Haltung und Pflege von Perserkatzen

hallo,

Ich habe mir vor vier Wochen eine Perserkatze aus dem Tierheim geholt. Sie ist wohl nicht besonders gut behandelt worden bei ihren Vorbesitzern. Sie ist ziemlich struppig und das tägliche Kämmen gestaltet sich immer sehr schwierig. Gibt es Tricks, wie man der Katze beibringen kann, dass Kämmen nicht weh tun muss? Ich kämme sie jeden Tag um die gleiche Zeit ca. 5 Minuten, als Gewöhnung und hinterher gibt es ein Leckerli. Kann ich noch mehr tun? Festhalten tue ich sie nicht, sondern „jage“ hinter ihr her.
Als Futter nehme ich Royal CDanin Fit 32. Das hat mir die Dame im Tierheim empfohlen. Ist das gut oder doch nicht?
Katzen streu heisst Extrem Classic und damit bin ich sehr zufrieden.
Ach ja, wie steht es mit Leckerlis, worauf sollte man da achten?

Über Antworten würde ich mich freuen.

Einen schönen Dienstag wünscht euch

Ordnazo

P.S. Ich habe mich schon durch viele Seiten im Internet gewühlt, würde aber auch gern eure Meinungen und Erfahrungen hören

Ich habe mir vor vier Wochen :eine Perserkatze aus dem :Tierheim geholt.
Gibt es Tricks, wie man der :Katze beibringen kann, dass :Kämmen nicht weh tun muss?

Hallo Katzenfreund!

Der einzige „Trick“ heißt Geduld. 4 Wochen sind nichts. Meine beiden Tiger habe ich im September vergangenen Jahres auch aus dem Tierheim geholt. Die kleinere hatte ihre Scheu schon nach wenigen Tagen abgelegt. Ihre ältere Schwester wurde früher offensichtlich mißhandelt, hat nur noch ein Auge und reagierte bei jedem Annäherungsversuch panisch. Nach einigen Wochen hatte ich sie in einem passenden Moment doch einmal zu fassen bekommen und es bitter bereut. Binnen Sekundenbruchteilen sah ich an Armen und Oberkörper aus, als sei ich in einen Häcksler gefallen. Es dauerte Monate und ungezählte Bestechungsversuche, bis sie sich anfassen ließ. Nach inzwischen 7 Monaten hat sie ihre Angst mir gegenüber weitgehend abgelegt. Sie läßt aber keinen anderen Menschen in Griffweite an sich heran. Gerade gestern hat sie sich das erste Mal von ganz alleine auf meinen Schoß gelegt und hat überhaupt das erste Mal geschnurrt *freu*.
Du brauchst also Geduld ohne Ende.

Zum Futter kann ich Dir nichts empfehlen. Meine Tanten sind sowas von krüsch. Alles wird endlos beschnuppert, bevor sie sich bequemen, zu speisen. Dabei habe ich gerade Pillen zur sporadischen Entwurmung vom TA geholt und noch keine Ahnung, wie ich die Dinger in die Katzen kriege. Ich werde sie wohl überlisten müssen. Was sich die beiden Banditen nämlich vom Tisch klauen können, nehmen sie gierig sofort. Werde es mal mit zerbröselten Pillen in Leberwurst versuchen…

Gruß
Wolfgang

Hallo,

zu den Perser-spezifischen Dingen kommt bestimmt noch jemand mit Langhaarkatzenerfahrung, aber vorweg schonmal dies:

Sie ist ziemlich struppig und das tägliche
Kämmen gestaltet sich immer sehr schwierig. Gibt es Tricks,
wie man der Katze beibringen kann, dass Kämmen nicht weh tun
muss? Ich kämme sie jeden Tag um die gleiche Zeit ca. 5
Minuten, als Gewöhnung und hinterher gibt es ein Leckerli.

Das ist schon mal nicht schlecht.

Kann ich noch mehr tun? Festhalten tue ich sie nicht, sondern
„jage“ hinter ihr her.

Ich hoffe, Du jagst sie nicht wirklich, Meine Technik bei meiner Katze Greta (scheu und leicht hysterisch) ist es, zu warten, bis sie sich neben mich aufs Sofa legt. Dann kraule ich sie etwas und greife dann zur (griffbereit plazierten) Bürste. Wenn ich merke, dass sie keine Lust mehr hat, höre ich gleich auf.

Wenn deine Mieze extrem verfilzt ist, könnte es sinnvoll sein, sie einmal scheren zu lassen (unter Umständen mit Hilfe von leichten Beruhigungsmitteln). So erspart man der Katze das schmerzhafte Auflösen der Haarknoten und kann sozusagen bei 0 wieder anfangen.

Als Futter nehme ich Royal CDanin Fit 32. Das hat mir die Dame
im Tierheim empfohlen. Ist das gut oder doch nicht?

Royal Canin liegt im guten Mittelfeld der Katzenfutter, ist also OK. Weil Deine Mieze mehr Fell hat, wäre vielleicht ein Futterzusatz wie Hefeflocken (z.B. von Gimpet) oder mit Nachtkerzenöl (siehe Futter-Posting von mir etwas weiter unten) sinnvoll.

Katzen streu heisst Extrem Classic und damit bin ich sehr
zufrieden.

Die nehme ich auch. Ist sehr teuer, aber man riecht null und letztendlich ist sie ergiebiger als andere Streus.

Ach ja, wie steht es mit Leckerlis, worauf sollte man da
achten?

Prinzipiell achte ich darauf, dass die Leckerlis (wie auch das Futter) keinen „Müll“ wie tierische Nebenerzeugnisse oder Zucker enthalten. Hefetabs sind gut.

Viel Spass mit Deiner Mieze!

Myriam
http://www.tierschutz-notfaelle.de

erfahrungsgemäß legt sich eine abneigung gegens kämmen im laufe des lebens nicht mehr. die katze muß nichtmal schlecht behandelt worden sein; vielleicht hatte sie als kitten keinen innigen kontakt zu menschen, geschweige denn, daß man sie ans kämmen gewöhnt hat.
mit dem kamm durch die wohnung jagen würde ich sie nicht. eher einen moment festhalten oder wenns gar nicht geht, das verfilzte fell eben abschneiden.

Ich habe mir vor vier Wochen eine Perserkatze aus dem Tierheim
geholt. Sie ist wohl nicht besonders gut behandelt worden bei
ihren Vorbesitzern. Sie ist ziemlich struppig und das tägliche
Kämmen gestaltet sich immer sehr schwierig. Gibt es Tricks,
wie man der Katze beibringen kann, dass Kämmen nicht weh tun
muss? Ich kämme sie jeden Tag um die gleiche Zeit ca. 5
Minuten, als Gewöhnung und hinterher gibt es ein Leckerli.
Kann ich noch mehr tun? Festhalten tue ich sie nicht, sondern
„jage“ hinter ihr her.
Als Futter nehme ich Royal CDanin Fit 32. Das hat mir die Dame
im Tierheim empfohlen. Ist das gut oder doch nicht?
Katzen streu heisst Extrem Classic und damit bin ich sehr
zufrieden.
Ach ja, wie steht es mit Leckerlis, worauf sollte man da
achten?

Über Antworten würde ich mich freuen.

Einen schönen Dienstag wünscht euch

Ordnazo

P.S. Ich habe mich schon durch viele Seiten im Internet
gewühlt, würde aber auch gern eure Meinungen und Erfahrungen
hören

Ich bekam mal eine völlig verwahrloste Perserkatze geschenkt, auch sie war außerordentlich scheu und neigte zur hysterie *L*

Leider war ihr Fell derart verfilzt, daß man mit kämmen oder dem abschneiden der verfilzten Stellen nicht weiterkam, da die Knoten zu dicht an der Haut saßen.
Ich habe das arme Tier dann zum Hunde/Katzenfriseur geschleppt und mit Biss und Kratzwunden übelster Sorte gerechnet, aber stell dir vor…die Katze hat stillgehalten und geschnurrt als ob sie froh wäre, den verfilzten Wust abzubekommen…was für eine Menge an Hautschuppen und Dreck da rausrieselte!!
Man hatte den Eindruck sie war froh und fühlte sich „erleichtert“ im wahrsten Sinne des Wortes, schließlich konnte sie sich endlich wieder sauberhalten.

Die Katze hat sich allerdings nie so ganz ans Kämmen gewöhnt, egal welche Tricks wir angewendet haben, so daß wir einmal jährlich zum Friseur gingen (zum Sommer hin) - die Katze bekam einen schicken Kurzhaarschnitt was sie mit lauten wohligen schnurren quittierte.

Leider kann ich zum Kämmen nicht mehr sagen als „Geduld und Feingefühl“ …zur Not versuche es mal mit einen Kurzhaarschnitt, wenn das Fell kürzer ist und langsam nachwächst ziept es bein bürsten nicht so und vielleicht kannst du die Katze ja daran gewöhnen.
Viel Glück mit der Mieze! :smile:

Hallo an alle,

vielen Dank für eure Antworten. Also ich glaube, ich bin auf dem richtigen Weg. Viel Geduld ist die Hauptsache. Und jagen tue ich sie nicht wirklich, deswegen war das auch in Anführungszeichen gesetzt.

Also noch mal vielen Dank

Ordnazo

Hallo Marianne,

da hast Du aber wirklich Glück und eine nervenstarke Perserin…ich hab da ganz andere Erfahrungen sammeln müssen mit Katzen, die mal beim Hundefrisör waren.

Gruß Maja

Hi,

bei Persern kommt es auch darauf an, welchen Farbschlag sie haben. Hört sich erstmal doof an, ich weiß…und natürlich, welche Erfahrungen die Jeweilige in ihrer Kindheit mit dem „Gekämmt werden“ gemacht hat.
Im Endeffekt gibt es Katzen, die lassen sich kämmen, wenn sie es gewohnt sind und keine schlechten Erfahrungen gemacht haben, und es gibt Katzen, die lassen sich nicht kämmen, weil sie eine sehr empfindliche Haut haben (das betrifft alle Perser mit viel weiß), oder es gibt Perser, die sich nicht kämmen lassen wollen, weil sie ein bissl hysterisch sind (Vornehmlich silberne, goldene, Chinchilla).
Dreifarbige- und Schildpatt- Weiber sind eh Temperamentsbündel und eine Klasse für sich.

Wenn Du Schwierigkeiten hast mit dem Kämmen…jeden Tag mußt Du weder Dir noch der Katze den Stress zumuten. Eine weiche Drahtbürste, ein feiner Kamm eine Haarschere und evtl. eine billige Schermaschine (mit Aufsatz am Anfang) sind vollkommen ok. Ich habe auch Katzen, die sich nicht kämmen lassen, ganz einfach aus dem Grund, weil es ihnen weh tut. Denen kämme ich dann die Hosen, achte darauf, daß sie keinen Fettschwanz bekommen, sich am Kinn noch putzen können, denn manchmal wird das Fell zum Selbstputzen zu lang. Auch beim Schmusen, kann man „Truddel“ mit den Fingern herauslösen, ohne sie zu nerven.
Und den Rest eben beim Schmusen. Reicht das nicht aus…manche Tiere freuen sich über ein kurzes Sommerfell, schere ich sie selber, was weitaus nicht so stressig ist für die Miezen, als wenn ich sie plötzlich in eine wildfremde Umgebung bringe, in der sie noch viel mehr Streß haben mit fremden Menschen, Tieren, Geräuschen…und Frauchen ist nicht da…
Die Katzen zum Hundefrisör zu schleppen oder gar ihnen eine Narkose zu verpassen halte ich persönlich für überflüssig.

Liebe Grüße Maja

PS Wenn Du willst mail mich doch einfach mal an.

Hi Maja

haben, und es gibt Katzen, die lassen sich nicht kämmen, weil
sie eine sehr empfindliche Haut haben (das betrifft alle
Perser mit viel weiß)

Da scheint es aber auch Ausnahmekatzen zu geben. Der Kater meiner Eltern, den ich jetzt übrigens eine Woche als Gastkatze in Pflege habe *freu*, genießt es gekämmt zu werden. Er ist weiß, mit roten Ohren und roten Schwanz. Er schnurrt wie ein Weltmeister, wenn er gekämmt wird. legt sich auf die Seite und genießt. Allerdings ist er ein bißchen einseitig *g*. Er legt sich immer auf die selbe Seite und wenn man ihn dann umdreht um auch die andere Seite zu kämmen, hört er erstmal irritiert zu schnurren auf, sieht ein bißchen böse in die Welt, genießt aber dann doch, daß die andere Seite gekämmt wird und schnurrt huldvoll weiter *lach*. Tja, er ist einfach ein verwöhnter Kater.

Gruß
Edith

Hai, Ordnazo,

den Tip mit dem erstmal scheren lassen, hast Du ja schon bekommen…
Ich hab meine Katzen auch kämmen müssen - allerdings erst im Alter, da sie dann langsam Probleme mit dem selber Putzen bekamen.
Ich hab es so gemacht, daß ich dafür ihre Schmusezeiten benutzt habe. Ich hab gewartet, bis sie auf meinem Schoß lagen und in Geschmust-werd-Trance waren und bin dann mit Kamm oder Bürste über ihr Fell gefahren - also erst immer nur sehr oberflächlich. Sobald sie aufgehört haben zu Schnurren, oder gar gekuckt haben, verschwand Kamm oder Bürste und ich hab, mit unschuldigem Blick :wink:, weitergekrault. Bei den unterschiedlichen Versuchen hat sich dann rausgestellt, daß mein Kater sich nur mit einer sehr dichten Bürste mit Schweineborsten bearbeiten ließ, während meine Katze lieber einen Kamm wollte… Echte hedder-Stellen im Fell durfte ich garnicht auskämmen oder -bürsten, sondern musste ich vorsichtig per Hand rausfummeln.

Gruß
Sibylle

Hi Edith,

klar Ausnahmen gibts immer und überall :smile:

Mein Mannix war auch so, aber wehe man machte an einer Stelle einen Bürstenstrich zuviel *auweia*

Dafür ließ er sich mit grenzenloser Geduld mit dem Staubsauger absaugen, und kam auch jedes Mal angefetzt, wenn er den Fön hörte um sich seine tägliche Portion warme Luft abzuholen :smile:
Daß ich es manchmal eilig hatte interessierte ihn dabei eher weniger…

Grüße Maja

Hi Maja

Dafür ließ er sich mit grenzenloser Geduld mit dem Staubsauger
absaugen, und kam auch jedes Mal angefetzt, wenn er den Fön
hörte um sich seine tägliche Portion warme Luft abzuholen :smile:

*lach* also die Katzen, die ich kenne sind eher ein Strich in der Landschaft, wenn Staubsauger oder Fön ertönen.

Daß ich es manchmal eilig hatte interessierte ihn dabei eher
weniger…

Tja, mein Gastkater fordert laut und unnachgiebig um 2 Uhr in der Früh eine Portion Streicheleinheiten ein.
Allerdings als ich von der Arbeit nach Hause kam, drehte sich der gnädige Herr im Sessel um und schlief weiter. Aber schließlich ließ er sich herab seine Streicheleinheiten doch abzuholen.
Ich fürchte, daß er wieder Kraft für eine Schmuseattacke um 2 Uhr in der Früh sammelt *seufz*

Gruß
Edith
*diedenkaterihrerelterntrotzdemmag*