ungünstig läuft -
dieses Tier täglich in die Box zu verfrachten, ist purer
Horror für Mensch und Tier.
Genervte Grüße
Hallo Aia,
von der Theorie her wäre es günstig für die Katze die Tablette, mit wahrscheinlich Clindamycin, zu nehmen.
In eurem Fall habe ich allerdings keine Bedenken auf die antibiotische Behandlung zu verzichten, wenn die Katze so schlecht mitspielt. Ich habe bei etlichen hundert Zahnextraktionen ohne anschließende Antibiose bei Katzen noch nie erlebt, dass es Wundheilungsprobleme am Kiefer gegeben hätte. Die körpereigene Abwehr ist speziell in der Mundhöhle enorm, so dass i.d.R. eine Heilung nach Entfernung der Entzündungsherde (faule Zähne u. Wurzelreste) keine Probleme macht.
Leider gibt es manchmal allerdings Zahnfleischentzündungen bei der Katze als Folge einer Autoimmunerkrankung, die in einigen Fällen trotz Entfernung aller Backenzähne nicht abheilen. In diesem Fall würden aber auch die Antibiotikatabletten nichts nützen.
Und wenn wir sie jetzt einfach in Ruhe lassen? Woran würden
wir merken, daß es Komplikationen gibt?
Falls es Probleme gäbe, würde die Katze das Fressen wieder einstellen und Fieber bekommen.
Hi Johnny,
danke für Deine Antwort, die mich einigermaßen beruhigt hat. Das Medikament heißt in der Tat so, und das mit der Autoimmunerkrankung stimmt auch. Das arme Viech hat schon ewig Probleme mit Entzündungen im Maul. Insofern ist sie ja Kummer gewöhnt und die paar Wundstellen fallen ihr womöglich kaum auf…
Solange sie frißt, mache ich mir also heute und morgen erst mal keine großen Gedanken. Sollte ich nächste Woche noch unsicher sein, lasse ich den Tierarzt evtl. einmal kurz gucken. Aber mehr muß dann wohl wirklich nicht sein.
Danke, Merit,
das läßt sich mit DER KATZE wohl kaum umsetzen. Trotzdem vielleicht ein guter Tip für die Zukunft mit unserem kleinen Kater. Der hält besser still.