Lieeebe Peggy,
Dein Modell habe ich deshalb als „statisch“ klassifiziert, da es in der Praxis eines bewohnten Raumes so nicht auftritt. Da die normale Zimmerluft ein Gemisch aus vielen Gasen ist (Sauerstoff, Stickstoff, Edelgase, Kohlendioxyd, Stickoxyde u.a.), könnte man nur im unbewohnten Raum ohne Verwirbelung und Durchzug so eine Art Schichtenmodell entwickeln, wobei sich dennoch schon durch die Brownschen Molekularbewegung in den Randschichten die Gase durchdringen, es also keine klaren Trennlinien gibt wie bei Flüssigkeiten (Öl auf Wasser z.B.). Es gibt also allenfalls Konzentrationsunterschiede bei Gasen. Die schweren Gase „liegen“ unten und die leichten oben.
Staun, staun. „Jedes“ Gas ist unten … also auch die, die
leichter als Luft sind. Und da Luft auch nur ein Gasgemisch
ist, ist also sogar Luft unten stärker konzentriert als oben
…
Habe ich nicht gesagt, sondern ich sprach von Temperaturunterschieden bei ein und demselben Gas. Aber Teile leichter Gase sind auch unten zu finden, wenn auch nur im geringen Maße. Wie umgekehrt auch Teile schwerer Gase oben zu finden sind dank der Durchdringung durch die Molekularbewegung, jedenfalls in einem Raum von 2,40 m Höhe. Anders sieht es bei größeren Dimensionen aus, wie z.B. einem Bergwerk, wo schon mal Bergleute ersticken können, wenn unten kein Sauerstoff mehr liegt bzw in zu geringer Konzentration, weil Kohlendioxyd schwerer ist. Deshalb haben sie auch diese Grubenfunzeln an: wenn die ausgehen, sollten Bergleute sich besser dort verdrücken (und wenn sie zu flackern beginnen, auch: weil dann brennbare Gase explodieren könnten).
Ist halt so, daß warme Luft nach oben steigt, und damit an Dichte verliert.
Ach? Ist das ein neues Naturgesetz? Bisher war es so, dass
Luft sich bei Erwärmung ausdehnt, dadurch im Vergleich zur sie
umgebenden Luft relativ an Dichte verliert und dann (deshalb)
aufsteigt.
Das ist doch dasselbe: Warme Luft steigt deshalb auf, weil sie an Dichte durch Ausdehhnung verliert. In der Großwetterlage spricht man dann von einem Hochdruckgebiet (unten am Boden).
Dennoch mußte ich auf Deine statische Modellvorstellung zunächst einmal eingehen.
Bohh! Modellvorstellung! So was Schlaues habe ich von mir
gegeben? - Oder hast du es nur etwas „statisch“ gelesen?
In den Naturwissenschaften (gerade in der Chemie) gibt es fast ausschließlich Modellvorstellungen, b.B. das Bohrsche Atommodell. Wie die Physik der chemischen Verbindungen tatsächlich funzt, ist damit noch lange nicht belegt.
Mit „statisch“ meinte ich die Vorstellung von festgelegten Gasschichten innerhalb eines Wohnraumes, wo es allenfalls nur Konzentrationsunterschiede gibt, und die auch nur bei „Windstille“. Also vergiß halt dieses Modell, da es so in der Praxis nicht gibt.
LG Richard