Kater und alkoholische Tropfen

Hallo Ihr Lieben,

ich habe mal eine Frage bezüglich alkoholischer Echinacin-Tropfen, die mein Kater (etwa 5 Monate alt) bekommt (er hat Katzenschnupfen, der auch schon mehrfach mit Antibiose behandelt wurde). Das Thema gab’s hier so ähnlich auch schon mal, da wurden dann nicht-alkoholische Tropfen empfohlen, die ich auch bereits probiert habe, die aber irgendwie nicht so gut halfen… (die alkoholischen 3 Tage gegeben und er ist wieder fit und die nicht-alkoholischen eine Woche und es tut sich nichts…).
Die Tierärztin macht einen wirklich kompetenten Eindruck und eigentlich habe ich keinen Grund an ihr zu zweifeln. Doch jetzt habe ich so häufig schon gelesen, dass Alkohol für Katzen sehr gefährlich sei… Genaueres konnte ich, trotz einiger Suche, noch nicht in Erfahrung bringen. Sie meinte auf mein Nachfragen hin auch, dass diese Menge sehr, sehr klein sei und damit ungefährlich. Ich dachte das auch, doch jetzt bin ich schon ein wenig verunsichert.
Deshalb würde mich nun interessieren, wie Ihr das seht.
Mein Kater bekommt tgl. 5 Tropfen und das entspräche einer Menge von etwa 1,3 mg Alkohol pro Tag (bei etwa 2 kg Körpergewicht). Für einen 80-kg-Menschen wären das etwa 52 mg…
Kann diese Menge wirklich gefährlich sein?

lg gundja

Hallo Gundja,

ich habe , als vielfache Katzenmutter, noch nie gehoert, das man Katzen auch Echinacin-Tropfen geben kann. Irgendwie wuerde ich auch garnicht auf den Gedanken kommen *gg* - vielleicht weil ich es auch garnicht kenne. Vom Namen her schon, aber ich hab sowas weder bei Mensch noch bei Tier angewandt.

Ist das mit dem Schnupfen deines Katers wirklich so schlimm, das es nicht ohne geht ? Hat er einen chronischen Schnupfen ?
Vielleicht waere es gut , mal einen anderen Arzt zu fragen.

Obs wirklich gefaehrlich ist, weiss ich leider nicht.
Aber ich wuerde wegen dem Alkohol prizipiell davon Abstand nehmen.

Gibt sicher auch noch andere Expertenmeinungen :smile:))

Viele Gruesse Manu

Hallo Gundja,

die geringe Alkoholdosis dürfte nicht schaden. Die Wirksamkeit von Echinacea ist fraglich.

Gruß
Johnny

P.S.:

Einer von vielen Links zum Thema:
http://ticker-kleintiere.animal-health-online.de/200…

Liebe Manu,

ich habe , als vielfache Katzenmutter, noch nie gehoert, das
man Katzen auch Echinacin-Tropfen geben kann.

ich bin zwar noch nicht vielfache Katzenmutter :wink:, aber ich war auch einigermaßen überrrascht, als mir von 2 Tierärzten, ganz unabhängig voneinander, Echinacin empfohlen wurde. Hab’ dann im Netz auch noch weitere Dinge dazu gelesen und eben auch das zum Alkohol…

Irgendwie wuerde
ich auch garnicht auf den Gedanken kommen *gg* -

Wäre ich irgendwie so auch nicht. Und obwohl ich mich mit Heilpflanzen einigermaßen auskenne, bin ich bei der Verabreichung an Tiere sehr vorsichtig, weil ich da einfach zu wenig drüber weiß. An mir selber „probier’“ ich da schon mal mutiger rum :wink:).

Ist das mit dem Schnupfen deines Katers wirklich so schlimm,
das es nicht ohne geht ? Hat er einen chronischen Schnupfen ?

Nein und ja. Also es ist nicht sonderlich schlimm, aber leider chronisch. Wir haben den kleinen Kerl als Findelkind mit etwa 4 Wochen aufgepäppelt. Inzwischen ist er ein ganz stattliches Katerchen *freu* geworden und ein echt lustiger Typ, der meine beiden Hunde (Riesen- und Zwergschnauzer) gut im Griff hat *g*.
Er wurde 3 mal mit Antibiotika und Baypamun behandelt, auch Abstriche und Antibiogramme wurden erstellt. Nach der Behandlung ging es immer erst einige Zeit gut und dann fing es wieder an – Niesen, riecht aus dem Hals und frisst schlechter -> Hals entzündet, Augen eitrig… Dann haben wir ihm Echinacin gegeben und es ging ihm, auch zu meiner eigenen Verwunderung, beinahe schlagartig besser…

Vielleicht waere es gut , mal einen anderen Arzt zu fragen.

Hmm, hab’ ich auch gemacht, der war der gleichen Meinung und fand es so in Ordnung. Allerdings meinte der auch, dass dieser Katzenschnupfen wohl kaum mehr richtig weggehen würde und der Kater damit leben muss…

Obs wirklich gefaehrlich ist, weiss ich leider nicht.
Aber ich wuerde wegen dem Alkohol prizipiell davon Abstand
nehmen.

Naja, der Körper produziert ja im Rahmen seiner Verdauung auch immer etwas Alkohol, ich weiß halt nur nicht, wie Katzen das so „handhaben“ *g* … deshalb war ich da recht verunsichert…

Vielen Dank für Deine Antwort und
Liebe Grüße gundja

Hallo Johnny,

Erst mal vielen Dank für Deine Antwort.

die geringe Alkoholdosis dürfte nicht schaden.

Das beruhigt mich von Dir zu hören.

Die Wirksamkeit
von Echinacea ist fraglich.

Hmm, ich weiß und habe auch kaum dran geglaubt, dass es nach der ganzen Mammut-Therapie noch was Einschneidendes bringt, um so überraschter war ich, dass es beinahe schlagartig besser wurde… oder es wäre eh von sich aus besser geworden. Aber nach Absetzen (und einer Portion Frontline auf’s Fell) dauerte es nur zwei Tage und es ging ihm wieder schlechter. Dann habe ich wieder damit angefangen und der Schnief war wieder fast weg…

Hast Du oder jemand anders vielleicht noch ein paar Tipps und Erfahrungen für mich, bzgl. chronischem Katzenschnupfen und Stabilisierung? Das wäre wirklich super. Irgendwie scheint die Abwehr des Katerchens ja nicht die beste zu sein… und aus dem Echinacin eine Dauertherapie zu machen ist ja auch nicht gerade sinnvoll.

lg gundja

Huhu Gundja,

hab mich gerade mal schlau gemacht - und siehe da : Echinacea wird doch als homoeopathisches Mittel eingesetzt. Wat es nicht alles jibt *gg* . Man lernt halt nie aus. Also scheint das mit dem Alkohol doch nicht so schlimm zu sein. Johnny hat es ja auch schon geschrieben und er ist fuer solche Sachen immer der Spezi hier :smile:)

Hab noch einen interessanten Link gefunden : http://www.maine-coon-bewest.at/ratgeber11.html
Da stehen auch noch einige Mittelchen, die man anwenden kann bei Schnupfen und eitrigem Schnupfen etc.
Vielleicht waere das noch interessant fuer dich. Ich wuerde dann aber vorsichtshalber mit der TA Ruecksprache halten.

Aber an der Wirkung mit Echinacea muss ja schon was dran sein, wenns deinem kleinen dann wieder besser geht. Mhhhh.

Bei einem meiner Kater wurde auch ein chronischer Schnupfen diagnostiziert. Er lebte lange auf der Strasse, hatte Nasenausfluss und ein truebes eitriges Auge. Wir dachten erst er sei auf einem Auge blind, weil der Schnupfen sein Auge so angegriffen hatte. Er nieste auch in einer Tour. Ich hab ihm dann immer regelmaessig diese Vitaminpaste fuer Katzen verabreicht.
… und seitdem wir ihn von der Strasse weggeholt haben ist sein Schnupfen fast ganz verschwunden ( ausser gelegentlichem Nasenausfluss, aber minimal)… und er hat sogar wieder zwei Augen *gg*.

Aber das ist wahrscheinlich ein Paradebeispiel dafuer , das so ein chronischer Schnupfen auch gut „abheilen“ kann.
In der Regel bleibt er ja wirklich ein Katzen-leben-lang.

Vielleicht hilft dir der Link ein bissel weiter.
Liebe Gruesse an deinen kleinen Rabauken.

Manu

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Liebe Manu,

vielen Dank für Deine Mühe. Ich werde mich gleich mal auf den Weg zu dem Link begeben und mir den etwas genauer zu Gemüte führen.

Ja, die Katerchen von der Straße… unserer ist so ein kleiner Bauernhoflümmel :wink: . Wahrscheinlich wurde er bei uns vor der Haustür einfach abgesetzt – von wem auch immer. In unserer Umgebung sind zig Bauernhöfe und irgendwie sehen, bei genauerer Betrachtung, inzwischen alle Katzen ringsum „verwandt“ aus… *g* .

Vitamine hatte er auch schon eine Zeit lang zusätzlich bekommen. Das ist eine gute Idee und da werde ich auch gleich wieder damit beginnen. Ich muss morgen sowieso noch mal zum Tierarzt, weil unsere Augensalbe fast alle ist. Da werde ich gleich noch mal nachfragen.
Ich hoffe, dass wir das auch so gut in Griff kriegen, wie Ihr :smile:) .

Liebe Grüße gundja

Hallo Gundja,

Hast Du oder jemand anders vielleicht noch ein paar Tipps und
Erfahrungen für mich, bzgl. chronischem Katzenschnupfen und
Stabilisierung? Das wäre wirklich super. Irgendwie scheint
die Abwehr des Katerchens ja nicht die beste zu sein… und
aus dem Echinacin eine Dauertherapie zu machen ist ja auch
nicht gerade sinnvoll.

so ein Schnäpschen zur rechten Zeit wirkt halt Wunder :wink: Wer heilt, hat Recht - falls das mit den Echinacea-Tropfen gut klappt, mach doch weiter, wenns nicht mehr hilft, kannst immer noch aufhören.

Das Problem bei „chronischen Schnupfern“ ist, dass der Körper die Erreger nicht mehr als „Feinde“ erkennt und deshalb nicht mehr bekämpft, meist haben diese Katzen trotz eitriger Infektion auch kein Fieber.

Zaubermittel gibt es leider nicht. Einen Behandlungsversuch mit Baypamune habt ihr schon durchgeführt. Bei der einen Katze hat man damit gute Ergebnisse, bei der anderen ändert sich gar nichts.

Eine relativ neue Therapieschiene ist die Verabreichung von Interferon. Auch hier ist ein Erfolg keineswegs garantiert. Es gibt verschiedene Behandlungsschemen.
Ein Beispiel:
Fünf Injektionen im Abstand von zwei Tagen mit 1 Million Einheiten/kg.
Sprich deinen Tierarzt mal darauf an, welche Erfahrung er damit hat und frag nach dem Preis, es sind da schnell ein paar hundert Euro alleine an Medikamentenkosten weg.

Gruß

Johnny

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Hallo Johnny,

so ein Schnäpschen zur rechten Zeit wirkt halt Wunder :wink:

hmm, hab’ ich mir auch schon gedacht :wink:)

Wer
heilt, hat Recht - falls das mit den Echinacea-Tropfen gut
klappt, mach doch weiter, wenns nicht mehr hilft, kannst immer
noch aufhören.

Genau, so werde ich es wohl machen. Und morgen werde ich die Tierärztin mal auf die Interferon-Therapie ansprechen (ist eine kleine Tierklinik, die werden das bestimmt schon mal gemacht haben…). Die Kosten würde ich schon aufbringen, auch wenn der Erfolg nicht garantiert ist. So muss das Katerchen ja sein ganzes Leben mit dem Schnupfen zubringen…, also ein Versuch wäre mir das deshalb auf jeden Fall wert. Aber es gibt doch bestimmt auch Nebenwirkungen…?

Das Problem bei „chronischen Schnupfern“ ist, dass der Körper
die Erreger nicht mehr als „Feinde“ erkennt und deshalb nicht
mehr bekämpft, meist haben diese Katzen trotz eitriger
Infektion auch kein Fieber.

Ja, Fieber hatte er nie. Er war nur immer sehr müde und wenig aktiv und hat schlechter gefressen, neben laufendem Niesen und eitrigen Augen sowie „stinkendem“ Hals. Momentan geht’s ihm recht gut (bis auf die Augen, die trotz langer Therapie mit OTC-Augensalbe nach dem Absetzen spätestens nach 1 Woche wieder triefen).

Zaubermittel gibt es leider nicht.

Das ist echt schade :frowning:, hab’s mir schon gedacht… :wink:).

Vielen Dank für Deine Antwort und
liebe Grüße gundja

Vielen Dank an Johnny und Manu :smile:) !
Hallo Johnny,

Eine relativ neue Therapieschiene ist die Verabreichung von
Interferon. Auch hier ist ein Erfolg keineswegs garantiert. Es
gibt verschiedene Behandlungsschemen.
Ein Beispiel:
Fünf Injektionen im Abstand von zwei Tagen mit 1 Million
Einheiten/kg.
Sprich deinen Tierarzt mal darauf an, welche Erfahrung er
damit hat und frag nach dem Preis, es sind da schnell ein paar
hundert Euro alleine an Medikamentenkosten weg.

meine Tierärztin meinte, dass sie das in der Tierklinik schon häufiger mal gemacht hätten und erfahrungsgemäß etwa 50% der Katzen davon profitieren würden. Auf den Preis von einigen 100 Euro hat sie mich auch gleich aufmerksam gemacht :wink: . Sie sagte aber auch im gleichen Atemzug, dass sie die Therapie nur empfehlen würde, wenn es dem Katerchen wirklich wieder schlechter gehen würde, weil er jetzt, ihrer Meinung nach, eher den Eindruck machen würde, als wenn er es vielleicht auch so loskriegen könnte, zumal er auch unheimlich gut „gediehen“ ist und mit seinen 5 Monaten bereits knapp 3,5 kg wiegt (ist aber überhaupt nicht dick dabei).
Also werden wir erst mal abwarten und weiter Augensalbe schmieren, Echinacin :wink: , Vitamine, gutes Futter und viel Liebe :smile:) geben und hoffen, dass es klappt. Eigentlich bin ich jetzt wieder ganz zuversichtlich. Und wenn’s nicht klappt, dann machen wir die Interferon-Therapie, die laut Aussagen der Tierärztin insgesamt recht ungefährlich und nebenwirkungsarm sei.

Dir und Manu nochmals vielen lieben Dank für Eure wirklich hilfreichen Antworten und Tipps.
Liebe Grüße gundja