Moin, Moin, wer weiß Rat? Leider sehr ausführliche Beschreibung: Unser Kater (kastr., ehem. ausgesetzt, lieber ängstlicher Freigänger mit starker Anbindung ans Haus) hat nach Untersuchungen unseres Tierarztes mithilfe eines Labors seine chronische schmerzhafte Ohrentzündung aufgrund von Polypen, die durch Katzenschnupfen ausgelöst wurden und von innen durchs Trommelfell gewachsen sind. Er stinkt immens aus dem Ohr, er nebelt einen ganzen Raum ein. Es eitert mal mehr, mal weniger aus dem Ohr, unangenehm riechende Borke schleudert und kratzt er ständig heraus. Operieren würde nichts bringen, die P. würden wieder nachwachsen. Mit dem Endoskop wurden einige kleinere entfernt und unter Narkose das Ohr gereinigt. Helfen würden Ohrentropfen, aber die duldet er nach vielen Jahren unangenehmer Behandlung nicht mehr, er hat dann schrecklichen Stress und kommt dann erst mal nicht wieder nach Hause, geschweige, dass ich sie stündlich verabreichen könnte. Unser Menschen-HNO-Arzt schlug Apis-Belladonna vor, die verabreiche ich morgens im Jogurt. Aber nach 7 Tg. Behandlung ist keine Besserung zu erkennen. Calendula, Psorinum haben früher auch nicht geholfen. Die vielfach verordneten Antibiotika vom Tierarzt wirken nicht (zuletzt oral verabreicht), trotz Antibiogramm und gezielter Auswahl. Was kann ich machen, er leidet sehr!
hallo birgit,
ich sehe nur die möglichkeit, ihn an die ohrtropfen zu gewöhnen. ja, ich weiß: sagt sich so leicht.
wir haben einen kater, der mehrmals täglich salbe ins auge braucht. das war anfangs, wochenlang, jedesmal ein kampf (zappeln, kneifen). offen gesagt, habe ich mich zuerst gar nicht ran getraut und meinem freund das feld überlassen.
es wurde besser, als wir ihn sofort im anschluß an die augenbehandlung gefüttert haben.
wenn ich irgendwas mit den katzen machen muß, dann nehme ich mir das tier, zeige ihm zb. die tube (schnuppern lassen), damit es weiß, was nun kommt. außerdem lasse ich das tier zum schluß nicht flüchten, sondern setze es demonstrativ auf den boden. so kann es lernen, daß ich nicht viel von ihm will und es gleich wieder laufen lasse. wenn es einfach so davon rennt, glaubt es, denkt es (vielleicht), es sei einer gefahr entkommen.
Vielen Dank, schokolinda, sagt sich wirklich leicht, bei den Pferden gehts auch, da könne wir alles machen, auch bei unseren Heimkatzen, aber bei diesem ängstlichen Kater? Na mal sehen, ob mir noch etwas zur Belohnung einfällt. Er verzichtet nämlich bei Erschrecken, z. B. wenn Besuch kommt, zwar inzwischen nur noch einen Tag lang, aber immerhin noch auf sein Futter und kommt nicht ins Haus. Gruß Birgit
Hi,
also bei dem, was Du da so erzählst…ich persönlich würde das Tier einem zweiten Arzt vorstellen und gemeinsam mit ihm eine Therapie ausarbeiten und vor allem ein Zimmer bereithalten, aus dem das Tier nicht entkommen kann ( So denn eine ganzheitliche Genesung möglich ist).
Wenn eine Genesung unter Intensivpflege möglich wäre…dann mach das.
Du wirst keine Therapie finden, die das Tier nicht in irgendeiner Weise beeinflusst, oder einschränkt…
Gruß
Maja
Vielen Dank, Maja,
war schon bei zwei Ärzten, wobei in der einen Praxis drei Docs sind. Die wissen nicht weiter, bieten nur das konventionelle an, siehe meine Berichte. Sie lassen sich auf die Probleme gar nicht ein. Natürlich weiß ich, dass das Tier beeinflusst werden muss. Aber wenn der Stress überwiegt, wie bisher schon mehrere Jahre und nichts hilft, dann kommt man schon ins Grübeln. Weißt du vielleicht, wo man hier vor Ort homöopathisch arbeitende oder anders eingestellte Tierärzte herbekommt? Gibts da irgendeine Liste, einen Link, wo man nachschauen kann? Gruß Birgit
Liebe Birgit,
es nützt Dir gar nichts, einen Menschenarzt nach einer homöopathischen Behandlung zu fragen…
Es gibt ganz sicher auch Tierärzte, die sich auf Homöopathie spezialisiert haben, aber ohne Ganzheitsanamnese, bei einem solchen Arzt ist das ziemlich aussichtslos…
Es gibt bestimmt in Deiner Gegend Ärzte, die darauf spezialisiert sind, aber Du weißt wo Du wohnst…ich nicht…und ehrlichgesagt…wenn etwas Eitriges im Spiel ist…fackel ich nicht lange und wende richtige Medizin an.
Vielleicht hast Du in der Nähe eine Tierklinik, da würde ich auch nochmal hingehen.
Ein Arzt muß sich in erster Linie auf die Beschwerden einlassen, die ein Patient hat…evtl. unter Rücksichtnahme, der jeweiligen psychischen Verfassung des Patienten…steht diese der Genesung im Wege…dann muß man eben mal mit härteren Bandagen kämpfen. Es gibt auch bei Katzen, wie beim Menschen die Möglichkeit Tranquilizer einzusetzen, inwieweit das sinnvoll ist, muß ein Doc entscheiden, der sich mit so etwas auskennt.
Wenn Du mir sagen würdest, in welchem Raum Du zuhause bist, kann ich Dir vielleicht eine Tierklinik nennen, die Deinen Kater -wie Du- Nicht aufgeben wird, solange getan wird, was getan werden muß.
LG
Maja
bei so einem ängstlichen tier hast du extrem schlechte karten :o(
Unser Kater
hat
chronische schmerzhafte Ohrentzündung aufgrund von
Polypen, die durch Katzenschnupfen ausgelöst wurden und von
innen durchs Trommelfell gewachsen sind. Er stinkt immens aus
dem Ohr, er nebelt einen ganzen Raum ein.
Hallo Birgit,
vielleicht ist danach auch schon gesucht worden, aber hier noch ein Tipp:
solche hartnäckigen Ohrenentzündungen können Ausdruck einer Allergie sein. Es gibt die Möglichkeit einen Allergietest aus dem Blut zu machen. Auf jeden Fall könntest du versuchsweise 6 Wochen lang eine Allergiediät füttern. Solche Allergiediäten kannst du über deine Tierarztpraxis beziehen.
Der üble Geruch tritt gerne bei Befall des Gehörgangs mit bestimmten Pilzen auf. Da das Labor nur das untersucht, was verlangt wird, kann es sein, dass evtl.nur auf Bakterien untersucht wurde.
Da sich das Eingeben von Ohrentropfen so schwierig gestaltet, ist es denkbar, dass dein Kater nicht mit der ausreichenden Dosis und lange genug behandelt wurde. Es ist wichtig, dass die Medikamnete tief in den Gehörgang eingebracht werden. Wurde dir schon mal gezeigt, wie das richtig gemacht wird ?
Ist das alles abgeklärt und es stellt sich trotzdem kein Behandlungserfolg ein, käme sicherlich doch eine bestimmte OP in Frage. Dabei wird der Gehörgang so umgestaltet, dass er besser belüftet wird. Das verhindert die Vermehrung von Krankheitserregern, die es feucht-warm-dunkel mögen.
Wende dich mit diesem schwierigen Fall an die nächstgelegene Uni-Tierklinik (München, Leipzig, Berlin, Hannover oder Gießen). Dort gibt es ExpertInnen für Hautkrankheiten.
Gruß
lexi