Hallo !
Auf keinen Fall verbindet er mit den Worten „nach Hause“ die Überlegung, dass es dort warm und gemütlich ist.
Sagst Du ihm morgens „ausgehen“, spielt er genauso verrückt oder?
Hunde ab einem bestimmten Alter sind schnell gelangweilt. Wie normal, geht man jeden Tag den gleichen Weg, wo er jeden Duft kennt, von jedem Haufen kennt er den Erzeuger und das langweilt ihn. Also ist er für jede Abwechslung zu haben. Und wenn es nur die Rückkehr ist, die man ihm mit einem bestimmten freudigen Ton in der Stimme schmackhaft macht.
Fahr mal mit ihm in eine Gegend, die er nicht kennt, wird er auf „nach Hause“ nicht mehr so reagieren. Natürlich auch, weil er gar nicht weiß, wo es denn nach Haus geht.
Wir machen es zur Zeit so, dass meine Frau mich irgendwo absetzt und ich dann von dort bis zu 5 - 10 km zurücklaufe. Ohne Probleme, obwohl ein Arthroseverdacht besteht.
Hat der Hund so etwas, bemerkt man es sofort. Unser Hund (Labradorrüde) kommt, wie Opa, nicht so richtig in Gang. Hat er länger gelegen, humpelt er erstmal. Das hält ihn aber nicht davon ab, wie verrückt an der Leine zu ziehen und zu laufen. Nach 10 Metern ist das Humpeln meistens weg.
Um es genau zu sagen, es ist doch so, geht man mit dem Hund los und sagt nach 50 Metern „nach Haus“, freut er sich, dreht sich um und rennt nach Haus. Ist man drinnen, sagt „ausgehen“ zieht er an der Leine wie blöd und will raus.
Ich habe es mit unserer letzten Schäferhündin so erlebt, dass sie in ihren letzten Tagen, nach wenigen Metern stehenblieb, sich hinsetzte und mich ansah. Dann weißt Du, was die Stunde geschlagen hat. Sie konnte einfach nicht mehr.
Also versucht mal die alten Wege zu meiden und neue zu erkunden. Das erweckt die Schnüffelneugier und er ist wie umgewandelt.
Gruß Max