Hund und Katze

Wir haben vor 1 Jahr einen jetzt 7jährigen Schäferhundrüden aus schlechter Haltung übernommen. Er hatte vorher zusammen mit 2 Katzen gelebt (die vermutlich bereits vor ihm in der Wohnung waren).
Wir sind jetzt am überlegen, uns eine Katze anzuschaffen, befürchten jedoch, dass er agressiv, eifersüchtig usw. reagiert. Sollten wir die Finger davon lassen? Falls nicht, wäer eine erwachsene und hundeerfahrene Katze besser als ein Katzenjunges?

Liebe Grüße
Andrea

Ich denke, dass eine Katze kein Problem sein sollte, wenn der Hund bereits damit Erfahrungen hat. Allerdings gibt es dafür keine Garantie.

Wenn Ihr die Zeit und die Geduld habt, würde ich lieber ein Katzenjunges nehmen, da es dann in der ersten Zeit noch den „Welpenschutz“ von Eurer Hündin kriegt. Und es ist auch noch zu bedenken, dass viele Katzen sich nicht mit Hunden verstehen, wenn sie nicht daran gewöhnt sind.

Was auch ganz wichtig ist. Teilt Eure Liebe gerecht auf! Immer Leckerchen für beide, Streicheleinheiten für beide und wenn mal was mit den beiden passiert nicht den einen Anschreien und den anderen vor Mitleid kraulen (das macht es noch schlimmer!).

Es gibt noch 2 Probleme, über die Ihr euch bewußt werden müsst:

  1. Der Hund könnte ans Katzenklo gehen und dort ständig Unordnung verbreiten.

  2. Die Katze muss höchstwahrscheinlich an einem Platz gefüttert werden, wo der Hund nicht hinkommt (Tisch o.ä.)

Ich wünsche Euch viel Spaß mit Eurem neuen Haustier! :wink:

Wenn Ihr die Zeit und die Geduld habt, würde ich lieber ein
Katzenjunges nehmen, da es dann in der ersten Zeit noch den
„Welpenschutz“ von Eurer Hündin kriegt. Und es ist auch noch

Weiß nicht, woher diese Mär mit dem „Welpenschutz“ eigentlich stammt… Und dann auch noch bei einer anderen Spezies…?

zu bedenken, dass viele Katzen sich nicht mit Hunden
verstehen, wenn sie nicht daran gewöhnt sind.

Doch kann man sie normalerweise sogar ziemlich problemlos daran gewöhnen. Habe schon einige ältere Katzen bei mir aufgenommen, die keine Hunde kannten oder ängstlich/aggressiv auf Hunde reagierten, niemals gab es bisher Probleme. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. :wink:

Was auch ganz wichtig ist. Teilt Eure Liebe gerecht auf! Immer
Leckerchen für beide, Streicheleinheiten für beide und wenn
mal was mit den beiden passiert nicht den einen Anschreien und
den anderen vor Mitleid kraulen (das macht es noch
schlimmer!).

Falsch. Rangordnung klären. Der Hund ist selbstverständlich weiterhin vollwertiges Rudelmitglied und bekommt genausoviel Aufmerksamkeit wie früher, doch gleichzeitig Naschereien verteilen, beide gleichzeitg streicheln etc. ist nicht drin. Jedenfalls nicht bei einem dominanten Hund. Das ist auch der Fehler, den die meisten Leute machen: So geht der Hund davon aus, daß die Katze rangniedriger und daraus entstehen dann Probleme bis hin zu schweren Unfällen.

Tanja

PS: Ich ging bei meinem Posting einfach mal davon aus, daß keine Katze „angeschafft“ wird sondern wieder ein Tier aus einer Notsituation aufgenommen werden soll. :smile:

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Hallo Andrea,

ich glaube, deine Frage kann dir keiner wirklich beantworten. Es muesste in der Tat selber ausprobiert werden, obs mit Hund und Katze was werden koennte.
Wie du schon geschrieben hast - der Hund koennte aggressiv reagieren - auch wenn er es gewohnt ist. Restrisiko bleibt immer.
Und dann ist da noch der „Faktor“ Katze. Es gibt welche, denen macht das Zusammenleben mit einem Hund nichts aus . Und andere wiederrum koennen das garnicht.
Wir haben einen Kater. Der lebte zuvor kurze Zeit bei meinen Eltern und deren Hund. Den Hund ist er zweimal aufs uebelste angegangen, obwohl der um ein vielfaches groesser ist. Es lag wohl an den Missverstaendnissen mit der Koepersprache. Hundi freute sich halt immer, wenn jemand kam - und der Kater deutete es wohl als Aggression.

Soll heissen, das du wirklich mit allem rechnen solltest, wenn du dir eine Katze ins Haus holst.
Ob nun eine junge oder alte besser waere , ich weiss nicht.
Junge koennen sich vielleicht schneller an den Hund gewoehnen. Aeltere sind da manchmal eigensinniger. Vorallem dann wenn sie es nie mit einem Hund zu tun hatten. Dann wirds wahrscheinlich sehr schwer werden.

Viele Gruesse Manu

Das ist schwieriger, als man meint. Eine Jungkatze weiß oftmals nicht, wo ihre Grenzen sind, allerdings ist sie im sogenannten Babyjahr und es kann sein, dass aufgrund dessen der Hund so eine Art „Muttergefühle“ entwickelt. Ich tendiere auf eine hundeerfahrene etwas ältere Katze. Allerdings solltet ihr unbedingt darauf achten, dass der Hund einige Wochen immer zuerst gestreichelt, begrüßt und gefüttert werden sollte und dann erst die Katze beachtet werden darf.

Allerdings solltet
ihr unbedingt darauf achten, dass der Hund einige Wochen immer
zuerst gestreichelt, begrüßt und gefüttert werden sollte und
dann erst die Katze beachtet werden darf.

Das ist ganz falsch!!
Die Katze als das körperlich schwächere Tier muss unbedingt eine ranghöhere Position haben!
Das bedeutet, die Katze darf zuerst fressen, wird zuerst beachtet, usw.! Natürlich darf der Hund nicht vernachlässigt werden, damit keine Eifersucht entsteht, aber die Katze muss ganz klar über dem Hund stehen. Wenn der Hund nämlich meint, er dürfe die Katze „zurechtweisen“, weil sie im Rudel unter ihm steht, dann habt ihr ein ernstes Problem, weil die Streitigkeit u.U. fatal für die Katze werden kann…!

Ich würde ein älteres, hundegewöhntes Tier nehmen, das dem Hund souverän gegenüber tritt. Welpenschutz in dem Sinne gibt es nicht, schon gar nicht artübergreifend.
Mit einer ausgeglichenen, hundeerfahrenen Katze werdet ihr wahrscheinlich die wenigsten Probleme bekommen!
Und euer Hund ist ja Katzen gewöhnt, wird da also kein Problem haben.
Dann kommt es lediglich auf die Katze (und auf euch!!) an!
Gruß, Galli

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Hallo Galli,

Das ist ganz falsch!!

was du schreibst, ist auch falsch.

Die Katze als das körperlich schwächere Tier muss unbedingt
eine ranghöhere Position haben!

Rangordnung innerhalb einer Gruppe (Mensch-Hund-Katze-Maus- …) ist nicht ein System, das von irgendjemandem angeordnet wird, sondern sich durch Interaktionen der Mitglieder untereinander bildet.
Von Ausnahmesituationen abgesehen, wird ein Hund eine Katze niemals als ranghöher als sich selbst ansehen.
Nur weil ich die Katze zuerst füttere, steigt diese in der Rangfolge noch lange nicht auf.
Richtig gefährlich wird es, wenn diese falsche Einschätzung der Rangordnung auf Kleinkinder übertragen wird.
Hunde sind hochsoziale Wesen, die sehr genau ihr Umfeld beobachten u. analysieren. Wer glaubt, die Rangordnung anderer Gruppenmitglieder durch Reihenfolge beim Füttern bestimmen zu können, hält seinen Hund für einen Trottel und wird u.U. teuer dafür bezahlen.

Das bedeutet, die Katze darf zuerst fressen, wird zuerst
beachtet, usw.!

Das kann man machen. Das ändert aber nichts an der Rangposition der Katze, sondern wenn, dann an meiner.
Ich treffe die Entscheidung, was wann gemacht bzw. unterlassen wird und signalisiere dadurch meinem Hund meine ranghöhere Position ihm gegenüber.

Natürlich darf der Hund nicht vernachlässigt
werden, damit keine Eifersucht entsteht, aber die Katze muss
ganz klar über dem Hund stehen.

Wer glaubt, Katzen, Kleinkinder, Kaninchen u.s.w. würden von Hunden deshalb geschont, weil sie in der Rangordnung über diesen stünden, begibt sich auf höchst gefährliches Glatteis.
Zum Glück betrachten die meisten Hunde nicht jede Situation in erster Linie unter dem Aspekt der Rangordnung, sonst gäbe es wesentlich mehr schlimme „Unfälle“ zwischen Hunden und Kindern. Schließlich ist Rangordnung kein statisches Gebilde, sondern wird i. d. R. durchaus hin u. wieder in Frage gestellt, was Kindern oder Katzen gegenüber höchst gefährlich werden könnte.

Wenn der Hund nämlich meint,
er dürfe die Katze „zurechtweisen“, weil sie im Rudel unter
ihm steht, dann habt ihr ein ernstes Problem, weil die
Streitigkeit u.U. fatal für die Katze werden kann…!

Abgesehen davon, dass Katzen und Hunde kein Rudel bilden - wichtig ist es, dass ich meinem Hund gegenüber eine klare Position einnehme.
Ziel ist es, meinem Hund zu vermitteln, dass schwache Gruppenmitglieder (Katzen, Kinder, Kaninchen,…) mein „Eigentum“ sind, und er damit dementsprechend pfleglich umzugehen hat.
Ich treffe in unserem Haushalt die Entscheidungen darüber, worauf Jagd gemacht wird, wer wen oder was oder wann frisst.

Dann kommt es lediglich auf die Katze (und auf euch!!) an!

Die Katze spielt eine wesentliche Rolle, da ich auf sie wesentlich weniger Einfluss nehmen kann als auf den Hund.

Gruß

Johnny

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Weiß nicht, woher diese Mär mit dem „Welpenschutz“ eigentlich
stammt… Und dann auch noch bei einer anderen Spezies…?

Da ich es selbst schon häufiger erlebt habe, halte ich es einfach mal für wahr.

Falsch. Rangordnung klären. Der Hund ist selbstverständlich
weiterhin vollwertiges Rudelmitglied und bekommt genausoviel
Aufmerksamkeit wie früher, doch gleichzeitig Naschereien
verteilen, beide gleichzeitg streicheln etc. ist nicht drin.
Jedenfalls nicht bei einem dominanten Hund. Das ist auch der
Fehler, den die meisten Leute machen: So geht der Hund davon
aus, daß die Katze rangniedriger und daraus entstehen dann
Probleme bis hin zu schweren Unfällen.

Aber was soll man dann machen? Die Katze ranghöher stellen? Das lässt sich doch ein Hund auch nicht gefallen! Vor allem, da die meissten Hunde stärker sind als Katzen! Sie müssen meiner Meinung nach auf einer Rangstufe stehen, daher ja auch gleichzeitig.

Bei mir hat es so geklappt, vielleicht klappt es bei anderen nicht, wollte hier ja nichts falsches verbreiten sondern nur meine Erfahrungen mitteilen.

P.S. Wir haben es geschafft, einen Dalmatiner-Pointer-Mischling mit extremen Verlassensängsten und Eifersüchteleien mit einer schmusebedürftigen Katze zusammen zu halten. Und wir haben es genauso gemacht wie ich beschrieben habe.

Da ich es selbst schon häufiger erlebt habe, halte ich es
einfach mal für wahr.

„Sozial trainierte Rüden agieren gegenüber ähnlich geprägten Hündinnen mit relativer (arterhaltender) Beisshemmung. Ähnlich verhalten sich normale erwachsene Tiere gegenüber Welpen, die präventive Unterwerfung demonstrieren. Doch es gibt keinen „automatischen“ Welpenschutz. Es gibt nur bei nicht-isolierten, also sozialisierten Hunden ein tolerantes Verhalten von erwachsenen Tieren gegenüber einem hundeverständlich welpenhaften Verhalten. Dieses tolerierte Verhalten gegenüber Welpen ist jedoch keine Narrenfreiheit."
http://www.hundezeitung.de/hundekunde/fach03.html

Darauf würde ich mich jedenfalls nicht verlassen…

Aber was soll man dann machen? Die Katze ranghöher stellen?

Selbstverständlich.

Das lässt sich doch ein Hund auch nicht gefallen! Vor allem,

Bitte? :wink: Wenn Du signalisierst, daß das so ist, muß er sich das wohl oder übel gefallen lassen. Meine Hunde stehen sofort auf, wenn sie auf einem Platz liegen, auf den sich eine Katze legen will; sie lassen sich geduldig von den Katzen putzen und kämen niemals auf die Idee, einfach an einer Katze vorbeizurennen. Und wenn eine Katze wirklich mal zuhaut, käme kein Hund auf die Idee, sie zu beißen. (was das allerwichtigste ist, denn wie sieht wohl eine Katze aus, die mit einem Schäferhund um die Rangordnung gekämpft hat?)

da die meissten Hunde stärker sind als Katzen! Sie müssen

Eben, sag ich ja. Und der ranghöhere hat ebenfalls das Recht, zum Rügen mal „zuzulangen“.

meiner Meinung nach auf einer Rangstufe stehen, daher ja auch
gleichzeitig.

„Eine Rangstufe“ gibt es bei Welpen oder kurz bevor die Rangordnung geklärt wird, auf Dauer sicher nicht.

Bei mir hat es so geklappt, vielleicht klappt es bei anderen
nicht, wollte hier ja nichts falsches verbreiten sondern nur
meine Erfahrungen mitteilen.

Hm, entweder Ihr habt bisher großes Glück gehabt oder Euer Hund ist doch rangniedriger. Auf Glück würde ich mich jedenfalls nicht verlassen.
Dabei ist es so einfach, den Hund als rangniedriger einzustufen: Die Katze bekommt zuerst Essen, dann der Hund; die Katze wird zuerst gestreichelt, dann der Hund; der Hund hat die Couch (als Beispiel :wink:) für die Katze zu verlassen. Wenn das Ganze von entsprechendem Loben begleitet wird, sieht der Hund darin absolut keine Einschränkung.

Tanja

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Rangordnung innerhalb einer Gruppe (Mensch-Hund-Katze-Maus-
…) ist nicht ein System, das von irgendjemandem angeordnet
wird, sondern sich durch Interaktionen der Mitglieder
untereinander bildet.

In einem Wolfsrudel ist das sicher so. Aber zu Hause bin ich der Rudelboss, der bestimmt, wer an welcher Stelle steht. Und wenn ich als Alphatier sage, die Katze kommt zuerst, dann kommt sie zuerst. Basta. Der Hund wird sich dem fügen. Anders kann es natürlich aussehen, wenn die beiden unbeobachtet sind, aber so lange ich anwesend bin, habe ich zu bestimmen, wer was zu tun hat und was nicht. Mehr wollte ich damit nicht sagen. So lange ich als Rudelboss anwesend bin nimmt die Katze eine höhere Position ein, d.h. sie darf vom Hund nicht belästigt werden.

Von Ausnahmesituationen abgesehen, wird ein Hund eine Katze
niemals als ranghöher als sich selbst ansehen.

Oh doch! Mein Hund (Deutsch-Kurzhaar) betrachtet unseren Kater sehr wohl als ranghöher. Weil dieser von Anfang Prioritäten genießt, die der Hund nicht hat. Unser Hund hat großen Respekt vor der Katze.
Glaubst du, die Position im Rudel ist abhängig von der Größe des Tieres? Das ist Quatsch! Das souveränere, in den Handlungen strategischere und selbstsichere Wesen ist das ranghöhere. Das kann eine Katze oder auch ein Kind sein. Natürlich müssen sich alle entsprechend verhalten.

Wer glaubt, die Rangordnung anderer
Gruppenmitglieder durch Reihenfolge beim Füttern bestimmen zu
können, hält seinen Hund für einen Trottel und wird u.U. teuer
dafür bezahlen.

Natürlich ist es nicht nur die Reihenfolge beim Füttern, die ausschlaggebend ist, dennoch spielt sie eine Rolle. Denn das ranghohe Tier frisst zuerst von der Beute.

Das kann man machen. Das ändert aber nichts an der
Rangposition der Katze, sondern wenn, dann an meiner.
Ich treffe die Entscheidung, was wann gemacht bzw.
unterlassen wird und signalisiere dadurch meinem Hund meine
ranghöhere Position ihm gegenüber.

Ja, genau! Und da ich das Alphatier bin, bestimme ich, wer wann was zu tun oder zu unterlassen hat. Ich kann mit mehreren Tieren nicht in einer sich selbst bildenden Hierarchie leben. Das würde niemals funktionieren. Deshalb muss ich als Mensch bei domestizierten Tieren eingreifen und die Rangfolge beeinflussen. Das ist meine Aufgabe und durchaus möglich. Alles andere wäre ja fatal, da der Hund dann nach belieben schwächere Mitglieder herausfordern würde. Unser soziales Gefüge entspricht eben nicht genau dem in einem Wolfsrudel. In diesem System muss ich als Mensch die Rangfolge festlegen. Und ich muss meinen Hund dazu bringen, sie zu akzeptieren.
Wie sonst würde ich meinem Hund klar machen, dass ich als Mensch sein Alphatier bin? Ich hätte ja ein ernstes Problem, wenn der Hund bzw. die Tiere „meines Rudels“ die Rangfolge selbst festlegen. Ich bin es, der darüber bestimmt!

Abgesehen davon, dass Katzen und Hunde kein Rudel bilden -
wichtig ist es, dass ich meinem Hund gegenüber eine
klare Position einnehme.
Ziel ist es, meinem Hund zu vermitteln, dass schwache
Gruppenmitglieder (Katzen, Kinder, Kaninchen,…) mein
„Eigentum“ sind, und er damit dementsprechend pfleglich
umzugehen hat.
Ich treffe in unserem Haushalt die Entscheidungen
darüber, worauf Jagd gemacht wird, wer wen oder was oder wann
frisst.

Nichts anderes sage ich! Und dennoch bin ich der Meinung, dass der Hund alle im Haushalt lebenden Wesen als Rudelmitglieder betrachtet. Dass der Hund dazu in der Lage ist, zeigt sich ja dadurch, dass er mich als Mensch als Rudelmitglied bzw. -anführer akzeptiert, obwohl ich artfremd bin.

Galli

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Hallo Galli,

In einem Wolfsrudel ist das sicher so. Aber zu Hause bin ich
der Rudelboss, der bestimmt, wer an welcher Stelle steht. Und
wenn ich als Alphatier sage, die Katze kommt zuerst, dann
kommt sie zuerst. Basta.

das Ganze hat mit einem Wolfsrudel nichts zu tun. Im Gegensatz zu Wölfen leben wir mit Hund, Katz und Maus in Lebensgemeinschaften, die mit der von Wölfen nur bedingt vergleichbar sind. Rudel sind artspezifisch, und - was entscheidend ist - es sind genetisch familiäre Bindungen vorhanden. Der Hauptzweck des Rudels ist die erfolgreiche Weitergabe eigener Gene und die Arterhaltung, ansonsten wäre es lediglich eine Gruppe von Wölfen oder Hunden.
Nachdem weder Mensch noch Katze sich mit Hunden fortpflanzt, ist Rudel für diese Lebensgemeinschaft nicht der richtige Begriff.
Wir können zwar viel vom Sozialverhalten innerhalb des Wolfsrudels für unser Zusammenleben mit Hunden lernen, gleichstellen können wir diese Lebensgemeinschaften aber nicht.

Der Hund wird sich dem fügen. Anders
kann es natürlich aussehen, wenn die beiden unbeobachtet sind, …

Genau das bestätigt meine Aussage, dass das Ganze nichts mit der „zugewiesenen“ Rangordnung zu tun hat.

… aber so lange ich anwesend bin, habe ich zu bestimmen, wer was
zu tun hat und was nicht. Mehr wollte ich damit nicht sagen.

In diesem Punkt stimmen wir ja überein.

So lange ich als Rudelboss anwesend bin nimmt die Katze eine
höhere Position ein, d.h. sie darf vom Hund nicht belästigt
werden.

Die Katze nimmt während deiner Anwesenheit keine höhere Position ein, sie genießt auf Grund deiner Position dem Hund gegenüber einen besonderen Schutz.

Von Ausnahmesituationen abgesehen, wird ein Hund eine Katze
niemals als ranghöher als sich selbst ansehen.

Oh doch! Mein Hund (Deutsch-Kurzhaar) betrachtet unseren Kater
sehr wohl als ranghöher. Weil dieser von Anfang Prioritäten
genießt, die der Hund nicht hat. Unser Hund hat großen Respekt
vor der Katze.

Ich sprach ja auch von Ausnahmen. Auch meine Hunde und Katzen leben in einer Lebensgemeinschaft, in der jeder versucht sich Ressourcen zu sichern und diese den anderen gegenüber auf subtile Art zu bewahren. Deshalb stehen die Katzen in der Rangordnung aber nicht über den Hunden. Rangordnung ist ein sehr komplexes Gebilde, dazu gehört schon etwas mehr als Privilegien zu genießen und unter dem besonderen Schutz des „Herrchens“ oder „Frauchens“ zu stehen.

Glaubst du, die Position im Rudel ist abhängig von der Größe
des Tieres?

War nie die Rede davon.

Das ist Quatsch! Das souveränere, in den
Handlungen strategischere und selbstsichere Wesen ist das
ranghöhere.

Eigenschaften, die ich mehr mir als einer Katze zutraue.

Das kann eine Katze oder auch ein Kind sein.

Da fängt es an gefährlich zu werden.

Natürlich müssen sich alle entsprechend verhalten.

Dadurch, dass Katze oder Kind sich eben nicht dem zugewiesenen vermeintlichen Rang adäquat verhalten kann, kommt es bisweilen zu verheerenden Zwischenfällen.

Wer glaubt, die Rangordnung anderer
Gruppenmitglieder durch Reihenfolge beim Füttern bestimmen zu
können, hält seinen Hund für einen Trottel und wird u.U. teuer
dafür bezahlen.

Natürlich ist es nicht nur die Reihenfolge beim Füttern, die
ausschlaggebend ist, dennoch spielt sie eine Rolle.

Für meine Position dem Hund gegenüber spielt meine Entscheidungsfähigkeit eine Rolle, aber nicht die Reihenfolge.
Auf andere Gruppenmitglieder hat die von mir zugewiesene Reihenfolge rangordnungsmäßig keinen Einfluss.

Denn das
ranghohe Tier frisst zuerst von der Beute.

Das wäre für alle sozial lebenden Tiere mit Nahrungskonkurrenten (dazu gehören viele Caniden) biologisch unsinnig und kontraproduktiv. Es würde unnötig den Familienverband schwächen, Jungtiere und halbwüchsige, die den Fortbestand der Gene der ranghohen Tiere sichern sollen, würden darunter leiden. Der Schutz der Gemeinschaft und der jagdliche Erfolg würden rapid abnehmen - ranghohe, jagderfahrene Tiere wären voll gefressen und verlören die Motivation zu jagen, rangniedere würden zu schwach, erfolgreich zu jagen und wären bei der Rudelverteidigung nichts wert. Die Fresszeiten würden sich bei einer Futterrangordnung drastisch verlängern mit der Gefahr des Totalverlustes der Beute durch Nahrungskonkurrenten.

Das kann man machen. Das ändert aber nichts an der
Rangposition der Katze, sondern wenn, dann an meiner.
Ich treffe die Entscheidung, was wann gemacht bzw.
unterlassen wird und signalisiere dadurch meinem Hund meine
ranghöhere Position ihm gegenüber.

Ja, genau! Und da ich das Alphatier bin, bestimme ich, wer
wann was zu tun oder zu unterlassen hat. Ich kann mit mehreren
Tieren nicht in einer sich selbst bildenden Hierarchie leben.
Das würde niemals funktionieren. Deshalb muss ich als Mensch
bei domestizierten Tieren eingreifen und die Rangfolge
beeinflussen. Das ist meine Aufgabe und durchaus möglich.
Alles andere wäre ja fatal, da der Hund dann nach belieben
schwächere Mitglieder herausfordern würde. Unser soziales
Gefüge entspricht eben nicht genau dem in einem Wolfsrudel. In
diesem System muss ich als Mensch die Rangfolge festlegen. Und
ich muss meinen Hund dazu bringen, sie zu akzeptieren.
Wie sonst würde ich meinem Hund klar machen, dass ich als
Mensch sein Alphatier bin? Ich hätte ja ein ernstes Problem,
wenn der Hund bzw. die Tiere „meines Rudels“ die Rangfolge
selbst festlegen. Ich bin es, der darüber bestimmt!

Es war nie die Rede davon, dass jeder in der Lebensgemeinschaft tut und lässt, was er will - ganz im Gegenteil. Nur ist es eben eine irrige Annahme, dass das Funktionieren dieser Lebensgemeinschaft Hund -Kind - Katze - Meerschweinchen u. s. w. ein Produkt zugewiesener Rangordnung über Futterzeiten u. ä. ist.

Abgesehen davon, dass Katzen und Hunde kein Rudel bilden -

wichtig ist es, dass ich meinem Hund gegenüber eine
klare Position einnehme.
Ziel ist es, meinem Hund zu vermitteln, dass schwache
Gruppenmitglieder (Katzen, Kinder, Kaninchen,…) mein
„Eigentum“ sind, und er damit dementsprechend pfleglich
umzugehen hat.
Ich treffe in unserem Haushalt die Entscheidungen
darüber, worauf Jagd gemacht wird, wer wen oder was oder wann
frisst.

Nichts anderes sage ich!

Da widerspreche ich dir ja auch nicht.

Und dennoch bin ich der Meinung, dass
der Hund alle im Haushalt lebenden Wesen als Rudelmitglieder
betrachtet. Dass der Hund dazu in der Lage ist, zeigt sich ja
dadurch, dass er mich als Mensch als Rudelmitglied bzw.
-anführer akzeptiert, obwohl ich artfremd bin.

Als Opportunist weiß der Hund sehr wohl möglichst hohen Nutzen daraus zu ziehen, friedlich mit allen Mitgliedern der Lebensgemeinschaft zu verkehren und sich – seinen Möglichkeiten entsprechend - anzupassen. Er akzeptiert dich als Mensch, aber sieht in dir kein Rudelmitglied, sondern den „Boss“ eurer Lebensgemeinschaft.

Erlaube mir zum Schluss noch eine grundsätzliche Bemerkung:
Es ist wichtig und dankenswert, dass erfahrene Tierhalter ihr Wissen an andere weitergeben. Wenn dies statt auf der rein emotionalen auf einer rationalen / analytischen Ebene geschieht, umso besser. Was ich allerdings bei vielen dieser Diskussionen schade bzw. sogar bedenklich finde, ist die mangelnde Sorgfalt: Es werden teilweise unreflektierte Behauptungen aufgestellt (der Mensch als „Alphatier“, „Welpenschutz“, der Hund mit „schlechtem Gewissen“ …[ich beziehe mich bei diesen Beispielen nicht nur auf deinen Beitrag]), die – trotz bester Absicht der Verfasser – den Hilfesuchenden auf einen falschen Weg bringen können. Das ist an sich nichts Tragisches, man lernt ja bekanntlich auch aus Fehlern.
Mehr als kritisch wird es allerdings, wenn der Mensch sich (oder sein Kind) in einer Position wähnt, die er de facto nicht einnimmt (selbst wenn es bei dem einen oder anderen zu funktionieren scheint). Das ist der Hauptgrund, warum ich mich hier einmische.

Gruß
Johnny

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das Ganze hat mit einem Wolfsrudel nichts zu tun. Im Gegensatz
zu Wölfen leben wir mit Hund, Katz und Maus in
Lebensgemeinschaften, die mit der von Wölfen nur bedingt
vergleichbar sind.

Ja, genau das wollte ich damit sagen. Dass es bei uns nicht zugeht wie einem Wolfsrudel ist klar. Dennoch ist der Hund aufgrund seiner Verwandtschaft mit eben dem Wolf ein Rudeltier, und alle in seiner Umgebung lebenden Wesen bilden für ihn das Ersatzrudel. Dass dieses Rudel anders konstruiert ist wie das des Wolfes ist logisch, da weder ich, noch die Katze - noch der Hund - Wölfe sind. Trotzdem ist es eine ähnliche Gemeinschaft.

Die Katze nimmt während deiner Anwesenheit keine höhere
Position ein, sie genießt auf Grund deiner Position
dem Hund gegenüber einen besonderen Schutz.

Und dennoch besteht dieser Schutz auch während meiner Abwesenheit, zumindest bei mir zu Hause. Die Tiere haben sich aneinander gewöhnt, können (aufgrund meiner Bestimmung) miteinander auskommen.
Und das, weil der Hund die Katze akzeptiert, sich mit ihr verständigen kann, sie ihm gegenüber eine Position einnimmt, die er nicht anficht.

Das souveränere, in den

Handlungen strategischere und selbstsichere Wesen ist das
ranghöhere.

Eigenschaften, die ich mehr mir als einer Katze zutraue.

Ja eben! Und da ich bestimme, wo die Katze steht und wie sie zu behandeln ist, geht alles gut.

Das kann eine Katze oder auch ein Kind sein.
Da fängt es an gefährlich zu werden.

Sicher kann das gefährlich werden, wenn der „Boss“ sich nicht klar genug ausdrückt. Wenn ich aber als Anführer bestimme, das ein Kind oder eine Katze oder eine Maus oder… unversehrt zu haben bleiben, dann wird der Hund sich daran halten.
spielt sie eine Rolle.

Denn das ranghohe Tier frisst zuerst von der Beute.

Das wäre für alle sozial lebenden Tiere mit
Nahrungskonkurrenten (dazu gehören viele Caniden) biologisch
unsinnig und kontraproduktiv.

Ich behaupte nicht, dass Jungtiere oder schwächere Tiere besonders wenig oder gar nichts zu fressen bekommen. Dennoch müssen sie warten, bis sie was ergattern können. Und das Alphatier ergattert meistens zu erst.

Erlaube mir zum Schluss noch eine grundsätzliche Bemerkung:
Es ist wichtig und dankenswert, dass erfahrene Tierhalter ihr
Wissen an andere weitergeben. Wenn dies statt auf der rein
emotionalen auf einer rationalen / analytischen Ebene
geschieht, umso besser. Was ich allerdings bei vielen dieser
Diskussionen schade bzw. sogar bedenklich finde, ist die
mangelnde Sorgfalt: Es werden teilweise unreflektierte
Behauptungen aufgestellt (der Mensch als „Alphatier“,
„Welpenschutz“, der Hund mit „schlechtem Gewissen“ …[ich
beziehe mich bei diesen Beispielen nicht nur auf deinen
Beitrag]), die – trotz bester Absicht der Verfasser – den
Hilfesuchenden auf einen falschen Weg bringen können. Das ist
an sich nichts Tragisches, man lernt ja bekanntlich auch aus
Fehlern.
Mehr als kritisch wird es allerdings, wenn der Mensch sich
(oder sein Kind) in einer Position wähnt, die er de facto
nicht einnimmt (selbst wenn es bei dem einen oder anderen zu
funktionieren scheint). Das ist der Hauptgrund, warum ich mich
hier einmische.

Gruß
Johnny

Hier stimme ich mit dir überein! Deshalb mische auch ich mich ein, und ich glaube, von mir behaupten zu können, recht kompetent auf dem Gebiet der Hundeerziehung zu sein.
Ich denke, im Großen und Ganzen sind wir ja einer Meinung.
Über den Begriff Rudel und Rangordnung können wir streiten, ich denke, da haben wir einfach andere Definitionen.
Alles, was ich dem „Hilfesuchenden“ auf den Weg geben wollte, war, dass er sich eine hundeerfahrene, ältere Katze holen sollte.
Und dass der Hund gegenüber der Katze nicht bevorzugt werden sollte, da genau das zu Konflikten zwischen den beiden führen wird.
Der Hund wird sich dann als privilegierter fühlen. Der Katze hingegen ist es wurscht, wo sie steht. Man kann Konflikte vermeiden, wenn man dem Hund von vorneherein klar macht, dass der Katze nichts zu geschehen hat. Und das erreicht man sicher nicht dadurch, dass man den Hund immer bevorzugt. Ob das nun mit Rangordnung zu tun hat ist Definitionssache.
Gruß, Galli

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Hallo Jonny !

Danke das du versuchst, mit Galli zu diskutieren, ist nicht leicht, aber ich möchte dir sagen, dass ich voll deiner Meinung bin. Besonders Klasse finde ich deinen Ton und dein behutsames Eingehen. Wenn ich den Quatsch mit dem Dominanzgedöns lese, werde ich immer sauer und wenn ich sauer bin, kann ich nicht nett sein, also lass ich es lieber. Zum Glück bist du ja da und stellst hier im Brett so einiges richtig, wenn dich auch so mancher nicht verstehen will. Schade, aber es gibt da bestimmt auch welche die davon partizipieren, wie zum Beispiel ich *g*.
Hättest du evtl. auch noch einige Buchempfehlungen?
Ich habe hier „Calming Signals - Die Beschwichtigungssignale der Hunde“ von Turid Rugaas , oder „Hunde sind anders“ von Jean Donaldson und „Dogwatching - DieKörpersprache des Hundes“ von Desmond Morris.
Ja und dann habe ich noch das Beagleforum bei Yahoo, wo man bei Fragen rund um den Hund viele kluge Leute hat, die den neueren Erkenntnissen der Hundeerziehung folgen. Unter anderem wird da gerade das Aggressionsworkbuch aus dem englischen übersetzt, ist total spannend.

Also ich bedanke mich nochmals für deine wirklich guten Beiträge und freue mich weiter von dir zu lesen.
Lieben Gruß von Beate

Danke das du versuchst, mit Galli zu diskutieren, ist nicht
leicht, aber ich möchte dir sagen, dass ich voll deiner
Meinung bin.

Hä??
Wieso ist es nicht leicht, mit mir zu diskutieren?? Bin ich so böse?
Tut mir leid, wenn es so rüber kommt, als wenn ich Kritik nicht annehme und zu eingenommen von meiner Meinung bin. Das ist nicht der Fall!! Ich habe mir viele Gedanken zu Johnny`s Beiträgen gemacht und im Grunde hat er ja auch Recht. Also, ich bin auch voll eurer Meinung! Ich bin niemand, der zu Hause seinen Hund unterdrückt und die ganze Zeit darauf bedacht ist, die Rangordnung zu klären oder so etwas. Im Gegenteil! Ich erziehe meine Hunde ausschließlich mit Liebe, Geduld, Konsequenz und Lob, Lob, und noch mals Lob.
Ich möchte hier auf keinen Fall einen falschen Eindruck erwecken.
Aber was ich schreibe, ist ja auch nicht aus der Luft gegriffen…
Viele liebe Grüße,
Galli

Bin, wie weiter unten schon geschrieben, auch sehr froh, daß meine Hunde sofort die Couch (als Beispiel *g*) verlassen, wenn eine Katze kommt um sich dort hinzulegen. Die Hündin ist nämlich eine sehr dominante und ihr Kumpel hätte an Stelle der Katze nichts zu lachen (und „spurt“ deswegen auch bei ihr :wink:). Doch bei den Katzen weiß sie gleich, daß hier ihre Grenzen sind. Wüßte sie das nicht, wäre es unmöglich, daß sie mit Katzen in einem Haus wohnt, doch so klappt es reibungslos.
Und ich kenne durch mehrjährige Arbeit mit teils sehr schwierigen Hunden viele Fälle, wo es genauso läuft. Da ich aber immer offen für Neues bin, wäre ich froh, wenn man mir anhand konkreter Beispiele schildern könnte, wie es bei anderen aussah. Theoretische Diskussionen sowie bloßes Beipflichten bringen uns sicher nicht weiter und verunsichern die Fragestellende nur.

Tanja

Hallo,

jetzt muss ich doch was dazuschreiben.
Bei meinen Hunden hat das mit den Katzen immer so geklappt.
Mußte die Katze nicht zwangskäufig vor dem Hund streicheln, füttern oder ähnliches. Ich bin der Boss in dieser Gemeinschaft, und einen gewissen Schutz haben die Katzen schon, d.h., würde mein Hund versuchen die Katzen zu beißen (was er nicht tut!) würde ich ihn natürlich rügen, aber die Rangordnung haben die selbst festgelegt.
Klar ist,muss sein, das ich der Boss bin, mein Kind auch vor dem Hund kommt, und alles was danach kommt macht die Rangordnung selbst klar, wobei ich sagen muss das es bei mir noch nicht zu Zwischenfällen irgendeiner Art gekommen ist. Hund und Katz lieben sich, der älteste Kater nuckelt sogar am Hals meines Hundes!!!
Haben noch zwei weitere Katzen die auch nach dem Hund gekommen sind, alles versteht sich prima. Der Hund läßt sie aus seinem Napf fressen, auf seiner Decke liegen, die Krallen in den Schwanz jagen und sio weiter. Er ist noch nie böse geworden.
Auch mit Katzen außerhaus geht er sehr sanft um.
Okay, es gibt auch Hunde die Katzen hassen, aber euer Hund hat ja schon mit Katzen zusammengelebt.
An eurer Stelle würde ich mir ne Katze holen (eine die an Hunde gewöhnt ist oder ne kleine die man daran gewöhnen kann) und es versuchen. Ihr merkt ja wohl wie euer Hund reagiert. Aber bitte immer dabeibleiben. Erst wenn ihr sicher seid das da nix passiert würde ich sie alleine lassen.
Und zu dem Thema Welpenschutz muss ich auch noch was loswerden, auch unter Hunden ist es so das nicht alle Hunde einen Welpenschutz akzeptieren!!!
Das zu denken kann für die Katze tödlich enden.

Habt ihr das Dominanzproblem mit eurem Hund inzwischen geregelt bekommen, oder seid ihr andere Leute?

Würde mich freuen!

Viele liebe Grüße

Yvonne

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Und ich kenne durch mehrjährige Arbeit mit teils sehr
schwierigen Hunden viele Fälle, wo es genauso läuft. Da ich
aber immer offen für Neues bin, wäre ich froh, wenn man mir
anhand konkreter Beispiele schildern könnte, wie es bei
anderen aussah. Theoretische Diskussionen sowie bloßes
Beipflichten bringen uns sicher nicht weiter und verunsichern
die Fragestellende nur.

Tanja

Hallo Tanja!

Was ist gegen theoretische Diskussionen einzuwenden? Sie erweitern auf jeden Fall den Horizont und warum soll ich eine Meinung, die ich voll und ganz vertrete, noch mal mit eigenen Worten wiederkauen? Ich fand die Diskussion nicht so sehr an der Frage vorbei und ich hätte nicht besser als Johnny argumentieren können, darum mein Beifall. Ich weiß nicht was da verunsichert? Das da 2 verschiedene Meinungen sind? Jeder kann doch denken und sich ne eigene Meinung bilden und wer da sich nicht sicher ist, der zieht den Publikumsjoker und schielt auf die Sternchen. :wink:)

Liebe Grüße von Beate

Hallo Galli!

Hä??
Wieso ist es nicht leicht, mit mir zu diskutieren?? Bin ich so
böse?

Nein, bist du nicht.

Tut mir leid, wenn es so rüber kommt, als wenn ich Kritik
nicht annehme und zu eingenommen von meiner Meinung bin. Das
ist nicht der Fall!!

Sorry, aber für mich kommt es es oft so rüber, dass du doch sehr an deiner Meinung festhältst, das ist dein gutes Recht, aber es gibt auch neuere Erkenntnisse über Hunde, ihr Verhalten und ihre Erziehung.

Ich habe mir viele Gedanken zu Johnny`s

Beiträgen gemacht und im Grunde hat er ja auch Recht.

Stimmt, er hat in meinen Augen recht, und ich hätte es nicht besser argumentieren können.

Also,

ich bin auch voll eurer Meinung! Ich bin niemand, der zu Hause
seinen Hund unterdrückt und die ganze Zeit darauf bedacht ist,
die Rangordnung zu klären oder so etwas. Im Gegenteil! Ich
erziehe meine Hunde ausschließlich mit Liebe, Geduld,
Konsequenz und Lob, Lob, und noch mals Lob.

Das bezweifle ich auch nicht, niemand hat dir unterstellt, dass du deine Hunde schlecht behandelst. Aber es gibt bekanntlich mehrere Wege, die nach Rom führen. Es ist halt in meinen Augen Quatsch, für die Klärung der Rangfolge als Erster zu Essen, als Erster durch die Tür zu gehen, den Hund von seinen Plätzen zu scheuchen usw.

Ich möchte hier auf keinen Fall einen falschen Eindruck
erwecken.
Aber was ich schreibe, ist ja auch nicht aus der Luft
gegriffen…
Viele liebe Grüße,
Galli

Jeder Hund ist anders, allgemeine Erziehungsvorschläge sind sehr kritisch zu betrachten. Hunde reagieren oft gaaanz anders, als es in den Büchern steht und altgediente Hundeexperten zum Besten geben.

Hier eine kleine Anekdote aus unseren Erziehungsbemühungen.

Unsere Beagle konnte man nicht frei laufen lassen. Beagle jagen, das ist Fakt. Wenn Beagle ne Spur in der Nase haben, ist die ganze Erziehung im Eimer. Ich hab mich verzweifelt an eine Hundetrainerin gewandt, die mir zum Schleppleinentraining riet. Wochenlang bin ich mit meinem Beagle und ner 20 Meterleine durch den Wald getapert. Als wir dachten, es klappt gut, machten wir einen großen Spaziergang mit ihren und unseren Hunden. Sie hatte 2 Hündinnen ( Schäfermix) und einen Retiver. Sie meinte auf Grund ihrer laaangen Erfahrungen, dass ihre Hündin, als erfahrenes Leittier es nicht dulden würde, dass sich einer der anderen Hunde von der Truppe entfernt. Sie hatte keine Erfahrung mit Beaglen. Wir gingen also spazieren und Anfangs hatte die besagte Hündin auch die Truppe im Griff. Der eine Beagle lies sich von der Hündin beeindrucken, der andere pellte sich ein Ei drauf und ging samt Schleppleine jagen. Wir brauchten 4 Stunden, bis wir unseren Jägermeister wieder aufgabeln konnten. Der Trainerin war das furchtbar peinlich und sie hat seit dem einen großen Respekt vor Pauschalisierungen. Erfahrung ist die Sammlung aller Misserfolge, wir haben viel Erfahrung :wink:)).

In diesem Sinne,

Liebe Grüße von Beate

Sorry, aber für mich kommt es es oft so rüber, dass du doch
sehr an deiner Meinung festhältst, das ist dein gutes Recht,
aber es gibt auch neuere Erkenntnisse über Hunde, ihr
Verhalten und ihre Erziehung.

Ja, das weiß ich doch. Und genau danach handele ich auch.
Früher wurden die Hunde geprügelt, bis sie spurten. Und heute richtet man sich eben nach neuen Erkenntnissen.
Ich kenne mich sehr gut aus mit dem Clicker-Training, den Methoden von Linda Tellington Jones usw.
Und dennoch meine ich, dass man nicht immer drum herum kommt, den Hund auch mal „zur Ordnung zu rufen“.
Mein Deutsch-Kurzhaar ist ein sehr dominantes, schwieriges Tier.
Ich habe ihn mit viel Liebe, positiver Verstärkung (auch Clicker-Training) und den Methoden des T-Touches dazu gebracht, auf mich zu hören und Spaß daran zu haben. Und trotzdem muss ich ihm immer wieder klar machen, wer an erster Stelle steht.
Nur mit positiver Verstärkung kommt man eben nicht bei allen Hunden an sein Ziel. Das ist alles, was ich sagen möchte.
Gruß, Galli

Hallo Beate,

meinte ja nun nicht nur Dich allein. :wink:
Wichtig finde ich es bei so einem Thema aber, daß man nicht nur schreibt „Jawoll, so isses“ :wink:, sondern dann auch schreibt, warum man derselben Meinung ist wie der Schreiber des Beitrages. Also konkret auch auf die eigenen Erfahrungen eingeht. Das meinte ich primär mit meinem Posting. :smile:

Viele Grüße,

Tanja