Kaninchen starb in der Hitze auf Balkon

Ich fühle mich wirklich sehr, sehr schlecht!!! Nicht, weil es mein Kaninchen war, aber weil ich - genau wie viele Nachbarn - wusste, dass ein Paar nebenan ein Kaninchen bei dieser Hitze auf dem Balkon in einem winzigen Käfig mit einer blauen Plane obendrauf stehen hatte!

Das arme Tier war nach der Geburt des Kindes des Paares einfach auf den Balkon abgeschoben worden. Angeblich weil es Verdaungsstörungen hätte und stinken würde. Seitdem ich hier wohne (über 9 Monate!!!), stand es dort, kam weder raus noch bei Wind und Wetter oder bei diesen heftigen Temperaturen rein.

Ein paar Nachbarn hatten einige Male versucht, das Paar zu überreden, das Löwenköpfchen zu einem anderen Kaninchen zu setzen, welches bei uns auf dem Rasen in einem Auslauf lebt (soweit es das Wetter zulässt). Aber sie wollten das nicht, da ja nachts irgend welche Tiere kommen könnten…

Gestern ist nun das Kaninchen in seinem Käfig in der grellen Mittagssonne gestorben, bevor es wohl einige Zeit (ich war nicht da, habe es nur erfahren) geschrien und geschnauft hatte.

Die Nachbarn riefen die Eltern des Paares an, da diese nicht zu Hause waren. Doch als endlich jemand kam, war es zu spät. -

Das Ganze nimmt mich wirklich sehr mit. Ich hatte mit einigen Leuten schon im Vorfeld darüber gesprochen, dass man etwas tun müsse. Aber ich habe im Endeffekt doch nichts getan und auch kein anderer.

Ich bin am meisten wütend über mich, dass ich mir keine Leiter geschnappt habe, um es nachts einfach zu befreien, dass ich den Tierschutz nicht angerufen habe, dass ich die beiden nicht vehement zur Rede gestellt habe oder sonstwas!!!

Da sieht man so viele schreckliche Dinge, die mit Tieren passen, im Fernseher, in Zeitungen und man ist so empört. Aber wenn es nebenan passiert, ist man blind oder taub oder einfach zu bequem oder feige, um sich einzusetzen!!!

Hiermit möchte ich mich outen, dass ich genauso schlimm bin wie die Besitzer des Kaninchens!!!

Aber ich werde mir ganz fest vornehmen, beim nächsten Mal anders zu reagieren. Das schwöre ich!

Und ich möchte Euch ebensfalls ermutigen, die Augen zu öffnen und nicht auf den Verstand oder den Mut anderer zu hoffen!

Danielle

Hallo Danielle,

Hut ab vor Deinem Mut, dies hier zu posten. Du kannst übrigens auch im Nachhinein den Tierschutz verständigen. Dann kommt jemand von denen vorbei, und die Kaninchen-„Freunde“ werden sich rechtfertigen müssen. Im Tierschutzgesetz steht jedenfalls - soweit ich mich erinnere - dass niemand ein Tier quälen darf. Und Qual schint mir ja da jede Menge vorhanden gewesen zu sein.

Viele Grüße
Anna

Hallo!

Ich kann mir denken wie du dich fühlst… Es ist einfach schrecklich wie viele Menschen Tiere halten und sich nicht um sie kümmern!

Grüssli, Michaela

Hallo,

solche Leute haben, nach meiner Meinung, Ihr Recht auf Leben verwirkt. Unschuldige, hilflose Lebewesen (Babys, Tiere) zu quälen ist das Schlimmste was man machen kann. Egal ob da ein Polizist sein Baby verhungern lässt, Leute ihre Tiere wegen dem Urlaub aussetzen oder, wie in diesem Fall, zu Tode ignorieren.

Ich würde die Nachbarn wegen Tierquälerei anzeigen.

olli

Kritik an Dich:

Eins Deiner Hobbys ist doch NACHDENKEN? Schön, das Du den Mut hattest Dich hier zu outen. Schlecht, das Du nicht schon vorher den Mut hattest was zu tun.

Unter 112 erreichst Du die Feuerwehr! Die sind zur Tierrettung da. Und handlungsfreudiger als die Kollegen der 110.
Du brauchst Dir nun aktuell keine Vorwürfe zu machen. Das hättest Du besser vor Wochen getan.
Und die Hitze ist auch nicht erst seit gestern so warm.
In dem Fall leider Unverständnis vor mangelnder Zivilcourage.
Ich diskutiere lieber mehrere Monate und Prozesse mit Polizei und Gericht, bevor ich bei dieser Hitze einen Hund in einem Auto eingesperrt lasse. Irgendwen um ein Handy bitten oder eigenes nehmen, Scheibe einschlagen, Alarmanlage ignorieren, Hund befreien und unverzüglich oder mittels Handybesitzer parallel Polizei verständigen. Hund zu trinken geben und Strafanzeige erstatten, wie auch bein Fall mit dem Kaninchen. Vor zwei Wochen war es schon genau so schweineheiß, und da hätte man schon den Tierschutz verständigen können.
Das schlechte Gewissen hast Du nun zu recht, aber, falls es Dir ein Trost ist, Andere sehen Menschen neben sich sterben und tun nichts.

Marcus,
Rettungsassistent

Hallo,

Ich fühle mich wirklich sehr, sehr schlecht!!!

Solltest Du auch…

Nicht, weil es

mein Kaninchen war, aber weil ich - genau wie viele Nachbarn -
wusste, dass ein Paar nebenan ein Kaninchen bei dieser Hitze
auf dem Balkon in einem winzigen Käfig mit einer blauen Plane
obendrauf stehen hatte!

Das arme Tier war nach der Geburt des Kindes des Paares
einfach auf den Balkon abgeschoben worden. Angeblich weil es
Verdaungsstörungen hätte und stinken würde. Seitdem ich hier
wohne (über 9 Monate!!!), stand es dort, kam weder raus noch
bei Wind und Wetter oder bei diesen heftigen Temperaturen
rein.

Ein paar Nachbarn hatten einige Male versucht, das Paar zu
überreden, das Löwenköpfchen zu einem anderen Kaninchen zu
setzen, welches bei uns auf dem Rasen in einem Auslauf lebt
(soweit es das Wetter zulässt). Aber sie wollten das nicht, da
ja nachts irgend welche Tiere kommen könnten…

Gestern ist nun das Kaninchen in seinem Käfig in der grellen
Mittagssonne gestorben, bevor es wohl einige Zeit (ich war
nicht da, habe es nur erfahren) geschrien und geschnauft
hatte.

…unglaublich…

Die Nachbarn riefen die Eltern des Paares an, da diese nicht
zu Hause waren. Doch als endlich jemand kam, war es zu spät. -

Das Ganze nimmt mich wirklich sehr mit. Ich hatte mit einigen
Leuten schon im Vorfeld darüber gesprochen, dass man etwas tun
müsse. Aber ich habe im Endeffekt doch nichts getan und auch
kein anderer.

Ich bin am meisten wütend über mich, dass ich mir keine Leiter
geschnappt habe, um es nachts einfach zu befreien, dass ich
den Tierschutz nicht angerufen habe, dass ich die beiden nicht
vehement zur Rede gestellt habe oder sonstwas!!!

Da sieht man so viele schreckliche Dinge, die mit Tieren
passen, im Fernseher, in Zeitungen und man ist so empört. Aber
wenn es nebenan passiert, ist man blind oder taub oder einfach
zu bequem oder feige, um sich einzusetzen!!!

Hiermit möchte ich mich outen, dass ich genauso schlimm bin
wie die Besitzer des Kaninchens!!!

Aber ich werde mir ganz fest vornehmen, beim nächsten Mal
anders zu reagieren. Das schwöre ich!

…wirst Du wahrscheinlich auch nicht…

Und ich möchte Euch ebensfalls ermutigen, die Augen zu öffnen
und nicht auf den Verstand oder den Mut anderer zu hoffen!

Sorry, aber bei sowas kann ich nicht mehr ruhig sein…
Schön, Du outest dich hier - aber das bringt das arme Tier auch nicht zurück. Wo ist das Problem den Tierschutz einzuschalten? Das ist ein Anruf. Jetzt wo es zu spät ist, tut es Dir leid - und vorher? Klar, Du hast mit Nachbarn gesprochen und ansatzweise was versucht - und dann? Scheint mit so, als ob das dann so zur Beruhigung des Gewissens gereicht hätte. Und was ist mit den Anderen? Wer hat denn das letzte Schnaufen gehört??? Das Schlimme an der ganzen Angelegenheit ist, dass es viel zu viele Menschen wie Du gibt, die tatenlos mitansehen, wie Tiere gequält werden und leiden müssen. Immer und immer wieder. Was hält euch davon ab, was zu tun?
Und dann gibt es da dann auch noch nicht zu verstehende Antworten auf dein Posting. Von wegen: …Ich kann mir denken wie du dich fühlst… Es ist einfach schrecklich wie viele Menschen Tiere halten und sich nicht um sie kümmern!..

ja und es ist schrecklich wie viele Menschen zusehen…

Werdet doch mal wach.

Für den Fall, dass sich jetzt wieder alle über meine Aussagen aufregen: genau solches Nichs-Tun ist das, was den Tierschutz nicht vorwärts bringt und man kann darüber nicht laut genug was sagen.

Gruß
Yvonne

Danielle

Hallo,
ich bin auch der Meinung, Du solltest den Arschgeigen nachträglich noch etwas Streß bereiten (Tierschutz, Polizei, Anzeige). Wg. handeln. Unverständlich finde ich es, daß keiner gehandelt hat, als das Tier im Todeskampf Geräusche machte. Nachvollziehbar allerdings, daß vorher nichts passiert ist. Es bedarf eines härteren Anstosses (z.B. das Schreien und Schnaufen), um dem eigenen Trott zu entkommen (z.B. Harmoniebedürfnis, Einhalten der Rechtsnormen). Gerade Vorgänge die schleichend vor sich gehen sind da besonders tückisch. Das Dringlichkeit des Problems läßt sich so „wunderschön“ verdrängen.

Gruss
Enno

Hallo,
der Artikel wäre durchaus nicht unpassend in „Psychologie“. Allerdings weniger zum Aufarbeiten der Schuldgefühle, sondern vielmehr der Frage was Leute zum Handeln bewegt bzw. sie untätig bleiben läßt. Das Problem scheint mir, daß es eines „Kick“ bedarf, um mit den normalen Verhaltensnormen zu brechen. Ich bin bereits in mehreren Fällen aktiv geworden, der krasseste davon vor ca. 3 Jahren als eine junge Frau Nachts von zwei Typen belästigt wurde, wovon einer meinte mit einen Faustmesser aus mich los gegen zu müssen. Die Auslöser zum Helfen waren aber immer plötzliche Ereignisse, nichts was sich schleichend über Wochen/Monate hinzog. Was ich in dem Fall von Danielle nicht verstehe, daß keiner geholfen hat, als das Tier im Todeskampf Geräusche von sich gab. Das sich im Vorfeld die Hilfeversuche in zaghaften und nutzlosen Maßnahmen erschöpften ist nachvollziehbar, da die Gefahr für das Tier nicht unmittelbar „spürbar“ war und sich die Problematik somit verdrängen ließ. Ich sage nicht, daß das gut ist, vielmehr ist es m.M. ein Nebeneffekt der „Maßregelung“ der man sich im Leben in der Gemeinschaft unterwirft. Zivilcourage ist immer eine Gratwanderung zwischen assozialen und zivilisierten Verhalten.

Gruss
Enno

hi,
mit dir zu schimpfen wäre Quatsch, denn du weisst ja selbst bescheid.
Nur: es ist auch schon Tierquälerei das arme Kaninchen monatelang in einem zu kleinen Käfig in Einzelhaft zu halten.
Das ist schon die Härte!!

Wahrscheinlich hätte ich in deiner Situation schon den Tierschutz oder die Feuerwehr alamiert.
Und nachträglich: Zeig die Leute an.

Ich habe auch mal drei Hühner eingepfercht in einen Karton mit gefesselten Füssen gefunden.
Ich wusste wem sie gehören, habe sie mir geschnappt, zu mir genommen und sofort einen provisorischen Stall gebaut. Es kamen aber auch keine Rückgabeforderungen von den betreffenden Leuten, war denen irgendwie egal.

vg jima

MOD: Thread ‚falsches Brett‘ gelöscht
Hallo Tierfreund/innen,

ich weiß, der Entschluss kommt ein bisschen spät, ich hätte es früher machen sollen und gar nicht erst ermahnen. Aber Fehlentscheidungen sind dafür da, revidiert zu werden :wink:

Ich habe soeben den kompletten Thread „falsches Brett“ gelöscht, obwohl er zwar auch wichtige Sachaussagen zum Tierschutz enthielt, die ich gerne hätte stehen lassen, andererseits aber so von gegenseitigen Beleidigungen strotzte, dass ich gar nicht mehr wusste, wie ich die raus"zensieren" und die „Sachaussagen“ dabei erhalten. Möglicherweise waren auch vereinzelte Postings oder Teile von Postings dabei, die durchaus keine Beleidigung enthielten, die hätten aber bei Löschen aller Beleidigungen für sich alleine gesehen keinen Sinn mehr gemacht. Ich bitte also die, die sich bemüht haben, die Diskussion in anständigem Ton zu führen und trotzdem gelöscht wurden, um Entschuldigung.

Allgemein hoffe ich, dass die Maßnahme zur Abkühlung der Gemüter beiträgt :wink:)

Gruß Nena

Hi Danielle,

das nächst Mal tust Du das, was Dir Dein gesunder Menschenverstand sagt.

Weiter muß man nichts mehr sagen…

Gruß
Maja

Hi Danielle,

noch ein kleiner Nachtrag. Habe diese Sache mit Deinen Nachbarn Mitarbeitern vom Tierheim erzählt. Die meinten, man könnte diese Kaninchenhalter tatsächlich belangen. Tierhaltungsverbot wäre das mindeste, was die bekämen. Übrigens steht laut Tierheimmitarbietern auf „Tiere aussetzen“ bis zu 25.000 Euro Geldstrafe oder gar Freiheitsstrafe. „Tiere den Hitzetod sterben lassen“ dürfte da noch etwas böser ausgehen. Die Sache wäre es wert, verfolgt zu werden.

Viele Grüsse
Anna

Jetzt komm,

das sind Viecher, deren Fleisch man im Supermarkt bekommt (sehr hell, schaut wie Fischfilet aus).

Mit freundlichem Gruß,

Wolfgang Berger