Mieze - Gelbsucht/Leberschaden/Infekt

Hallo,
unsere Mieze (10 J.) ist z.Zt. beim Tierarzt und hängt am Tropf. Auf 1.900 gr. abgemagert
frisst und trinkt sie nicht mehr. Die Tierärztin rief gerade an und sagte, sie hätte Gelbsucht, wohl infolge eines Leberschadens oder einer Infektion. Sie ist völlig apathisch und nimmt kaum noch etwas wahr. Chancen: 10:90.

Heute Nachmittag wird sich entscheiden, ob sie die Sache übersteht oder nicht!
Kaum noch fähig, vernünftig zu tippen, meine Frage an Euch: Sollte man, wenn die Tierärztin sagt, es wäre besser sie zu erlösen, dies auch tun - oder sollte man weitere Tierärzte /-klinken konsultieren?

Andreas

Hallo Andreas,

ich kann gut nachfühlen, was Du gerade durch machst. Mit anderer Diagnose habe ich dasselbe vor 2,5 Jahren auch durch gemacht. Ist scheusslich und mir graut schon vor dem Tag, wo ich diese Entscheidung mit meinem zweiten Kater auch werde treffen müssen… Ich wünsche Dir ganz viel Kraft. Und hoffe natürlich für Dich, daß die 10 % eintreffen.

Aber quäle das Tier auch nicht unsinnig lang. Wenn es schon so abgemagert und apathisch ist, dann leidet es wirklich. Den letzten Gang zu tun, ist sehr sehr schwer und man wehrt sich innerlich lang dagegen, weil man die Hoffnung nicht aufgeben möchte. Aber das Tier hat Dir lange Zeit viel Freude gemacht und es kann jetzt nicht für sich reden. Es ist - leider - Deine Aufgabe, eine Entscheidung zu treffen, die nicht nur für Dich, sondern auch für das Tier einigermaßen erträglich ist.

Zu der Frage wegen anderem Tierarzt… was würdest Du tun, wenn Dir ein Arzt diese Diagnose/Urteil bzgl. eines geliebten Menschen machen würde? Ganz sicher einen anderen Arzt auch noch fragen.

Viel Glück und viel Kraft für eine gute Entscheidung!

Nena

Hallo,
ich habe auch 3 Katzen… und kann nachfühlen, wie es Dir geht.

Aber quäle Deine Katze nicht. Und Dich auch nicht. Erlöse Euch beide, Du wirst wissen, wann dafür die Zeit ist.

Alles Gute,
Carmen

Vielen Dank…
für Eure lieben Worte, ich hoffe sehr, dass es nicht zum letzten kommen wird.

Momentan sieht es so aus, dass sich ihr Zustand zumindest stabilisert hat. Wir sind ganz vorsichtig optimistisch und werden morgen früh wieder nach ihr schauen.

Ich kann gar nicht beschreiben, wie sehr ich mit dieser kleinen Ratte mitfühle…

Abschied…
nehmen! Unser Optimimus war doch eher Wunsch, weniger Realität. Die hat uns nun eingeholt!

tut mir unendlich leid…
habe selbst vor 2 Jahren erst meinen Kater, ein 1/4 Jahr später meinen Hund einschläfern lassen müssen. Ich weiß, nichts was ich sage kann dich wirklich trösten, aber auch wenn es abgedroschen wirkt, die Zeit heilt wirklich einiges. Ich habe manchmal immernoch Tränen wenn ich die Bilder sehe, aber ich weiß ich habe für meine Tiere das richtige getan.
Ich wünsche dir, daß du bald in deiner Erinnerung die schönen Zeiten über die Leidenszeit stellen kannst.

Alles Liebe Petra

tut mir unendlich leid…

Mir auch! Ich kann’s auch gut nachfühlen (unser Kater war letztes Jahr so krank, daß es keine andere Lösung gab) - es ist immer schwer, selbst wenn man weiß, es ist richtig für das Tier. Petra hat’s schön formuliert - nach einer Weile überwiegen die schönen Erinnerungen, auch wenn die Schwere der Entscheidung für einen selber nie leichter wird, auch nicht in der Erinnerung.

Alles Liebe

Gabi

Auf Wiedersehen!
Ihr ward lange Freunde, behalte Deine Katze so in Erinnerung, wie sie war, als es ihr gut ging. Sie wird es so wollen. Denke dran, sie beabachteet Dich von Wolke Sieben!
Liebe Grüße
Carmen