Hallo,
Katzen sind äußerst zähe Tiere, ich könnte Dir Geschichten erzählen…
Dein Kätzle…hat es denn das letzte Essen bei sich behalten?
Ich wollte mich eigentlich in diesen Thread nicht einmischen, nun mach ich es doch.
Katzen sind sehr empfänglich für Tumore betr. Leber, Nieren…eigentlich weniger Bauchspeicheldrüse…
(Johnny, da fällt mir Pankreon ein)
Wenn Deine Katze nur dasitzt und große Augen hat (Ein Zeichen für Schmerzen) und alles über sich ergehen lässt, zudem das Essen wieder herauskommt, weil es ihr so schlecht ist, die Blutwerte schlecht sind…
Ich hatte einen Kater 15 (Coco), bei dem waren 2/3 der Nieren kaputt, ein TA gab Infusionen und MCP gegen die Übelkeit…der Kater hatte ständig den Schnupfen (überschüssiger Harnstoff wird über Schleimhäute ausgeschieden) und erbrach oft klare Flüssigkeit. Er war nur noch matt und schlief den ganzen Tag…und aß nur das nötigste. Einst hatte er mal stolze 6,5 kg…als ich mit ihm in der Notaufnahme war, weil er vermutlich aufgrund MCP eine Blasenlähmung hatte, brachte er nur noch 2,3 kg auf die Waage, und er wimmerte…
Ein halbes Jahr später machte mir mein Mannix 11 Sorgen…er war nicht mehr agil und saß nur da, mit einem geschürzten Schnäuzchen und schnurrte, und lag fast 2 Tage unverändert und schlief… Eines Abends fiel mir auf, daß er sehr bedächtig ging und merklich torkelte…und ich stellte fest, daß er nichts gegessen hatte…weiter kam mir sein Bauch (er hatte schon immer einen schlabberbauch) trotzdem merkwürdig vor. Um ihn aufzumuntern gab ich ihm sein Lieblingsessen, was er auch gerne annahm…aber 4 Stunden später kam es wieder raus und er schlief anschliessend die ganze Nacht.
Im Ultraschall wurden große Veränderungen an Leber und Milz festgestellt…
Eine andere Katze 6 „Wuschi“ hieß sie, hatte auch einen Tumor aber genau kann ich mich nicht mehr erinnern was er befallen hatte, der damalige TA gab uns Infusionen mit, die wir selbst (Meine Mama und ich) anlegten, da machte sie unter sich und war fast wie aus Wachs. Du konntest sie stellen und legen, wie Du wolltest, sie blieb so…
Welche Schmerzen alle drei beschriebenen Tiere aushalten mußten, kann niemand nachvollziehen.
Es ist die Schwierigkeit als Mensch zu entscheiden, was das Bessere für das Tier ist…und noch viel schwieriger ist das Loslassenkönnen…als Mensch vom geliebten Tier.
Wenn dich aber Deine Katze aus großen runden Augen anschaut, deren Pupillen fast das ganze Auge bedecken, sie sich kaum bewegt, nur schläft, sich ständig erbricht…und die Blutwerte nicht gut sind…dann laß sie gehen.
Eine OP würde ich ihr nicht mehr zumuten, zumal sie ja auch anscheinend schon Fieber hat.
Wenn sie während der OP eingeschläfert würde, wärst Du auch nicht dabei…sonstigenfalls hast Du sie auf dem Arm, und nach einigen Minuten wird dann kontrolliert, ob sie wirklich im Katzenhimmel ist.
Verstehe mich bitte nicht falsch, ich würde Euch alles erdenklich Gute wünschen, und würde mich noch mehr freuen, wenn das Kätzel ein wenig Genesung zuhause findet…aber so arg gut siehts im Moment halt nicht aus.
Eine Frage hätte ich aber noch…die Tierklinik von der Du da sprichst, wo ist die?
Liebe Grüße
Maja
PS bei dem nierenkranken kater meinte der TA auch „Ach das geht schon noch“, tatsächlich hatte ich bei meinem Tierle aber schon mehr als die Schmerzgrenze überschritten
Aber das kommt alles erst hinterher…