Hallo Johnny!
Auf deine Antwort war ich ganz besonders gespannt
))).
Dankeschön!
ich gehe mal davon aus, dass es sich um die idiopathische
Epilepsie bei deinem Hündchen handelt.
Ja davon geht unser Doc auch aus, allerdings waren wir nicht in ner Klinik zur umfassenden Diagnostik, sollten wir das evtl. doch machen?
Da es keine Heilung gibt, versucht man durch Barbiturate und
evtl. Kaliumbromid die Anfallshäufigkeit zu senken und die
Schwere der Anfälle zu lindern. Falls man sich zu solch einer
medikamentösen Behandlung entschließt, handelt es sich um eine
Dauertherapie und der Blutspiegel sollte regelmäßig überwacht
werden. Gerade der Leberstoffwechsel des Hundes stellt sich
sehr schnell auf die Barbituratgaben ein, so dass die Dosis
regelmäßig angepasst werden sollte. Völlige Anfallsfreiheit
erreicht man nur in den seltensten Fällen.
Hach, das hast du wieder richtig schön erklärt, Danke dir.
Es gibt nicht den „richtigen Zeitpunkt“, zu dem man in eine
medikamentöse Dauerbehandlung einsteigt. Meist leiden die
Besitzer unter den Anfällen mehr als der Hund. Ich habe auch
noch nicht erlebt, dass ein Hund während eines Anfalles
weggeblieben ist, oder sich nennenswert verletzt hat.
Ich glaube auch, dass ich im Moment mehr leide, als mein Hund.
Ich kann dir nur schreiben, wie ich vorgehen würde, falls
einer meiner Hunde betroffen wäre.
Wenn die Anfälle in größeren Abständen auftreten (4-6 Wochen)
und die Anfälle nicht länger dauern als 5-10 Minuten (Grand
Mal), würde ich bei meinen Hunden noch keine Dauerbehandlung
einleiten. Der zu erwartende Erfolg, dass die
Anfallshäufigkeit von einmal monatlich auf zweimonatlich
sinkt, wäre mir persönlich zu gering.
Länger als 5 min hat es nie gedauert, kommt einem zwar wie Stunden vor, aber ich hab auf die Uhr geschaut.
Die ersten drei kamen recht kurz hintereinander, der 4. war dann nach 4 Wochen und der letzte jetzt nach 11 Wochen. Ich hatte mich schon in Sicherheit gewogen. Sollten die Anfälle jetzt wieder häufiger kommen, dann tendiere ich auch zu den Medikamenten. So aus dem Bauch heraus, wollte ich es aussitzen und hatte mir auch die Frist gesetzt, wenn alle 2 Wochen ein Anfall, dann fang ich an mit dem Zeug. Aber der Montag hat mich doch wieder sehr unsicher gemacht. Man will halt irgendetwas tun und nicht so hilflos daneben stehen.
Falls es sich um einen Rüden handelt, würde ich versuchen, ihn
mit Gestagenen sexuell etwas zu dämpfen; sollte damit eine
Anfallsverminderung eintreten, würde ich über eine Kastration
nachdenken.
Also es ist ein Rüde und er ist jetzt 3 Jahre alt und mit einem Jahr schon kastriert worden.
Ansonsten würde ich mir für akute Anfälle Diazepam
(Injektionslösung, orale Lösung od. Zäpfchen) besorgen, um
auftretende Anfälle zu lindern und schneller zu beenden
(Injektionen haben den schnellsten Erfolg).
Diazepam hat er am Montag das erste Mal bekommen und gut drauf reagiert. Nach ner Minute hörte der Anfall dann auf.
Während des
Anfalls gefährliche Gegenstände in der Umgebung des Hundes
entfernen. Manipulationen in der Mundhöhle (Zunge herausziehen
u. ä.) sind unnötig und es besteht vermeidbare
Verletzungsgefahr für einen selbst. Treppenhäuser im Haus
würde ich gegen Absturz sichern (Kindergitter).
Werden die Anfälle heftiger oder häufiger, kann man jederzeit
mit einer Barbituratbehandlung beginnen. Manche Besitzer
bemerken an ihrem Hund auch schon frühzeitig, dass wieder ein
Anfall bevorsteht und können diesen durch eine Diazepamgabe
teilweise abfangen.
Ich habe jetzt mal zurücküberlegt, 3 von den Anfällen sind passiert, wenn ich den ganzen Tag mal nicht da war. Ich bin sonst immer hier im Hause, da ich auch meine Arbeit im Haus habe. Die Hunde sind also fast nie allein. Montag war ich den ganzen Tag in Hannover, Herrchen war aber den ganzen Tag zu Hause, ich komm abends rein und keine 2 min später fing mein Hund an zu krampfen. Kann das wiklich sein, dass mein Sensibelchen den ganzen Tag still gelitten hat und dann vor Freude, dass ich endlich wieder da bin, einen Anfall bekommen hat? Das wäre der Hammer.
Hat man einmal mit Barbiturat-Dauerbehandlung begonnen, kann
man i. d. R. nicht mehr aussteigen ohne einen massiven Anstieg
der Anfälle zu provozieren.
Ja, das ist mir klar und deshalb fällt es mir ja auch so schwer, mich zu entscheiden.
Leider kenne ich auch keine Zauberlösung für dein Problem.
SCHAAAAADEEEEEE!!!
Ich wünsch euch alles Gute
Johnny
Ich Danke dir Johnny, du hast mir sehr geholfen.
Liebe Grüße von Beate und der Beaglebande