Familienfreundlicher Tierheimhund ?

Hallo miteinander,

wir suchen noch immer einen Hund *seufz*, ich habe hier ja schon einiges gefragt.

Eigentlich soll es ein Tierheimhund sein, aus verschiedenen Gründen. Ein wichtiger Grund ist für uns, dass wir das Tier vorher gut kennen lernen wollen, was ja beim Gassigehen prima möglich sein sollte.

Nun wohnen wir recht ländlich, haben aber ein Tierheim in relativer Nähe. Ich beobachte regelmäßig die Homepage und war nun auch schon dort - und bin ernüchtert.

In den letzten Monaten gab es gerade mal einen Hund dort, der zu uns gepaßt hätte. Er sollte mittelgroß sein, damit auch meine zierlichen Töchter mit ihm ausgehen können und nicht er mit ihnen *g*, und kinderfreundlich.

Im Tierheim sind aber vorwiegend sehr große Hunde, die wirklich nicht in Frage kommen. ICH mag auch große Hunde, aber, siehe oben.

Bei den mittelgroßen heißt es in der Regel, dass Kleinkinder nicht in der Familie sein sollten. Unser Jüngster ist aus dem Kleinkindalter raus, wir haben aber viele Freunde mit Minis und oft Besuch, so dass unser künftiger Hund wirklich absolut kinderlieb sein sollte.

Der eine Hund, der laut Beschreibung gepasst hätte, war innerhalb von 3 Tagen wieder vermittelt. An sich schön für den Hund, wir waren da wohl zu langsam.

Jetzt frage ich mich (und Euch), wie stehen überhaupt die Chancen auf einen passenden Hund für uns als Familie ? Ist es nicht eher so, dass gerade Familien ihre Hunde am wenigsten im Stich lassen, weil schon die Vorüberlegungen sorgfältiger sind ? So dass also im Tierheim eher „problematischere“ Hund landen ?

Ich war virtuell auch schon in anderen Tierheimen, aber das Problem dabei ist, dass das Kennenlernen bei weiter Anfahrt nicht ganz einfach ist - die Kinder haben ja Schule, so dass die recht knapp gehaltenen Gassizeiten inklusive Anfahrt meistens nicht realisierbar sind.

Außerdem war ich schwer bedrückt, wie die Hunde im Tierheim leben. Ich sehe ein, dass es wohl nicht anders geht, aber bekommt da nicht der friedlichste Hund einen Knacks weg ?

Bei aller Liebe, aber es ist uns natürlich sehr wichtig, dass der Hund den Kindern nichts tut.

Danke schon vorab für Eure Antworten, viele Grüße,

Inselchen - die jetzt doch wieder über Hunderassen nachliest

Hallo Inselchen,

ich halte die Überlegung über die Größe des Hundes für eher sekundär. Ein WIRKLICH leinenführiger Hund kann auch dann von Kindern geführt werden, wenn er größer ist. Eine Freundin hat eine Deutsche Dogge und zwei kleine Kinder (3 und 6 Jahre alt) - das klappt prima. Ganz so groß muß der Hund ja nicht sein - aber Schäferhundgröße ist doch OK. Ob ein Hund durch das Heim einen Schaden erhält, hängt vom Heim und auch vom Hund ab. Die einen sind sensibler, die anderen weniger. Auch muß nicht jeder „Schaden“ gleich eine Bedrohung für die Familie darstellen. Manche beschädigten Heimhunde sind „gerade“ durch ihren Schaden besonders ungefährlich. Ein Border-Mix mit Heimschaden, den ich kenne, ist so schüchtern, daß man ihn eher vor den Kindern schützen muß, als umgekehrt. Sie würde sich niemals selbst wehren - auch wenn die Kinder ihr fast den Schwanz ausreißen - dann quietscht sie zwar und versteckt sich, aber sie hat noch nie geschnappt. Ein Greyhound-Mix aus dem Tierheim war auch auf dem Reiterhof, wo ich mal gearbeitet habe - der hat alle (ständig wechselnden) Kinder entweder ignoriert oder freundlich behandelt. Dafür fing der reinrassige Golden Retriever vom Züchter von Bekannten mit ca. 2 Jahren auf einmal an, unvorhersehbar zu beißen - und das nicht nur, wenn er belästigt wurde, zu manchen Menschen ist er sogar extra hingegangen um sie zu beißen… und diese Rasse gilt als besonders Familientauglich.

Ich plädiere immer für Mischlinge. Die sind irgendwie „Normaler“ als die meisten Rassehunde. Unsere Nachbarn hatten eine Mischlingshündin aus dem Tierheim und die war so lieb - obwohl sie lange im Tierheim war und auch schon älter war. Die beiden kleinen Jungs (2 und 4 Jahre) konnten mit ihr schmusen und alles machen - es wurde ihr nie zuviel. Inzwischen ist sie leider gestorben - war aber auch schon bestimmt 12 oder 13 Jahre alt - oder vielleicht noch älter.

Aber wenn Du einen Welpen willst: es gibt auch Mischlingswelpen. „Kinder der Liebe“ *ggg*. Die sind meist gesünder, normaler und sogar kostengünstiger als ein Rassehund. Und sie werden im Schnitt älter. Da mußt Du Dich mal umhören - manchmal gibts die in Tierheimen, wo der ganze Wurf abgegeben wird oder bei Bauern oder Privatleuten - vielleicht mal ein Suchinserat aufgeben. Auf jeden Fall würde ich an Deiner Stelle in einem größeren Radius die Tierheime abklappern. Die meisten Leute die ich kenne, die einen Hund aus dem Heim haben, mußten dafür ein Weile suchen und auch mal 100 Kilometer fahren, bis sie fündig wurden.

Viele Grüße
Tania

Hallo Inselchen,

natürlich sind viele Problemhunde im Tierheim - aber nicht nur. Es sind sicherlich auch ältere Hunde da, Hunde, die ihren Besitzern zu zeitintensiv, zu lebhaft usw. waren.

Übrigens ist das mit den großen Hunden und Kindern m. E. gar nicht sooo kompliziert. Ich bin mit einem Bobtail und später einem Berner Sennenhund aufgewachsen - und wenn man die richtig erzieht und sich mit ihnen beschäftigt, ist es kein Problem, auch als Kind mal mit dem Hund rauszugehen.

Ich beobachte es immer wieder, daß Leute mit Kindern sich oft kleine Hunde, Terrier und derartige, ins Haus holen, weil sie glauben, die sind ja klein und handlich und praktisch und kein Problem für das Kind.

Von ihrem Temperament her betrachtet ist das aber schon was anderes.

Lange Rede - kurzer Sinn: so wie ich es verstanden habe, sucht Ihr einen mittelgroßen Hund?

Ich weiß nicht, wie gut sich die Mitarbeiter des Tierheims ein Bild von den Hunden machen können, wenn sie nur ein paar Tage da sind (sprich: wenn Ihr das nächste Mal „schnell genug“ seid). Nicht alle Besitzer, die ihre Hunde dort abgeben, machen ja auch richtige Angaben über das Wesen ihrer Hunde. Das müßte man dann schon in Spaziergängen und normalem Kontakt herausfinden.

Alles in allem glaub ich, die Chancen stehen gar nicht so schlecht. Natürlich ist es schwieriger, wenn Ihr Euch nur auf ein Tierheim beschränken müßt.

Ist es nicht möglich, daß Ihr auch mal, wenn die Kinder in der Schule sind, in die anderen Tierheime fahren könnt? Die Entscheidung für einen Hund wird ja auch nicht nur durch dieses eine Treffen fallen können, oder? Und wenn dort dann einer in die engere Wahl kommt, fahrt mit den Kindern hin.

Soweit meine Gedanken hierzu zunächst.

Liebe Grüße,

Sylvia

Hi

ich möchte auch meinen, das grosse Hunde nicht unbedingt ziehen müssen. Das hängt
viel mehr mit der Erziehung als mit der Grösse zusammen.
Persönlich finde ich kleine Hunde wesentlich anstrengender als Grosse, die ich
nur als brav kennengelernt habe.Aber wie gesagt, es kommt auf die Erziehung drauf
an. Bei einem Tierheim-Hund würde ich sowieso zur Hundeschule raten, oft sind die
armen Tiere ja sehr verstört.

Ich bin nur mit grossen Hunden aufgewachsen, die mir immer viel gelassener
vorkamen als so ein lästig kläffender Westi oder Jacki.

Denk noch mal drüber nach.
Übrigens weisst du ja bei einem Züchter auch nicht, wie sich der Welpe
entwickelt.

Viel erfolg

Julia

Hallo,

die Taktik, die Du Dir da überlegt hast, kann nur bedingt funktionieren.

Du willst einen Hund, den die Leute im Tierheim gut kennen -> der Hund muss schon einige Zeit im TH sein.

Du willst den Hund dann über eine gewisse Zeit auch kennenlernen -> der Hund muss also noch weitere Zeit im TH bleiben

Du willst das ganze im örtlichen TH durchziehen -> das beschränkt die Anzahl der möglichen Kandidaten stark.

Wenn man jetzt bedenkt, dass es in deutschen Tierheimen viel mehr große als kleine Hunde gibt und kleinere und problemlose Hunde meist blitzschnell vermittelt werden, wird klar, dass Dein Plan zwar klappen kann, aber sicherlich viel Geduld Deinerseits braucht.

Deine größten Bedenken gelten der Kinderverträglichkeit. Du brauchst also einen Hund mit gefestigtem Charakter, der Kinder gewöhnt ist und auch mag. Die Größe ist dafür oft ein wenig hilfreiches Kriterium. Alleine Gassigehen sollten jüngere Kinder mit dem Hund sowieso nicht. Kleine Kinder dürfen NIE unbeaufsichtigt mit dem Hund sein. Wenn die Teppichratte dem Fifi zum 13. Mal am Schwanz reißt oder den Knochen wegnimmt, kann auch der liebste Hund mal zuschnappen. Auch die Kinder müssen hundegeeignet sein: sie müssen verstehen, dass der Hund auch mal in Ruhe gelassen werden muss, dass man ihm nicht in den Napf langt, ihn nicht ärgert usw. Klar lassen sich gutmütige kindererfahrene Hunde das gefallen, aber irgendwann ist auch mal Schluss.

Kleine Hunde sind nicht prizipiell besser geeignet für Kinder, eher im Gegenteil. Dackel, Terrier usw. sind aufgrund ihrer Charaktereigenschaften nicht immer gute Familienhunde. Etwas mittelgroßes (ca. 40-50cm Schulterhöhe) wäre gut.

Der Auslandstierschutz hat meist mehr Hunde in kleineren Größen. Vielleicht sind ja Auslandstierschützer in Deiner Nähe aktiv, die mit Pflegestellen arbeiten. Oft sind die Hunde in Pflegestellen bereits mit Kindern in Kontakt, so dass dort gute Erfahrungswerte bestehen.

Ein Welpe (egal ob vom Züchter oder nicht) ist für Hundeanfänger meiner Meinung nach selten geeignet, abgesehen davon dass auch dann Kinderverträglichkeit nicht garantiert ist.

Gruß,

Myriam

Hi Inselchen,

Deine Planungen bezüglich des zukünftigen 4 beinigen Familienmitgliedes finde ich klasse keine Frage…aber einen Hund bei dem jedes Risiko ausgeschlossen ist, daß er mal schnappen könnte, gibt es einfach nicht. Der Hund muß nur mal Schmerzen haben, was am Gehirn was man nicht sofort merkt, oder vor irgendetwas ganz plötzlich erschrecken…der Hund ist ein Lebewesen daß je nach Situation averschieden agiert und reagiert…1000%ige Sicherheit so wie Du das gerne hättest, gibt es daher leider nicht…so gut ich Dich auch verstehen kann, denn ich würde auch versuchen das Risiko so minimal wie möglich zu halten.
Du kannst meiner Meinung nach die Chancen erhöhen, indem Du Dir eine Rasse aussuchst, die vom Temperament her schon viel Geduld mitbringt und eine hohe Toleranzgrenze hat. Wenn Du diese Rasse gefunden hast, geht es daran den passenden Züchter zu finden, was wiederum eine echte Herausforderung ist. der zukünftige Hund sollte ständigen Familienanschluss genossen haben (Keine Zwingerhaltung)und die Züchter sollten Kinder haben (die wissen wie man mit Hunden umgeht), oder häufigen Besuch von hundeerfahrenen Kindern, damit die Prägephasen der Welpen mit Kindern erfolgreich verlaufen. Ein solcher Hund hat in der Regel viel mehr Geduld mit Kindern, die für Hunde ohne Prägung auf Kinder diese eher suspekt finden…
Die Bindung der Hundemama zu ihren Menschen sollte auch recht eng sein -was indirekt auch wieder Rückschlüsse auf die Haltung zu läßt-, und wenn möglich frage auch nach dem Hundepapa.
Auf diese Weise dauert die Suche schonmal 1-1,5 Jahre, bis Du den Züchter gefunden hast.

Beim Tierheimhund kriegst Du auf alle Fälle eine Wundertüte in der sowohl positive, als auch negative Überraschungen stecken können…und wenn ich ehrlich bin, habe ich mit Tierheimhunden selbst (als Kind) eher die negativen Überraschungen erwischt.

Gruß
Maja

Also, generell alles schön und gut.

Daß aber Mischlinge „normaler“ als die meisten Rassehunde sein sollen, kann man m. E. so nicht sagen. Ich kenne Mischlinge, die beißen, ich kenne Rassehunde, die die liebsten Viecher auf Erden sind - das kann man daran nicht festmachen.

Unser Berner Sennenhund hat eine Engelsgeduld mit Kindern (und allen anderen Lebewesen) und gesund usw. ist er auch. Es gibt über 360 verschiedene Hunderassen - und man muß sich nicht gerade die überzüchteten Sorten aussuchen.

Ich plädiere immer für Mischlinge. Die sind irgendwie
„Normaler“ als die meisten Rassehunde. Unsere Nachbarn hatten
eine Mischlingshündin aus dem Tierheim und die war so lieb -
obwohl sie lange im Tierheim war und auch schon älter war. Die
beiden kleinen Jungs (2 und 4 Jahre) konnten mit ihr schmusen
und alles machen - es wurde ihr nie zuviel. Inzwischen ist sie
leider gestorben - war aber auch schon bestimmt 12 oder 13
Jahre alt - oder vielleicht noch älter.

Aber wenn Du einen Welpen willst: es gibt auch
Mischlingswelpen. „Kinder der Liebe“ *ggg*. Die sind meist
gesünder, normaler und sogar kostengünstiger als ein
Rassehund. Und sie werden im Schnitt älter.

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Also, generell alles schön und gut.

Daß aber Mischlinge „normaler“ als die meisten Rassehunde sein
sollen, kann man m. E. so nicht sagen. Ich kenne Mischlinge,
die beißen, ich kenne Rassehunde, die die liebsten Viecher auf
Erden sind - das kann man daran nicht festmachen.

Ich sage ja nicht, daß ALLE Mischlinge normaler sind als ALLE Rassehunde. Ich habe nur aufgrund meiner persönlichen Hundebekanntschaften gesprochen. Durch die Reiterei habe ich im Laufe der Jahre wirklich Dutzende Hunde kennengelernt - alle Sorten und Größen - und im Schnitt waren die Mischlinge „normaler“ d.h. für mich: nicht überdreht, vom Sozialverhalten her unkompliziert usw. - es geht ja nicht nur um Bissigkeit. Natürlich gibt es auch unkomplizierte Rassehunde - z.B. besagte Dogge meiner Freundin.

Vielleicht liegt es ja auch an der inneren Einstellung zum Hund. Für manche (MANCHE!!!) Hundehalter ist ja der Abstammungsnachweis als Statussymbol nicht unwichtig. Die gehen natürlich auch entsprechend mit dem Hund um. Dadurch werden manche Rassehunde vielleicht auch neurotisch. Bei Mischlingshundehaltern sind solche Motive von vorneherein ausgeschlossen - was nicht heißt, daß man nicht auch einen Mischling neurotisieren kann.

Viele Grüße
Tania

Na ja…

Das klingt aber für mich immer noch etwas klischeehaft. Mein Hund hat auch einen Abstammungsnachweis - der wurde vor neun Jahren abgeheftet und seither nie wieder gebraucht, und ich kenne auch niemanden, der sich den einrahmt und den für arg wichtig hält (außer vielleicht Züchter). Bei den Nachweisen geht es allerdings auch nicht in erster Linie darum, damit anzugeben, daß man den Ahnenstamm zurückverfolgen kann, sondern auch um HD und solche Sachen.

Natürlich gibt’s auch Hundehalter, die einen an der Waffel haben und ihren Hund als Statussymbol ansehen - ganz klar! Leider.

Was das Sozialverhalten angeht, denke ich, es hängt extrem von den Besitzern ab. Wenn sie aus Angst vor Bissen die Hunde von klein auf vor anderen Hunden fern halten, wundern sich manche, daß ihr Hund zum Angstbeißer wird oder nicht mit anderen Hunden klar kommt.

Es wirkt auf Laien evtl. so, daß Rassehunde keinen so großen „Genpool“ wie Mischlinge haben und deshalb die Rassehunde angeblich nen Knacks weg haben. Das halte ich aber für Unsinn.

Is mir aber klar, daß Du hier nicht verallgemeinern willst.

Liebe Grüße,

Sylvia

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Hallo,

meiner Meinung nach müsst ihr als Familie und vorallem dein Mann und du umdenken.
Aus deinem Text lese ich, dass ihr noch keine Hunde Erfahrung habt, was bei der großen Verantwortung mit den eigenen Kindern und dem Hund eher suboptimal ist.

Ohne alle Antworten gelesen zu haben, kann ich nur aus meiner Erfahrung berichten.
Meiner Meinung nach ist für euch ein „neuer Hund“ als Welpe die bessere Wahl.

So ein Hund ist ein Rudeltier und sieht eure Familie nat. als sein Rudel an und kathegorisiert euch in Artgenossen. Tiere die im Rudel leben, versuchen sich ständig zu behaupten und in der Rangliste nach oben zu klettern. Genau so ist das bei euch auch. Versuch dich mal in die Lage eines Hundes zu versetzen…

Mein letzter Hund ist aus dem Tierheim. Eine total-lieb-kaputte Hundeseele, die schon paar mal vermittelt und wieder zurück gebracht wurde. Mir hat man damals im TH nicht gesagt, dass es hier und da Schwierigkeiten geben kann - und als ich sie ausgesucht habe, merkte ich davon nichts.

Später stellte sich heraus, dass sie extrem eifersüchtig ist. Streichelte ich einen anderen Hund, wurde sie direkt richtig böse und ging den anderen an. Egal welche Größe und welches Alter. Anscheinend ist sie auch misshandelt wurden und so kommt es, dass sie auch schon mal gebissen hat. Es ist nicht leicht das zu verantworten und wenn ich ehrlich sein soll, hatte ich auch kurzzeitig mit dem Gedanken gespielt, sie einschläfern zu lassen. Denn eins war mir klar, ins TH geht der Hund nicht zurück.
Ein Tier ist keine Ware die man einfach so reklamieren kann weil der Glanz verwäscht oder so.

Pauschal kann man sagen, dass ein TH Hund gut und gerne zwei Jahre brauch, um die TH-Macke wieder los zu werden und um sich wieder halbwegs zu fangen. Sicherlich ist nicht jeder Hund misshandelt wurden, aber wer weiss denn genau, was mit den Tieren passiert ist?

Wenn ich an eurer Stelle wäre, würde ich versuchen mit der ganzen Familie die richtige Rasse zu finden. Frag vorher auch die Omas & Opas, Freunde, Bekannte und Nachbarn was sie davon halten. Wichtig ist die Absicherung in eurem Wohnumfeld. Es gibt so viele Leute, die Angst vor Hunden haben oder sie sogar hassen.

Ist diese Entscheidung gefallen, sollte man noch zw. Rüde und Hündin abwegen. Ich pers. würde eine Hündin bevorzugen. Die sind einem Menschen meist viel näher als vergleichsweise ein Rüde. Die machen oft ihr eigenes Ding, wollen in Ruhe gelassen werde und sind nat. dominanter.

Gute Erfahrungen im Bezug auf Familie und kleine Kinder habe ich mit dem Dobermann und Schäferhunden gemacht.

Gruß, olli

Gute Erfahrungen im Bezug auf Familie und kleine Kinder habe
ich mit dem Dobermann und Schäferhunden gemacht.

Das sind genau die beiden Hunde, mit denen a) zwei Kinder aus meiner Nachbarschaft und b) mein Hund schlechte Erfahrungen gemacht hat.

Aber je mehr Infos, desto besser. :smile:

Liebe Tierfreun
Es ist viel gesagt worden und je nach Standpunkt
trifft n.u.M. alles zu.
Ich bin froh um Ihre Bedenken und Ihre Mühe
für Familie und Hund eine gute Lösung zu suchen.
Es braucht viel Geduld beiderseits, aber ich möchte
Ihnen Mut machen, die meisten Hunde passen sich
rel. schnell an die neue Familie an, wenn sie
einen guten Platz bekommen, ausser sie haben eine
wirklich schlimme Vorgeschichte, das würde (müsste!)
ein seriöses Tierheim aber mitteilen.
Es hängt auch nicht unwesentlich von Ihrer
Hunde-Vorbildung ab und möglicherweise Ihrem
Willen eine Hundeschule zu besuchen.
Kleine Hunde sind nicht wesentlich leichter
zu führen, als einigermassen erzogene grössere.
Dazu kommt, das viele dieser Rassen (Terrier und
Terrier-Mix) eigentliche Jagdhunde sind und
meist nicht so leicht zu erziehen sind wie zB ein
grössere Labi oder Goldi (inkl-Mischlinge).
Haben Sie Geduld, besuchen Sie weiter das Tierheim,
mit Ihrer Famile, führen Sie Kandidaten aus -
und sie werden sich finden.
Mit tierfreundlichen Grüssen
Marc für Tierinformation Schweiz
http://www.tierinformation.ch.tt/

‚Der Hund fürs Leben‘
Hallo Inselchen!

Inselchen - die jetzt doch wieder über Hunderassen nachliest

Wo du grad am Lesen bist: In den Beiträgen ist ja schon angeklungen, dass der Rassencharakter nichts mit der Größe zu tun hat.

Wenn du diesem Thema etwas mehr auf dem Grund gehen möchtest, würde ich dir das Buch „Der Hund fürs Leben“ des Psychologen Stanley Coren empfehlen. Findest du bei Amazon hier: http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/349800915X/qid…

Von dort auch die Rezension eines Lesers (klauen geht schneller als selber schreiben :smile::
Rezensentin/Rezensent: Sturm, Michael aus Köln Deutschland
„Stanley Coren sagt hier nicht nur etwas über die Psychologie der verschiedenen Hunderassen aus, sondern auch über die Psyche der Hundehalter. Wenn man bereit ist, die gestellten Fragen offen und ehrlich zu beantworten und auch die daraus gewonnene Erkenntnis über seinen eigenen Charakter annimmt, dann steht der richtigen Auswahl eines Hundes, welcher zu einem paßt, nichts mehr im Wege. Das Buch vermittlet auf amüsante Weise einiges an Wissen über das Verhalten von Hund und Mensch. Beispiele werden an bekannten Persönlichkeiten und Hundebesitzer festgemacht. So ist das Buch gleichsam unterhaltend und lehrreich.“

Und ich hab’s auch gern gelesen.

Schönen Gruß,
Christiane

Vorsicht! (kleiner Denkanstoß)
Hallo Inselchen!
Ich habe mir die Antwort-Postings mal angeschaut - und bin doch ein bisschen erschrocken, dass hier schon mehrfach gesagt wurde, dass ein großer Hund beim Gassigehen für kleinere Kinder in Ordnung geht. Also, ich finde, dass es ziemlich unverantwortlich ist, wenn man seine kleinen Kinder alleine mit einem großen Hund losziehen lässt. Da kann der Hund noch so ruhig, leinenführig und gehorsam sein… es kann immer passieren, dass beispielsweise ein Kaninchen direkt vor der Hundenase aus dem Gebüsch hüpft. Und was dann? Im schlimmsten Fall rennt der Hund los und zieht das Kind mit - über die Straße! Ich denke, wenn Du Deine Kinder alleine mit dem Hund Gassi gehen lassen willst, dann sollten sie kräftemäßig auf jeden Fall stärker als der Hund sein.
Allerdings ist das sowieso so eine Sache - Kind und Hund allein unterwegs. Es muss ja gar nicht der eigene Hund sein, der „durchdreht“. Traust Du Deinen Kindern zu, dass sie richtig reagieren, wenn beispielsweise ein anderer Hund angerannt kommt und Deinen Hund angreift oder womöglic beißt?!?!
Natürlich kann man mir jetzt vorwerfen, ich erzähle hier Horrorstories… Aber unmöglich sind solche Ereignisse nicht, und für die Kinder sind solche Erlebnisse natürlich nicht gerade toll!
Das wollte ich grad nur mal dazu sagen. Was das Thema „Hundeauswahl - aus dem Tierheim oder doch nicht“ angeht, so wurde ja auch schon quasi alles gesagt.
Gruß vom
Sternchen

Hallo Sternchen und alle anderen!

Ich habe mir die Antwort-Postings mal angeschaut - und bin
doch ein bisschen erschrocken, dass hier schon mehrfach gesagt
wurde, dass ein großer Hund beim Gassigehen für kleinere
Kinder in Ordnung geht. Also, ich finde, dass es ziemlich
unverantwortlich ist, wenn man seine kleinen Kinder alleine
mit einem großen Hund losziehen lässt.

Ich denke, kleine Kinder sollte man mit keinem Hund alleine losschicken, vollkommen unabhängig von der Größe des Hundes.

Die Frage ist natürlich a) wann redet man von kleinen und wann von größeren Kindern und b) wie alt sind die Kinder, die Inselchen alleine mit dem Hund losschicken würde? Letzteres wird vielleicht aus ihren früheren Beiträge ersichtlich, leider weiß ich das gerade nicht.

Ansonsten hängt es wirklich ziemlich vom Hund und dessen Erziehung ab. Ich bin mit Hunden groß geworden und habe so ab dem 12. Lebensjahr zusammen mit einer Freundin regelmäßig die Hunde der Nachbarschaft eingesammelt, damit wir mit ihnen in den Wald gehen konnten.

Größenmäßig ging es da vom Dackel bis zum Schäferhundmischling und meistens hatten wir zu zweit so drei bis fünf Hunde dabei.

Alle diese Hunde hatten aber zumindest eine Grunderziehung genossen und außerdem verfügten sowohl meine Freundin als auch ich über eine gewisse Erfahrung und ein gewisses Wissen über den Umgang mit Hunden.

Und das ist ja auch schon mehrfach angesprochen worden und, glaube ich, auch wirklich wichtig:

  • Hund erziehen (ohne Erfahrung: Hundeschule, auch wenn’s Geld kostet)
  • Kind „aufklären und erziehen“, d.h. den richtigen Umgang mit dem Hund beibringen

Ein „Restrisiko“ bleibt bei aller Umsicht immer. Wer auch das vermeiden will, für den gibt’s meines Erachtens nur einen Hund: Keinen Hund.

Schönen Gruß,
Christiane

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Hallo
Ihr habt euch eure Sache gut ueberlegt und ich finde dass ihr in allen Punkten (auch Groesse des Hundes) Recht habt. Desshalb schlage ich folgende Seite vor:
http://www05.wdr.de/Tiere/servlets/Tiere/Inserat/Lis…

http://www05.wdr.de/Tiere/servlets/Tiere/Inserat/Lis…

Das ist die Seite vom WDR auf der ganz viele Hunde aus Deutschland vorgestellt werden. Diese beiden Seiten sind Kinderfreundliche Familienhunde. Der erste Link sind die mittelgrossen Hunde und der zweite die kleinen. Da duerfte doch was dabei sein. Wenn man einen guten Zuechter sucht faehrt man auch mal ein paar hundert Kilometer, desshalb finde ich es nicht schlimm etwas weiter weg fahren zu muessen
Tschuessi

Danke - und noch ein paar Ergänzungen
Hallo miteinander,

vielen Dank für die zahlreichen Antworten, ich bin begeistert :smile:))) - nehme auch weiterhin jeden Denkanstoß gerne an.

Um auf ein paar Fragen einzugehen, noch ein paar Ergänzungen:

Ich selbst hatte als Jugendliche und junge Erwachsene einen Hund. Damals wohnte ich noch bei meinen Eltern, habe ihn aber weitgehend alleine versorgt, und er war auch absolut auf mich fixiert. Es war ein Chow-Chow, also schon vom Charakter her eher auf eine Person bezogen.

Wir haben ihn als Welpen bekommen, ich habe ihn alleine erzogen (DAS diskutiere ich ein anderes Mal mit Euch, Hundeerziehung damals und heute …). MIR hat er immer perfekt gehorcht :wink:

Ich liiiiiieeeebe Chows noch immer, aber in meiner Familie ist die Situation anders, ich denke, lebhafte Kinder und ein Chow passen eher nicht.

Mit Rassehunden habe ich, vielleicht unbegründet, eben das „moralische“ Problem, dass ich KEIN Statussymbol brauche und finde, wenn hier genug Hunde auf ein neues Heim warten, muss ich nicht einen speziell gezüchtete Hund kaufen. Ich kriege auch die Krise, wenn ich auf den einschlägigen Seiten über die „Rassestandards“ lese, das ist nicht meine Welt. Das Aussehen „unseres“ künftigen Hundes ist wirklich nicht besonders wichtig, wir müssen uns halt sympathisch sein.

Andererseits gibt es sicherlich gewisse typischen Merkmale von Rassen, wenn man auch diese nur als grobe Orientierung nehmen sollte.

Was die Größe betrifft, so sind die ganz kleinen Hunde nicht meine Ecke. Ein Hund muss schon etwas handfestes haben *g*. Allerdings hatten zwei Freundinnen von mir, als wir Kinder waren, große Hunde (eine einen Setter, eine einen Berner Sennenhund). Wir gingen oft zusammen spazieren, der jeweilige Hund mit uns Mädchen (damals im Teeniealter). Der Hund bestimmte, wohin, denn meine Freundinnen waren nicht in der Lage, ihn zu halten. Wie wir alle wissen, zerrt auch der besterzogene Hund mal unvermittelt an der Leine, weil er sich vergißt, und da sollte der Hundeführer ihm kräftemäßg gewachsen sein, finde ich.

Wenn überhaupt, würde meine jetzt knapp 9jährige Tochter den Hund ausführen, zusammen mit ihrer 7jährigen Schwester.

Daran, dass fremde Hunde auf meinen Hund losgehen könnten, habe ich nicht gedacht, das habe ich vergessen. Ich hatte da als Kind einige schlimme Begegnungen - Schäferhund freilaufend, mein Chow bei mir an der Leine, Schäferhund rennt her und verkrallt sich in meinen Hund - war immer derselbe Hund (ohne Begleitung), zum Glück ist nichts schlimmes passiert !

In die Hundeschule möchte ich eigentlich schon gehen, das steht aber noch nicht fest. Eine konsequente Erziehung ist selbstverständlich, da bin ich mit 3 Kindern sowieso im Training :wink:.

Eines ist mir klar: Egal, ob Welpe oder Tierheimhund, wie das Zusammenleben dann sein wird, ist immer ein bißchen Überraschung. Wenn aber entweder das Tierheim gleich sagt, dass Kleinkinder nicht gerade von dem Hund geliebt werden, oder aber die jeweilige Rasse von vorneherein eher nicht kinderfreundlich ist, dann wird dieser Hund natürlich nicht in Frage kommen.

Ich sehe schon, wir brauchen wohl noch viiieeeel Zeit !

Danke und viele Grüße,

Inselchen

… es kann immer
passieren, dass beispielsweise ein Kaninchen direkt vor der
Hundenase aus dem Gebüsch hüpft. Und was dann? Im schlimmsten
Fall rennt der Hund los und zieht das Kind mit - über die
Straße! Ich denke, wenn Du Deine Kinder alleine mit dem Hund
Gassi gehen lassen willst, dann sollten sie kräftemäßig auf
jeden Fall stärker als der Hund sein.

Hi Sternchen,

nach Deiner Theorie kann also eigentlich nur ein Bodybilder z.B. eine Deutsche Dogge auführen. Mit meinem Vater (185cm, 100kg) ist mal ein Bernhardiner durchgegangen. Da konnte er sich nur retten, indem er sich geistesgegenwärtig mit der Leine um einen Laternenpfahl gewickelt hat. Soviel zum Thema, einen Hund mit Kraft beherrschen. Natürlich hat (fast) jeder Hund einen Jagdtrieb und der ist ihm auch nur schwer auszutreiben, aber wenn man z.B. als Reiter einen Hund mit zum Ausreiten nehmen will, muß dieser Hund - ohne Leine - bedingungslos gehorchen. Da müssen Landstrassen überquert werden, im Wald darf der Hund die Wege nicht verlassen und AUCH wenn eine Hase oder sonst was aufspringt, muß der Hund beim Pferd bleiben. Sonst darf ihn der zuständige Revierförster (-jäger) erschießen. Legitim. Ein Hund muß immer im Einflußbereich seines Herren stehen - d.h. entweder sofort beim ersten Ruf kommen, oder an der Leine geführt werden. Auch Kinder können lernen, sich den entsprechenden Respekt bei einem Hund zu verschaffen. Mein bester Freund hatte als 12-jähriger einen Riesenschnauzer. Mit dem ist er selbst auf den Hundeplatz gegangen und der Hund hat ihm aufs Wort gehorcht. Der Hund ging ihm damals bis zur Hüfte - trotzdem konnte er überall mit ihm hingehen. Ich denke, auch die 9-jährige Tochter von Inselchen könnte (sollte) lernen, wie man einen Hund erzieht. Und dann kann sie auch mit einem kräftemäßig überlegenen Hund ausgehen.

Aber wie gesagt - Inselchen muß sich ja nicht unbedingt eine Deutsche Dogge anschaffen *g*.

Viele Grüße
Tania

P.S. als Reiter lernt halt recht schnell, wie weit man mit „Kraft“ bei einem Tier kommt…

Natürlich zählt nicht nur die Kraft…
Hallo Tania,

nach Deiner Theorie kann also eigentlich nur ein Bodybilder
z.B. eine Deutsche Dogge auführen. Mit meinem Vater (185cm,
100kg) ist mal ein Bernhardiner durchgegangen. Da konnte er
sich nur retten, indem er sich geistesgegenwärtig mit der
Leine um einen Laternenpfahl gewickelt hat. Soviel zum Thema,
einen Hund mit Kraft beherrschen.

Natürlich kann man seinen Hund toll erziehen, aber trotzdem bleibt ein Restrisiko… Ich für meinen Teil (165 cm, 55 kg) würde mir eher keinen Deutsche Dogge anschaffen. Meinen Hund (60 cm, 40 kg) hatte ich immer unter Kontrolle, aber ich weiß auch, welche Kräfte Hunde entwickeln können. Uns ist mal ein ziemlich mies gelaunter Rottweiler begegnet, den Frauchen nicht halten konnte… War nicht so toll!

Allerdings sind Erwachsene in diesen Fällen aber viel abgeklärter als Kinder und können, meiner Ansicht nach, mit gewissen Situationen besser umgehen als ein Kind. Oder hättest Du einer Neunjährigen zugetraut, in einer Situation wie oben von Dir angesprochen, noch richtig zu reagieren?!?! Dabei will ich ja gar nicht abstreiten, dass es verantwortungsbewusste Kinder gibt, die „ihren“ Hund im Griff haben.
Ich denke aber, dass man sehr genau abwägen muss, welches Kind in welchem Alter man mit einem Hund losziehen lässt. Schließlich kann man als Elternteil nicht hundertprozentig wissen, wie sich der Hund verhält, wenn er allein mit dem Kind unterwegs ist. Oder das Kind allein mit dem Hund unterwegs ist… :wink:
Es hängt wohl vor allem vom Alter (vor allem kopfmäßig) des Kindes ab. Und auch vom Hund, denn ein 12jähriger Dackelopa birgt wohl ein geringeres Gassi-geh-Risiko als ein 6monatiger Boxerteenager… Wenn Inselchens Tochter neun Jahre alt ist, dann würde ich persönlich ihr lieber den Dackelopa mitgeben… *g* Wichtig ist, dass die Tochter bei der Erziehung des Hundes mitmacht und auch weiß, wie sie sich gegenüber dem Hund durchsetzen kann. Gerade bei einem Hund aus dem Tierheim weiß man ja auch nicht ganz genau, welche Erfahrungen er schon mit Kindern gemacht hat. Das müssen ja nicht mal schlechte Erfahrungen sein, es reicht ja, wenn er gemerkt hat: „wenn ich den Befehl nur lange genung ignoriere, dann gibt das Kind auf“.

P.S. als Reiter lernt halt recht schnell, wie weit man mit
„Kraft“ bei einem Tier kommt…

Beziehst Du die Kraft in diesem Fall auf das Pferd oder auf den Hund?

Grüße vom
Sternchen

Hallo Sternchen,

nach Deiner Theorie kann also eigentlich nur ein Bodybilder
z.B. eine Deutsche Dogge auführen. Mit meinem Vater (185cm,
100kg) ist mal ein Bernhardiner durchgegangen. Da konnte er
sich nur retten, indem er sich geistesgegenwärtig mit der
Leine um einen Laternenpfahl gewickelt hat. Soviel zum Thema,
einen Hund mit Kraft beherrschen.

Natürlich kann man seinen Hund toll erziehen, aber trotzdem
bleibt ein Restrisiko…

Dazu kann ich nur auf den Artikel von Ninquelote verweisen - bei Tieren gibt es IMMER einen Unberechenbarkeitsfaktor - wenn man den völlig ausschließen will, darf man garkein Tier kaufen. Leider sind viele (kleine) Hunde nur deshalb nicht richtig erzogen, weil Herrchen sie ja halten - oder sogar einfach auf den Arm nehmen kann, wenn eine Situation kritisch wird. Ich bin einfach dafür, einen Hund so zu erziehen, daß man garkeine Leine braucht. Und dann stellt sich die Frage des körperlichen Kräfteverhältnisses auch garnicht. Natürlich ist das mühsam. Aber es erleichtert sowohl dem Hund wie auch dem Herrchen das Leben ungemein.

Uns ist mal ein
ziemlich mies gelaunter Rottweiler begegnet, den Frauchen
nicht halten konnte… War nicht so toll!

Solche Leute und Situationen wird es leider immer geben - in so einem Fall wäre es mir am liebsten, wenn mein Hund garnicht an der Leine wäre - da kann er sich am besten retten.

Allerdings sind Erwachsene in diesen Fällen aber viel
abgeklärter als Kinder und können, meiner Ansicht nach, mit
gewissen Situationen besser umgehen als ein Kind. Oder hättest
Du einer Neunjährigen zugetraut, in einer Situation wie oben
von Dir angesprochen, noch richtig zu reagieren?!?!

Nicht unbedingt - meinem Vater aber auch nicht *ggg* - war wohl Reflex und hatte mit Abgeklärtheit nicht viel zu tun…

Ich denke aber, dass man sehr genau abwägen muss, welches Kind
in welchem Alter man mit einem Hund losziehen lässt.

Auf jeden Fall - aber die meisten 9-jährigen Mädchen, die ich kenne, wären - mit der richtigen Anleitung - dazu eigentlich schon in der Lage.

Schließlich kann man als Elternteil nicht hundertprozentig
wissen, wie sich der Hund verhält, wenn er allein mit dem Kind
unterwegs ist. Oder das Kind allein mit dem Hund unterwegs
ist… :wink:

Hundert Prozent Sicherheit/Vorraussicht sind im Umgang mit Lebewesen nie zu erreichen.

Es hängt wohl vor allem vom Alter (vor allem kopfmäßig) des
Kindes ab. Und auch vom Hund, denn ein 12jähriger Dackelopa
birgt wohl ein geringeres Gassi-geh-Risiko als ein 6monatiger
Boxerteenager… Wenn Inselchens Tochter neun Jahre alt ist,
dann würde ich persönlich ihr lieber den Dackelopa mitgeben…

Klar - es ist natürlich außer Frage, daß Inselchen sich einen nach besten Ermessen „geeigneten“ Hund anschaffen sollte. Aber man muß seinen Kindern auch mal was zutrauen. Und einen Hund erfolgreich zu erziehen, gibt einem Kind bestimmt ein ganz neues Selbstgefühl.

Wichtig ist, dass die Tochter bei der Erziehung des Hundes
mitmacht und auch weiß, wie sie sich gegenüber dem Hund
durchsetzen kann.

Genau :smile:

P.S. als Reiter lernt halt recht schnell, wie weit man mit
„Kraft“ bei einem Tier kommt…

Beziehst Du die Kraft in diesem Fall auf das Pferd oder auf
den Hund?

Erstmal auf das Pferd. Aber wie gesagt - auch bei Hunden halte ich Kräftemessen für wenig sinnvoll - auch wenn es -zugegebenermaßen - bei kleineren Hunden eher funktioniert. Wenigstens für den Augenblick.

Viele Grüße
Tania