Beschuetzerinstinkt

Hallo
Ich hab mal eine rein theoretische Frage. Hat ein normaler Hund, also z.B. ein Mischling aus dem TH der immer superlieb zu jedem ist und der jeden mag, trotzdem einen Beschuetzerinstinkt? Im konkreten Fall wuerde es mich interessieren ob ein superlieber Hund mich verteidigen wuerde wenn ich angegriffen wuerde, oder ist ein lieber Hund einfach zu jedem nett und freundlich. Vielleicht hat ja jemand Erfahrungen gemacht. Wie verhaelt sich ein lieber, nicht agressiver Border Collie, normaler Collie, deutscher Schaeferhund in so einer Situation? Ich hab keinen Hund, das wuerde mich trotzdem mal interessieren. Geht davon aus dass der Hund keine Ausbildung zum Schutzhund hat.
Tschuessi und danke

hi

Hat ein normaler Hund, also z.B. ein Mischling aus dem TH der immer
superlieb zu jedem ist und der jeden mag, trotzdem einen
Beschuetzerinstinkt?

wenn es die situation erfordert und er der Meinung ist es ist nötig … ja… wenn nicht dann nicht

Im konkreten Fall wuerde es mich
interessieren ob ein superlieber Hund mich verteidigen wuerde
wenn ich angegriffen wuerde, oder ist ein lieber Hund einfach
zu jedem nett und freundlich.

wenn der hund dich akzeptiert , du sein alphatier bist und das „rudel“ gerade „zusammenhalten muss“ … er sich also zu deinem rudel zugehörig fühlt… dann ja… sonst nicht

liegt also an DIR und an dem charakter des hundes (nicht an seiner Rasse) und der Rolle die er in dem rudel Mensch/tier spielt

Vielleicht hat ja jemand
Erfahrungen gemacht. Wie verhaelt sich ein lieber, nicht
agressiver Border Collie, normaler Collie, deutscher
Schaeferhund in so einer Situation?

ich hatte für ein paar Wochen eine GoldenRetriever-Labrador-Mix Hündin (Retriever und Labras sind DIE lieben dumpfbackenhunde per se …auf gutmütigkeit und *sorry* Trotteligkeit gezüchtet ) sie war ein TierschutzPflegefall … die hat NIE gebellt, war IMMER nett immer freundlich zu JEDEM … hörte ein bisschen …eh…verlangsamt (körperlich und geistig blond halt *g*) … jeder Mensch der klingelte und von mir in meine Wohung gelassen wurde war sofort IHR Besuch und wurde schwanzwedelnd von ihrem platz aus und auf meine Erlaubnis hin auch richtig aber unaufdringlich als Freund begrüßt *wedelwedelwedeleinschleim*

*grins* bis zu dem Tag (sie war erst seit 2 Wochen bei mir und ja auch nur „auf der durchreise“ ) … rudelregeln noch nicht gaaaaaaaanz so gefestigt aber schon deutlich erkennbar, ich Boss sie irgendwas dahinter ) als mein Exmann klingelte und die Wohung betrat … tiefstes grollen von ihrem Platz (obwohl sie ihn von draussen kannte - und dort auch immer normal freundlich begrüsst hatte *einschleim* - aber hier war er in meinem Reich, unserem (Ich und Hund) Hoheitsgebiet und sie spürte wohl dass ICH die Nackenhaare sträubte) … er wollte sie dann trotzdem begrüssen *männer* ging zu ihr hin bis sie dann aufsprang und ihn wirklich laut bellend und knurrend anging …

Geht davon aus dass
der Hund keine Ausbildung zum Schutzhund hat.

die nun wirklich nicht *breitgrins* ich glaube nicht dass sie wirklich wusste was beissen heisst und wie das richtig geht, aber an dem Tag hätte ich nicht die hand für SIE ins feuer gelegt

ein anderer hund wäre vielleicht mit eingezogenem schwanz geflüchtet… oder hätte nur dumm geschaut… oder hätte ihn einfach begrüsst oder oder oder … hängt also alles vom hund und seiner rolle ab…

Gruß Hexerl

Hallo carole,

wenn Hunde vermeintliche Angreifer attackieren, hat das i.d.R. nichts mit „Beschützerinstinkt“ zu tun.

Hunde sind Opportunisten und stets auf ihren persönlichen Vorteil bedacht.
Was sie verteidigen sind Ressourcen, die sie sich geschaffen haben (Zuwendung, Futter, Sicherheit, u.s.w.). Gerade Hunde mit wenig Selbstbewusstsein schwanken bei vermeintlicher Bedrohung sehr schnell zwischen Angriff (Verteidigung des Bereiches der ihnen Sicherheit gibt) und Flucht.
Ein Grund warum viele erwachsene Tierheimhunde, die vermittelt waren, nach einigen Wochen wieder zurückkommen, sind oftmals von den „Neubesitzern“ völlig unerwartete Aggressionen Fremden oder auch Familienmitgliedern gegenüber.
Die Vorgeschichte ist dann fast immer gleich. Der Hund hat sich innerhalb kürzester Zeit seinem Besitzer sehr eng angeschlossen, folgt ihm auf Schritt und Tritt, war stets aufmerksam, wollte viel schmusen u.s.w.
Dieses Verhalten wird häufig als Dankbarkeit des Hundes von den Neubesitzern genossen und unterbewusst gefördert, indem der Hund nie mehr alleine gelassen wird (sonst denkt er ja er wird wieder abgeschoben) oder auf jedes „Einfordern“ von Streicheleinheiten reagiert wird (da hat er ja bestimmt ein Defizit).
Da vor allem Hunde aus schlechter Haltung durchaus wissen, dass die von ihnen „erarbeiteten“ Annehmlichkeiten des Lebens keineswegs selbstverständlich sind, ist die Motivation (je nach Typ) sehr hoch, diese gegen vermeintliche Konkurrenten zu verteidigen, was dann fälschlicherweise als plötzlicher „Undank“ bzw. „Tierheimknacks“ eingestuft wird.

Ein schönes Ostern

Johnny

Nicht zwingend. In der Regel sind Hunde als Rudeltiere bestrebt, ihr Rudel zu verteidigen bzw. im Falle eines Kampfes tatkräftig mit zu helfen. Aber nicht alle Hunde sind heutzutage noch so. Es gibt viele, die einfach aus Angst weg laufen, wenn es brenzlig wird. Oder den Kampf dem Rudelboss (dem Menschen) überlassen, weil dieser es ja am besten machen wird.
Generell dürfte aber jeder Hund Alarmsignale von sich geben (Bellen, Knurren, Nackenfell hoch usw.), die meistens ja auch ausreichen.
Ob ein Hund lieb und freundlich ist, hat meistens nichts damit zu tun, ob er im Ernstfall „mit anpacken“ wird oder nicht.
Das Verhalten des Hundes ist zudem stark abhängig vom Verhalten des Besitzers. Der Hund wittert kleinste Anzeichen von Angst, Unsicherheit etc. und reagiert entsprechend.
Galli

Ausprobieren…unsere Tierheimtöle :smile: hat z.B. einen recht ausgeprägten Territorrialschutztrieb, und den hat Sie, der ist auch nicht wegerziehbar. Ein normaler, gut untergeordneter Hund wird das Rudel und seinen Chef verteidigen.