Das Halten unterschiedlicher Tiere

Hallo zusammen,

immer wieder wird hier darauf hingeweisen, dass man Kaninchen und Meerschweinchen nicht zusammen halten soll, da sie nicht die gleiche Sprache sprechen.

Hier möchte ich nun etwas dazu sagen.

Hunde und Katzen sprechen verschiedene Sprachen und trotzdem kann man sie aneinander gewöhnen und manches mal entstehen sogar richtige Freundschaften.
Freundschaften zwischen Katz und Maus kann man sich schlecht vorstellen und doch gibt es Katzen, die eine Maus zum Freund haben.
Hund und Ratte sind auch so ein Beispiel, doch auch hier gibt es lustige Freundschaften.
Diese Beispiele führe ich deshalb an, da ich sie selber bei unseren Tieren erlebt habe.

Ganz traurig endete z. B. die Freundschaft zwischen einem blinden Stallkaninchen und einen Meerschweinchen.
Beide waren unter ihres Gleichen Außenseiter und wurden von uns alleine gehalten. So kam ich auf die Idee, die Beiden zusammen in einen Stall zu tun.
Es hat hervorragend geklappt. Das Meerschweinchen wurde der „Blindenhund“ für das Kaninchen. Es schleppte ihm das Futter direkt unter die Nase, er schupste ihn in Richtung der Tränke und selbst bei der Fellpflege half er kräftig mit.
Die beiden lebten etwa ein Jahr zusammen, als der Tierarzt feststellte, dass das Stallkaninchen einen bösartigen Tumor hinter einem Auge hatte und wir ihn einschläfern lassen mussten.
Drei Tage hat das Meerschweichen nur gequiekt. Er verweigerte das Futter und rührte kein Wasser mehr an (wir ließen es vom Tierarzt untersuchen - nichts, es war gesund). Wir quartierten ihn bei einer sehr netten Meerschweinchendame ein, aber es half nichts. Fünf Tage, nach dem wir das Stallkaninchen hatten einschläfern lassen, starb auch das Meerschweinchen.

Es ist schon richtig, dass die Tiere verschiedene Sprachen sprechen und es gibt auch Tiere, die sich nie an eine andere Gattung Tier gewöhnen. So wie es auch Tiere gibt, die noch nicht einmal ihre eigene Rasse leiden können.
Auch der Mensch spricht eine andere Sprache als die Tiere, trotzdem bilden sich Freundschaften.

Ich habe im Laufe der vielen Jahre als Tierhalter eine Menge ungewöhnlicher und lustiger Tierfreundschaften erlebt.
Der Hund, bei dem die Katzenmama ihre Jungen ablegte, wenn sie auf Wanderschft ging. Die Hausratte, die sich vom Hund durch die Gegend tragen ließ. Der Kater, der nur gefressen hat, wenn die Maus mitfressen durfte.

Es ist sicher nicht die Regel, dass sich diese Tiere mögen, aber grundsätzlich zu sagen, man kann sie nicht zusammen halten, das ist nicht ok.
Ein Versuch ist es wert und wenn die Tiere miteinander auskommen, dann hat sich der Versuch gelohnt.

Freundliche Grüße

Pooch

Guten Morgen Pooch,
ich geb dir mit sicherheit recht mit dem was du da schreibst nur eine Frage beantworte mir:

Es ist sicher nicht die Regel, dass sich diese Tiere mögen,
aber grundsätzlich zu sagen, man kann sie nicht zusammen
halten, das ist nicht ok.
Ein Versuch ist es wert und wenn die Tiere miteinander
auskommen, dann hat sich der Versuch gelohnt.

Wer zahlt den Preis wenn es nicht klappt??? Entweder das Tierheim, oder das Tier selber. Aber in beiden Fällen ist das Tier immer der A…
Daher denke ich daß in der Not es auf einen Versuch ankommen kann aber i.d.R. würde ich es so nicht stehen lassen. Wenn das hier ein Kind liest welches impulsiv denkt rennt es heute mit dem Taschengeld zum Zooladen und ich überspitze es jetzt absichtlich… kauft sich eine Schlange und eine Rennmaus. Versucht es und wird bitterlich heulen da hier es mit 99,99999% nicht klappt.
Dito mit ähnlichen Konstellationen. Frettchen und Chinchilla, Jagdhund und Hase, etc. Was gut geht ist z.B. Hund und Echsen. Katze und Fische, wobei selbst da es schief gehen kann, wie mir berichtet wurde. Hund und Katze ist vom Alter des Hundes meist abhängig. Ein Welpe begreift schnell was er nicht soll ein Adulter Hund wird eine kleine Katze wenn er sie als Beute mal begriffen hat schwer annehmen. Soll aber möglich sein.
Daher überdenk nochmal die Schlussaussage… die Tierheime sind voll und verzichten gern auf „Versuchstiere“.
Gruß Steffen

Hallo Steffen,

Wer zahlt den Preis wenn es nicht klappt??? Entweder das
Tierheim, oder das Tier selber. Aber in beiden Fällen ist das
Tier immer der A…

ich gehe davon aus, dass sich der Tierbesitzer nicht für ein Tier entschieden hat, um es dann ins Tierheim zu bringen. Wer daran bereits bei der Anschaffung denkt, der soll die Finger von den Tieren lassen.
Meine Aussage war auch nicht dahingehend gedacht, dass sich jemand mit dem Vorsatz rüstet: Ich hole mir jetzt eine Maus als Freund für meine Katze (Beispiel).

Daher denke ich daß in der Not es auf einen Versuch ankommen
kann aber i.d.R. würde ich es so nicht stehen lassen. Wenn das
hier ein Kind liest welches impulsiv denkt rennt es heute mit
dem Taschengeld zum Zooladen und ich überspitze es jetzt
absichtlich… kauft sich eine Schlange und eine Rennmaus.
Versucht es und wird bitterlich heulen da hier es mit
99,99999% nicht klappt.

Selbst überspitzt haut das nicht hin.
Kinder sind recht helle und kein Kind würde seiner Schlange (ebenfalls überspitzt) eine Maus als Spielkameraden kaufen, aber als Futter schon.

Dito mit ähnlichen Konstellationen. Frettchen und Chinchilla,
Jagdhund und Hase, etc.

Der Hund, von dem ich sprach, war ein Bluetick Coonhound. Egal mit welchem anderen Haustier er Kontakt hatte, geliebt wurde alles.

Daher überdenk nochmal die Schlussaussage… die Tierheime
sind voll und verzichten gern auf „Versuchstiere“.

Hier noch mal ganz ausdrücklich:
Wenn man sich ein Tier anschafft, dann soll man das wegen dem Tier tun und nicht, weil man einen Spielgefährten für das bereits vorhandene Tier braucht.
Wer sich lediglich aus diesem Grund ein Tier holt (egal woher), der sollte die Finger schon vom ersten Tier lassen.

Ich halte nicht besonders viel davon, wenn ich z. B. lese, dass eine Katze so alleine ist und man daher eine Zweite holen möchte.
Hier stimme ich dir 100%tig zu, denn das wären dann nur Versuchstiere!

Wenn man jedoch viele Tiere hat (so wie wir), dann kann man in bestimmten Situationen schon ungewöhnliche Wege gehen.
Nicht immer verstehen sich Tiere, das hatte ich ja bereits geschrieben, aber wenn sie sich verstehen, dann bilden sich Freundschaften für ein ganzes Tierleben.

Zu der Katze und der Maus: Das war nicht beabsichtigt! Unser Sohn hatte vergessen, den Käfig zu schließen und die Maus nahm die Gelegenheit wahr, die Gegend zu erkunden (nachts). Als ich das am nächsten Morgen bemerkte, war mein erster Gedanke, die Katze hat ihn gefressen. Zwei Tage war die Maus verschwunden, was den Verdacht, dass ihn die Katze gefressen hat, natürlich untermauerte.
Am dritten Tag glaubte ich meinen Augen nicht trauen zu können! Da saß die Maus in der Katzenschüssel und fraß das Trockenfutter. Die Katze saß daneben und fraß die Teile, die die Maus raus warf. Von dem Tag ab war Frider (die Maus) Freigänger und musste nur zu bestimmten Anlässen (Gäste, Staubsaugen, etc.) in den Käfig.
Frider wurde beinahe drei Jahre alt. Die Nachfolgermaus war mit der Katze spinnefeind!

Ich wollte mein Posting nicht so verstanden wissen, dass nun alle in irgendwelche Tierheime oder Zoohandlungen rennen und die Tiere wahllos zusammen stecken. So war das nicht gemeint!!!
Aber grundsätzlich zu sagen, dass sich Tiere verschiedener Rassen nicht verstehen, dass ist auch nicht richtig!

Freundliche Grüße

Pooch

Hallo!
Klar kann man Meerschweinchen und Kaninchen zusammen halten. Aber dann empfiehlt es sich doch, jeweils noch einen Artgenossen dabei zu haben, also 2 Kaninchen und 2 Meerschweinchen! Die Tiere vertragen sich, und können bestimmt auch mal Freunschaften schließen. Aber in der Regel leben sie aneinander vorbei, eben weil sie eine unterschiedliche Sprache sprechen.
Auch eine Katze kann einem Hund nicht den Kontakt zum Artgenossen ersetzen, eher ist sie eine zusätzliche Bereicherung, mehr aber nicht.
Der Mensch kann ja auch hervorragend mit Tieren leben und eine soziale Beziehung zu ihnen aufbauen. Und dennoch ist das kein Ersatz für einen anderen Menschen!
Gruß, Galli

Hi Pooch

da fallen mir doch noch 2 Konstellationen ein.
Mein Hund und unsere Katzen. die Katzen mögen sich untereinander nicht, aber
beide lieben den Hund.
Jede Nacht schläft eine von beiden, je nachdem wer eher dran ist, beim Hund im
Körbi, der Hund macht extra Platz. Untertags ist das auch so das die Katzen auf
dem Hund liegen. Wobei ich sagen muss, das der Hund jeweils älter war als die
Katzen kamen, also er hat davor Katzen auf die Bäume gejagt, diese jetzt aber als
Familie akzeptiert.

Die zweite Geschichte handelt von Spock, einer Laufente die wir zusammen mit
einigen Geschwistern grossgezogen haben um sie zu essen.
Spock war aber mit diesem Schicksal nicht einverstanden, und war eines Tages
einfach weg.Wir haben gedacht, der Fuchs hat ihn geholt, aber 1 Jahr später haben
wir am Fluss eine hübsche Wildenten-Dame gesehen, in begleitung von : JA es war
Spock. Sah so süss aus der grosse weisse laufende Erpel und die kleine braune
Wildente.

Julia

Hallo Pooch,

ich verstehe den Hinweis, dass man ein Kaninchen und ein Meerschweinchen nicht zusammen halten soll, auch nicht als Ausschluss. Deine Geschichte ist ja das beste Beispiel dafür.

Der Hinweis ist an die Leute gerichtet, bei denen es sich noch nicht herumgesprochen hat, dass man viele (sogar die meisten) Tierarten nicht ohne gleichartgien Partner halten soll. Ausnahmen sind z.B. Hund (wegen des Anschlusses an den Menschen) oder Hamster.

Es ist immer noch nicht allgemein bekannt, dass z.B. Wellensittiche ohne Partner verkümmern - wie viele sitzen noch alleine im Käfig mit einem Spiegel und einem Plastikvogel. Das ist Tierquälerei, die aber vielfach unbewusst ausgeübt wird, einfach weil die Besitzer sich zu wenig informiert haben und es nicht besser wissen.

Selbst in Zoohandlungen werden vom sogenannten Fachpersonal oft noch Meerschweinchen als ideale Partner für Kaninchen verkauft - übrigens gibt es Fälle in denen Kaninchen Meerschweinchen totbeissen.

Liebe Grüße
Carolin

unser hund hat respekt vor den ratten und will die verbeißen, den hamster hingegen liebt er und leckt dran rum.