Hallo!
Meine Katze lebt seid 18 Jahren bei mir.
Sie wird im April 19 ist also eine richtig alte Dame.
Sie ist schon etliche male mit mir umgezogen, zuletzt Ende November und da möchte ich sie nicht noch mehr schocken, aber…
meine Mitbewohnerin hat sich einen Hund gekauft. 11 Monate alt, ausm Tierheim, sehr süß. Auch eine Dame aber noch sehr verspielt.
Der Hund ist lieb, aber die Katze faucht ständig und fühlt sich offensichtlich sehr unwohl… Das tut mir sooo leid für sie!!
Der Hund soll bleiben, ich hatte meiner Mitbewohnerin vorher schon zugesagt. Aber was können wir tun, damit die zwei sich aneinander gewöhnen?
Beide sind mittlerweile total verstört!
Vielen Dank für Eure Tipps
Grüsse
Annika
Hallo Annika,
leider hab ich solch eine Erfahrung noch nie gemacht, aber
- entweder sie brauchen noch Zeit zum „Aneinander-Gewöhnen“
oder
- sie werden sich nie vertragen
Das arme Ding… Ich glaube, die Chancen, dass eine 18-jährige Katze nochmal nen Fremdling in ihr Revier lässt, stehen ziemlich schlecht.
Nimm´s mir nicht übel, aber hättet ihr euch das nicht vorher überlegen sollen (MÜSSEN)?! Jetzt ist das Geheule natürlich groß, aber stell dir mal vor, du wärst seit 18 Jahren glücklich mit einem Mann zusammen, plötzlich kommt er mit ner anderen nach Hause und erwartet von euch Friede, Freude, Eierkuchen?! Wärst du begeistert?!
Nee nee, sowas kann ich nicht verstehen!
Gruß
Anke
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Hallo Annika,
ich glaube auch nicht, dass ihr die beiden noch zusammen bekommt. Schon wegen des Altersunterschiedes und Temperaments. Setz dir eine Frist und schau, ob sich irgendwas positiv verändert. Wichtig ist, dass deine alte Dame mindestens genauso viel Aufmerksamkeit bekommt wie früher. Warte aber nicht zu lange, sonst leidet deine Katze und es kann zu Fellrupfen, Unsauberkeit etc. kommen. Zieh lieber aus und tu ihr den kurzen Stress nochmal an, als Stress bis an ihr Lebensende. Das hat sie nämlich bestimmt nicht verdient.
Ich musste bisher nur Katzen aneinander gewöhnen, kann dir aber von da aus Erfahrung sagen: Entweder nach einer Woche ist Ruhe eingekehrt oder es klappt nie.
Dana
Hallo Annika,
entgegen meiner Vorschreiber bin ich da nicht so pessimistisch und habe auch praktische Erfahrung auf dem Gebiet. 
Im Normalfall klappt es auch bei alten Katzen noch sehr gut, sie an einen Hund zu gewöhnen, solange dieser nicht aufdringlich wird. Sie müssen ja keine dicken Freunde werden sondern sollen den anderen nur respektieren bzw. keine Angst haben. Wichtig ist also, dem Hund zu zeigen, daß die Katze ranghöher ist, ihm jede Aufdringlichkeit zu verbieten und ihn dann natürlich dafür zu belohnen. Die Katze braucht in dieser Phase besonders viel Aufmerksamkeit von Dir; schicke den Hund ruhig weg, wenn er gern der Dritte im Bund sein möchte beim Schmusen. Wenn das klappt, kannst Du den beiden mal zusmamen etwas leckeres zu essen geben: Zuerst der Katze, dann dem Hund. So bekommt die Katze mehr Selbstsicherheit, merkt, daß sie immer noch die Nummer 1 ist, Du den Hund „unter Kontrolle“ hast und der Hund sieht das auch, wird die Katze als „Respektsperson“ betrachten.
Hatte bei mir auch schon eine andere Variante, die schneller und wirkungsvoller war
:
Nahm vor einigen Jahren zu einem 20-jährigen Kater eine 6 Monate alte mißhandelte Hündin auf. Die beiden standen sich gegenüber, starrten sich nur an und gingen dann langsam aufeinander zu. Als sie direkt voreinander standen (beiden hatten wohl noch nie einen Angehröigen der jew. anderen Spezies getroffen), holte der Kater aus und verpaßte der Hündin (ohne Krallen!) rechts und links ein paar Ohrfeigen. Dann drehte er sich ruhig und zufrieden um und ging. Die beiden wurden trotzdem noch gute Freunde; Jenny (die junge Hündin) ist heute 4 1/2 Jahre alt und spielt für ihr Leben gern mit Katzen, aber sie hat trotzdem Respekt (keine Angst!) vor ihnen.
Das mit der Frist von einer Woche ist übrigens totaler Quatsch, das kann ein halbes Jahr und länger dauern, normal sollten aber 2-3 Monate sein. Ich habe bisher noch nie erlebt, daß es nicht geklappt hat, wichtig ist, Ruhe auszustrahlen, nicht hektisch zu werden aus Angst, es könnte nicht klappen. Abbruch ist wirklich nur angesagt, wenn die Katze sich nur noch verkriecht, dnan ist allerdings bei der Erziehung des Hundes was falsch gelaufen.
Viel Glück und berichte doch mal in ein par Wochen,
Tanja
Hallo Tanja,
Das mit der Frist von einer Woche ist übrigens totaler
Quatsch…
also erstens finde ich diese Formulierung ziemlich arm. Das kann man auch anders ausdrücken (z.B. „ich habe andere Erfahrungen gemacht…“), davon abgesehen, dass in jeder Brettbeschreibung steht, dass solche Formulierungen nicht erwünscht sind. Zweitens habe ich geschrieben, dass diese Erkenntnis aus meinen eigenen Erfahrungen mit der Zusammenführung von Katzen besteht. Ich habe sechs Katzen aneinander gewöhnt. Da gab es zu Anfang immer großes Gefauche, aber nach ein paar Tagen war alles ruhig. Nur eine Katze hat auch nach (inzwischen) Jahren keine der anderen akzeptiert. Mehr wollte ich gar nicht aussagen.
Wollte das nur mal gesagt haben.
Dana
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