Mein Hung gräbt ständig Löcher im Garten

Hallo zusammen,

hat jemand eine Idee wie ich meinen Hund (Langhaarschäfer, 9 Monate) davon abhalten kann ständig riesen Löcher in meinen Garten zu graben?
Er ist eigentlich den ganzen Tag draussen und ich vermute das er Mäusen auf der Spur ist. Mir persönlich ist jedoch ein 2cm Mäuseloch lieber als eine ausgehobene Grube. Die Mäuse vom Grundstück zu bekommen ist aufgrund der Größe von 3000 qm jedoch genauso problematisch wie den Hund ständig zu überwachen. Ich möchte jedoch vermeiden, dass der Hund ständig im Zwinger sein muss.

Bestrafungen in Form von „hinschleppen und schimpfen“ verliefen bis jetzt erfolglos.

Bin für jeden Rat dankbar.
(Mein Hund aufgrund der Zwingeralternative bestimmt auch)

Grüße

Ratloser

Nachfrage
Hallo,

wie lange ist denn Dein Hund (er ist ja noch sehr jung) allein im Garten? Langweilt er sich vielleicht?

Gruß,

Myriam

Hallo !

Einen Hund „bestrafen“ indem man ihn das große Loch zeigt und laut wird??? Versetz Dich mal in die Lage des Hundes :
Sein natürlicher Instinkt sagte ihm, fang die Maus. Also buddelte er hinter der Maus her. Ohne Erfolg.
Sein großer menschlicher Meister hält ihm danach große Vorträge und wird laut. Verstehen, verstehen tut er nichts! Der Hund. (Der Mensch oft ebenso wenig).
Nur das eine weiß er noch, sein Buddeln war erfolglos. Also, denkt der Hund, falls er denken kann, jetzt ist mein Meister sauer, dass ich erfolglos war, also mache ich es das nächstemal besser und buddel tiefer. Das alles „denkt“ er natürlich nur, falls er denken kann.
Er würde nie auf die Idee kommen, immer vorausgesetzt, er kann denken, dass dem Meister das Loch nicht gefällt. Die entwischte Maus ist das Problem für ihn!!!

Einen Hund „bestrafen“ lange nach der bösen Tat ist zwecklos. Er weiß nie, was gemeint ist. Nur, wenn er eine Wurst vom Tisch zieht und er unmittelbar darauf zur Schnecke gemacht wird, noch mit der Wurst im Maul, weiß er, was die Stunde geschlagen hat.

Den Hund vom Mauselochvergrössern abhalten geht nur, indem man etwas vorbereitet, was ihn gewaltig erschreckt, sobald er damit anfängt. Es gibt dafür sehr kleine Platzpatronen, die in einer gespannten Vorrichtung abgelegt werden und bei Bewegung in der Nähe knallen. Das ein paarmal erlebt, geht er an kein Loch mehr ran.
Oder sich die Zeit nehmen, ihn Beobachten und wenn er wieder anfängt, zwei Bretter aufeinanderschlagen, dass es knallt und er sich fürchterlich erschreckt. Hat man keine Zeit oder Lust mehr, den Hund reinnehmen. Am nächsten Tag wiederholen. So lange, bis er das Loch nur noch vorsichtig beschnuppert und die Pfoten wegläßt. Ihn nicht unbeaufsichtigt im Garten lassen, bis er es kapiert hat. Und er kapiert es. Spätestens nach drei Tagen, geht er an kein Loch mehr ran.

Hunde müßen erzogen werden, nicht angebrüllt und nicht bestaft, lange nach der Tat. Hunde haben, wenn es ihnen paßt, ein sehr kurzes Kurzzeitgedächtnis. Sie einsperren regt nur ihre Fantasie an und nach Öffnen der Zwingertür geht die Mauselochsuche erneut los, um seinem Meister endlich zu zeigen, man ist ein echter Hund. Aber den wollen wir Menschen doch gar nicht. Wir wollen einen menschlichen Vierbeiner.

Gruß Max

Hallo Ratloser,

Dein Junghund ist also den ganzen Tag draussen. Wo bist Du denn in dieser Zeit?
Was unternimmst Du denn mit ihm?
Ein Hund braucht Anregung und Beschäftigung. Bekommt er die nicht, sucht er sich selbst eine Beschäftigung, vor allem dann, wenn er oft und lange alleine ist…sprich ohne sein Rudel.Draussen ist das oft Buddeln…ein Hund der Drinnen alleinegelassen wird, zernagt mitunter was nicht niet und nagelfest ist.
Allerdings gibt es auch Rassen, denen man das Buddeln gar nicht abgewöhnen kann, weil es zu ihrem Charakterbild gehört.

Dein Hund ist noch jung, da muß er noch viel lernen und braucht deshalb umsomehr geistigen Input und Beschäftigung.
Zwingerhaltung ist keine Alternative, sondern Tierquälerei…Zwinger kommt von zwingen…
Was für eine Aufgabe hat den der Hund in seinem Rudel?
Oder anders gefragt, wozu hast Du den Hund zu Dir genommen?
An Deiner Stelle würde ich mich mit geeigneter Lektüre schlau machen über das Wesen Hund…zB. mit dem Buch von Stanley Coren „Intelligenz der Hunde“, oder mit einem Buch, daß sich besonders mit dem Charakter eines Schäfers auseinandersetzt…irgendwas.
Ein Kurs auf dem Hundeplatz schadet Euch Beiden auch nicht.

Glaube nicht, daß Du einen glücklichen und charakterstarken Hund haben wirst, wenn Du ihn einsperrst,er keinen Kontakt zu Euch hat, oder Keiner was mit ihm unternimmt.

Zum Thema unerwünschtes Buddeln:
http://www.mischlingshunde.de/Aktuelle%20Themen/Aktu…

Gruß
Maja

Hallo Ratloser,

Dein Junghund ist also den ganzen Tag draussen. Wo bist Du
denn in dieser Zeit?

Ich arbeiten und meine Frau im Garten. Aber nachts ist der Hund allein draussen. Abgesehen davon gibt es natürlich mal Zeiten, in denen keiner da ist. Dieser Umstand sollte aber auch normal sein.

Was unternimmst Du denn mit ihm?
Ein Hund braucht Anregung und Beschäftigung. Bekommt er die
nicht, sucht er sich selbst eine Beschäftigung, vor allem
dann, wenn er oft und lange alleine ist…sprich ohne sein
Rudel.Draussen ist das oft Buddeln…ein Hund der Drinnen
alleinegelassen wird, zernagt mitunter was nicht niet und
nagelfest ist.
Allerdings gibt es auch Rassen, denen man das Buddeln gar
nicht abgewöhnen kann, weil es zu ihrem Charakterbild gehört.

Dein Hund ist noch jung, da muß er noch viel lernen und
braucht deshalb umsomehr geistigen Input und Beschäftigung.
Zwingerhaltung ist keine Alternative, sondern
Tierquälerei…Zwinger kommt von zwingen…
Was für eine Aufgabe hat den der Hund in seinem Rudel?
Oder anders gefragt, wozu hast Du den Hund zu Dir genommen?
An Deiner Stelle würde ich mich mit geeigneter Lektüre schlau
machen über das Wesen Hund…zB. mit dem Buch von Stanley
Coren „Intelligenz der Hunde“, oder mit einem Buch, daß sich
besonders mit dem Charakter eines Schäfers
auseinandersetzt…irgendwas.
Ein Kurs auf dem Hundeplatz schadet Euch Beiden auch nicht.

Ich war mit meinem letzten Hund lange Jahre aktives Mitglied in einer OG des SV. Mehrere Prüfungen hat mein Hund dort erfolgreich absolviert. Ich kann also (glaub’ ich) sagen, dass ich durchaus Erfahrung in der Erziehung habe. Nur ist mir die „Buddelei“ bisher fremd gewesen. Und die ist ja eigentlich das Problem.

Glaube nicht, daß Du einen glücklichen und charakterstarken
Hund haben wirst, wenn Du ihn einsperrst,er keinen Kontakt zu
Euch hat, oder Keiner was mit ihm unternimmt.

Zum Thema unerwünschtes Buddeln:
http://www.mischlingshunde.de/Aktuelle%20Themen/Aktu…

Danke für den Tip.
Gruß
Ratloser

Gruß
Maja

Hallo !

Einen Hund „bestrafen“ indem man ihn das große Loch zeigt und
laut wird??? Versetz Dich mal in die Lage des Hundes :
Sein natürlicher Instinkt sagte ihm, fang die Maus. Also
buddelte er hinter der Maus her. Ohne Erfolg.
Sein großer menschlicher Meister hält ihm danach große
Vorträge und wird laut. Verstehen, verstehen tut er nichts!
Der Hund. (Der Mensch oft ebenso wenig).
Nur das eine weiß er noch, sein Buddeln war erfolglos. Also,
denkt der Hund, falls er denken kann, jetzt ist mein Meister
sauer, dass ich erfolglos war, also mache ich es das
nächstemal besser und buddel tiefer. Das alles „denkt“ er
natürlich nur, falls er denken kann.
Er würde nie auf die Idee kommen, immer vorausgesetzt, er kann
denken, dass dem Meister das Loch nicht gefällt. Die
entwischte Maus ist das Problem für ihn!!!

Guter Gedanke!! Unter diesem Gesichtspunkt habe ich die Sache eigentlich noch nicht betrachtet.

Einen Hund „bestrafen“ lange nach der bösen Tat ist zwecklos.
Er weiß nie, was gemeint ist. Nur, wenn er eine Wurst vom
Tisch zieht und er unmittelbar darauf zur Schnecke gemacht
wird, noch mit der Wurst im Maul, weiß er, was die Stunde
geschlagen hat.

Er weiss aber durchaus was passiert ist! Er kommt nämlich nicht so ohne weiteres mit an den Platz der Tat.

Den Hund vom Mauselochvergrössern abhalten geht nur, indem man
etwas vorbereitet, was ihn gewaltig erschreckt, sobald er
damit anfängt. Es gibt dafür sehr kleine Platzpatronen, die in
einer gespannten Vorrichtung abgelegt werden und bei Bewegung
in der Nähe knallen. Das ein paarmal erlebt, geht er an kein
Loch mehr ran.
Oder sich die Zeit nehmen, ihn Beobachten und wenn er wieder
anfängt, zwei Bretter aufeinanderschlagen, dass es knallt und
er sich fürchterlich erschreckt. Hat man keine Zeit oder Lust
mehr, den Hund reinnehmen. Am nächsten Tag wiederholen. So
lange, bis er das Loch nur noch vorsichtig beschnuppert und
die Pfoten wegläßt. Ihn nicht unbeaufsichtigt im Garten
lassen, bis er es kapiert hat. Und er kapiert es. Spätestens
nach drei Tagen, geht er an kein Loch mehr ran.

Problematisch wird das Verfahren jedoch in der SchH(x). Denn hier ist Schussfestigkeit gefragt. Ich werd die Sache aber mal mit was anderem versuchen.

Hunde müßen erzogen werden, nicht angebrüllt und nicht
bestaft, lange nach der Tat. Hunde haben, wenn es ihnen paßt,
ein sehr kurzes Kurzzeitgedächtnis. Sie einsperren regt nur
ihre Fantasie an und nach Öffnen der Zwingertür geht die
Mauselochsuche erneut los, um seinem Meister endlich zu
zeigen, man ist ein echter Hund. Aber den wollen wir Menschen
doch gar nicht. Wir wollen einen menschlichen Vierbeiner.

In keinster Weise. Würde ich einen menschlichen Vierbeiner haben wollen, würde das was passiert ja nicht passieren. Er wäre dann nicht im Garten beim „Löcher buddeln“ sondern bei mir unter dem Tisch, im Bad, im Bett …:smile:

Gruß Max

Danke für deine Antwort

Gruß

Ratloser

Einen Hund „bestrafen“ lange nach der bösen Tat ist zwecklos.
Er weiß nie, was gemeint ist. Nur, wenn er eine Wurst vom
Tisch zieht und er unmittelbar darauf zur Schnecke gemacht
wird, noch mit der Wurst im Maul, weiß er, was die Stunde
geschlagen hat.

Er weiss aber durchaus was passiert ist! Er kommt nämlich
nicht so ohne weiteres mit an den Platz der Tat.

Hallo,

gestatte mir hierzu eine kleine Anmerkung: Ein Hund weiß in solchen Fällen nicht genau, was passiert ist, er kann aber an deinem Verhalten erkennen, dass du stinksauer bist und weiß, dass jetzt etwas Unangenehmes kommt. Deshalb geht er nicht mit. Er kann aber nicht die Verknüpfung zu seiner Buddelei vor zwei Stunden herstellen.
Ein Unrechtsbewußtsein gibt es bei Tieren nicht, auch wenn uns das manchmal so vorkommt; sie reagieren einfach auf unser verärgertes, wütendes, trauriges … Verhalten, indem sie z.B. den Schwanz einziehen, die Ohren hängen lassen, sich verdrücken.

Grundsätzlich wird es schwierig bis unmöglich sein, unerwünschtes Verhalten abzutrainieren, wenn man dem Hund nicht eine Alternative anbietet. Bestrafen (wie auch immer) und Wegsperren können ein Problem vielleicht kurzfristig beseitigen, werden aber sicher nicht zu einer Verhaltensänderung (durch die erhoffte „Einsicht“ des Hundes) führen.

Gruß
Kreszenz

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Hallo !

Er weiss aber durchaus was passiert ist! Er kommt nämlich
nicht so ohne weiteres mit an den Platz der Tat.

Ich denke, er weiss nicht, worm es geht, aber er kennt diesen superinteressanten Platz, an welchem er so viel Spass beim Buddeln hatte.

Problematisch wird das Verfahren jedoch in der SchH(x). Denn
hier ist Schussfestigkeit gefragt. Ich werd die Sache aber mal
mit was anderem versuchen.

Du kannst Dir Schütteldosen basteln: Nimm leere Blechdosen mit Deckel (z.B. Kaffeedosen), fülle sie mit Schrauben und klebe den Deckel gut fest.
Wichtig ist: Der Hund braucht viel Beschäftigung, Bewegung und geistige Auslastung. Danach ist er müde und muss nicht mehr nach Mäusen buddeln. Oder Du übst mit ihm Buddeln auf Kommando an erlaubten Stellen.
So long
Antje