Habe zwei liebe Kater schon seit 10 Jahren. Irgendwie hätte ich als Katzennarr Lust, noch ein drittes Katerchen aufzunehmen. Würden die beiden „großen“ den kleinen buchstäblich zerreissen, oder gilt bei den Katzen der sogenannte „Welpenschutz“? Wer hat da Erfahrungen oder gute Infoquellen?
hallo Manfred,
pauschal kann man da keine genaue Angabe machen, was dich denn nun erwarten wuerde
) Es kommt ja auch immer darauf an , welchen Charakter die Tierchen haben. Und deine sind auch immerhin schon 10 Jahre.
Aber ich kann dir meine Erfahrungen schreiben.
Meine 3 Kater sind die dicksten Freunde. 2 von ihnen sind 4 und der juengste ist 2. Sie sind alle nach und nach zu uns gekommen und es gab von Anfang an kein Gerangel zwischen ihnen - irgendwie Liebe auf den ersten Blick *gg* . Der kleine war gerade an die 10 Wochen alt als er zu uns kam, da war er natuerlich erst recht der Hahn im Korb, hatte auch ueberall Narrenfreiheit. Ist heute noch so. Sie spielen, raufen und kuscheln zusammen.
Meine Katzendamen hingegen koennen mit den Katern garnichts anfangen.
Von daher koennte ich es dir nur empfehlen
Aber man muss sich natuerlich auch im klaren sein, was man macht, wenn sich die Kater garnicht vertragen. Und das koennte immerhin passieren , da deine Tiger doch schon ein wenig aelter sind als meine.
Viele Gruesse von Manu
Als mein Mann und ich zusammenzogen hatte ich 3 Katzen und sein 10 oder 11 jähriger Kater kam dazu. War gar kein Problem. Braucht aber schon ca. 14 Tage. Da wird gefaucht und gebrummt und gebuckelt. Aber dann ignorieren sie sich irgendwann und nach ca. 1 Monat haben sich mein und sein Kater so gut vertragen, daß sie sich gegenseitig geputzt haben. Ich habe die Erfahrung gemacht daß die Kater freundlicher sind. Die Mäderl sind oft strenger. Es gibt ganz wenige sehr dominante Kater die irgendeine Katze (die schwächste im Rudel) stark unterdrücken. Das wäre aber wirklich ein Pech. Wenn du ein junges Tier dazunimmst, sehe ich keine Probleme.
Allerdings wird das Kleine ganz schön unterworfen. Hatten wir dann später. Dauernd wurde der 3 Monate alte Kater in den Hals gebissen (vom ca. 4jährigen Kater) und mußte einige Minuten auf dem Rücken liegend verbringen. Wir haben uns nicht eingemischt und jetzt sind die Kater die dicksten Freunde.
Die weiblichen Katzen sind bei uns zumindest reservierter. Inzwischen haben wir auch einen Hund und 4 Katzen und alle vertragen sich wunderbar.
Viel Glück
Gaby
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
der rat klingt vielleicht etwas doof oder gefühllos, aber wenn man ein tier aus dem tierheim holt, kann man es bei schwierigkeiten wieder zurückgeben. das ist zwar nicht schön, aber immer noch besser, als sich ein tier zu kaufen (und damit einen grund zu geben, neue tiere zu „erzeugen“) und es anschließend ins tierheim zu stecken.
außerdem kann man im tierheim angaben zum charakter des tiers geben zb. ob duldsam oder schreckhaft, ob scheu oder gesellig. damit hat man doch die größtmögliche garantie, daß es mit der vergesellschaftung klappt.
Hallo !
Wie die anderen schon schrieben, hängt es vom Tier selber ab. Habe auch einen 13jährigen Kater und zwei 14 und 15 Jahre alten Kätzinnen.
Zur Zeit kommen zwei kleine neue Nachbarskatzen öfters zu Besuch und versuchen mein Alterchen mit Gurren zu becircen. Er faucht dann schon mal, aber mehr nicht und wenns ihm zu lebhaft wird, trollt er sich brummelnd.Andere ältere Kater lädt er quasi zum Mitfressen ein, während andere in Raufereien, wo sogar die Haare fliegen, verwickelt werden. Ist halt so wie bei uns Menschen, manche findet man sofort sympathisch, andere kann man nicht riechen.
Probiers, wenn möglich, doch wirklich mit ner Schnupperstunde.Da siehst du schon, ob arg wird oder hoffentlich ganz gut klappt.
Viel Spaß
Sabine
Hallo,
den sogenannten „Welpenschutz“ gibt es in der von Dir gemeinten Form weder bei Katzen noch bei Hunden. Wenn ein unterlegenes Tier sich in den Augen der anderen „korrekt“ verhält, sich also unterwirft, dann wird ihm in der Regel ein richtig sozialisiertes überlegenes Tier nichts ernsthaftes antun. Aber weiter geht das auch nicht.
Nachdem Dir alle zugeraten haben, möchte ich mal erzählen, dass so etwas auch in die Hose gehen kann.
Genau wie Du habe ich nach einer Drittkatze für mein Katerpärchen gesucht. Die Story möchte ich hier nicht ganz erzählen, das würde zu lang - jedenfalls lebt die Drittkatze mittlerweile glücklich alleine in ihrem eigenen Zimmer.
Zuerst solltest Du ausprobieren, wie Deine Kater auf andere Katzen in ihrem Revier reagieren. Vielleicht mal eine Katze von Bekannten während deren Urlaub versorgen. Anfängliches Fauchen und auch mal eine Prügelei sind normal. Ständiger Terror läßt auf dominante Veranlagung schließen, dann stehen die Chancen schlecht.
Weiterhin solltest Du die Drittkatze sorgfältig aussuchen. Bloß kein extrem ängstliches, scheues Tier oder eins, dass mit 8 Wochen von der Mutter weggeholt und dann als Einzelkatze gehalten wurde. Diese Katzen verhalten sich gegenüber Artgenossen nicht mehr „korrekt“ und werden dann u.U. gnadenlos gemobbt. Genau so ist es nämlich bei uns gelaufen.
Ob ein Katzenwelpe so eine gute Idee ist, weiß ich nicht. Deine Kater finden es vielleicht nicht so toll, wenn so ein Jungspund auf einmal Terror verbreitet. Falls Deine Kater prinzipiell verträglich und nicht sehr dominant sind, würde ich eine erwachsene, selbstbewußte Katze/Kater ab 4 Jahren empfehlen, die/der bisher immer mit anderen Katzen zusammen gelebt hat.
Wenn Du es dann ausprobieren willst, dann habe Geduld. Die Katzen brauchen vielleicht Wochen oder Monate, bis sie sich zumindest ignorieren. Sofern alle fressen, schlafen und das Katzenklo benutzen können, ohne dass sie von einem der anderen Tiere gemobbt werden, ist das schon ein großer Fortschritt. Falls über Wochen das unterlegene Tier daran gehindert wird, die o.g. Sachen zu tun, dürfte der Versuch als gescheitert gelten (so war es bei mir, wir sind sogar umgezogen wg. „neuem neutralem Revier“, hat alles nix geholfen).
Wenn Du Glück hast, herrscht vielleicht auch nach ein paar Tagen bereits Frieden und Liebe … wer weiß das schon im Voraus? Mein Tipp lautet jedenfalls: auf jeden Fall vorher Deine Kater auf ihre Reaktion testen und bei positivem Ergebnis eine selbstbewußte, gut sozialisierte, nicht zu junge Drittkatze auswählen.
Viel Erfolg,
Hallo Manfred,
ich habe selbst einen 10 Jahre alten Kater und habe dieses Jahr einen jungen Kater dazugenommen. Die Zwei vertragen sich wunderbar.
Viel liegt hier am Halter, denn einen Welpenschutz gibt es bei Katzen meistens nicht.
Du musst darauf achten, dass deine zwei Kater stets im Rang über dem Neuzugang bleiben, z.B. beim Fressen und ganz wichtig bei den Streicheleinheiten. Die ersten Tage solltest du sie nicht ohne Aufsicht zusammenlassen und dann erst nur kurze Zeit. So lang du darauf achtest, dürfte es keine größeren Rivalenkämpfe geben. Allerdings Ausnahmen bestätigen die Regel. Es gibt auch Tiere, die keine neuen Artgenossen in ihrem Revier dulden, aber die sind eher selten.
Ich schiebe den jungen Kater manchmal auch bewusst beiseite, um mich meinem „Senioren“ mal ganz allein zu widmen, denn Jungtiere drängeln sich meist unbewusst in den Vordergrund.
Gruß Kathrin
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]