Meine Karnickeldame Babsie ist sehr neugierig und frech. Doch bei Menschen ist sie sehr scheu. Ich versuche sie schon seit längerem an den Menschen zu gewöhnen, indem ich sie hochnehme, streichle und dabei noch füttern tu. Ein Problem ist aber, dass wenn sie nicht mehr bei mir bleiben will, einfach anfängt wie wild in meine Klamotten und auch Arme zu beißen. Ich habe keine Angst vor ihr. Aber ich würde ihr das gerne abgewöhnen. Ich weiß bloß nicht wie. Sie läßt sich dann auch nicht ablenken. Weiß jemand Rat?
es ist nicht zufällig ein rostbraues Kaninchen ? Die stammen nämlich - wenn auch entfernt - direkt vom Teufel ab. Frag mal nen Kaninchenzüchter oder Tierarzt nach Impfungen (z.B. gegen Chinaseuche) in einer Zucht mit rotbrauen Kanichen !
Unsere „Emma“ ist genau so. Manchmal lässt sie sich gerade noch so streicheln, meistens muss allerdings der nächste Pullover etc. leiden…
Ein Kaninchen, das wir früher mal hatten, war dagegen das komplette Gegenteil: die kam selbst mal zu uns auf die Couch gesprungen, legte sich direkt neben uns und stupste: " Los, fang mit dem Kraulen an!".
Lange Rede, kurzer Sinn: anerziehen kannst du sowas nicht. Entweder Babsi gewöhnt sich eines Tages daran, oder eben nicht. Du solltest es auf jeden Fall weiter probieren, dass sie die Scheu vor der menschlichen Hand verliert.
Bis denne
Don
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wir haben einen Zwerghasen. Wenn jemand den gefüllten Futternapf in den Käfig stellt, springt er drauf zu und beisst den edlen Spender in die Hand. Das kann man nur verhindern, wenn man ihn mit einer Hand streichelt und mit der anderen den Fessnapf in den Käfig stellt. Deshalb meine ich, dass es besser wäre, wenn du dein Kaninchen nicht auf dem Arm fütterst.
Wir haben unseren Hasen zuerst im Sitzen auf den Schoß genommen und dann auch mal neben uns aufs Sofa hopsen lassen. Dabei ganz ruhig gesprochen und keine hastigen Bewegungen gemacht. Da ergab es sich dann auch, dass er ausbüxte und sich erst müde einfangen ließ, dass war dann auch eine Gelegenheit, ihm zu zeigen, dass Streicheln schön ist.
Ab und zu hat unserer auch noch gebissen, wir haben dann mit ihm laut geschimpft und sofort wieder in den Käfig gesetzt.
Denk mal dran, dass es dir nicht gefallen würde, gegen deinen Willen geschmust zu werden. Auch bei Tieren sollte man es respektiern.
Viele Grüße
Utemaus
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Das ist schon klar, dass sie nicht stundenlang auf meinem Schoß sitzen muß und dass ich damit erst allmählig anfangen muß.
Aber sie sollte sich doch wohl fühlen, wenn ich sie streichle und dies nicht dauerhaft als unangenehm empfinden. Sie legt sich auch nie hin. Ich glaube nicht, dass es etwas bringen würde, wenn ich mit ihr schimpfen würde. Auch wenn sie auf ihren Namen reagiert. Aber sie würde nicht verstehen, dass sie das nicht tun darf.
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ja auch Kaninchen sind erziehbar, meiner z.B ist stubenrein, knabbert keine Kabel
an, und folgt sogar auf Pfiff und kommt wenn ich pfeiffe. eäuft auch immer frei
in meiner Wohnung.
Allerdings braucht das sehr viel Geduld und du darfst ein Kaninchen nie zwingen,
vor allem wenn es um streicheln geht, ein Kaninchen denkt nicht, oh eine
freundliche Hand, die mich streichelln will, sondern der Urinstinkt sagt: hilfe
ein Adler der mich fressen will. Nun, wie würdest du da reagieren? Doch auch mit
dem von dir beschriebenen Verhalten.
Es dauert lange bis ein Kaninchen vertrauen fast, und man darf es auf keinen Fall
zwingen, oder festhalten, weil sonst die Urinstinke natürlich noch mehr
durchschlagen.
Ich habs immer über das essen gemacht. Wenner gekommen ist hat er irgendwas
gekriegt was er sehr gerne mag, wie frischen Basilikum oder Knabberringe. Dann
kommt er mit der Zeit immer lieber zu dir, udn lässt sich sicher auch mehr
anfassen. Und irgendwann passierts dir wie mir, das mein Ninchen jede Nacht in
meinem Bett schläft.
Alles Gute
Julia
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Ebenso wie Katzen, Delphine, Huehner und Fische sind auch Kaninchen erziehbar, ABER nicht mit Hilfe von Strafe, sondern duch positive Verstärkung und mit operanter Konditionierung. OK bedeutet, dass ein an sich bedeutungsloses Signal (Klick, Pfiff, Lichtsignal)fuer das Tier eine (positive) Bedeutung bekommt: FOOD IS COMING. Das Kaninchen wird also erst einmal daran gewöhnt, dass ein Klicklaut oder ein Pfiff die Belohnung ankuendigt. In der Zukunft wird dieser Laut angewandt um präzise ein bestimmtes Verhalten auch schon im Ansatz zu markieren und anschliessend zu belohnen. Wenn Hasi also Angst bekommt, wenn die Hand 1m weg ist, wird belohnt, wenn es eine Annäherung auf 1m einmal zulässt. Wenn das immer klappt, wird eine Annäherung auf 90cm belohnt usw.
Natuerlich kann man auch mit der Stimme loben, aber nicht so präzise, denn die Stimmlage ist nicht immer gleich und mit dem Timing ist es auch nicht ganz so einfach.
Wenn Du Dich mit dem Thema ernsthaft auseinandersetzen willst, sei Dir das Buch „Don’t shoot the dog“ von Karen Pryor empfohlen. Damit kann man lernen, Tiere und Menschen (sich selbst und andere) durch positive Verstärkung zu erziehen. Es ist also unabhängig von Deiner Kaninchendressur eine lohnende Anschaffung. Weiterhin gibt es im Internet unter Klickertraining alle möglichen Tips zu dieser Trainingsmethode (z.B. http://www.spass-mit-hund.de/ und http://clickertraining.com/training/dogs/)
Yeah das erinnert mich doch sehr an meine schulzeit, Psychologie-Unterricht!
Ich glaube was du da beschreibst, nennt man konditionieren, was ja nicht immer
zwangsläufig mit Essen zu tun haben muss, obwohl dieser Schlüsselzeiz für Tiere
wohl am prägnantesten ist.
Bei meinem Ninchen funktionierts wunderbar, der pesst jetzt schon unter dem Sofa
raus, wenn er nur den schlüssel im Schloss hört.
Liebe Grüsse
Julia
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