Hallo Susanne, hallo Moni,
mein Kater hat Probleme mit der Blase. Es lagert sich dort
immer wieder Gries ab, so dass der Blasenausgang verstopft.
Die Tierärztin hat uns spezielles Futter mit gegeben, was
unserem Kater aber nur bedingt schmeckt. Er hat deswegen auch
schon stark abgenommen. Nun meine Frage: Was kann man evtl.
selber kochen bzw. welches andere Futter gibt es? Macht es
überhaupt einen Unterschied zu herkömmlichen Futter(Kitekat,
whiskas etc.)?
Vorsicht mit dem „speziellen Futter“. Eigentlich ist es gar nicht soooo schlecht, dass dein Katerle es nicht frisst. Denn eine der Eigenschaften dieses „speziellen Futters“ ist, dass es den Harn ansäuert (wie auch Moni schon geschrieben hat) - aber es säuert ihn ZU stark an. Häufige Folge: die jetzt vorhandenen Struvitsteine werden aufgelöst, aber dafür bilden sich dann die noch viel gefährlicheren Calcium-Oxalat-Steine (bzw. Gries), die durch zu sauren Harn entstehen. Dagegen wird dann dein Tierarzt kein Mittel mehr haben
(
Mein inzwischen verstorbener
(((((((((((((((((((((((( Foxi hatte auch mit dem Problem Harngries zu kämpfen und bei ihm passierte genau das. „Spezielle Diät“ - zu sauerer Urin - Ca-Oxalat-Gries - vom Tierarzt aufgegeben, weil es gegen diese Steinsorte angeblich keine Medizin mehr gäbe. Ich hatte damals in der Situation das Glück, an jemanden zu kommen, der sich - als Laie, aber als Züchter/Halter von extrem vielen Katzen - mit Homoöpathie hobbymäßig schon lange Zeit intensiv beschäftigte und mit den Veterinären von Heel (großer Hersteller von homöopathischen Kombimedikamenten) befreundet war. Zusammen arbeiteten sie mir folgende Anweisung aus: Absetzen der „speziellen Diät“, die zu sauren Urin macht und genau wie das „herkömmliche Futter“ - sprich das minderwertige Supermarkt-Billigfutter fast nur aus Schlachtabfällen besteht (http://www.cats-country.de/TierfutteretikettenKatze.pdf)
Ich sollte anstatt dessen auf hochwertiges, schlachtabfallfreies Futter umstellen, den Harn vorsichtig mit Vitamin-C-Pulver (aber nicht die normale Ascorbinsäure, bei der besteht ebenfalls die Gefahr der Übersäuerung, sondern tgl. 500 mg Natriumascorbat, ist ebenfalls in der Apotheke zu beziehen, aber etwas teurer) ansäuern.
Und Kern der Sache war: Berberis. Dies ist ein Mittel der Firma Heel und u.a. in Spritzampullenform erhältlich. Es gibt sie in 1-oder-2-ml-Ampullen für Menschen und billiger in 5-ml-Ampullen für die Veterinärmedizin. Drin ist in beiden dasselbe. Diese Ampullen musste ich dann in Einmalspritzen aufziehen und meinem Foxi oral (also direkt auf die Zunge träufeln geben). Die ersten 1-2 Wochen 3 x wöchentlich, dann 2 x wöchentlich bis zum Abklingen aller Symptome und als Erhaltungsdosierung auf Dauer 1 x wöchentlich.
Meinem Foxi hat diese Behandlungskombination hervorragend geholfen. Die Ca-Oxalat-Steine haben sich aufgelöst und danach hatten wir nie wieder Probleme mit Harngries, die nächsten 6 Harnuntersuchungen verliefen völlig ohne Befund, und hätte Foxi dann nicht auch noch Nierenkrebs bekommen und wäre gestorben *heulschluchtflennimmernochtotalzweifeltbin*, wäre das wohl sicherlich auch so geblieben. Ohne „spezielle Diät“, ohne Penisamputation oder sonstwas, was bei Harngries normalerweise so veranstaltet wird. Nur durch hochwertige Ernährung und das Medikament Berberis. Ich habe den Tipp inzwischen schon oft weitergegeben, und die Rückmeldungen die ich bekam sprachen von ähnlichen Erfolgen. Ich hoffe, es hilft auch deinem Katerle.
Und noch ein Wort zu dem sich hartnäckig haltenden Gerücht, dass Trockenfutter schlecht und Nassfutter gut für Kater sei… das stimmt so nicht. Die neuesten wissenschaftlichen Forschungen deuten deutlich darauf hin, dass nicht Trockenfutter als solches verantwortlich ist für Harngriesbildung, sondern dass es mehr auf die Qualität des Futters ankommt - egal ob Trocken- oder Nassfutter. Schlachtabfälle belasten generell den kompletten Verdauungstrakt, da sie unverdaulich sind und über die Nieren wieder ausgeschieden werden müssen. Je mehr so ein Tier im Laufe des Lebens in sich hineinstopft, desto schlechter. Nierenerkrankungen sind mittlerweile Todesursache Nummer 1 unter unseren „Wohlstandskatzen“, die zumeist mit Supermarktfutter ernährt werden, das zum größten Teil aus Schlachtabfällen besteht…
LG, Nena