Hallo,
einer unserer Kater hat in ganz kurzer Zeit 2 kg Gewicht verloren.
Heute haben wir nun das Ergebnis der Blutuntersuchung bekommen. Er hat schlechte Leber- und Cholesterinwerte. Jetzt muss Leberschutztabletten nehmen und soll diäten. Am besten wäre es, er würde nur fettreduziert fressen: Hühnerbrüstchen, Putenbrust etc. Das Problem ist, so etwas frisst keiner der Drei.
Ihre normale Kost besteht aus Trockenfutter: Nutro/RC/Iams und Feuchtfutter mehr als Appetithäppchen: Animonda (hier nur Thunf. in Jelly) und Animonda (die kleinen Schälchen *vom Feinsten*)
Kennt vielleicht jemand das Problem „schlechte Leber- und Cholesterinwerte“ und hat ein paar nützliche Tipps für mich?
Gibt es evtl. auch homöopathische Mittel?
es gibt viele Ursachen für Leberproblematik bei der Katze. Wenn die anderen Enzymwerte (Bauchspeicheldrüse, Niere) in Ordnung waren, hat man gute Chancen die Sache wieder in den Griff zu bekommen.
Günstig wären natürlich fettarme, leicht verdauliche Kost und Leberschutzmedikamente wie Hepabesch, Silimarin, Legalon o.ä.
Das Hauptproblem besteht allerdings darin, die Katze überhaupt wieder zum Fressen zu bringen. Da Leberprobleme appetitlos machen, gehen die Tiere zwar meist ans Futter ran, haben dann aber sichtlich Ekel davor und wenden sich wieder ab. Leberschutztabletten haben noch dazu die Eigenschaft, dass sie bitter schmecken und die Katzen dann das Futter erst recht nicht anrühren.
Überhaupt Futter aufzunehmen ist für die Katze mit Leberproblemen wichtiger als die Einnahme von Medikamenten. - Rühren die Leberprobleme von einer Entzündung oder einer unterschwelligen Vergiftung her (Katzen putzen sich sehr viel und bekommen dadurch mal Motoröl o. ä. ab), hat man sehr gute Chancen auf Abheilung.
Jeder Tierarzt hat seine eigenen Methoden und Erfahrungen in der Medikamentierung.
Bewährt haben sich bei uns Injektionen mit stoffwechsel- und appetitanregenden Medikamenten und die Gabe von Synulox (Amoxicillin/Clavulansäure) was u. a. einen leberprotektiven Effekt hat und weitgehend geschmacksneutral ist.
Falls über längere Zeit Futter verweigert wird, hilft auch häufig ein Tropfen Valiumlösung auf die Zunge.
Danke Johnny,
Du hast mich wieder etwas beruhigt. Bisher habe ich nur negatives über schlechte Leberwerte gelesen.
Wie die anderen Werte aussehen, weiss ich erst am Montag. Der TA hatte mir das gestern am Telefon gesagt bzgl. der schlechten Leberwerte. Allerdings hatte er auch gesagt, dass die Leber ein Organ ist, das sich recht gut regeneriert.
Schlechten Appetit hat Fritzchen gar nicht. Er frisst sogar recht gut und er bricht auch seit ein paar Tagen nicht mehr. Allerdings hatte er auch eine Mandelentzündung und eine leichte Zahnfleischentzündung. Wir hatten das schlechte Fressen darauf zurückgeführt. Wer mag schon kauen, wenn ihm Zähne und Hals weh tun.
Jetzt warten wir erst mal ab, wie die anderen Werte am Montag aussehen und sehen das ganze etwas hoffnungsvoller.
HG
Inge