Warum will der Hund so gern nach Hause?

Hallöchen,
ich hätte mal eine Frage zu unserem 7jährigen Schäferhund.
Wir haben ihn seit einem Jahr. Der morgendliche Spaziergang umfasst eine Stunde. Neuerdings trottet er ab der Hälfte mehr neben und hinter uns her. Wenn wir dann umdrehen mit den magischen Worten „nach Hause“, lebt er auf, sucht sich Stöckchen, spielt und springt vorne weg.
Was will er uns damit sagen?

Liebe Grüße
Andrea

Hallo, Andrea

ich habe auch eine 7jährige Schäferhündin, es könnte glatt ein Spiegelbild vom Verhalten her sein.
Wenn wir die Morgenrunde machen ist sie noch fit und gut drauf. Bei den nächsten zwei geht es auch noch. Aber die letzte Runde!!! Was ein Drama. Der arme Hund muß ja laufen! :wink:))
Meine Vermutung - kalt draußen, nass draußen, ICH WILL NACH HAUSE!!!.
Sind bei Deinem Hund Probleme wie Arthrose, Arthritis, Spondylose da?
Sind bei der Wetterlage dann noch stärker.

Schließe erstmal alles körperliche aus. Ich mache mittlerweile vier Runden, dafür kürzer.

Liebe Grüße

Carina

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Hallo !

Auf keinen Fall verbindet er mit den Worten „nach Hause“ die Überlegung, dass es dort warm und gemütlich ist.
Sagst Du ihm morgens „ausgehen“, spielt er genauso verrückt oder?

Hunde ab einem bestimmten Alter sind schnell gelangweilt. Wie normal, geht man jeden Tag den gleichen Weg, wo er jeden Duft kennt, von jedem Haufen kennt er den Erzeuger und das langweilt ihn. Also ist er für jede Abwechslung zu haben. Und wenn es nur die Rückkehr ist, die man ihm mit einem bestimmten freudigen Ton in der Stimme schmackhaft macht.

Fahr mal mit ihm in eine Gegend, die er nicht kennt, wird er auf „nach Hause“ nicht mehr so reagieren. Natürlich auch, weil er gar nicht weiß, wo es denn nach Haus geht.
Wir machen es zur Zeit so, dass meine Frau mich irgendwo absetzt und ich dann von dort bis zu 5 - 10 km zurücklaufe. Ohne Probleme, obwohl ein Arthroseverdacht besteht.
Hat der Hund so etwas, bemerkt man es sofort. Unser Hund (Labradorrüde) kommt, wie Opa, nicht so richtig in Gang. Hat er länger gelegen, humpelt er erstmal. Das hält ihn aber nicht davon ab, wie verrückt an der Leine zu ziehen und zu laufen. Nach 10 Metern ist das Humpeln meistens weg.

Um es genau zu sagen, es ist doch so, geht man mit dem Hund los und sagt nach 50 Metern „nach Haus“, freut er sich, dreht sich um und rennt nach Haus. Ist man drinnen, sagt „ausgehen“ zieht er an der Leine wie blöd und will raus.

Ich habe es mit unserer letzten Schäferhündin so erlebt, dass sie in ihren letzten Tagen, nach wenigen Metern stehenblieb, sich hinsetzte und mich ansah. Dann weißt Du, was die Stunde geschlagen hat. Sie konnte einfach nicht mehr.

Also versucht mal die alten Wege zu meiden und neue zu erkunden. Das erweckt die Schnüffelneugier und er ist wie umgewandelt.

Gruß Max

Schließe erstmal alles körperliche aus. Ich mache mittlerweile
vier Runden, dafür kürzer.

Hallo !

Wirklich viermal die gleiche Strecke?? Das ist einfach zu langweilig. Ein Hund muß neues erschnüffeln können! Versucht es wenigstens mal andersherum, nicht immer die gleiche Richtung nehmen.

gruß Max

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Schließe erstmal alles körperliche aus. Ich mache mittlerweile
vier Runden, dafür kürzer.

Hallo !

Hallo Max,

Wirklich viermal die gleiche Strecke??

natürlich nicht! Ich habe eine DSH, die braucht schon ihre Abwechslung. Ich habe auch mit meiner Wohngegend Glück und habe recht viel Auswahl. Ist mir ja auch selbst zu langweilig.

Das ist einfach zu
langweilig. Ein Hund muß neues erschnüffeln können! Versucht
es wenigstens mal andersherum, nicht immer die gleiche
Richtung nehmen.

gruß Max

Gruß Carina

Hallo!

Ich würde mich der Meinung von Max anschliessen: Der Hund braucht Abwechslung. Ein Schäferhund braucht nicht nur Bewegung, sondern auch geistige Betätigung. Mein jetzt elfjähriger Flat Coated Retriever begann plötzlich als er neun Jahre alt war, sich genau gleich zu langweilen. So habe ich begonnen Abwechslung in den Tag zu bringen, indem ich ihn vor allem geistig (aber auch körperlich, damit er nicht „einrostet“) zu beschäftigen. Klar, das braucht Zeit, aber mein Hund ist, wie ich ihn selten vorher erlebt habe: wir verstehen uns wirklich blendend, er benimmt sich wie ein ein- nicht wie ein elfjähriger und kaum einer nimmt mir ab, dass das ein alter Hund mit starker HD ist. Der strotzt nur so, ich glaubs manchmal selber nicht und freue mich, dass er sein wahres Alter vergessen zu haben scheint.
Um neue Ideen zu sammeln habe Bücher in der Art: „So spiele ich mit dem Hund“ oder „Tricks für Hunde“ etc. Ausserdem habe ich mit Dogdancing begonnen… tönt alles fast zu schön um wahr zu sein? Ist aber so!

Ich wünsche euch viele neue Ideen und viel Spass miteinander!

Lieber Gruss,
Christine

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Vielen Dank für Eure Antworten,

das Problem ist, dass eine andere Strecke nicht machbar ist.
Hier bei uns im Ort ist dieser Weg der einzige, wo wir ihn auch mal von der Leine nehmen können. Da er dank der Vorbesitzer sich mit Artgenossen jeder Art schlecht versteht, sind die üblichen Hundewege nicht möglich.
Autofahren in den Wald oder so geht auch nicht, da er panisch wird, weil er Auto mit weggeben usw. verbindet. Er denkt dann, wir wollen ihn aussetzen.
Wir sind froh, dass wir diesen Weg, den wir nun gehen, gefunden haben und es wurmt mich, dass Alternativen nicht möglich sind.
Falls es also Langeweile ist, kann ich ihm nicht helfen.