Epilepsie beim Hund, wie entscheiden?

Hallo ihr lieben Wissenden!

Ich glaube , jetzt brauch ich auch mal nen guten Rat, ich weiß nämlich nicht,wie ich mich entscheiden soll. Mein Beaglechen hatte gestern wieder einen ganz schlimmen epileptischen Anfall. In dieser Heftigkeit war es jetzt seit Juni der 5. Anfall. Wieviele wir nicht bemerkt,oder nur ab und zu die Spuren gefunden haben, weiß ich nicht. Nun beschäftige ich mich seid Juni intensiv mit diesem Thema und habe mir ganz viel Infos zusammen getragen. Ich glaube, da liegt auch mein Problem, denn ich habe viel Widersprüchliches herausgefunden. Die einen raten zu sofortiger medikamentöser Behandlung, sprich den Rest seines Lebens Antiepileptika einnehmen. Die anderen raten zu einer homöopathischen Behandlung, welche die schulmedizinischen Sachen natürlich ausschließt. Dann bekam ich noch den Rat, mit den Tabletten erst anzufangen, wenn die Anfälle in kürzer als 4 Wochen kommen. Unser TA hat uns schon im Juni ne Packung Tabletten mitgegeben, mit dem Rat, sofort damit anzufangen, das Medikament heißt Resimatil. Wenn das Zeug keine Nebenwirkungen hätte, würde ich ihm das ja sofort geben, wenn dann keine Anfälle mehr kommen. Aber wo Licht ist, ist auch Schatten. Das Abwägen, was ist jetzt das Beste für meinen Schnuff, das fällt mir so unsagbar schwer.
Ich hoffe, ich konnte mich einigermaßen verständlich ausdrücken, ich weiß schon in etwa, was alles machbar ist, ich kann mich nur nicht entscheiden, was ich machen sollte. Vielleicht hat ja jemand Erfahrung mit Epidogs und kann mir auf die Sprünge helfen, denn nach dem Anfall gestern denke ich, dass meine Vogel Strauß Taktik nicht mehr lange zu verantworten ist, ich bin aber total verunsichert.
Mit der Hoffnung auf Denkanstöße
verbleibt Beate

Ich bin kein Arzt und kenne mich nicht so genau aus, aber eines weiß ich ganz genau: Bei jedem Anfall werden massiv Gehirnzellen zerstört. Viele Menschen ohne Behandlung beißen dabei auch schon mal die Zunge ab. Was bei Hunden so passieren kann, weiß ich nicht.

Ob homöopathische Mittel helfen, weiß ich nicht. Ich wüßte aber nicht, daß menschliche Epileptiker mit solchen Mitteln behandelt werden.

Auf jeden Fall würde ich an Deiner Stelle sofort eine Therapie anfangen. Du kannst ja erst mal etwas homöopathisches ausprobieren. Aber wenn Du verhindern willst, daß Dein Hund irgendwann mangels funktionierendem Hirn nicht mehr sein Bein heben kann (mal etwas drastisch ausgedrückt), solltest Du schnellstens zusehen, die Anfälle zu verhindern.

Bis denne!
Schnoof

Hallo
Also ich wuerde auch sagen du solltest sofort eine Behandlung anfangen. Ich weiss nicht inwiefern sich die Hundemittel von Menschenmitteln unterscheiden, aber ich denke nicht dass die so schlimme Nebenwirkungen haben dass du die Medikamente nicht geben kannst. Ich kenne 2 Menschen die an Epilepsie leiden und beide nehmen schon seit vielen Jahren diese Pillen, und naja so lieb dir dein Hund auch ist (und ich mag Hunde auch lieber als einige Menschen), aber er wird doch hoechstens 16. Ich hab keine Ahnung ob Homaeopatie besser ist als Schulmedizin, auf jeden Fall wuerde ich behandeln, denn fuer den Hund sind diese Anfaelle sicherlich auch traumatisch und er koennte ja auch mal ersticken oder irgendwo schlimm runterfallen oder so was.
Tschuessi

Hallo Beate,

im ersten Ansatz solltest Du deinem Tierarzt schon vertrauen. Normalerweise wissen die was sie tun (ich weiß, es gibt immer Ausnahmen - aber wenn Du bei dem Tierarzt ein gutes Gefühl hast…). Daher würde ich auf jeden Fall raten, das Medikament einzusetzen. Ich kenne die Nebenwirkungen nicht aber ich nehme selber seit langer Zeit starke Medikamente und zwar mit dem vollen Programm der Nebenwirkungen. Aber dafür habe ich nicht mehr das, wogegen ich die Medikamente nehme und das ist gut so. Tiere können uns nicht sagen, was sie jetzt besser finden würden also müssen wir das entscheiden und das ist furchtbar schwer. Versuch das Medikament und beobachte deinen Hund und falls dann wirklich Nebenwirkungen auftreten sollten - was ja nicht sicher ist - mußt Du evtl. noch mal mit dem Tierarzt sprechen und dann schauen, was ihr macht.

Auf jeden Fall wünsche ich Dir und deinem Hund alles Gute.

Gruß
Yvonne

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Hallo Beate,

Behandeln solltest Du auf alle Fälle. Es gibt Hunde, Katzen, Menschen etc. bei denen auch eine homöopathische Behandlung anschlägt, da die Anfälle momentan doch nur in längeren Abständen auftreten, würde ich schon sagen, daß es das wert ist erst mal zu versuchen. Das klassiche Mittel bei Epi-Anfällen ist „Cuprum“, aber Du solltest auf alle Fälle einen Heilpraktiker hinzuziehen, vielleicht rät er in dem Fall auch zu einem ganz anderen Mittel.
Sollte das nicht anschlagen, rate ich auf alle Fälle zu dem Medikament. Bei mir lebt eine Katze, die Epileptikerin ist, ich habe auch lange gezögert, eigentlich zu lange, bis sie einen Anfall hatte, der 40 Stunden anhielt. Seitdem bekommt sie Luminal, hatte, bis sie richtig eingestellt war, noch zwei kleinere Anfälle und ist nun so lange wie noch nie anfallsfrei. Dabei ist sie topfit (also kein Stück sediert) und lebenslustig. Ich würde heute auf alle Fälle früher mit der Behandlung anfangen. Was Du auf gar keinen Fall tun solltest, ist einfach nur Abwarten.

Tanja

Hallo Beate,

ich gehe mal davon aus, dass es sich um die idiopathische Epilepsie bei deinem Hündchen handelt.
Da es keine Heilung gibt, versucht man durch Barbiturate und evtl. Kaliumbromid die Anfallshäufigkeit zu senken und die Schwere der Anfälle zu lindern. Falls man sich zu solch einer medikamentösen Behandlung entschließt, handelt es sich um eine Dauertherapie und der Blutspiegel sollte regelmäßig überwacht werden. Gerade der Leberstoffwechsel des Hundes stellt sich sehr schnell auf die Barbituratgaben ein, so dass die Dosis regelmäßig angepasst werden sollte. Völlige Anfallsfreiheit erreicht man nur in den seltensten Fällen.

Es gibt nicht den „richtigen Zeitpunkt“, zu dem man in eine medikamentöse Dauerbehandlung einsteigt. Meist leiden die Besitzer unter den Anfällen mehr als der Hund. Ich habe auch noch nicht erlebt, dass ein Hund während eines Anfalles weggeblieben ist, oder sich nennenswert verletzt hat.

Ich kann dir nur schreiben, wie ich vorgehen würde, falls einer meiner Hunde betroffen wäre.
Wenn die Anfälle in größeren Abständen auftreten (4-6 Wochen) und die Anfälle nicht länger dauern als 5-10 Minuten (Grand Mal), würde ich bei meinen Hunden noch keine Dauerbehandlung einleiten. Der zu erwartende Erfolg, dass die Anfallshäufigkeit von einmal monatlich auf zweimonatlich sinkt, wäre mir persönlich zu gering.
Falls es sich um einen Rüden handelt, würde ich versuchen, ihn mit Gestagenen sexuell etwas zu dämpfen; sollte damit eine Anfallsverminderung eintreten, würde ich über eine Kastration nachdenken.
Ansonsten würde ich mir für akute Anfälle Diazepam (Injektionslösung, orale Lösung od. Zäpfchen) besorgen, um auftretende Anfälle zu lindern und schneller zu beenden (Injektionen haben den schnellsten Erfolg). Während des Anfalls gefährliche Gegenstände in der Umgebung des Hundes entfernen. Manipulationen in der Mundhöhle (Zunge herausziehen u. ä.) sind unnötig und es besteht vermeidbare Verletzungsgefahr für einen selbst. Treppenhäuser im Haus würde ich gegen Absturz sichern (Kindergitter).
Werden die Anfälle heftiger oder häufiger, kann man jederzeit mit einer Barbituratbehandlung beginnen. Manche Besitzer bemerken an ihrem Hund auch schon frühzeitig, dass wieder ein Anfall bevorsteht und können diesen durch eine Diazepamgabe teilweise abfangen.
Hat man einmal mit Barbiturat-Dauerbehandlung begonnen, kann man i. d. R. nicht mehr aussteigen ohne einen massiven Anstieg der Anfälle zu provozieren.

Leider kenne ich auch keine Zauberlösung für dein Problem.

Ich wünsch euch alles Gute

Johnny

Hallo Carole!

Vielen Dank für deinen Denkanstoß :wink:)

Also ich wuerde auch sagen du solltest sofort eine Behandlung
anfangen. Ich weiss nicht inwiefern sich die Hundemittel von
Menschenmitteln unterscheiden,

Nun, da hab ich eher weniger Bedenken, das Mittel was ich liegen habe, ist ein „Menschenmittel“ und da ja in den Laboren leider hauptsächlich an Beaglen getestet wird, ist das Meiste ja gut an Hunden erprobt.

aber ich denke nicht dass die
so schlimme Nebenwirkungen haben dass du die Medikamente nicht
geben kannst.

Nun, ich habe von Nieren und Leberschäden gelesen, aber du hast recht, die Anfälle schaden ihm sicher auf Dauer mehr.

Ich kenne 2 Menschen die an Epilepsie leiden und
beide nehmen schon seit vielen Jahren diese Pillen, und naja
so lieb dir dein Hund auch ist (und ich mag Hunde auch lieber
als einige Menschen), aber er wird doch hoechstens 16.

Ich habe von EPIDOGS gehört, die stolze 13 Jahre alt geworden sind, mein Schnüff ist jetzt 3 Jahre alt, noch ca. 10 Jahre täglich solche Medikamente, davor graust es mir ehrlich.

Ich hab
keine Ahnung ob Homaeopatie besser ist als Schulmedizin, auf
jeden Fall wuerde ich behandeln, denn fuer den Hund sind diese
Anfaelle sicherlich auch traumatisch und er koennte ja auch
mal ersticken oder irgendwo schlimm runterfallen oder so was.

Der Homöopathie stehe ich in diesem Fall sehr skeptisch gegenüber, ich weiß da zu wenig drüber, aber so schlimm die Anfälle nach Außen aussehen, nach ner halben Stunde war er immer wieder der Alte. Aber vor Verletzungen habe ich auch große Angst, mag ihn gar nicht mehr unbeaufsichtigt lassen, was ziemlich anstrengend ist, wer hat schon gern immer nen Beagle im Auge.

Tschuessi

Ich grüße dich auch und nochmals danke für deine Meinung.

Beate

Hallo Yvonne!

Auch dir vielen Dank, für deine Meinung,

im ersten Ansatz solltest Du deinem Tierarzt schon vertrauen.
Normalerweise wissen die was sie tun (ich weiß, es gibt immer
Ausnahmen - aber wenn Du bei dem Tierarzt ein gutes Gefühl
hast…).

Ja, wir haben eher ein sehr gutes Gefühl mit unserem Doc, er sieht das Ganze halt viel rationaler, da ist ein krampfender Hund, da gibts das und das, warum lange rumeiern, anderen hat es auch geholfen.

Daher würde ich auf jeden Fall raten, das Medikament
einzusetzen. Ich kenne die Nebenwirkungen nicht aber ich nehme
selber seit langer Zeit starke Medikamente und zwar mit dem
vollen Programm der Nebenwirkungen. Aber dafür habe ich nicht
mehr das, wogegen ich die Medikamente nehme und das ist gut
so.

Gerade damit habe ich ja solche Probleme, für mich ist das den Teufel mit dem Belzebub austreiben. Sorry, es tut mir leid, dass du solche Probleme hast, aber du hast recht, wir Menschen können uns entscheiden, dafür, oder dagegen.

Tiere können uns nicht sagen, was sie jetzt besser finden
würden also müssen wir das entscheiden und das ist furchtbar
schwer. Versuch das Medikament und beobachte deinen Hund und
falls dann wirklich Nebenwirkungen auftreten sollten - was ja
nicht sicher ist - mußt Du evtl. noch mal mit dem Tierarzt
sprechen und dann schauen, was ihr macht.

Das Problem ist, fange ich mit dem Medikament an, dann muß er es immer nehmen, den Rest seines Lebens, evtl. eins mit ner anderen Zusammensetzung, aber einfach ganz wieder absetzen, soll dann nicht mehr möglich sein.

Auf jeden Fall wünsche ich Dir und deinem Hund alles Gute.

Gruß
Yvonne

Ich Danke dir für deine lieben Wünsche

Lieben Gruß
Beate

Hallo Tanja !

Auch dir vielen Dank für deinen Rat.

Behandeln solltest Du auf alle Fälle. Es gibt Hunde, Katzen,
Menschen etc. bei denen auch eine homöopathische Behandlung
anschlägt, da die Anfälle momentan doch nur in längeren
Abständen auftreten, würde ich schon sagen, daß es das wert
ist erst mal zu versuchen. Das klassiche Mittel bei
Epi-Anfällen ist „Cuprum“, aber Du solltest auf alle Fälle
einen Heilpraktiker hinzuziehen, vielleicht rät er in dem Fall
auch zu einem ganz anderen Mittel.

Gut, also das werde ich auf jeden Fall jetzt machen, habe heute schon mal rumtelefoniert, wo ein guter Tierheilpraktiker ist. Lasse ich meinen Rucksack mit der Skepsis halt mal zu Hause und schau, was der Heilpraktiker sagt. Da wir ja noch keine chemische Keule geschwungen haben, ist ja eine homöopathische Behandlung noch möglich.

Sollte das nicht anschlagen, rate ich auf alle Fälle zu dem
Medikament. Bei mir lebt eine Katze, die Epileptikerin ist,
ich habe auch lange gezögert, eigentlich zu lange, bis sie
einen Anfall hatte, der 40 Stunden anhielt.

40 Stunden? Wie hat sie das denn überlebt? Uns reichen schon die 5 min und die kommen einem schon wie ne Ewigkeit vor.

Seitdem bekommt
sie Luminal, hatte, bis sie richtig eingestellt war, noch zwei
kleinere Anfälle und ist nun so lange wie noch nie
anfallsfrei. Dabei ist sie topfit (also kein Stück sediert)
und lebenslustig. Ich würde heute auf alle Fälle früher mit
der Behandlung anfangen. Was Du auf gar keinen Fall tun
solltest, ist einfach nur Abwarten.

Ja, ich warte jetzt nicht mehr nur ab. Im Sommer wollten wir es halt nicht so recht glauben, der letzte Anfall war Anfang September, ich dachte schon, das wars, nochmal mit nem blauen Auge davon gekommen. Hab zur Zeit genug andere Sorgen, nen Epibeagle als Sahnehäubchen noch obendrauf, wollte ich einfach nicht wahr haben.

Tanja

Also nochmals Danke und streichel mal deine Miez von mir :wink:))

Liebe Grüße Beate

Hallo Johnny!

Auf deine Antwort war ich ganz besonders gespannt :wink:))).
Dankeschön!

ich gehe mal davon aus, dass es sich um die idiopathische
Epilepsie bei deinem Hündchen handelt.

Ja davon geht unser Doc auch aus, allerdings waren wir nicht in ner Klinik zur umfassenden Diagnostik, sollten wir das evtl. doch machen?

Da es keine Heilung gibt, versucht man durch Barbiturate und
evtl. Kaliumbromid die Anfallshäufigkeit zu senken und die
Schwere der Anfälle zu lindern. Falls man sich zu solch einer
medikamentösen Behandlung entschließt, handelt es sich um eine
Dauertherapie und der Blutspiegel sollte regelmäßig überwacht
werden. Gerade der Leberstoffwechsel des Hundes stellt sich
sehr schnell auf die Barbituratgaben ein, so dass die Dosis
regelmäßig angepasst werden sollte. Völlige Anfallsfreiheit
erreicht man nur in den seltensten Fällen.

Hach, das hast du wieder richtig schön erklärt, Danke dir.

Es gibt nicht den „richtigen Zeitpunkt“, zu dem man in eine
medikamentöse Dauerbehandlung einsteigt. Meist leiden die
Besitzer unter den Anfällen mehr als der Hund. Ich habe auch
noch nicht erlebt, dass ein Hund während eines Anfalles
weggeblieben ist, oder sich nennenswert verletzt hat.

Ich glaube auch, dass ich im Moment mehr leide, als mein Hund.

Ich kann dir nur schreiben, wie ich vorgehen würde, falls
einer meiner Hunde betroffen wäre.
Wenn die Anfälle in größeren Abständen auftreten (4-6 Wochen)
und die Anfälle nicht länger dauern als 5-10 Minuten (Grand
Mal), würde ich bei meinen Hunden noch keine Dauerbehandlung
einleiten. Der zu erwartende Erfolg, dass die
Anfallshäufigkeit von einmal monatlich auf zweimonatlich
sinkt, wäre mir persönlich zu gering.

Länger als 5 min hat es nie gedauert, kommt einem zwar wie Stunden vor, aber ich hab auf die Uhr geschaut.
Die ersten drei kamen recht kurz hintereinander, der 4. war dann nach 4 Wochen und der letzte jetzt nach 11 Wochen. Ich hatte mich schon in Sicherheit gewogen. Sollten die Anfälle jetzt wieder häufiger kommen, dann tendiere ich auch zu den Medikamenten. So aus dem Bauch heraus, wollte ich es aussitzen und hatte mir auch die Frist gesetzt, wenn alle 2 Wochen ein Anfall, dann fang ich an mit dem Zeug. Aber der Montag hat mich doch wieder sehr unsicher gemacht. Man will halt irgendetwas tun und nicht so hilflos daneben stehen.

Falls es sich um einen Rüden handelt, würde ich versuchen, ihn
mit Gestagenen sexuell etwas zu dämpfen; sollte damit eine
Anfallsverminderung eintreten, würde ich über eine Kastration
nachdenken.

Also es ist ein Rüde und er ist jetzt 3 Jahre alt und mit einem Jahr schon kastriert worden.

Ansonsten würde ich mir für akute Anfälle Diazepam
(Injektionslösung, orale Lösung od. Zäpfchen) besorgen, um
auftretende Anfälle zu lindern und schneller zu beenden
(Injektionen haben den schnellsten Erfolg).

Diazepam hat er am Montag das erste Mal bekommen und gut drauf reagiert. Nach ner Minute hörte der Anfall dann auf.

Während des
Anfalls gefährliche Gegenstände in der Umgebung des Hundes
entfernen. Manipulationen in der Mundhöhle (Zunge herausziehen
u. ä.) sind unnötig und es besteht vermeidbare
Verletzungsgefahr für einen selbst. Treppenhäuser im Haus
würde ich gegen Absturz sichern (Kindergitter).
Werden die Anfälle heftiger oder häufiger, kann man jederzeit
mit einer Barbituratbehandlung beginnen. Manche Besitzer
bemerken an ihrem Hund auch schon frühzeitig, dass wieder ein
Anfall bevorsteht und können diesen durch eine Diazepamgabe
teilweise abfangen.

Ich habe jetzt mal zurücküberlegt, 3 von den Anfällen sind passiert, wenn ich den ganzen Tag mal nicht da war. Ich bin sonst immer hier im Hause, da ich auch meine Arbeit im Haus habe. Die Hunde sind also fast nie allein. Montag war ich den ganzen Tag in Hannover, Herrchen war aber den ganzen Tag zu Hause, ich komm abends rein und keine 2 min später fing mein Hund an zu krampfen. Kann das wiklich sein, dass mein Sensibelchen den ganzen Tag still gelitten hat und dann vor Freude, dass ich endlich wieder da bin, einen Anfall bekommen hat? Das wäre der Hammer.

Hat man einmal mit Barbiturat-Dauerbehandlung begonnen, kann
man i. d. R. nicht mehr aussteigen ohne einen massiven Anstieg
der Anfälle zu provozieren.

Ja, das ist mir klar und deshalb fällt es mir ja auch so schwer, mich zu entscheiden.

Leider kenne ich auch keine Zauberlösung für dein Problem.

SCHAAAAADEEEEEE!!!

Ich wünsch euch alles Gute

Johnny

Ich Danke dir Johnny, du hast mir sehr geholfen.

Liebe Grüße von Beate und der Beaglebande

Hallo Beate!

Gut, also das werde ich auf jeden Fall jetzt machen, habe
heute schon mal rumtelefoniert, wo ein guter Tierheilpraktiker
ist. Lasse ich meinen Rucksack mit der Skepsis halt mal zu
Hause und schau, was der Heilpraktiker sagt. Da wir ja noch
keine chemische Keule geschwungen haben, ist ja eine
homöopathische Behandlung noch möglich.

Wenn Dir irgendwas unseriös vorkommt, kannst Du Dich bei www ja noch mal schlaumachen. :wink:

40 Stunden? Wie hat sie das denn überlebt? Uns reichen schon
die 5 min und die kommen einem schon wie ne Ewigkeit vor.

Sie hat nur ganz kurz gekrampft, den Rest der Zeit stolperte sie absolut desorientiert und auch sonst total neben der Kappe speichelnd, zuckend (die Tics waren teilweise so schlimm, daß sie alle paar Schritte der Länge nach hinfiel) und klagend durchs Haus bzw. durch unser Schlafzimmer, wo sich dann später immer einer von uns mit ihr einsperrte. Wir haben leider bei ihr auch schon erlebt, daß sie direkt am Treppenabsatz einen Krampfanfall bekommen hat und dann wie ein Ball eine Stufe nach der anderen runterplumpste, da dachte ich wirklich, sie sei tot (die Reflexe sind da ja auch nicht mehr vorhanden); deswegen bin ich seitdem sehr vorsichtig geworden.

Ja, ich warte jetzt nicht mehr nur ab. Im Sommer wollten wir
es halt nicht so recht glauben, der letzte Anfall war Anfang
September, ich dachte schon, das wars, nochmal mit nem blauen
Auge davon gekommen. Hab zur Zeit genug andere Sorgen, nen
Epibeagle als Sahnehäubchen noch obendrauf, wollte ich einfach
nicht wahr haben.

Kann ich verstehen, deswegen habe ich ja auch so lange gezögert mit der Behandlung…

Also nochmals Danke und streichel mal deine Miez von mir :wink:))

Das läßt sie sich doch gern gefallen, sitzt gerade neben mir ist total genervt, daß ich immer noch vor dem PC hänge. :wink:

Alles Gute,

Tanja

Hallo Beate,

ich gehe mal davon aus, dass es sich um die idiopathische
Epilepsie bei deinem Hündchen handelt.

Ja davon geht unser Doc auch aus, allerdings waren wir nicht
in ner Klinik zur umfassenden Diagnostik, sollten wir das
evtl. doch machen?

man sollte zumindest die Leber blutwertmäßig untersuchen. Beim Beagle muss man auch an Adam-Stokes-Anfälle denken (Folge von Herzinsuffizienz), dein Doc hat aber sicherlich den Kreislauf gecheckt.

Länger als 5 min hat es nie gedauert, kommt einem zwar wie
Stunden vor, aber ich hab auf die Uhr geschaut.
Die ersten drei kamen recht kurz hintereinander, der 4. war
dann nach 4 Wochen und der letzte jetzt nach 11 Wochen. Ich
hatte mich schon in Sicherheit gewogen. Sollten die Anfälle

Meist treten mehrere Anfälle in kurzen Abständen hintereinander auf, dann ist erst mal wieder für längere Zeit Ruhe.

Also es ist ein Rüde und er ist jetzt 3 Jahre alt und mit
einem Jahr schon kastriert worden.

Schade, dann ist dieser Trumpf schon verspielt. Die Kastration ist häufig eine Möglichkeit, die Beschwerden zu lindern. Rüden, die sich wegen einer läufigen Hündin stark sexuell erregen, bekommen leichter Anfälle.

Diazepam hat er am Montag das erste Mal bekommen und gut drauf
reagiert. Nach ner Minute hörte der Anfall dann auf.

Frag doch deinen Tierarzt, ob er dir ein paar Ampullen für Notfälle überlässt und dir zeigt, wie du sie deinem Hund verabreichst.

Kann das wiklich sein, dass mein
Sensibelchen den ganzen Tag still gelitten hat und dann vor
Freude, dass ich endlich wieder da bin, einen Anfall bekommen
hat? Das wäre der Hammer.

Jede Art von Aufregung/Erregung kann Anfälle auslösen oder fördern. Wenn du längere Zeit weg warst, versuche das Zurückkommen möglichst beiläufig und ohne große Wiedersehenszeremonie zu gestalten. Falls es wirklich die Ausnahme ist, dass du länger weg bist, und dein Hunderl sich so echauffiert, könnte dein Mann ihm vor deiner Rückkehr evtl. eine kleine Menge Diazepam verabreichen, da kann man so leicht nichts kaputt machen.

Euch allen eine ruhige Nacht

Johnny

Diazepam hat er am Montag das erste Mal bekommen und gut drauf
reagiert. Nach ner Minute hörte der Anfall dann auf.

Frag doch deinen Tierarzt, ob er dir ein paar Ampullen für
Notfälle überlässt und dir zeigt, wie du sie deinem Hund
verabreichst.

Injektionen müssen nicht sein, vor allem nicht, wenn man ungeübt und dann in so einer Streßsituation ist. Im Normalfall geht es einfacher, dem Krampfenden die Lefze hochzuziehen und die erforderliche Dosis in Tropfen auf die Schleimhäute zu geben; ich habe für Lou-Lou immer ganz normale Diazepam-Tropfen griffbereit. Über die Schleimhäute wird das auch sehr schenll aufgenommen, i.v. zu spritzen, gelingt in so einer Situation ja nicht einmal jedem routiniertemn Tierarzt. Bei Menschen verabreicht man das Diazepam oft per anus, wäre vielleicht, je nachdem wie schwer der Hund ist, auch eine Möglichkeit.
Das nur noch mal so als Anmerkung. :wink:

Tanja

Hallo Tanja,

… Über die Schleimhäute wird das
auch sehr schenll aufgenommen, i.v. zu spritzen, gelingt in so
einer Situation ja nicht einmal jedem routiniertemn Tierarzt.
Bei Menschen verabreicht man das Diazepam oft per anus, wäre
vielleicht, je nachdem wie schwer der Hund ist, auch eine
Möglichkeit.
Das nur noch mal so als Anmerkung. :wink:

ich gehe natürlich davon aus, dass der Tierarzt von Beate ihr zeigt, wie man das Diazepam s.c. verabreicht.

Gruß

Johnny

Hallo Johnny und Tanja !

Also bevor wir uns hier die Köpfe heiß reden, über das wie, kann ich euch sagen, ich habe diese Ampullen, die man in den Anus drückt.
Diese gab mir mein TA schon im Juni und wie gesagt am Montag hab ich eine benutzt. Hab jetzt auch wenn wir unterwegs sind immer eine in der Tasche.
Spritzen würde ich mir glaub ich nicht zutrauen.

Das mit den Tropfen vorbeugend, wenn ich mal wieder länger weg bin, ist ne gute Idee, werde ich mit meinem TA reden, die gibt er mir bestimmt. Aber auf sowas muß man ja erstmal kommen. Hach wie gut das es w-w-w gibt. :wink:

Ich danke euch beiden.

Lieben Gruß

Beate

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]