ich mal eine Viecherhysterie hatte, hervorgerufen durch Kornkäfer, die sich in einem offenen Tierfutterkarton rasend vermehrten und ausbreiteten, sie waren sogar im Kühlschrank zu finden.
Durch diese blöden Käfer sensibilisierte ich mich damals dermassen auf Kleingetier, dass ich hinter jedem Staubkorn ein ekliges Viech vermutete.
Ich habe jeden Tag das ganze Haus geputzt, mir Fast-Food ins Haus bestellt, um nicht durch Nahrungszubereitung Essensreste (Krümmel etc.) zu produzieren, weil ich so einen Eckel vor den Tieren hatte.
Ich habe mir aus der Bücherei Bücher über Schädlinge ausgeliehen und Informationen gesammelt, was mir u.a. bis heute die "niedlichen" Silberfischchen vermiest, denn die sehen unter dem Elektronenmikroskop wie Monster aus.
Als ich fast davor war, mich in die Psychiatrie einweisen zu lassen (ich traute mich nicht mal mehr einen Telefonhörer anzufassen, der nicht abgewischt war), habe ich einen Professor für Schädlingsbiologie angerufen (der Kontakt kam über Bekannte zustande), sein Sekretariat hat mir geraten, Proben der Schädlinge einzuschicken (mit Tesafilm Staub abnehmen).
Die Proben habe ich eingeschickt und ein Schreiben erhalten, das mir auf einen Schlag alle meine Ängste nahm, er schrieb, dass er mich beglückwünschen würde, weil das Klima in meinem Haushalt so gesund wäre. Es hätten sich Staubrüssler oder so gefunden und sowas gäbe es überall etc..
Seitdem mag ich Spinnen, diese Tiere sorgen dafür, dass so Kleingetier nicht überhand nimmt.
Spinnen sind auch sehr interessante Tiere, man sollte sich nur mal die kunstvollen Netze ansehen.
Klar, so richtig grosse, fette Spinnen, nehme ich heute auch nicht in die Hand, ich würde ja auch keine unbekannten Nagetiere in die Hand nehmen, da sie ja evtl. beissen könnten.
Doch meine Wohnungsspinnen sind mir heilig und dürfen nicht gestört werden - was Die mir schon an Fliegen weggefangen haben.
Kurz und gut ;-) ich mag Spinnen, aber Käfer mag ich nicht.
Vielleicht hat hier Jemand eine Geschichte über Käfer parat, die mir Das abgewöhnt?
Gruß
karin