Katzen-Leukose

Hallo Katzenfreunde,

ich habe seit mehreren Wochen ein Findelkind aufgenommen (ein ca. einjähriger Kater). Trotz anfänglicher Eingewöhnungsschwierigkeiten (ich habe bereits eine 14jährige Katze) hat er sich gut eingelebt, so dass ich ihn gerne behalten möchte. Am Freitag werde ich ihn nun kastrieren lassen. Bei der Voruntersuchung hat mich meine Tierärztin allerdings gefragt, ob ich ihn dann auch gleich gegen Katzenleukose impfen lassen möchte. Diese Erkrankung des Immunsystems sei mit AIDS zu vergleichen und würde fast immer tödlich enden. Bei älteren Katzen sei eine Impfung überflüssig, da das Immunsystem besser ausgebaut sei. Bei jungen Katzen würde diese Impfung in letzter Zeit jedoch immer häufiger durchgeführt werden und sei sehr empfehlenswert. Und leider auch nicht ganz billig.

Mich würde daher interessieren, inwiefern die Krankheit verbreitet ist (ich lebe übrigens in Oberbayern) und ob die Gefahr einer Ansteckung wirklich so groß ist. Wer hat seine Katze gegen Katzenleukose impfen lassen oder wem ist eine Erkrankung im Bekanntenkreis bekannt?

Vielen Dank schon im voraus!!
Johanna

Hallo Johanna,

meine drei Monster sind alle gegen Leukose geimpft. Die Tierärztin sollte wissen, ob es in Eurer Gegend Fälle von Katzenaids gibt. Wenn sie Dir vorgeschlagen hat, die Impfung zu machen, solltest Du das tun. Lieber ein bissel Geld ausgegeben, als am Ende ne tote Katze zu haben. Und so viel kostet es auch nicht. Meine drei kosten - inkl. aller notwendigen Impfungen - 160 Euro. Da sollte einer alleine entsprechend günstiger sein.

Grüße
Natascha

Hallo,

meine (Haus-)Katzen sind gegen Leukose geimpft, allerdings nur deshalb, weil die Katzenpension, die ich bisher frequentierte, darauf bestand.

Hier Info zu Leukose:

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Leukose
Bei einer Leukose handelt es sich ganz allgemein um einen bösartigen Tumor von Blutzellen. Die häufigste Ursache für leukotische Tumoren ist bei der Katze die Infektion mit dem felinen Leukämievirus (FeLV). Wie bei allen Tieren gibt es aber auch bei der Katze Leukoseformen, bei denen eine Ursache nicht zu ermitteln ist.

Übertragung
Über alle Körpersekrete, am häufigsten über Speichel (Futternäpfe, Bisswunden, Deckakt). Am empfänglichsten sind Jungkatzen unter 16 Wochen. Ältere Tiere können aber bei hohem Infektionsdruck, das heißt bei vielen Leukose-positiven Katzen in ihrem Revier angesteckt werden.

Krankheitsverlauf
Bei den klinischen Symptomen muss zwischen primären, das heißt durch das Leukosevirus verursachten, und sekundären, sprich Folgen der Erkrankung unterschieden werden.
Primär kommt es zu Veränderungen in den Organsystemen, in denen sich das Virus gut vermehrt. Dies ist v. a. das Knochenmark, die Lymphknoten und die Milz. Bei jungen Katzen kommt es zu Fibrosarkomen, das sind bösartige Tumoren des Bindegewebes. Auch neurologische (nervale) Symptome und Fertilitätsstörungen (nicht aufnehmen nach Decken, Abortus, etc.) treten auf.
Sekundäre Erkrankungen sind Folgen einer Schwächung des Immunsystems und erschweren oft die sofortige Diagnose bzw. Therapie. Es wird angenommen, dass in Mitteleuropa zwischen 50 - 80 % der Katzenpopulation in Kontakt mit dem Virus kommt, von denen sich etwa 70 % infizieren.

Behandlung
Eine Therapie die zur sicheren Heilung der Leukose führt gibt es nicht. Mittels verschiedener Medikamente, welche ähnlich sind wie jene bei an Aids erkrankten Menschen kann ein Ausbruch der Erkrankung verzögert werden.

Vorbeugung
Sicher geschützt vor Leukose sind Katzen nur, wenn sie geimpft werden bevor sie je Kontakt mit einem Leukosevirus hatten. Deshalb sollte jede frei laufende Katze auch gegen Leukose geimpft werden. Für Katzen die ausschließlich in der Wohnung gehalten werden und auch nicht in eine Tierpension oder Tierheim gegeben werden, besteht keine Infektionsgefahr.
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Falls Deine Katze Freigang hat, solltest Du also über eine Impfung nachdenken.

Gruß,

Myriam

nur zur Info: Leukose ist nicht Katzenaids
Hallo Natascha,

nur zur Info: als „Katzenaids“ bezeichnet mal landläufig die Infektion mit dem FIV, nicht die Leukose (die laienhaft gesprochen eher einer infektiösen Leukämie ähnelt). Gegen FIV gibt es keine Impfung.

Mehr Info hier: http://www.tierschutz-notfaelle.de/information/katze…

Gruß,

Myriam

Hallo,

ich würde sie erst auf FeLV testen lassen, denn bei Katzen, die den FeLV-Virus schon haben, hilft die Impfung nicht!
Es stehen moderne und wirksame Impfstoffe zur Verfügung, die Katzen, die noch frei vom Leukosevirus sind, vor der Krankheit schützen.
Diese Impfung alleine kostet nicht so viel…Ich würde es auf alle Fälle machen lassen, wenn Deine Katze Kontakt mit anderen hat (Pensionen, Nachbartiere…).
Du kannst Dich ja bei versch. Tierärzten vorher erkundigen, was die Impfungen kosten sollen, denn auch dort gibt es Unterschiede. Aber meiner Meinung nach kostet sie nicht mehr als 30 Euro…
Hoffe, es hilft Dir weiter!

Jessi

Hallo,

ich finde es schade ums Geld, eine klinisch gesunde Katze vor der Impfung zu testen. Nur der positive FeLV Test ist aussagekräftig. FeLV liegt bei unauffälligen Patienten meist in einem interzellulären Stadium vor, das nicht nachweisbar ist. Der besagte Test eignet sich eigentlich (außer zum Geldverdienen) nur um den Verdacht auf FeLV bei Katzen mit Krankheitssymptomen zu erhärten.

Gruß
Johnny

Hi,

hab ich das echt geschrieben? *grins* Sorry, bin im Umzugsstress… Kommt nicht wieder vor. :smile:)

Grüße
Natascha

Danke, für die vielen Antworten.

Mein Süsser liegt gerade unterm Messer und ich habe heute morgen in der Praxis beim Abgeben angegeben, dass diese vorgeschlagene Blutuntersuchung vorgenommen werden sollte. Eine Impfung ist laut meiner Tierarztpraxis (zu der ich an sich ein sehr großes Vertrauen habe) sonst nicht möglich. Ob ich die Impfung dann wirklich noch durchführen lassen will, soll ich mir dann innerhalb der nächsten Wochen überlegen. Da mein Kater allerdings Freilauf hat, werde ich es wohl doch tun.

Nochmals vielen Dank
Johanna

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