Hallo !
Einen Hund „bestrafen“ indem man ihn das große Loch zeigt und laut wird??? Versetz Dich mal in die Lage des Hundes :
Sein natürlicher Instinkt sagte ihm, fang die Maus. Also buddelte er hinter der Maus her. Ohne Erfolg.
Sein großer menschlicher Meister hält ihm danach große Vorträge und wird laut. Verstehen, verstehen tut er nichts! Der Hund. (Der Mensch oft ebenso wenig).
Nur das eine weiß er noch, sein Buddeln war erfolglos. Also, denkt der Hund, falls er denken kann, jetzt ist mein Meister sauer, dass ich erfolglos war, also mache ich es das nächstemal besser und buddel tiefer. Das alles „denkt“ er natürlich nur, falls er denken kann.
Er würde nie auf die Idee kommen, immer vorausgesetzt, er kann denken, dass dem Meister das Loch nicht gefällt. Die entwischte Maus ist das Problem für ihn!!!
Einen Hund „bestrafen“ lange nach der bösen Tat ist zwecklos. Er weiß nie, was gemeint ist. Nur, wenn er eine Wurst vom Tisch zieht und er unmittelbar darauf zur Schnecke gemacht wird, noch mit der Wurst im Maul, weiß er, was die Stunde geschlagen hat.
Den Hund vom Mauselochvergrössern abhalten geht nur, indem man etwas vorbereitet, was ihn gewaltig erschreckt, sobald er damit anfängt. Es gibt dafür sehr kleine Platzpatronen, die in einer gespannten Vorrichtung abgelegt werden und bei Bewegung in der Nähe knallen. Das ein paarmal erlebt, geht er an kein Loch mehr ran.
Oder sich die Zeit nehmen, ihn Beobachten und wenn er wieder anfängt, zwei Bretter aufeinanderschlagen, dass es knallt und er sich fürchterlich erschreckt. Hat man keine Zeit oder Lust mehr, den Hund reinnehmen. Am nächsten Tag wiederholen. So lange, bis er das Loch nur noch vorsichtig beschnuppert und die Pfoten wegläßt. Ihn nicht unbeaufsichtigt im Garten lassen, bis er es kapiert hat. Und er kapiert es. Spätestens nach drei Tagen, geht er an kein Loch mehr ran.
Hunde müßen erzogen werden, nicht angebrüllt und nicht bestaft, lange nach der Tat. Hunde haben, wenn es ihnen paßt, ein sehr kurzes Kurzzeitgedächtnis. Sie einsperren regt nur ihre Fantasie an und nach Öffnen der Zwingertür geht die Mauselochsuche erneut los, um seinem Meister endlich zu zeigen, man ist ein echter Hund. Aber den wollen wir Menschen doch gar nicht. Wir wollen einen menschlichen Vierbeiner.
Gruß Max