Hallo,
wer hat erfahrungen mit zitronenduftversprühenden halsbändern gemacht und kann mir sagen ob sie gegen das bellen im garten helfen wenn man selber nicht zuhause ist?
Also ich habe mit diesen Halsbändern bisher keine Erfahrungen gesammelt, finde aber das dies nicht der richtige Weg ist dem Hund das bellen abzugewöhnen. Da es häufig zu „Fehlzündungen“ kommen kann, wie z.B. durch andere Hunde oder durch kratzen am Halsband.
Außerdem ist die Wirkung von dem Zitronenduft meist nicht so wirksam wie gedacht, weiterhin riecht der Hund auch noch nach dem Bellen die Zitrone und weiss dann gar nicht mehr warum und wieso eigentlich.
Bei sensiblen Hunden kann das Halsband Ängste und Unsicherheit nur weiter verstärken und robustere Hunde interessiert dieses Halsband häufig nicht.
Außerdem wird jegliches Bellen des Hundes unterbunden und da Bellen ja nun einmal zu einer natürlichen Verhaltensform der Hunde gehört, ist diese Methode ungeeignet. Zumindest empfinde ich diese Halsbänder als nicht empfehelnswert.
MFG Frieda
Hallo Martina,
diese Halsbänder sind Mist und füllen nur die Taschen der Hersteller.
Vor allem wenn man bedenkt, das dem Tier jedes Mal Säure in die Augen gesprüht wird.
An Deiner Stelle würde ich eine Hundeschule in Anspruch nehmen. Es gibt davon eine gute Anzahl unter denen auch Bell-Probleme behandelt werden. Sicherlich mußt Du dafür Zeit, Geduld und Geld investieren, aber Dein Hund wird es Dir danken, vor allem wenn er dann weiß, dass Du ja wieder kommst.
Wenn Du ein Tierheim in der Nähe hast, dann erkundige Dich dort, weil auch hier Schulungsangebote gemacht werden und das Geld zum Teil dem Heim zugute kommt.
Viel Glück Iso.Osi
Hallo,
kann mich meinen Vorrednern nur anschließen, laß es. Solche „Hilfsmittel“ bringen nichts außer Mißverständnissen und verängstigen/aggressiven und insgesamt gestörten Hunden.
Zuerst gilt es mal, die Ursache für das Bellen herauszufinden und dann auf diese bezogen etwas dagegen zu unternehmen. Wenn der Hund z.B. bellt, weil andere Hunde am Grundstück vorbeilaufen, dann ist das eine ganz natürliche Verhaltensweise, wenn das Deine Nachbarn stört, mußt Du den denen arbeiten und nicht mit dem Hund. 
Ansonsten kann man gegen das Bellen bei Einsamkeit meistens was tun, nur bitte nicht mit solchen scheinbar simplen Methoden; eine Verhaltenstherapie braucht nun mal Zeit und Energie.
Tanja
Im Grunde schließe ich mich meinen Vorrednern an. Ich weiß allerdings, dass in einer Hundepension diese Halsbänder benutzt werden, damit die Hunde nicht den ganzen Tag bellen. Hier ist die Lösung gut, weil man in einer Pension gar nicht die Zeit hat, jedem einzelnen Hund gerecht zu werden und ihnen das Bellen abzugewöhnen.
Bei vielen Hunden reicht es, wenn sie das Halsband tragen. Nach einmaligem Bellen tun sie es einfach nicht mehr.
Der Trick basiert auf der klassischen Konditionierung im umgekehrten Sinn. Der Hund erfährt etwas Negatives auf sein Verhalten. Er weiß nicht, woher es kommt und bringt es nicht mit dem Menschen in Verbindung. Das ist positiv daran.
Bloß für den Hausgebrauch würde ich es nicht anraten, da man da viel mehr Möglichkeiten hat, und ein solches Halsband wirklich nur ein Notbehelf ist.
Galli
Einsatz in Hundepension?!
Das finde ich ganz schön kraß. So eine Pension wäre sicher der letzte Ort, wo ich einen Hund unterbringen würde. Was nützt es, wenn die Leute dort ihre Ruhe haben und ich mich hinter um einen traumatisierten Hund kümmern muß?
Wenn Leute so eine Pension führen, sollte man doch soviel Verantwortungsbewußtsien und Kompetenz erwarten, daß sie zum einen ihren Betrieb nicht gerade direkt in einem Wohngebiet führen und daß sie sich auch um Hunde, die aus Einsamkeit, Unsicherheit, was auch immer, bellen, kümmern.
Tanja
Hallo,
Das finde ich ganz schön kraß. So eine Pension wäre sicher der
letzte Ort, wo ich einen Hund unterbringen würde. Was nützt
es, wenn die Leute dort ihre Ruhe haben und ich mich hinter um
einen traumatisierten Hund kümmern muß?
Die Frage ist, warum Du Dir überhaupt ein Lebewesen anschaffst, das einen starken Rudelbezug hat und alleine nicht gut klarkommt, nur um es dann ein oder zweimal im Jahr während der Urlaubszeit alleine zu lassen. Das finde ich unverantwortlich.
Grüße,
Anwar
Hi Anwar,
Die Frage ist, warum Du Dir überhaupt ein Lebewesen
anschaffst, das einen starken Rudelbezug hat und alleine nicht
gut klarkommt, nur um es dann ein oder zweimal im Jahr während
der Urlaubszeit alleine zu lassen. Das finde ich
unverantwortlich.
Habe ich auch noch nie gemacht. 
Allerdings kann ja bei jedem mal etwas Unvorhergesehenes auftreten, Unfall, Krankheit o.ä. und wenn man dann niemanden hat, der sich um einen Hund kümmern kann, suchen sich die meisten Leute wohl eine Hundepension. Ich kenne allerdings auch Pensionen, wo die Hunde in Rudeln leben können und so mancher Hund kann da wahrscheinlich sogar mal richtig Urlaub von seinen Menschen machen…
Tanja
Also, man kann sich wirklich über schlimmere Dinge aufregen!
Ich sage nicht, dass ich das alles ganz toll finde. Andere Wege gibt es bestimmt, aber in einer großen Pension geht es eben nicht, dass man sich zu jedem Hundchen setzt und erst mal guckt, warum er denn wohl bellt.
Nicht jeder Hund bekommt ein solches Halsband, sondern nur diejenigen, die wirklich ununterbrochen bellen. Viele Hunde sind sogar heiser, weil sie so viel bellen. Meistens reicht es aus, dass sie einmal einen negativen Reiz bekommen. Danach ist das Halsband überflüssig, oder aber es genügt eine leere Batterie.
Den Hunden tut das nicht weh, sie bringen es in keinerlei Verbindung mit dem Menschen und werden lediglich konditioniert!
Auf keinen Fall erfahren sie dadurch ein Trauma! Ich glaube, dass es mehr Hunde auf der Welt gibt, die ein Trauma durch Überbehütung und Vermenschlichung haben… und der Aufenthalt in einer Pension macht sie manchmal zum ersten Mal in ihrem Leben zu einem richtigen Hund…
Galli
Also, man kann sich wirklich über schlimmere Dinge aufregen!
Kann sein. Kein Grund, sich nicht hierüber aufzuregen. 
Ich sage nicht, dass ich das alles ganz toll finde. Andere
Wege gibt es bestimmt, aber in einer großen Pension geht es
eben nicht, dass man sich zu jedem Hundchen setzt und erst mal
guckt, warum er denn wohl bellt.
Zu Kompetenz und Verantwortungsbewußtsein schrieb ich ja schon was…
Den Hunden tut das nicht weh, sie bringen es in keinerlei
Verbindung mit dem Menschen und werden lediglich
konditioniert!
Auf keinen Fall erfahren sie dadurch ein Trauma! Ich glaube,
Wo hast Du das denn her? Warum erlauben wir denn dann nicht wieder Teletac, das tut auch nicht weh und „der Hund wird lediglich konditioniert“?! Kannst Du Dir denn vorstellen, daß gerade ein Hund, der vielleicht Angst hat, auf alle Fälle aber unter Streß steht (würde er sonst die ganze Zeit bellen?) nur noch viel unsicherer wird? Ich kenne eine Hündin, die sonst absolut selbstbewut ist, aber wenn sie was Sprühen oder Zischen hört, geht sie in Deckung und ist nur noch ein zitterndes Bündel Elend.
Wie ich bereits sagte, gerade von einer Hundepension sollte man etwas mehr Verantwortungsbewußtsein erwarten.
Tanja
Ich denke nicht, dass du nur aufgrund dieser Tatsache über die Hundepension urteilen kannst. Das Personal ist sehr qualifiziert, die Pension bietet Kurse von TTEAM bis Clicker-Training an, alle Erziehungsmethoden sind unbedingt gewaltfrei!
Bei ängstlichen, verschüchterten Hunden wird ein Sprühhalsband nicht angewandt, sondern eben andere Methoden versucht.
Dennoch überschätzt du die Zeit, die das Personal zur Verfügung hat.
Man kann sich einfach nicht um ALLE Hunde perfekt kümmern, das erlaubt die Arbeitszeit einfach nicht!
Teletac ist auch mit Sprühhalsbändern nicht zu vergleichen, denn das tut dem Hund sehr wohl weh, weil er einen Stromschlag bekommt.
Ein Sprühhalsband jedoch übermittelt lediglich für den Hund einen unangenehmen Reiz. Und gegen Konditionierung ist wirklich nichts einzuwenden. Hast du schon mal erlebt, wie Wölfe miteinander umgehen, wie hart es da zu geht? Es ist eben nicht immer alles Heititei in der Caniden-Welt…
Ich bin sehr für gewaltfreie Erziehung, aber es geht eben nicht immer. Und zudem ist es nicht artgerecht, den Hund immer nur positiv zu bestärken. Manche Hunde brauchen auch mal ein Schreckerlebnis, um etwas zu unterlassen. Das hat nichts mit Traumata oder Gewalt oder Tierquälerei zu tun. Wenn man vor hat, den Hund wirklich artspezifisch zu erziehen und sich mit seiner Ethologie beschäftigt, dann wird man schnell erkennen, dass es auch mal hart her gehen kann.
Aus diesem Grund finde ich nichts schlimmes an einem Sprühhalsband.
Für den Hausgebrauch würde ich es nicht empfehlen, weil man da immer mehr Zeit für den Hund hat und ganz andere Möglichkeiten hat.
Aber bevor ein Hund sich heiser bellt und ihn sonst nichts davon abbringen kann, und man sich halt nicht den ganzen Tag neben ihn setzen kann, ist ein harmloses Sprühhalsband das kleinste Übel.
Durch den Schreck legen sie das Bellen ab, sie sind danach nicht verschüchtert, eher erstaunt. Und da sie dadurch aus dem Teufelskreis des ständigen Bellens heraus gerissen werden, fangen sie schnell an, die Umwelt besser wahrzunehmen und mit Artgenossen zu spielen etc.
Für die Hunde ist diese Lösung wirklich keine Qual. Denn bevor sie sich in ihr Bellen hinein steigern, ist es doch sinnvoller, sie daran zu hindern, um sie auch mal freier für andere Sachen zu machen.
Als ich das erste Mal von der Methode hörte, dachte ich auch „Oh Gott, die armen Tiere, muss das denn sein?!“, aber dann habe ich die Hunde beobachtet und konnte nicht fest stellen, dass sie verschüchteter oder verängstigter waren als vorher. Im Gegenteil!
Galli
Nun, da haben wir wohl einfach andere Erfahrungen gemacht und da die Leute in einer Hundepension sicher nicht in der Lage sind, sofort die gesamte Situation eines Hundes beurteilen zu können (das kann man nur durch beobachtung und Kennenlernen, und wie Du sagtest, haben die dort ja keine Zeit), besteht also weiter ein Risiko.
Teletac ist auch mit Sprühhalsbändern nicht zu vergleichen,
denn das tut dem Hund sehr wohl weh, weil er einen Stromschlag
bekommt.
Quatsch. Ein Stromschlag muß nicht weh tun, Du hängst den Hund ja nicht an eine Steckdose. Und obwohl Teletacs i.d.R. nicht wehtun, finde ich ihre Verwendung unmöglich.
wirklich nichts einzuwenden. Hast du schon mal erlebt, wie
Wölfe miteinander umgehen, wie hart es da zu geht? Es ist eben
nicht immer alles Heititei in der Caniden-Welt…
Ich habe das Gefühl, daß Du spätestens hier anfängst, etwas durcheinanderzuwerfen. Es ist absolut kein Problem, wenn Du mit einem Hund arbeitest, um ihm bestimmte Verhaltensweisen ab- bzw. anzugewöhnen und ihm dabei auch deutlich seine Grenzen zeigst, aber hier geht es nicht darum, mit einem Hund zu arbeiten sondern nur, möglichst schnell einen Effekt zu haben ohne an die Folgen zu denken. Und diese können eben, wie ich schon erfahren mußte, sehr unangenehm sein.
Tanja
Ich habe das Gefühl, daß Du spätestens hier anfängst, etwas
durcheinanderzuwerfen. Es ist absolut kein Problem, wenn Du
mit einem Hund arbeitest, um ihm bestimmte Verhaltensweisen
ab- bzw. anzugewöhnen und ihm dabei auch deutlich seine
Grenzen zeigst, aber hier geht es nicht darum, mit einem Hund
zu arbeiten sondern nur, möglichst schnell einen Effekt zu
haben ohne an die Folgen zu denken. Und diese können eben, wie
ich schon erfahren mußte, sehr unangenehm sein.
Ich gebe dir absolut Recht, wenn du sagst, dass es darum geht, möglichst schnell einen Erfolg zu haben. Das ist klar. Und aus dem Grund würde ich ein Sprühhalsband auch nicht für zu Hause empfehlen.
Aber in einer Hundepension sieht es eben anders aus. Es ist utopisch und unrealistisch, wenn man sich vorstellt, dass man als Tierpfleger in einer Hundepension auf jeden Hund eingehen kann und ihm kleine Marotten abgewöhnen kann. Das geht einfach nicht. Und um dem Hund das Bellen abzugewöhnen, was sowohl für ihn als auch für seine Umwelt von Vorteil ist, eignet sich ein Sprühhalsband vorübergehend nun mal gut.
Die Ethologie sprach ich darum an, weil du meiner Meinung nach aus einer Fliege einen Elefanten machst und sofort denkst, dass die Hunde traumatisiert werden, wenn sie einen kleinen Sprühnebel vor die Nase bekommen. Da finde ich es wirklich schlimmer, wenn man Hunden kleine Jäckchen und Mäntelchen anzieht, ihnen die Nägel lackiert und bei Regen nicht mit ihnen raus geht. Das meinte ich mit „es geht hart her in der Caniden-Welt“. Glaub mir, die Hunde können einen Sprühnebel vertragen, ohne dadurch in seelische Konflikte zu geraten.
Galli