Hallo Steffi,
es hilft wirklich nur ein vogelkundiger Tierarzt. Alles andere ist Unfug; die meisten haben leider keine Ahnung und verpassen dem Piepmatz einfach mal eine Vitaminspritze. Hat der Tierarzt einen Nasenabstrich gemacht, um zu untersuchen, um welche Erreger es sich handelt? War es wirklich eine Nasennebenhöhlenentzündung? Denn da sind als typisches Anzeichen oft die Augen zugeschwollen, davon hast Du gar nichts berichtet. Nun gut. Was Du selber tun kannst, ist: Statt Kamillentee eine Messerspitze Vitamin-C-Pulver in 30 ml Wasser lösen und dem Welli geben; Nasenöffnung und Kopfgefieder mehrmals täglich mit Watte reinigen, die Du mit lauwarmem Wasser tränkst. Wenn Du es Dir zutraust, kannst Du auch ein bisschen Ringelblumensalbe (Gibt es in der Apotheke) nehmen und dem Welli vorsichtig mit einem Ohrstäbchen die gerötete Haut um die Nase betupfen. Käfig und Zubehör mit heißem Wasser gründlich reinigen. Rotlicht ist nicht verkehrt, allerdings muss der Vogel eine Rückzugsmöglichkeit haben, wenn es ihm zu warm wird (Rotlicht Tag und Nacht anlassen, es geht auch eine 60-Watt-Glühbirne, die gibt auch gute Wärme ab). Zur Vorbeugung eignet sich viel Frischfutter und erhöhte Luftfeuchte. Badet Dein Welli gerne? Wenn nicht, kannst Du ihn mit einer Blumendusche "befeuchten" oder ihm mal einen Wasserhahn anbieten - meine sind ganz verrückt nach einer Dusche im Waschbecken.
Gute Besserung wünscht Deinem Piepmatz
Anna