Es ist Wochenende und mein Pferd hat sich eine Wunde am Fesselkopf zugezogen. Woran weiß ich nicht, die Wunde ist außen am hinteren rechten Bein. Sie ist von gestern, ich habe nur mit Betaisadonna behandelt, weil sie nicht mehr geblutet hat. Er hat viel Behang, wodurch man die Wunde nur teilweise sehen kann. Sie ist ca. 5Markstück groß, rund und scheint etwas zu wässern, da der Behang hart ist vom Wundsekret. Heute morgen war nun auch das Röhrbein leicht geschwollen und warm. Ich habe es mit einer Mischung aus Tonerde und Kamille bestrichen und ihm Belladonna verabreicht. Trotzdem bin ich unsicher, ob ich nicht doch den Tierarzt-Notdienst holen soll. Mein Pferd ist vor einer Woche aus der Klinik gekommen und ist noch recht unbeholfen im Gang, so dass ich ihm einen weiteren Artzbesuch ersparen möchte, wenn es nicht sein muss. Trotzdem bleibt die Unsicherheit… ich stehe zwischen Baum und Borke.
Die Fessel und auch das Röhrbein pulsieren nicht, er lahmt auch nicht sichtbar hinten, obwohl das aufgrund seines Allgemeinzustandes nicht 100%ig gesehen werden kann.
Wer hat noch eine Idee oder meint, dass ich unbedingt den Arzt holen muss. Wenn das Pferd einige Wochen krank ist, verliert man jegliche Sicherheit in seine Entscheidungen. Danke für die Antworten!!
Hallo!
Erstmal gute Besserung ans Hotti! *Karotterüberreicht*
Wenn das Pferd nicht lahm geht, und sich Schwellung und Hitze am Bein in Grenzen halten würde ich erstmal keinen TA rufen sondern so beobachten und das Bein kühlen.
Ist halt immer schwer zu sagen, wenn man das Pferd nicht kennt.
Wie tief ist die Wunde denn? Phlegmone an der Stelle wär mir zwar neu, aber kommt auch sicher vor, das heißt die Wunde möglichst sauber halten, keine Matschkoppel momentan.
Ich würd sagen, wenn das Bein nicht dicker wird und nicht wärmer wird, dann gehts so, erstmal.
was hatte es denn davor? Immunsystem geschwächt dadurch?
cu,
Isis
Hi Melanie;
Wuerde versuchen die wunde und gegend um die wunde mit lauwarmen leicht salzhaltigen wasser zu waschen. Natuerlich willst Du auch sicher sein dass keine fremdkoerper in der wunde sind sonnst wuerde ich einen Tierarzt rufen. Dannach villeicht ein verband oder wenigstens die wunde gut mit einer unparfuermierten handcreme, es geht auch Nivea (frueher nahmen die Kutscher einfach wagenfett) belegen. Die von Dir genannten mittel moegen gut sein sind mir aber leider nicht geleufig weil ich in Canada bin.
Wenn sowas ist gebe ich dem Pferd ne Spritze Penicilin, das hat bisher immer geholfen. Nach moeglichkeit sollte das Pferd im Trockenen stehen. Verband einmal taeglich wechseln. Beobachte das fuer 3-4 tage und wenn sich was verschlechtert dann natuerlich Tierarzt. Viel Glueck, Karl.
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meine Gedanken dazu
Hallo Melanie,
ein möglicher Gedanke ist es, dass die Wunde vorher da war- in Form einer Kruste.
Diese ist aufgeplatzt und Dir aufgefallen, weil das Fell verklebt ist.
Kann es sein, dass Dein Pferd längere Zeit in der Box (mit Stroh) verbracht hat, (weil Du von Tierarzt und so schriebst)?
Wie sieht die Hygiene der Box aus?
Ist Dein Pferd „hell befesselt“?
Ich denke an Mauke, die aufgegangen ist und nun nässt.
Meine Stute hatte das auch mal, auch mal nur einseitig und hinten im Fell.
Daher passt Deine Beschreibung recht gut.
Du musst, egal, was es schon ist- die Wunde sauber halten, es sollte kein Mist hineinkommen, weil sonst wirklich die Möglichkeit einer Phlegmone besteht (auch schon gehabt!).
Die Keime wandern durch die Wunde nach oben und das Bein schwillt an- das Pferd hat Schmerzen und geht lahm.
Betaisadona ist denke ich zu schwach.
Würde etwas nehmen, das stärker desinfiziert und austrocknend wirkt.
Tierarzt hat so etwas, oder Tierapotheke.
Z.B „Sulfonamid-Lebertransalbe“.
Gute Besserung!!
Grüße
Anna
Hi Melanie,
ich würde Dir empfehlen, einen Rivanolverband zu machen. Das ist ein Angußverband mit einer Lösung aus Rivanol. Die Tabletten zum Auflösen gibts in der Apotheke (da auch Humanmedizin).
Einfach einen Verband mit Equimollunterlage an das betroffene Bein (bei Fesselgelenk am besten bis runter zum Kronrand) wickeln, Rivanol auflösen und von oben so in den Verband schütten (geht gut mit Colaflasche o.Ä.), daß es im Verband zu der Wunde läuft. Du kannst auch das Equimoll vor dem Bandagieren schon mit der Rivanollösung tränken. Aber benutze altes, entbehrliches Verbandszeug (außer die Unterlage natürlich - die sollte steril sein), weil die gelbe Farbe von Rivanol nie wieder raus geht. Würde auch Gummihandschuhe tragen, sonst hast Du die nächsten 10 Tage gelbe Hände (sieht richtig scheiße aus… )
Die Schwellung am Röhrbein läßt auf einen „Einschuß“ - sprich auf eine Infektion der Wunde schließen. Rivanol ist dafür genau richtig, das kühlt, desinfiziert und fördert die Wundheilung. Sollte man am besten immer im Spind haben.
Viele Grüße
Tania
hallo an alle lieben antwortenden!
es geht meinem „eisbären“ wieder besser, zum glück. er hatte vor zwei wochen nesselfieber, wurde gespritzt und dabei mit einem lokalen bakterieninfekt infiziert und hatte 40 fieber, fraß nicht mehr…, daraufhin war er eine woche in der klinik, weil sich der bakterienifekt ausgebreitet hatte (über nacht) und die lokale schwellung melonengöße hatte. nach einer woche wurde er entlassen, stieg aber mit einer lahmheit4 wieder vom hänger, konnte dann ca 1wo gar nicht laufen, weil die üble schwellung in die beine absackte.
inzwischen behandel ich ihn homöopathisch. er steht im offenstall, so dass eine verdreckte box keinen schaden anrichten kann. seit einigen tagen ist er wieder im herdenverband, hatte dann aber die verletzung (er ist leider der typische omega, so dass zwei seine lahmheit ausnuzen konnten). die verletzung war sicherlich eine folge von rangeleien.
das bein ist inzwischen wieder abgeschwollen, nach einer behandlung mit belladonna und einer reiki-behandlung. es war sehr faszinierend, da das bein nach ca 5std nach der behandlung wieder klar und kalt war.
also nochmal vielen dank für die ratschläge und ich hoffe, dass die gestellten fragen eurer artikel alle beantwortet sind.
inzwischen hat er aber leider wieder nesselfieber, ich weiß aber immer noch nicht, worauf er reagiert. nun behandele ich ihn aber selber mit rhus tox und hoffe, dass ich nicht nochmal solch eine odyssee erleben muss.
einen lieben gruß!!