Unser (im Februar geborenes) Pärchen entwickelt einen immer größeren Freiheitsdrang.
Zuletzt habe ich ein großes Freigehege gebaut, da waren sie zwei Wochen lang drin, und nun untergraben sie nachts den Zaun. Heute waren sie den ganzen Tag verschollen und sind jetzt, am frühen Abend in unseren Vorgarten gekommen und ließen sich mit hartem Brot füttern, eingefangen haben wir sie nicht mehr.
Die Lebensbedingungen sind hier eigentlich nicht schlecht. Es ist ein Gartenstadtgebiet mit großen Grundstücken, gepflegte und verwilderte Gärten nebeneinander, Scheunen, Holzhaufen usw.
Ist es möglich, kommt das vor, daß Zwergkaninchen im Wohngebiet frei leben und sich vermehren können (das Weibchen müßte eigentlich trächtig sein, ist aber nicht dick)?
ich denke, das eine halbwilde haltung durchaus möglich ist, aber ob sinnvoll?
In einem Wohngebiet in meiner Nähe haben Leute mal ihre Kaninchen ausgesetzt, diese haben sich dann auch mit dem vorhandenen Bestand gepaart…
Das kann so ausgehen, daß neues Blut dazukommt und die Tiere widerstandsfähiger werden und sich wie die Karnickel vermehren…was zur Folge hat, daß diese wegen Überpopulation abgeschossen werden müssen…
Oder aber die Verpaarungen sind anfälliger gegen Krankheiten und gefähreden den umliegenden heimischen Bestand…das Ergebnis ist nahezu das Selbe…Abschuß.
Und wenn sie zweitweise wiederkommen…wer sagt Dir denn, daß sie nicht mit allen Nach und Nach-nachkommen anrücken, wenn Ihr von der Bildfläche verschwunden seid?
Ich halte es für keine gute Idee, die Tiere halb wild zu halten.
Es ist fraglich, ob sie über so gute Instinkte verfügen, dass sie sich völlig selbstständig, vor allem im Herbst und Winter, durchbringen können. Das größte Problem wird aber bestimmt der Nachwuchs sein, der sich früher oder später einstellen wird.
Dann habt ihr bald in der Nachbarschaft eine riesige Kaninchenpopulation. Ob das so gut ist?!
Ich würde euch raten, die Tiere irgendwie einzufangen und das Gehege ausbruchssicher zu gestalten. Ein Unterboden wäre da vielleicht nicht schlecht! Auf keinen Fall würde ich sie absichtlich frei lassen!
Gruß, Galli
Wundert mich eigentlich, daß die beiden noch am Leben sind. Wird aber wahrscheinlich nicht allzulang dauern bis eine Katze auf sie aufmerksam wird. Könnte aber auch ein Bussard oder Falke sein.
Und auf jeden Fall den Rammler kastrieren lassen! Wie kann man denn so naiv sein und ein Pärchen zusammen lassen, wo der Rammler nicht kastriert ist. Was hast Du denn mit dem ganzen Nachwuchs vor. Sollen die die Nachbarsgärten umgraben? Willst Du sie verschenken/ ins Tierheim bringen. Schau doch mal im Tierheim die Kleintiere an. Die meisten haben unzählige davon!
Kopfschüttelnd
Renate
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Heute habe ich an der Unterkante des Maschendrahtzaunes flach auf dem Boden liegenden Maschendraht angenäht und den mit Ziegeln beschwert. Nun bräuchten die Hasen einen halbmeterlangen Tunnel, um auszubüxen. Abends konnten wir dann die Hasen einfangen.
Die zweitägige Freiheit war ein Riesenthema in der Nachbarschaft, besonders für den einen Nachbar, der seine Enkel zu Gast hat, die einen Heidenspaß hatten; das ließ ihn darüber hinwegsehen, daß sein von einer professionellen Firma neu angepflanzter, teurer Blumengarten sich als recht wohlschmeckend erwiesen hat…
Ob die Hasen wohl auf Dauer sicher sind in unserem Zaungehege? Katzen und Marder können hinein, aber Katzen wollen offenbar nicht, Marder haben wir (momentan wohl) keine in der Gegend; und die Hasen haben in allen Richtungen zehn Meter Fluchtweg.
Der Rammler ist noch nicht kastriert, weil wir einen Wurf wollen, für den sich jetzt schon genügend Abnehmer gemeldet haben. Unser Rammler scheint indes ein ausgeprägter Softi zu sein; wer gelegentlich Rammelbewegungen macht, ist allein die Häsin.
Ob die Hasen wohl auf Dauer sicher sind in unserem Zaungehege?
Katzen und Marder können hinein, aber Katzen wollen offenbar
nicht, Marder haben wir (momentan wohl) keine in der Gegend;
und die Hasen haben in allen Richtungen zehn Meter Fluchtweg.
Nach oben hin zumachen oder vor das Gehege noch mal einen niedrigen Zaun mit Strom drumspannen dürfte wohl die allermeisten Feinde abhalten. Ganz sicher kann man natürlich nie sein, dafür leben die Kaninchen sicher auh hundertmal besser als in einer Wohnung oder gar in einem Käfig/„Hasenkasten“ eingesperrt.
Der Rammler ist noch nicht kastriert, weil wir einen Wurf
wollen, für den sich jetzt schon genügend Abnehmer gemeldet
Dann schick die „Abnehmer“ doch ins Tierheim. Da warten Kaninchen ohne Ende, endlich da rauszukommen.
haben. Unser Rammler scheint indes ein ausgeprägter Softi zu
sein; wer gelegentlich Rammelbewegungen macht, ist allein die
Häsin.
das Gehebe nach oben hin zumachen geht ja nun auf keinen Fall. Da es ja auch für Menschen zugänglich sein soll, müßte ich den 1 Meter hohen Zaun in der Höhe verdoppeln. Und dann käme ein Dach drauf, das 20 cm Schnee tragen können muß, dabei wären mir alleine schon die 100 Quadratmeter Maschendraht (300 Euros) für die Dachfläche schon zu viel Aufwand. Auch ein Elektrozaun gefällt mir irgendwie nicht.
Hast Du Vorschläge, wie man ein großes Freigehege so mit Rückzugs- und Deckungsmöglichkeiten gegen eingedrungene Katzen und Marder ausstatten kann, daß sich die Hasen selbst helfen können?