Woher kommt es dass

Hallo Ihr,

auf Grund gewisser Diskussionen dieses Tages stellen sich doch ein paar Fragen.

Leute schaffen sich Tiere an, ohne darüber nachzudenken, dass daraus oft Probleme entstehen. Oder halten die Tiere schlecht und wollen dann Rat, wenn es dem Tier schlecht geht oder Probleme auftreten. Wenn man dann aber mal ehrlich und deutlich darauf hinweist, woher diese Probleme überhaupt kommen oder dass man doch bevor man hier postet (bei langanhaltenden Krankheiten oder Verletzungen) „verdammt noch mal“ zuerst zum Tierarzt fährt, wird man zerfleischt und als furchtbar unsesibel dargestellt. Warum??? Weil man dem entsprechenden Menschen etwas sagt, was ihm nicht gefällt?? Geht es denn in erster Linie nicht um das Tier???

Was macht ihr, wenn ihr mitbekommt, dass in eurer Nachbarschaft etwas mit einem Tier nicht ok läuft??

In einem Dorf in meiner Nähe wurden vor kurzen mehrere Pferde und Schafe verhungert aufgefunden!!! und da stehen Häuser direkt daneben. Das kann doch schon nicht mehr sein. Woanders fressen sich die Schweine vor lauter Hunger gegenseitig die Ohren an…

Schaut ihr weg oder macht ihr euren Mund auf??? und denkt ihr, dass genug gemacht wird (im kleinen, nicht im großen wie die ganzen Tierschutzorganisationen).

Würde mich mal interessieren.

Gruß
Yvonne

P.S.: denke, dass dieses Posting in dieses Brett gehört, da es für mich eindeutig nicht unter Plauderei fällt sondern es hier um Tiere und Tierschutz geht.

Hallo,

Schaut ihr weg oder macht ihr euren Mund auf??? und denkt ihr, dass genug gemacht wird

die Frage zielt ja abstrakter auf Zivilcourage. Ja, ich würde reagieren der Situation angepaßt verbal oder anders. Insgesamt denken definitiv nicht genügend Menschen so. Sie sind zu harmoniebedürftig oder ängstlich.

Gruss
Enno

die Frage zielt ja abstrakter auf Zivilcourage. Ja, ich würde
reagieren der Situation angepaßt verbal oder anders. Insgesamt
denken definitiv nicht genügend Menschen so. Sie sind zu
harmoniebedürftig oder ängstlich.

Hallo !

Für diesen Artikel hast Du aber das denkbar schlechteste Foto kopiert. Eine Katze an der Wäscheklammer an der Leine. Wer zeigt Dich an?

Vor einem Problem einfach zu sagen, ich würde reagieren, ist sehr einfach. Wenn es dann so weit ist, überlegt man sich doch, ob man damit keinen Fehler macht.
Jeden Tag fahren Millionen Deutsche an Hühnerfarmen, Schweinemästereien, Kälbermästerreien vorbei und halten den Mund.
Auch der gute Enno hat so etwas ganz sicher in der Nähe. Bekannt ist uns allen, dass die Hühner dort auf DINA4 Flächen stehend ihr Leben verbringen. Dass sich in den Schweinemästereien die Schweine gegenseitig auffressen aus Frust und Hysterie, nicht aus Hunger.
Dass unsere Kälbermästereien die Kälber so halten, dass das Fleisch dann in der Verkaufstheke eine besonders ekelerregende Farbe hat, die unsere Hausfrauen so lieben.
Wer zeigt schon einen Nachbarn an, mit dem er bis ans Ende seiner Tage zusammenleben muß, wenn seine Katzen verwahrlosen oder die Hunde nicht aus dem Zwinger herauskommen. Niemand!!! Zumindest kein Nachbar und wenn dann anonym.

Die Tapferen, die so viel Zivilcourage vorher haben, ziehen meistens den Schwanz ein, weil da ja der Ehepartner auch noch ein Wort mitzureden hat. Und gegen den versagt sie dann, die Zivilcourage.

Zivilcourage ist so ein gutes Thema, weil sie niemand hat. Oder sehr wenige und vorher zu sagen „ich würde“, beweist gar nichts.

Gruß Max

Hallo,

Vor einem Problem einfach zu sagen, ich würde reagieren, ist sehr einfach.
Wenn es dann so weit ist, überlegt man sich doch, ob man damit keinen Fehler macht.

Das ist typabhängig. Ich handle reaktiv in Extremsituationen. Da spielen die Konsequenzen meines Handelns keine Rolle.

Jeden Tag fahren Millionen Deutsche an Hühnerfarmen,
Schweinemästereien, Kälbermästerreien vorbei und halten den Mund.

Hmm, ja aber ehrlich gesagt ist das auch nichts, was mich unmittelbar emotional berührt. Anders ist das, wenn jmd. unmittelbar für mich sichtbar Mensch oder Tier quält. Hier entsteht der Anspruch zu helfen vielleicht auch allein daraus, daß man sich situationsabhängig nicht damit rausreden kann „könnten ja andere machen“.

Wer zeigt schon einen Nachbarn an, mit dem er bis ans Ende
seiner Tage zusammenleben muß, wenn seine Katzen verwahrlosen
oder die Hunde nicht aus dem Zwinger herauskommen. Niemand!!!

Das mag bei Dir so sein. Wenn ein Nachbar bei mir die Toleranzschwelle überschreitet, sage ich ihm das bzw. lasse ihn das spüren. Ich habe kein gesteigertes Harmoniebedürfnis. Kinder habe ich nicht und andere Personen hätten generell nie etwas in meiner Kalkulation verloren.

Zivilcourage ist so ein gutes Thema, weil sie niemand hat.
Oder sehr wenige und vorher zu sagen „ich würde“, beweist gar nichts.

Richtig aber was soll hier im Forum mehr passieren als Beteuerungen bzw. Anzweifeln derselben ?

Gruss
Enno

Hi,

Vor einem Problem einfach zu sagen, ich würde reagieren, ist
sehr einfach. Wenn es dann so weit ist, überlegt man sich
doch, ob man damit keinen Fehler macht.

ich persönlich nicht, muss ich widersprechen - ich WEISS, dass ich reagiere, weil ich es schon häufiger getan habe. Ob es da um Menschen ging oder um Tiere, ich habe schon ein paar Mal die Polizei gerufen bzw. Tiere eigentständig zum Tierheim gebracht.
Einschreiten bei agressiven Situationen ist was anderes, da sollte man sicher sein, dass man damit klar kommt, wenn sich die Agression gegen einen selber richtet.

Aber Polizei rufen ist immer drin (um Beispiele zu nennen: Prügelei in der Fußgängerzone, jämmerlich jaulender Hund in der Nachbarschaft, Hund, der einfach ohne Halsband vor meiner Tür rumlief und zu niemandem gehörte, Mauersegler, der mit gebrochenem Flügel auf einer Wiese lag…)

Wer zeigt schon einen Nachbarn an, mit dem er bis ans Ende
seiner Tage zusammenleben muß, wenn seine Katzen verwahrlosen
oder die Hunde nicht aus dem Zwinger herauskommen. Niemand!!!
Zumindest kein Nachbar und wenn dann anonym.

Nein, siehe oben - hab ich keine Probleme mit! Schon vorgekommen!

Die Tapferen, die so viel Zivilcourage vorher haben, ziehen
meistens den Schwanz ein, weil da ja der Ehepartner auch
noch ein Wort mitzureden hat. Und gegen den versagt sie dann,
die Zivilcourage.

Den Satz versteh ich nicht - nicht jeder hat einen (Ehe-)partner, und nicht jeder, der einen hat, ist unfähig, selbstständig zu handeln…

Zivilcourage ist so ein gutes Thema, weil sie niemand hat.

Hallo? Mag ja auf Dich zu treffen, keine Ahnung, aber woher nimmst Du das Wissen über alle anderen?
Schlechte Erfahrungen gemacht, oder was?
Ich gebe ja zu, dass die meisten einfach daneben stehen und glotzen (sonst gäbe es sicher weniger Staus auf den Autobahnen, wenn ein Unfall passiert), viele Menschen sind zu faul, feige oder uninteressiert, um sich einzumischen - aber da gibt es IMMER Ausnahmen! Verallgemeinern solltest Du das wirklich nicht!

Oder sehr wenige und vorher zu sagen „ich würde“, beweist gar
nichts.

Ah, ok, hab ich gerade erst gesehen - bei diesem letzten Satz muss ich Dir auch komplett Recht geben: Vorher sagen, wie man handeln würde, egal, welche unbekannte Situation es betrifft, sagt gar nichts aus! (kann auch hier aus eigener Erfahrung sprechen)

LG

Cess

Hai, Yvonne,

locker mal 'n Rundumschlag ausgeteilt, ja?
Puzzeln wir doch mal Deine etwas wahllos zusammengewürfelten Tatsachen, Behauptungen und Unterstellungen auseinander…

Leute schaffen sich Tiere an, ohne darüber nachzudenken, dass
daraus oft Probleme entstehen.

Unterstellung - weil, die meisten, die sich Tiere anschaffen und hier schreiben oder lesen machen sich durchaus vorher Gedanken - es kommt aber bei jedem irgendwann mal vor, daß sich ein Problem ergibt, daß ihm oder ihr so unbekannt ist, das es gelegentlich nicht einmal als Problem erkannt wird…

Oder halten die Tiere schlecht
und wollen dann Rat, wenn es dem Tier schlecht geht oder
Probleme auftreten.

Unterstellung - auch hier kann nach bestem Wissen und Gewissen vorliegen und trotzdem was falsch sein - mein Vater war fest überzeugt davon, daß er unserem Hund was gutes damit tut, ihm jeden Tag einen Schnaps zu geben (war ja auch kein billiger Fusel…)

Wenn man dann aber mal ehrlich und
deutlich darauf hinweist, woher diese Probleme überhaupt
kommen oder dass man doch bevor man hier postet (bei
langanhaltenden Krankheiten oder Verletzungen) „verdammt noch
mal“ zuerst zum Tierarzt fährt, wird man zerfleischt und als
furchtbar unsesibel dargestellt. Warum???

Vielleicht, weil da gerne mal ein „Du unverantwortlicher Ar*** bist selber schuld, wenn’s Deinem Tier dreckig geht und wenn’s jetzt verreckt wünsch ich Dir dasselbe“ durchklingt - ohne Rücksicht darauf, daß am anderen Ende der Leitung ein Mensch sitzt, der eventuell gerade völlig rat- und hilflos ist und gerade versucht herauszufinden, ob überhaupt irgendwas falsch läuft oder ob das vielleicht völlig normal ist. Zusätzlich klingt bei derartiger Anmache auch gerne eine reichliche Portion Arroganz durch, nach dem Muster „Wer nicht wie ich mit dem Wissen um die Kreatur geboren ist, soll gefälligst auf Knien im Staub rutschen und nicht wagen, etwas zu lernen, oder gar selbst ein Tier halten zu wollen“

Geht es denn in erster Linie nicht um das Tier???

Nein - auch, wenn das hier das Haustierbrett ist, geht es doch immernoch um Menschen - es sind die Menschen, die hier posten und Hilfe suchen, es sind die Menschen, die sich fragen, ob sie was falsch gemacht haben und wie sie das jetzt wieder hinkriegen - ein Tier würde kein Posting schreiben, sondern sich irgendwohin verkrümeln und abwarten, ob es wieder gesund wird oder sterben - kein Stress, keine Panik, keine moralischen Ansprüche

Was macht ihr, wenn ihr mitbekommt, dass in eurer
Nachbarschaft etwas mit einem Tier nicht ok läuft??

mal kucken…

In einem Dorf in meiner Nähe wurden vor kurzen mehrere Pferde
und Schafe verhungert aufgefunden!!! und da stehen
Häuser direkt daneben.

Ein paar Häuser weiter ist letzten Winter wieder ein Mensch in der Wohnung erfroren - ausgeprägter Egoismus ist natürlich

Das kann doch schon nicht mehr sein.
Woanders fressen sich die Schweine vor lauter Hunger
gegenseitig die Ohren an…

Ich versuche Fleisch aus ökologischem Anbau zu kriegen - ansonsten: ich bin Omnivore…

Schaut ihr weg oder macht ihr euren Mund auf??? und denkt ihr,
dass genug gemacht wird (im kleinen, nicht im großen wie die
ganzen Tierschutzorganisationen).

Immer schön klein-klein - wo ich helfen kann, helfe ich - wenn ich sehe, daß meine Tante vereinsamt, weil sie freiwillig nicht mehr das Haus verläßt, dann schenke ich ihr einen Hund, auch wenn ich schon vorher ganz genau weiß, daß sie nicht wirklich mit einem Hund umgehen kann und ihn zu unglaublichen Maßen überfüttert - wenn ich sehe, daß jemand nicht gut zu einer Katze ist, weil er sie nicht leiden kann, dann nehm ich die Mietze zu mir, auch wenn ich vorher weiß, daß mich das einiges kosten wird, weil das Tier nicht stubenrein ist…

Würde mich mal interessieren.

Ich hoffe, Dein Intresse befriedigt zu haben und Dir bei der Gelegenheit ein wenig Nachsicht mit nicht perfekten Menschen nahegebracht zu haben.

Gruß
Sibylle

Hallo Yvonne!

Warum??? Weil man dem
entsprechenden Menschen etwas sagt, was ihm nicht gefällt??

Haargenau deswegen. Sag den Leuten ehrlich deine Meinung, und sie hassen Dich dafür. Ich will gar nicht wissen, wie viele hier Fragen stellen und eigentlich nur ihre Meinung bestätigt haben wollen. Ist sicherlich mehr als ein Drittel bis die Hälfte.

Geht es denn in erster Linie nicht um das Tier???

Es geht darum, sein Gewissen zu beruhigen. Man hat dann ja was getan für sein Tier. Und oft genug antwortet ja auch einer so, dass man es passend für sich hindrehen kann.

Was macht ihr, wenn ihr mitbekommt, dass in eurer
Nachbarschaft etwas mit einem Tier nicht ok läuft??

Bei Fremden bin ich sehr zurückhaltend. Eigentlich schlucke ich viel zu viel, aber ich muss andersherum auch aufpassen, dass ich nicht die Leute anmaule, die dann ein paar Tage später bei uns in der Praxis stehen. In einer Kleinstadt kommt das schneller vor als man denkt.

Schaut ihr weg oder macht ihr euren Mund auf???

Im Bekanntenkreis und in den Foren im Netz, in denen ich mitschreibe, mache ich den Mund diefinitiv auf. Ich habe genug Erfahrung, vor allem im Nagerbereich, dass ich mich da nicht entmutigen lasse. Und ich bekomme immer wieder die dankbare Bestätigung, dass meine Mühen sich gelohnt haben. Auch habe ich das Glück, eine sehr engagierte Tierschützerin zu kennen, die in diesem Bereich anerkannt ist und mir auch den Rücken stärkt.
Im Bekanntenkreis ist es sehr sehr schwer, überhaupt angehört zu werden. Denn, bei mir zu Hause leben sehr viele Tiere, allein das bedeutet für mein umfeld schon, dass bei mir was nicht stimmt. Ich bin ja tierfanatisch und etwas verblendet und sicherlich sowieso viel zu kritisch. Dass ich aber durchaus unterscheiden kann zwischen einem, ich sage jetzt mal, normalen Tierhalter und Leuten wie mir, deren Tierbestand man nicht mehr an zwei Händen abzählen kann, das entgeht den Leuten. Ich bin mir sehr wohl bewusst, dass ich nicht von jedem den gleichen Respekt und die gleiche Liebe zu diesen Lebewesen erwarten kann, wie sie bei mir vorhanden sind. Aber mach das mal Otto Normal klar.
Mir wird immer nur erzählt von wegen ach ich hab ja jetzt auch ein XXX (beliebige Tierart einsetzen) und das halte ich so und so und der Zoohändler hat mir dies und das geraten und der Nachbar noch das und das. Mir rollen sich dabei die Zehennägel hoch und ich frage mich, ob den Leuten klar ist wem sie das da gerade erzählen.
Erst vor ein paar Tagen habe ich mit einer sehr sehr langjährigen Freundin telefoniert, die mich gefragt hat, was sie bei ihrer Farbmaus gegen Schnupfen tun könne. Als ich ihr gesagt habe, dass sie ganz einfach damit zum Tierarzt soll, meinte sie, dass ihre Farbmäuse nie einen Tierarzt sehen werden, die sollen froh sein dass sie sie vor der Schlange gerettet hat und sie ihren Käfig und Futter haben. Keine Chance, sie zu überzeugen, dass sie Verantwortung für ein LEBEWESEN hat.
Es ist frustrierend und einfach zum heulen. Ich sehe fast täglich in der Praxis die Opfer falscher oder mangelnder Tierliebe. Man muss sich ein dickes Fell zulegen. Leider kann ich auf der Arbeit meine Meinung nicht kundtun, da hätte so mancher schon ein deutliches Wort zu hören bekommen. Aber dann würde bald das Wartezimmer leer bleiben.

und denkt ihr,

dass genug gemacht wird (im kleinen, nicht im großen wie die
ganzen Tierschutzorganisationen).

Definitiv nein. Die meisten Leute interessieren sich schlicht und einfach nicht dafür, dann kommt die grosse Menge derer, die meinen dass man sich nicht einmischen sollte, und dann gibts noch ein paar, die es versuchen. Die haben aber meistens eh keine Chance.
Allerdings liegts ja nicht immer nur an den Privatpersonen im Umfeld, sondern oft auch an völlig falscher Aufklräung beim Tierkauf. Die Leute werden, wenns dann Probleme gibt, total alleingelassen. Wen wunderts, dass die Tierheime überquellen mit Tieren, die das Ergebnis davon sind…

Traurige Grüsse
Bine *die gerne so viel mehr tun würde aber doch grenzen gesetzt bekommt*

Hallo Cess,

Aber Polizei rufen ist immer drin (um Beispiele zu nennen:
Prügelei in der Fußgängerzone, jämmerlich jaulender Hund in
der Nachbarschaft, Hund, der einfach ohne Halsband vor meiner
Tür rumlief und zu niemandem gehörte, Mauersegler, der mit
gebrochenem Flügel auf einer Wiese lag…)

ich wüsste gerne was die Polizei zu dem Mauersegler gesagt hat.
Ich hätte es als Polizist für einen Aprilscherz gehalten.

Gruß, Joe

Hi,

ich wüsste gerne was die Polizei zu dem Mauersegler gesagt
hat.
Ich hätte es als Polizist für einen Aprilscherz gehalten.

ich sagte: „Ob es da um Menschen ging oder um Tiere, ich habe schon ein paar Mal die Polizei gerufen bzw. Tiere eigentständig zum Tierheim gebracht.“

In diesem Fall habe ich den Mauersegler zum Tierheim gebracht und natürlich NICHT die Polizei gerufen. Es ging mir nicht um die Polizei in meinem Beitrag, sondern ums Eingreifen an sich!

Cess

Hallo Sibylle,

eigentlich ist das kein Rundumschlag sondern ein Produkt meiner „Wut“.

Hai, Yvonne,

locker mal 'n Rundumschlag ausgeteilt, ja?
Puzzeln wir doch mal Deine etwas wahllos zusammengewürfelten
Tatsachen, Behauptungen und Unterstellungen auseinander…

Leute schaffen sich Tiere an, ohne darüber nachzudenken, dass
daraus oft Probleme entstehen.

Unterstellung - weil, die meisten, die sich Tiere anschaffen
und hier schreiben oder lesen machen sich durchaus vorher
Gedanken - es kommt aber bei jedem irgendwann mal vor, daß
sich ein Problem ergibt, daß ihm oder ihr so unbekannt ist,
das es gelegentlich nicht einmal als Problem erkannt wird…

Sorry, aber hier bin ich anderer Meinung - warum sonst werden so viele Tiere zur Urlaubszeit wieder ausgesetzt. Es wird eben nicht genug über die Konsequenzen nachgedacht. „Das wird schon irgendwie gehen“ und „Das bekommen wir schon hin“ sind da Standardaussagen.

Oder halten die Tiere schlecht
und wollen dann Rat, wenn es dem Tier schlecht geht oder
Probleme auftreten.

Unterstellung - auch hier kann nach bestem Wissen und Gewissen
vorliegen und trotzdem was falsch sein - mein Vater war fest
überzeugt davon, daß er unserem Hund was gutes damit tut, ihm
jeden Tag einen Schnaps zu geben (war ja auch kein billiger
Fusel…)

Auch hier bin ich anderer Meinung. Es gibt viel zu viele selbsternannte Fachleute die erst mal selber rumdocktern bzw. ihre Tier ja soooo toll halten - aber die nicht sehen, dass sie was falsch machen. Und genau das sind diejenige, die dann nicht fähig sind, Kritik zu ertragen.

Wenn man dann aber mal ehrlich und
deutlich darauf hinweist, woher diese Probleme überhaupt
kommen oder dass man doch bevor man hier postet (bei
langanhaltenden Krankheiten oder Verletzungen) „verdammt noch
mal“ zuerst zum Tierarzt fährt, wird man zerfleischt und als
furchtbar unsesibel dargestellt. Warum???

Vielleicht, weil da gerne mal ein „Du unverantwortlicher Ar***
bist selber schuld, wenn’s Deinem Tier dreckig geht und wenn’s
jetzt verreckt wünsch ich Dir dasselbe“ durchklingt - ohne
Rücksicht darauf, daß am anderen Ende der Leitung ein Mensch
sitzt, der eventuell gerade völlig rat- und hilflos ist und
gerade versucht herauszufinden, ob überhaupt irgendwas falsch
läuft oder ob das vielleicht völlig normal ist. Zusätzlich
klingt bei derartiger Anmache auch gerne eine reichliche
Portion Arroganz durch, nach dem Muster „Wer nicht wie ich mit
dem Wissen um die Kreatur geboren ist, soll gefälligst auf
Knien im Staub rutschen und nicht wagen, etwas zu lernen, oder
gar selbst ein Tier halten zu wollen“

Es gibt da verdammt große Unterschiede. Wenn jemand lernt BEVOR er sich ein Tier anschafft - richtig so. Man lernt natürlich auch mit dem Tier. Um Rat fragen: auch kein Thema - aber solche Dinge wie: „Mein Tier hat furchtbare Schmerzen - soll ich damit zum Tierarzt?“ (jetzt mal überspitzt dargestellt) kann ich nicht nachvollziehen. Denn hier kommt der Tierhalter in die Verantwortung und da ist zu handeln und nicht zu reden. Klar mag es sich alles manchmal arrogant anhören - aber so ist das nun mal. Ich persönlich bin ein Mensch der es in keinster Weise akzeptieren kann, wenn Tieren wehgetan wird. Und da ist dann der Tierhalter oft arrogant - weil er nämlich sehr oft weiss, dass das was er tut nicht ok ist und es aber trotzdem tut, weil es ja bequemer oder wer weiss was ist.

Um mal was klarzustellen:
Ich habe kein Problem damit, Fleisch zu essen und ich bin auch bestimmt kein militanter Tierschützer aber gerade im kleine kann man oft doch viel erreichen und sei es nur in einem von 10 Fällen. Da geht es dann immerhin schon einem Tier besser. Ich versuche halt nur, da wo es machbar ist was zu bewegen. Ich kann die Massentierhaltung nicht ändern aber ich kann z. B. meine Eier da kaufen, wo es den Hühnern gut geht.

Geht es denn in erster Linie nicht um das Tier???

Nein - auch, wenn das hier das Haustierbrett ist, geht es doch
immernoch um Menschen - es sind die Menschen, die hier posten
und Hilfe suchen, es sind die Menschen, die sich fragen, ob
sie was falsch gemacht haben und wie sie das jetzt wieder
hinkriegen - ein Tier würde kein Posting schreiben, sondern
sich irgendwohin verkrümeln und abwarten, ob es wieder gesund
wird oder sterben - kein Stress, keine Panik, keine
moralischen Ansprüche

Doch - es geht um das Tier und genau weil das Tier hier kein Posting schreiben kann ist der Mensch in der Verantwortung. Wenn wir uns schon in die Natur einmischen, dann aber bitte auch mit allen Konsequenzen.

Was macht ihr, wenn ihr mitbekommt, dass in eurer
Nachbarschaft etwas mit einem Tier nicht ok läuft??

mal kucken…

…und dann???

In einem Dorf in meiner Nähe wurden vor kurzen mehrere Pferde
und Schafe verhungert aufgefunden!!! und da stehen
Häuser direkt daneben.

Ein paar Häuser weiter ist letzten Winter wieder ein Mensch in
der Wohnung erfroren - ausgeprägter Egoismus ist
natürlich

klar aber der Mensch kann reden - die Tiere die da z. B. verhungert sind hatten KEINE Wahl. Sie waren in ihren Boxen eingesperrt und sind elendig verreckt. Es ist nur bemerkt worden, weil es plötzlich so nach Verwesung stank…noch Fragen!!!

Ich könnte bei sowas völlig austicken - bin nun mal sehr emotional gesteuert

Das kann doch schon nicht mehr sein.
Woanders fressen sich die Schweine vor lauter Hunger
gegenseitig die Ohren an…

Ich versuche Fleisch aus ökologischem Anbau zu kriegen -
ansonsten: ich bin Omnivore…

Schaut ihr weg oder macht ihr euren Mund auf??? und denkt ihr,
dass genug gemacht wird (im kleinen, nicht im großen wie die
ganzen Tierschutzorganisationen).

Immer schön klein-klein - wo ich helfen kann, helfe ich - wenn
ich sehe, daß meine Tante vereinsamt, weil sie freiwillig
nicht mehr das Haus verläßt, dann schenke ich ihr einen Hund,
auch wenn ich schon vorher ganz genau weiß, daß sie nicht
wirklich mit einem Hund umgehen kann und ihn zu unglaublichen
Maßen überfüttert - wenn ich sehe, daß jemand nicht gut zu
einer Katze ist, weil er sie nicht leiden kann, dann nehm ich
die Mietze zu mir, auch wenn ich vorher weiß, daß mich das
einiges kosten wird, weil das Tier nicht stubenrein ist…

Würde mich mal interessieren.

Ich hoffe, Dein Intresse befriedigt zu haben und Dir bei der
Gelegenheit ein wenig Nachsicht mit nicht perfekten Menschen
nahegebracht zu haben.

Mir wurde mal von einem Kommunikationstrainer etwas in der Art gesagt wie: …solange ich nicht von meinem hohen Ross runterkommen würde und den Menschen an erster Stelle stellen würde und nicht das Tier, würde sich an manchen Dingen bei mir nichts ändern…
Ich kann vor Menschen, die Tiere schlecht behandeln nicht wirklich Respekt haben. Und ja, vielleicht sitze ich da oft auf einem hohen Ross - aber wir Menschen sind in der Verantwortung für die Tiere und wenn wir uns welche anschaffen, dann bitte mit allen Konsequenzen. Sei es, dass man sich eben dann im Urlaub einschränken muss oder aber auch, dass man in dem schlimmsten Augenblick den es da geben kann loslassen muss.

Lieber ab und an mal zu laut als einmal zu leise…

Viele Grüße
Yvonne

Gruß
Sibylle

Hi,
weisst du was mir auffällt…jeder möchte sich einen Heiligenschein anziehen. Also wirst du immer auf selbst ernannte Spezialisten und Tierschützer treffen.
Ich halte mich für keine dieser und ziehe den Rat dieses Forums vor, bevor ich mich in eine Entscheidung stürze, die der Sachlage nicht entspricht.
Wichtig ist für mich Respekt und Würde, die Menschen und Tieren entgegen gebracht werden sollte.
Und für diese versuche ich mich einzusetzen, ob es immer gelingt…nein. Aber habe ich die Erfahrung gemacht, das sich mit Diplomatie häufig mehr erreichen lässt, als zu drohen, auch wenn das Gefühl der Wut überschwappt.

Und wenn du schon gerne über die unwissenden Tierbesitzer schimpfst, so wirst du sie damit erst recht abhalten einen Rat anzunehmen, wenn sie das Gefühl haben in wörtlicher Lynchjustiz gerichtet zu werden.
Schau dich doch einmal in Zoohandlungen um, dort werden dem Kunden, der seinem Tier etwas Gutes tun will, doch auch Unsinniges verkauft, z.B. zu kleine Käfige. Der Kunde vertraut auf das Fachgeschäft, weil die ja vom Fach sind.
Ich möchte nicht entschuldigen, wenn sich jemand vor dem Entschluss sein Leben mit einem Tier zu teilen, sich nicht informiert. Aber es kommt nun mal vor und Foren sollten auch hier helfen, auf Fehler hinzuweisen…und das Ganze sollte nicht in einer Hinrichtung enden.
Und wenn ihre Tiere in mitleiderregenden Zuständen erst zum Tierarzt bringen ist es sehr traurig, weil den Tierhaltern die Würde und den Resekt, den sie entgegen bringen sollten, nicht bewusst wurde. Aber auch hier ziehe ich Diplomatie dem Gezeter vor, denn sonst sieht dieses arme Geschöpf vielleicht den Tierarzt nie wieder.

So, ich ziehe mich jetzt zurück um meinen Scheinheiligenschein zu polieren, den ich in meinem Kleiderschrank für alle Fälle versteckt habe:smile:

Gruß
Adele

Hai, Yvonne,

wo denn?

In einem Dorf in meiner Nähe wurden vor kurzen mehrere Pferde
und Schafe verhungert aufgefunden!!! und da stehen
Häuser direkt daneben.

Ein paar Häuser weiter ist letzten Winter wieder ein Mensch in
der Wohnung erfroren - ausgeprägter Egoismus ist
natürlich

Beides ist traurig…

Immer schön klein-klein - wo ich helfen kann, helfe ich - wenn
ich sehe, daß meine Tante vereinsamt, weil sie freiwillig
nicht mehr das Haus verläßt, dann schenke ich ihr einen Hund,
auch wenn ich schon vorher ganz genau weiß, daß sie nicht
wirklich mit einem Hund umgehen kann und ihn zu unglaublichen
Maßen überfüttert

find ich nicht ok. Du solltest dich mehr um deine Tante kümmern anstatt irgendein Opfer rauszupicken.

Weisst du eigentlich was das für einen Hund bedeutet, nicht das Haus verlassen zu dürfen oder nur für fünf Minuten pro Tag kurz auf die Strasse zu gehen? Das ist Tierquälerei und du unterstützt das auch noch.

Ich bin dafür Tiere nur noch Leuten zu geben, die eine Art Führerschein und Eignung haben.

vg jima

Tierschutz?
Salü Yvonne

Was hälst Du von folgendem Vorgang:

Ein Züchter hält in seinem Garten in Kastenställen 41 Rasse-Kaninchen. Nachts kommen Tierschützer und stehlen alle Kaninchen. Diese werden wenige Kilometer weiter in einem Waldstück ausgesetzt. Nach wenigen Tagen werden nur noch die Kadaver der Tiere gefunden, weil sie in der „freien Wildbahn“ von anderen Tieren gerissen wurden bzw. sich nicht zurecht fanden.

Dies ist keine fiktive Story. Es ist vor ein paar Tagen in der Nähe Zürichs wirklich so passiert.

Deine Meinung, bitte!

Gruss Walti

wo denn?

hinter Dir… :wink:
Hai, Jima,

Ein paar Häuser weiter ist letzten Winter wieder ein Mensch in
der Wohnung erfroren - ausgeprägter Egoismus ist
natürlich

Beides ist traurig…

Beides ist, genaugenommen, entsetzlich - sich nicht darum zu kümmern und lieber das eigene Schäfchen ins Trockene zu bringen, ist aber auch beim Menschen die natürliche Reaktion - hier kann uns nur die Kultur helfen, bewußte Veränderung unseres Verhaltens, und sowas dauert…

find ich nicht ok. Du solltest dich mehr um deine Tante
kümmern anstatt irgendein Opfer rauszupicken.

Tja - hier haben wir nur ein winzig-klitzekleines Problemchen: ich kann beim besten willen nicht täglich die 3 Stunden gesamt-Fahrtzeit aufbringen, um mein Tantchen 'ne halbe Stunde um den Block auszuführen - stell Dir vor, ich arbeite und habe tatsächlich noch ein eigenes Leben…
An Wochenenden ist sie selten alleine, da ist meißtens mein Bruder bei ihr.

Weisst du eigentlich was das für einen Hund bedeutet, nicht
das Haus verlassen zu dürfen oder nur für fünf Minuten pro Tag
kurz auf die Strasse zu gehen? Das ist Tierquälerei und du
unterstützt das auch noch.

Na, na, nicht gleich auf wilde Schlußfolgerungen kommen - es muß schon wirklich junge Katzen hageln, bevor Tantchen ihren Wauwau mal nur in den Garten schickt, ansonsten macht sie brav jeden Tag zwei Runden von je mindestens 'ne halbe Stunde - da wir genau diese ihre Haltung kannten (alles für’s Hundchen), haben wir ihr ja das Teil auf’s Auge gedrückt und das gewünschte Ziel wurde erreicht, Tantchen geht mindestens zweimal am Tag aus dem Haus und die langsam auftauchenden psychischen Aussetzer sind auch wieder korrigiert. Der einzige Nachteil für den Hund ist eben, daß dieses „Alles für’s Hundchen“ sich auch auf das Füttern bezieht und sie ihren Dackel-Mix versorgt, als wäre es ein täglich schwer arbeitender Irish Wolf…
Aber ja, diese (und nur diese) „Tierquälerei“ unterstütze ich indirekt - was mich nicht daran hindert, bei jedem Besuch bei meiner Tante, ihr Vorträge über richtige Fütterung zu halten…

Ich bin dafür Tiere nur noch Leuten zu geben, die eine Art
Führerschein und Eignung haben.

Na, vorher muß es aber noch andere „Führerscheine“ geben, z.B. für Kinder…

Gruß
Sibylle

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Hallo Walter,

ich mag keine Kastenställe aber da waren die Tierschützer trotzdem zu schnell. Falsch verstandene Tierliebe.

Tierschutz darf nicht unüberlegt sein. Das Motto alles zurück zur Natur zu geben ist bei den nicht wild lebenden Tieren oft unmöglich. Aber ich denke man sollte versuchen (selbst ich weiss, dass es nicht immer geht) den Tieren eine möglichst artgerechte Haltung zu bieten. In Fällen, wo Tiere gequält werden oder fast verhungern, da muss man dann wiederum schnell sein.

Tierschutz hat verschiedene Seiten. Alles was in Not ist, selber bei sich aufzunehmen ist auch nicht richtig. Da leidet dann auch irgendwann die artgerechte Haltung und der Geldbeutel und dann…Und unüberlegt einfach Kaninchen freizulassen ist auch falsch.

Gruß
Yvonne

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Hai, Yvonne,

eigentlich ist das kein Rundumschlag sondern ein Produkt
meiner „Wut“.

Diese Wut ist nicht zu übersehen - manchmal scheint sie Dir aber den Blick zu verstellen…

Sorry, aber hier bin ich anderer Meinung - warum sonst werden
so viele Tiere zur Urlaubszeit wieder ausgesetzt. Es wird eben
nicht genug über die Konsequenzen nachgedacht. „Das wird schon
irgendwie gehen“ und „Das bekommen wir schon hin“ sind da
Standardaussagen.

Wie ich sagte, Blick verstellt: ich schrieb „die meisten, die sich Tiere anschaffen und hier schreiben oder lesen
Alleine hier zu lesen, erst recht, hier Fragen oder gar Antworten zu posten, halte ich schon für ein ausgeprägtes Zeichen für „sich Gedanken machen“
Und auch das Tiereaussetzen zur Urlaubszeit muß relativiert werde. Natürlich ist jedes ausgesetzte Tier eines zu viel und macht auch mich wütend, wenn man aber mal die Zahl der ausgesetzten Tiere mit der Zahl der gehaltenen Tiere vergleicht, dann sind die meisten wieder gut zu ihren Tieren…
Und auch „Das klappt schon irgendwie“ ist nicht unbedingt eine Aussage, die auf schlechte Tierhaltung schließen lässt - ich hab da so’n Kumpel, der auch gerne solche Sprüche klopft: wenn eines seiner Viecher ungeplant zum Tierarzt muß und er eigentlich keine Kohle hat, dann „geht das schon irgendwie“ - er schleppt das Teil zum Doc und isst dann eben ein paar Wochen und Magarine-Brote…

Auch hier bin ich anderer Meinung. Es gibt viel zu viele
selbsternannte Fachleute die erst mal selber rumdocktern bzw.
ihre Tier ja soooo toll halten - aber die nicht sehen, dass
sie was falsch machen. Und genau das sind diejenige, die dann
nicht fähig sind, Kritik zu ertragen.

Nur - die selbsternannten Fachleute posten hier keine Fragen…
Wer hier was fragt, weiß, daß er (oder sie) irgendetwas nicht weiß oder sich zumindest unsicher ist und dann eine mit der Moral-Keule übergezogen zu kriegen ist nicht gerade förderlich und hilft weder dem postenden Menschen, noch dem Tier…

Es gibt da verdammt große Unterschiede. Wenn jemand lernt
BEVOR er sich ein Tier anschafft - richtig so. Man lernt
natürlich auch mit dem Tier. Um Rat fragen: auch kein Thema -
aber solche Dinge wie: „Mein Tier hat furchtbare Schmerzen -
soll ich damit zum Tierarzt?“ (jetzt mal überspitzt
dargestellt) kann ich nicht nachvollziehen.

Wie Du schon sagst, überspitzt formuliert…
Selbst Tierärzte - bei denen man ja wohl davon ausgehen kann, daß sie wissen, wie ein Tier funktioniert und was alles schief gehen kann - können da mal was falsch interpretieren und entsprechend falsch handeln und mir selbst ist es auch schon passiert, daß ich nicht wusste, ob die Veränderung an einem meiner Viecher nun ein völlig harmloser Effekt ist, oder eine gefährliche Entwicklung dahintersteckt. Mir ist mein letzter Kater beinahe bei lebendigem Leib verhungert - ich hätte es doch merken müssen, daß das Tier nicht mehr tobt, sich zurückzieht, nicht mehr frisst und dünner wird… dumm war nur, daß der Knabe schon 16 war und sowieso schon lange nicht mehr tobte, er sich von je her immer zurückzog und so gut wie nie in unserer Gegenwart fraß und die Katze zur gleichen Zeit, wo er das Fressen einstellte, anfing, extra-viel zu fressen und er auch nicht dünner geworden ist, weil in gleichem Maße Wasser einlagerte…
Der Tierarzt hat dann auf der Röntgen-Aufnahme gesehen, was und das überhaupt irgendwas Sache ist - eigentlich wollte er mich wieder nach Hause schicken…

…und üblicherweise stehen hier Postings in dem Stil „Mein Viech tut plötzlich das und das - ist das was Schlimmes, oder hat der nur seine 5 Minuten“ - und ich denke, hier ist wieder so eine Situation, in der Dir gerne mal Deine Wut im Weg steht - Du gehst gleich erstmal von Übelwollen aus und reagierst entsprechend, pflaumst die Leute über Gebühr an und jagst sie damit in eine Defensiv-Situation und in eine virtuelle Ecke - würdest Du auch so handeln, wenn Du einem verunsichertem Tier begegnest? Es so laut wie möglich anschnauzen und in eine Ecke treiben? Die meisten Viecher beißen dann nun mal um sich und da auch wir Menschen Tiere sind…

bestimmt kein militanter Tierschützer aber gerade im kleine

Wollte ich nicht unterstellen - sollten meine Worte diesen Eindruck erweckt haben, so bitte ich um Entschuldigung…

Doch - es geht um das Tier und genau weil das Tier hier kein
Posting schreiben kann ist der Mensch in der Verantwortung.

Das sehe ich ja ähnlich - nur daß Du die Leute gelegentlich mal ganz schön verschreckst…

mal kucken…

…und dann???

Das ist ja sowas von situationsabhängig - manchmal zieh ich mich mit knallrotem Kopf und einem gemurmelten „Sorry“ wieder zurück (als ich wutschnaubend in einen Stall getobt bin - der Bauer hatte grade die Hühner für den Sonntagsbraten geschlachtet) oder auch mal ein "Also, ich nehm ihren Kater jetzt mit und morgen, wenn er kastriert ist, kriegen sie ihn wieder und ich zeig ihnen dann, wie das mit dem Katzenklo funktioniert…

klar aber der Mensch kann reden - die Tiere die da z. B.
verhungert sind hatten KEINE Wahl. Sie waren in ihren Boxen
eingesperrt und sind elendig verreckt. Es ist nur bemerkt
worden, weil es plötzlich so nach Verwesung stank…noch
Fragen?!?!

Das ging diesem Menschen exakt genauso - da war nix mit reden…

Mir wurde mal von einem Kommunikationstrainer etwas in der Art
gesagt wie: …solange ich nicht von meinem hohen Ross
runterkommen würde und den Menschen an erster Stelle stellen
würde und nicht das Tier, würde sich an manchen Dingen bei mir
nichts ändern…

Versuch doch mal, Menschen als Mit-Tiere zu betrachten - nur wenige Augenblicke im Leben handeln wir wirklich bewußt - die meißte Zeit reagieren auch wir nur und so, wie Du nicht auf ein Pferd mit einer Reitgerte losgehst, weil es gerade ein Kind umgerannt hat, Du aber trotzdem versuchst, dem Gaul das abzugewöhnen, solltest Du auch auf einen Menschen nicht wie wild losgehen, wenn er was falsch macht…

Gruß
Sibylle

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Hallo Adele,

Hi,
weisst du was mir auffällt…jeder möchte sich einen
Heiligenschein anziehen. Also wirst du immer auf selbst
ernannte Spezialisten und Tierschützer treffen.
Ich halte mich für keine dieser und ziehe den Rat dieses
Forums vor, bevor ich mich in eine Entscheidung stürze, die
der Sachlage nicht entspricht.
Wichtig ist für mich Respekt und Würde, die Menschen und
Tieren entgegen gebracht werden sollte.

Hier liegt die Betonung auf Mensch UND Tier - genau das ist doch oft das Thema. Ich gebe zu, ich kann Menschen, die keinen Respekt vor Tieren haben nicht wirklich Respekt entgegenbringen.

Und für diese versuche ich mich einzusetzen, ob es immer
gelingt…nein. Aber habe ich die Erfahrung gemacht, das sich
mit Diplomatie häufig mehr erreichen lässt, als zu drohen,
auch wenn das Gefühl der Wut überschwappt.

Leider ist aber Diplomatie oft zu leise und zu langsam…

Und wenn du schon gerne über die unwissenden Tierbesitzer
schimpfst, so wirst du sie damit erst recht abhalten einen Rat
anzunehmen, wenn sie das Gefühl haben in wörtlicher
Lynchjustiz gerichtet zu werden.
Schau dich doch einmal in Zoohandlungen um, dort werden dem
Kunden, der seinem Tier etwas Gutes tun will, doch auch
Unsinniges verkauft, z.B. zu kleine Käfige.

Das streite ich auch nicht ab…

Der Kunde vertraut

auf das Fachgeschäft, weil die ja vom Fach sind.
Ich möchte nicht entschuldigen, wenn sich jemand vor dem
Entschluss sein Leben mit einem Tier zu teilen, sich nicht
informiert. Aber es kommt nun mal vor und Foren sollten auch
hier helfen, auf Fehler hinzuweisen…und das Ganze sollte
nicht in einer Hinrichtung enden.
Und wenn ihre Tiere in mitleiderregenden Zuständen erst zum
Tierarzt bringen ist es sehr traurig, weil den Tierhaltern die
Würde und den Resekt, den sie entgegen bringen sollten, nicht
bewusst wurde. Aber auch hier ziehe ich Diplomatie dem Gezeter
vor, denn sonst sieht dieses arme Geschöpf vielleicht den
Tierarzt nie wieder.

So, ich ziehe mich jetzt zurück um meinen Scheinheiligenschein
zu polieren, den ich in meinem Kleiderschrank für alle Fälle
versteckt habe:smile:

Gruß
Adele

Gruß
Yvonne

Hallo Jima,

Hai, Yvonne,

wo denn?

in der Nähe von Hamburg und keiner hat was gemerkt…

In einem Dorf in meiner Nähe wurden vor kurzen mehrere Pferde
und Schafe verhungert aufgefunden!!! und da stehen
Häuser direkt daneben.

Ein paar Häuser weiter ist letzten Winter wieder ein Mensch in
der Wohnung erfroren - ausgeprägter Egoismus ist
natürlich

Beides ist traurig…

Immer schön klein-klein - wo ich helfen kann, helfe ich - wenn
ich sehe, daß meine Tante vereinsamt, weil sie freiwillig
nicht mehr das Haus verläßt, dann schenke ich ihr einen Hund,
auch wenn ich schon vorher ganz genau weiß, daß sie nicht
wirklich mit einem Hund umgehen kann und ihn zu unglaublichen
Maßen überfüttert

find ich nicht ok. Du solltest dich mehr um deine Tante
kümmern anstatt irgendein Opfer rauszupicken.

Weisst du eigentlich was das für einen Hund bedeutet, nicht
das Haus verlassen zu dürfen oder nur für fünf Minuten pro Tag
kurz auf die Strasse zu gehen? Das ist Tierquälerei und du
unterstützt das auch noch.

Ich bin dafür Tiere nur noch Leuten zu geben, die eine Art
Führerschein und Eignung haben.

Bin ich eigentlich auch - das Thema ist nur, wer bekommt das Recht die Entscheidung zu fällen, wer darf und wer darf nicht. Das könnten ganz krass gesehen nur die Tiere selber…

Gruß
Yvonne

vg jima

Hi,

nun das mit der Diplomatie kann ich so nicht gelten lassen…
z.B.
Ich war bei einem Kunden, habe dort einen Papagei in einem viel zu kleinen Käfig gesehen. Nun ich hätte ihn gleich als Tierquäler beschimpfen können und ihm mit dem Amtstierarzt drohen können. Das habe ich nicht getan, sondern ihm nur erklärt, das das Tier so nicht artgerecht gehalten wird. Es tat ihm sehr leid, denn er hatte es so nicht gesehen. Das Resultat des Ganzen war, der Kauf eines papageiengerechtes Käfigs mit all den Tips, die ich ihm gegeben hatte.
Und dies hatte er innerhalb eines Tages geschafft.( der 2. Papagei brauchte dank eigenwilligen Geschmacks des Vogel etwas länger).
Und wer sagt, das Diplomatie zu leise wäre, nur nutzt sie eine gemässigte Lautstärke und sie kann sehr wohl resolut auftreten.

Unwissenheit halte ich auch nicht für Respektlosigkeit, sondern für eine Nachlässigkeit, der nachgeholfen werden kann.
Denn stellen wir uns mal vor, du wüsstest eine Strassenverkehrsregelung nicht genau, würdest durch dieses Unwissen, einen Menschen verletzen, hättest du dann allen Respekt, den man dir bis jetzt zollte, nicht verdient?
oder nehmen wir einen süssen lieben Hund, der seinen Besitzer plötzlich beisst…Hundchen hat sich auch nicht sozial verhalten, also braucht man auch vor ihm keinen Respekt mehr zu zeigen?

Nun ich zolle denen Menschen Respekt, die wandlungsfähig,lernwillig und kritikfähig sind.

So, nun hole ich doch noch meinen Scheinheiligenschein aus dem Kleiderschrank und schau mal, ob der noch passt:smile:

Bye
Adele

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Und genau das…
Hi

Zitat:
„Wichtig ist für mich Respekt und Würde, die Menschen und Tieren entgegen gebracht werden sollte.
Und für diese versuche ich mich einzusetzen, ob es immer gelingt…nein. Aber habe ich die Erfahrung gemacht, das sich mit Diplomatie häufig mehr erreichen lässt, als zu drohen, auch wenn das Gefühl der Wut überschwappt.
Und wenn du schon gerne über die unwissenden Tierbesitzer schimpfst, so wirst du sie damit erst recht abhalten einen Rat anzunehmen, wenn sie das Gefühl haben in wörtlicher Lynchjustiz gerichtet zu werden.“
Zitat Ende.

…ist der Knackpunkt. Mit einem Topf Honig fängt man mehr Fliegen, als mit einem ganzen Fass Essig.
Wenn jemand total Unbedarftes Hilfe sucht, egal ob beim TA oder in einem Forum, ist es sinnvoller erstmal zu helfen, ohne Herumgeschimpfe warum wer wie sein Tier behandelt oder auch nicht.
Dem Tier ist am wenigsten geholfen, wenn man gleich über den Besitzer herfällt, als sei er der letzte Mensch…so jemand zieht sich nämlich dann ganz schnell zurück.
Somit hat man genau das Gegenteil von dem erreicht, was man eigentlich wollte.
Was übrig bleibt, ist das Tier das weiter leidet!

Gruß
Maja

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