Milbenbefall im Ohr? - kleine Ergänzung

Hallo,

was ich vergessen habe:

Unser Hund kratzt sich relativ viel am befallenen Ohr.

Danke.

Hallo Sonja,

es gibt mehrere Möglichkeiten für eine Entzündung im äußeren Ohr. Bei Ohrmilben hat man normalerweise schwärzliches, trockenes Sekret. Die Milben sind mit dem Otoskop und Lupe gut zu sehen. Medikamente dagegen hat der Tierarzt oder kann sie rezeptieren.

Als Differentialdiagnose kommen u.a. Pilze (evtl. Malasezzia), Bakterien oder Fremdkörper in Betracht.
Geh zum Tierarzt, lass nach ordentlicher Untersuchung eine gesicherte Diagnose stellen und behandle dann entsprechend.

Gruß

Johnny

Hallo, Johnny,

danke für deine Antwort.
Wir waren mehrfach bei einer Tierärztin und unserem Hund wurde mehrfach Antibiotika verschrieben. Beim letzten Mal 3 Wochen hintereinander ohne Pause. Letztlich hat es nicht geholfen.
Es war übrigens ein Fremdkörper (irgendwas aus einem Busch oder so) im Ohr, das hat sie rausgeholt. Eine Milbensalbe hat sie nie verschrieben.

Was hälst du davon?

Viele Grüße
Sonja.

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Hi Sonja

danke für deine Antwort.
Wir waren mehrfach bei einer Tierärztin und unserem Hund wurde
mehrfach Antibiotika verschrieben. Beim letzten Mal 3 Wochen
hintereinander ohne Pause. Letztlich hat es nicht geholfen.
Es war übrigens ein Fremdkörper (irgendwas aus einem Busch
oder so) im Ohr, das hat sie rausgeholt. Eine Milbensalbe hat
sie nie verschrieben.

Was hälst du davon?

Wahrscheinliche Grundursache ist der Fremdkörper. Deine Tierärztin soll noch mal gründlich nachuntersuchen, ob evtl. noch ein Fremdkörperrest vorhanden ist (bis zum Trommelfell).
Falls nach antibiotischer und entzündungshemmender Behandlung keine Genesung eintritt, empfiehlt sich eine Tupferprobenentnahme. Nach bakteriologischer und mykologischer Untersuchung inkl. Antibiogramm kann man dann gezielt behandeln.

Wie gesagt, Ohrmilben sind sichtbar und das Sekret ist trocken. Falls keine Milben da sind braucht man auch nicht dagegen behandeln.

Gute Besserung

Johnny

Hi Sonja

danke für deine Antwort.
Wir waren mehrfach bei einer Tierärztin und unserem Hund wurde
mehrfach Antibiotika verschrieben. Beim letzten Mal 3 Wochen
hintereinander ohne Pause. Letztlich hat es nicht geholfen.
Es war übrigens ein Fremdkörper (irgendwas aus einem Busch
oder so) im Ohr, das hat sie rausgeholt. Eine Milbensalbe hat
sie nie verschrieben.

Was hälst du davon?

Wahrscheinliche Grundursache ist der Fremdkörper. Deine
Tierärztin soll noch mal gründlich nachuntersuchen, ob evtl.
noch ein Fremdkörperrest vorhanden ist (bis zum Trommelfell).
Falls nach antibiotischer und entzündungshemmender Behandlung
keine Genesung eintritt, empfiehlt sich eine
Tupferprobenentnahme. Nach bakteriologischer und mykologischer
Untersuchung inkl. Antibiogramm kann man dann gezielt
behandeln.

Wie gesagt, Ohrmilben sind sichtbar und das Sekret ist
trocken. Falls keine Milben da sind braucht man auch nicht
dagegen behandeln.

Gute Besserung


Hallo, Johnny,
nochmals danke für deine Antwort.
Die Tierärztin hatte ziemlich Probleme mit dem Entfernen des Fremdkörpers und sie meinte auch, es könne noch ein Rest drin sein, aber wenn, sie käme nicht dran. Dann müsse eine OP her. Sie war sich etwas unsicher.
Übrigens ist das braune, übel riechende Sekret nicht trocken sondern doch durchaus sehr feucht/flüssig bzw. leicht zäh, wie Eiter „oder so“.
Jemand meinte, dann wären es eindeutig Milben. Du sagst, wenn das Braune trocken ist, dann sind es Milben.
Habe ich was missverstanden?

Noch mal eine Antwort? …

Danke für die gute Besserung, ich bin in diesem Moment ziemlich beunruhigt, da die Sache mit dem Ohr sehr gefährlich ist bzw. sein kann. Zumindest glaube ich das nach einem bestimmten Posting. Das habe ich auch schonmal woanders gelesen.

Viele Grüße von der besorgen Hunde-Sonja.

Hallo Sonja,

nochmal, Milbensekret ist trocken und Milben sind mit einer schwachen Lupe sichtbar (kleine weiße Tierchen).

Wenn ein Fremdkörper nicht ausgeschlossen werden kann, empfiehlt sich evtl. eine Sedation mit anschließender gründlicher Untersuchung des äußeren Gehörgangs inkl. Trommelfells. Sollte nämlich noch ein Fremdkörperrest da sein, kann man sich dumm und dämlich behandeln, da die Ursache der Entzündung nicht beseitigt ist.

Dass Milben ins Gehirn vordringen, halte ich für ein Gerücht. Mir ist weder ein Fall aus der Fachliteratur noch aus der täglichen Praxis bekannt.

Gruß

Johnny

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Nochmal zusammengefasst
Hallo,

wichtig wäre es zuerst einmal, genau festzustellen ob der Fremdkörper für die Beschwerden verantwortlich ist oder ob es sich um Milben handelt, oder ob eine andere Ursache vorliegt.

Ich kann Johnny’s Beschreibung eines „trockenen“ Belages bei Milben nicht ganz zustimmen. Durch die Stiche der Milben wird die Ohrenschmalzproduktion angeregt. Das Ergebnis ist eine dunkle Schmiere.

Zitat:

„Die Milbe lebt im äußerer Gehörgang bzw. der inneren Ohrmuschel, wo sie die Haut ansticht und sich von der austretenden Lymphflüssigkeit ernährt. Das verursacht Juckreiz und vermehrte Absonderung von Ohrschmalz. Die Folge sind Entzündungenen im Gehörgang. Durch zusätzliche bakterielle Infektion wird der Prozess eitrig. Dann sind meist keine Milben mehr zu finden. Es befindet sich rötlich-braunes bis schwarzes Ohrschmalz ( in großen Mengen ! ) im äußeren Gehörgang, verbunden mit starkem Juckreiz. Später bilden sich Krusten und Borken am Ohrrand und Ohrgrund.“

Bei starkem Befall ist also das Sekret nicht trocken, und es sind unter Umständen auch keine Milben mehr zu sehen.

Die Tatsache, dass nur 1 Ohr betroffen ist, spricht wiederum eher gegen Milben und für die Fremdkörpertheorie.

Wie Johnny also schon sagte:

Bringe Deinen (oder einen besseren) Tierarzt dazu, den Hund in sediertem Zustand genau zu untersuchen. Damit sollte zumindest recht einfach festzustellen sein, ob noch Fremdkörper im Ohr sind und ob Milbenbefall vorliegt.

Es kann nicht angehen, dass der Hund über Monate eine starke Entzündung im Ohr hat. Wenn man das so verschleppt, kann das Gehör Schaden nehmen. Antibiotika helfen zwar gegen die Entzündung, aber wenn die Ursache noch da ist, kommt die Entzündung wieder.

Gruß,

Myriam