Habe eine 1jährige Retrieverhündin die humpelt. Beim ersten Mal gingen wir gleich zum Tierarzt. Röntgen und Behandlung. Antibiotika und entzündungshemmendes Mittel. (3 x). Lt. Arzt ist es der rechte Vorderfuß. Das Schultergelenk. Am Röntgen sieht man nichts. Sie dürfte eine Bänderzerrung haben. Genau kann man das natürlich nicht feststellen. Nach einer Woche Behandlung wurde es besser. Dann ließen wir das Tier kastrieren und der Fuß wurde weiterhin geschont. Dann war eine Woche alles in Ordnung und dann humpelte sie schon wieder. Wir wieder zum Arzt. Wieder 3 x Spritzenkur. Dann bekam sie einen Virus oder sie hatte eine Vergiftung. Das weiß man nicht so genau. Es ging ihr sehr schlecht, sie hatte Fieber und wir waren jeden Tag beim Arzt. Von Di - Fr. Da ist sie natürlich auch nicht gelaufen sondern hat sich nur zum Gassi runtergeschleppt. Am Freitag ging es ihr dann endlich wieder gut und wir gingen mit ihr wieder mal in den Park zum Spielen. Sie läuft herum, und spielt und humpelt wieder. Jezt haben wir wieder 2 x eine Spritze geben lassen und jetzt gibt es Pulver.
Vom Geld rede ich ja gar nicht - aber ich bin schon leicht verzweifelt. Ich wollte eigentlich einen Hund mit dem ich täglich mindestens 3-4 Stunden in den Wald kann bzw. Ausflug machen kann und jetzt. Nur schonen. Nur eine kleine Gassirunde und das wars.
Leider wohnen wir im 3 Stock ohne Lift. Das heisst immer 75 Stufen steigen. Haben wir die Chance daß unser Hund überhaupt wieder gesund wird?
Ich hoffe es kommen positive Tipps denn ich bin mit den Nerven fertig.
positive Tips zu finden, finde ich in diesem Fall wirklich schwierig.
Was soll ich sagen?? Wie kannst Du mit einem Retriever in den dritten Stock ziehen, ohne Fahrstuhl? Durch das ständige Auf und Ab werden die Gelenke (besonders Hüfte und Ellenbogen) sehr belastet - und scheinbar verträgt Dein Hund das nicht sonderlich gut. Eigentlich müsste ich Dir zu einem Umzug raten… vor allem weil ein „tragen“ des Hundes wohl kaum in Frage kommt, bei der Größe!
Ansonsten kannst Du nur alles tun um die Gelenke zu stützen, per Futter, per Zusatzstoffe, per Training. Immer wieder dagegenanspritzen halte ich für keine gute Lösung.
Du darfst auch nicht vergessen, dass Dein Hund die Treppen nach unten IMMER mit „kalten“ Gelenken runterläuft… jeder Sportler wärmt sich auf - Dein Hund hat da nicht die Chance zu. Wiegesagt, eine schwierige Situation bei der ich Dir keine so positiven Ratschläge geben kann…
Und nochmal was zum Thema Antibiotika: Wenn eine Gelenkentzündung vorliegt oder eine Bänderdehnung oder was auch immer, bei der die Haut in keinster Weise verletzt ist, ist Antibiotika so nützlich wie ein Kropf. Eine Entzündung bedingt nicht grundsätzlich bakterielle Beteiligung - wenn keine äussere Verletzung da ist: Woher sollen die Bakterien kommen? Wenn es wirklich „nur“ eine Antibiotikaspritze ist - dann wirkt wahrscheinlich nur die Ruhe, die Du dem Hund dann verschaffst und nicht die Spritze…
wofür die Spritzen sein sollten lasse ich jetzt mal dahingestellt…
Antibiotika gibt man manchmal prophylaktisch (mal sehen obs besser wird)…oder war es vielleicht doch Cortison?
Ein Hund ist nicht dafür geboren Treppen zu laufen…ein gezüchteter Hund schon gar nicht…und ein Modehund -wie es der Retriever vor einigen Jahren war- erst recht nicht.
Ellenbogenprobleme, Hüftgelenke, Augen…egal…wann immer ein Hund gerade besonders begehrt ist…schupps verändert sich die Produktion…Standarte werden neu „formuliert“…den Rest erspare ich Dir
Hast Du den Hund schon seit er ein Welpe war und wie lange hast Du ihn die Treppen getragen?
Als Faustregel gilt: Solange man den Hund tragen kann, wird er die Treppen hoch/runter getragen. Alleine schon aus dem Grund, weil mittlerweile fast alle gezüchteten Hunderassen entweder mit Hüftgelenksdysplasie, oder mit Ellenbogenluxationen zu kämpfen haben.
Was würdest Du denn machen, wenn Du eine Bänderdehnung oder Zerrung, oder eine vorezeitige Verschleißerscheinung im Fuß hättest? Zum Basektballspielen wärst Du dann sicher auch nicht aufgelegt…geschweigedenn Deinen Körper 75 Stufen unter Einwirkung Deines Gesamtgewichtes durch die Gegend zu schleppen.
Dein Hundemädel wiegt so um die 20Kg schätz ich mal…die kannst Du tragen.
Trag sie die Treppen…wenn hoch nicht geht, dann zumindest runter.
Wenn sie Rotlicht verträgt und bei Dir liegen bleibt, dann versuchs doch mal.
Toben und wild Spielen die nächsten 14 Tage bitte nicht.
eigentlich habe ich garkeine ahnung von Hunden, da ich selbst auch noch nie einen hatte.
Aber die Eltern meines Freundes haben auch einen Retriever und haben das selbe Problem. Bei ihrem Hund hat sich dieses zwar erst mit dem Alter eingeschlichen, aber der Tierarzt hat gesagt, dass gerade Retriever dazu neigen Hüftprobleme zu bekommen…
Tut mir leid, dass auch ich dir nicht mehr positives dazu schreiben kann, aber anscheinend liegt es wirklich an der Rasse…
grundsätzlich wäre mal interessant, woher Du den Hund hast, also von einem anerkannten (ggf. Verbands-)Züchter oder vom grauen Markt oder sonst woher. Wenn es ein Züchter ist, dann frage den doch einmal, wo die anderen Geschwister Deiner Hündin sind und ob es da vielleicht ähnliche Probleme gab oder gibt. Wenn ja, hat man sie vielleicht schon in den Griff bekommen, was Dir ggf. weiterhelfen kann.
Jetzt mal eine ganz andere Seite:
Ich hatte über viele Jahre hin einen schwarzen Labradorrüden als Diensthund. Der mußte zwar viel schaffen (suchen), aber war trotzdem als Haushund und Familienmitglied in einem angenehmen Lebensraum. Eines Tage fing der Hund an, einen Vorderlauf zu schonen. Dasselbe Spiel wie bei Dir: Tierarzt, nichts gefunden, hmmm… beobachten!
Die Humpelei war schon am Abend weg. Einige Tage später schonte der Hund wieder. Diesmal nicht zum Tierarzt, sondern schön auf’s Deckchen, Pflege („Ei, der gute Hund“), abends war’s wieder o.k.
Ich bin dann ein paar Wochen und Humpeln später draufgekommen: Der Hund hat nur geschont, wenn er offensichtlich zu lange arbeiten mußte.
Kurzes Suchen bis 10 min. war kein Problem, aber wenn es länger war, kam plötzlich das Schonen. Heißt im Klartext: Der Hund hat offensichtlich eine Beschwerde vorgetäuscht, als es für ihn unangenehm wurde!
Das gint es ja auch bei Menschen: Flucht in die Krankheit, Vortäuschen von Symptomen bei unangenehmen Sachen, um da nicht dran zu müssen.
Wahrscheinlich hat sind es bei Deiner Hündin auch andere Gründe, aber an so etwas, wie ich es oben beschrieben habe, sollte man (ganz entfernt!) auch denken.
Hoffentlich geht’s ihr bald wieder besser und Ihr bekommt es in den Griff. Frag trotzdem mal beim Züchter oder Verkäufer nach.
Antwort Hund humpelt
Schön wärs wenn du Recht hättest. Unsere Hündin ist kein Arbeitshund. Bisher ist sie ja zu schnell wieder an der Leine herumgehüpft und dann hat sie eben wieder gehumpelt. Man muß sie ja bremsen weil sie sich lt. Arzt schonen soll. Sie hat keinen Vorteil davon wenn sie simuliert. Im Gegenteil. Normalerweise ist sie ein begeisterter Balli-Hund. Jetzt versteht sie die Welt nicht mehr weil wir nicht mehr mit ihr spielen. Nach Einnahme der Medikamente bzw. wenn es ihr gut geht bringt sie das Balli. Wir sind eh konsequent - aber es bricht uns das Herz.
Sie ist leider nicht von einem Züchter. Die Herkunft ist leider unbekannt. Man hört das ja immer, daß man sich so einen Hund nicht nehmen soll. Wir sind halt schwach geworden. Wenn da so ein süßes Baby sitzt kann man halt nicht widerstehen. War unser Fehler. Dafür büßen wir jetzt auch.
Übrigens wiegt ein Retriever ausgewachsen fast 30 kg. Für mich ist sie zu schwer zum Tragen. Habe aber einen Tipp erhalten daß man ihr ein Brustgeschirr anziehen soll und somit leicht nach oben zieht wenn wir Stiegen steigen. Das entlastet. Das machen wir natürlich ab sofort immer!
Ich danke allen für die Tipps. Die Rotlichtlampe werden wir probieren und sie kommt für 14 Tage zu unserer Tochter die in einem Haus mit Lift wohnt. Hoffentlich heilt es dann aus. Danke für eure Ratschläge.
Gaby
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]