Gestörte Nierenfunktion bei Katzen

Hallo,

als inzwischen hat sich bei meiner Katze heraus gestellte das sie an einer gestörten Nierenfunktion leidet :frowning:

Naja jetzt ist die Frage mit der Ernährung: viel Kohlenhydrate und wenig Eiweiß. Also kommt Trocken- bzw Naßfutter kaum noch in frage.

Habt ihr Erfahrungen damit? Kann die Katze mit solch einer Diät Nahrung satt werden? (meine Katze ist ja ohne hin schon viel zu leicht: 2,8 kg bei 8 Jahren)

Habt ihr tipps? meine Tierärztin meinte das ich eben das Nassfutter mit viel Reis, Nudeln, Kartoffelbrei ( dann wohl ohne Milch??) oder sonstigem strecken soll. DAzu hab ich noch ein Krebstiere enthaltender Futterzusatzstoff bekommen.

Würd mich über jeden Tip freuen, wie ihr den Essensplan so gestaltet.
Meine arme Katze tut mir so schon leid. so ganz ohne Fleisch, Fisch und Co. !

Hallo Josephine,

man ist eigentlich davon abgekommen, nierenkranken Katzen eiweißreduziertes Futter zu verabreichen.
Zum einen muss man froh sein, wenn die Katze überhaupt am Fressen bleibt, zum anderen kann die Eiweißreduktion genau das Gegenteil des erwünschten Effektes verursachen. Bekommt die Katze über die Nahrung zu wenig Eiweiß (durch eiweißarme Nahrung oder auch wegen schlechter Futterakzeptanz), beginnt der Organismus körpereigene Eiweißreserven anzugreifen (Muskulaturgewebe) und überschwemmt damit völlig unkontrolliert die Nieren förmlich mit harnpflichtigen Stoffwechselprodukten.
Wir haben gute Erfahrungen mit dem Futterzusatz IPAKITINE von der Firma Vetoquinol gemacht (wahrscheinlich das Präparat, das du schon hast).

http://www.vetoquinol.de/default.htm?http://www.veto…

Es bindet Phosphorverbindungen, so dass diese über den Darm (statt durch die Nieren) ausgeschieden werden und so die Nieren entlastet werden. Ansonsten würde ich Futter, das die Katze gern frisst, möglichst „suppig“ füttern.

Alles Gute

Johnny

Mein Kater hat damals das spezielle Futter (Frischfutter und Trockenfutter) für nierenkranke Katzen boykottiert. Leider ist alles ganz unverhofft schnell verlaufen - und er ist nach nur einer Woche nach Diagnose von uns gegangen. Bin schon froh darüber, dass sich der Leidensweg bei ihm so verkürzt hat.
Hatte gar nicht so die Zeit mich mit einem speziellen Ernährungsplan zu befassen. Das spezielle Futter stand eben auf dem Plan, Medikamente - war ganz schön hart, meine beiden liebsten getrennt zu füttern. Aus der heutigen Sicht könnt ich mich Ohrfeigen, dass ich meinem Schatz die verbliebene kurze Zeit auf diese Welt so mit dem Zeugs geqält habe. :frowning:((

Drücke euch die Daumen, dass sich die Werte von deiner Katze stabil halten lassen.
VIelleicht ein guter (hilfreicher) Link für dich:
http://katzen-links.de/katzenforum

Liebe Grüße
Molika

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danke für eure Meinungen und Ratschläge.
Habe gerade auch ein bißchen im I-net wegen dem Problem gesucht und bin auch auf ein paar Atrikel gestoßen in denen ebenfalls stand das die Eiweißgabe nicht ganz reduziert wird oder werden sollte. Ich überlege mir eine andere Meinung von einem anderen Tierarzt hinzu zu ziehen. Man merkt ja schon allein bei den Ärzten die für die Menschen zu ständig sind da es da verschiedene Standpunkte und Meinungen gibt.
Will mein Kätzchen allerdings auch nich quälen. Erst das Blutgerinnsel und dann das. Es ist schon unfair *seufz*

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Hallo Josephine,
hoffe, dass es dir nach diesem Schock schon wieder etwas besser geht.

(Meine Mutter zeigte mir mehrere Texte in Büchern, in denen stand, dass die Tiere keine Schmerzen hätten. Sie würden viel schlafen, kämen sich müde und träge vor - hätten keinen Appetitt und würden halt nur ständig ein Durstgefühl verspüren. Keine Schmerzen - gut dachte ich erst einmal - er hat keine Schmeerzen, soll er meien Schmerzen, meine Wut über diese Ungerechtigkeit, nicht mitbekommen. Weiter stand in mehreren Büchern, dass die Katzen spüren würden, dass etwas schlimmes passiert ist bzw. passieren würde, wenn man sich ihnen gegenüber auf einmal ganz anderes verhalten würde. Also kullerten meine Tränen in Räumen außerhalb seiner Sichtweite über meine Wangen.
Also zeig deiner Katze gegenüber Stärke. Wenn ihr danach ist, schmuse mit ihr, gib ihr durch deine Nähe Kraft und Geborgenheit!)

Zu deinem Posting:
Ich würde in dieser Situation immer eine zweite Meinung einholen - kostet zwar auch wieder einiges, aber das sollte richtigen Tierliebhabern die Sache wert sein.
Sollte schon mal Blut untersucht worden sein, lass dir die Blutwerte geben und such einen anderen Arzt auf.
Zur „Nierendiät“:
Bei uns hieß es damals noch, dass unser Kater nur eiweiss-reduzierte Nahrung essen darf. Und dass die Katzen dieses Spezialfutter (also dieses pampige Etwas) - als Ersatz für früher so abwechslungsreiche Nahrung zuvor akzeptieren - dürfte eigentlich an ein Wunder grenzen.
Gefuttert hat unser Kater noch nicht mal einen Löffel. Wir haben ihm immer genug neues Naßfutter hingestellt, aber es war selten, dass er überhaupt etwas gefressen hat. (Nochmal so eine Nierendiät? Ich weiß nicht!)
Jeder Tierarzt hat wohl so seine eigene Ansicht, die er dem Tierbesitzer vermitteln will.
Wünsche dir noch viele schöne gemeinsame Stunden mit deiner Katze!

Liebe Grüße
Molika

danke für eure Meinungen und Ratschläge.
Habe gerade auch ein bißchen im I-net wegen dem Problem
gesucht und bin auch auf ein paar Atrikel gestoßen in denen
ebenfalls stand das die Eiweißgabe nicht ganz reduziert wird
oder werden sollte. Ich überlege mir eine andere Meinung von
einem anderen Tierarzt hinzu zu ziehen. Man merkt ja schon
allein bei den Ärzten die für die Menschen zu ständig sind da
es da verschiedene Standpunkte und Meinungen gibt.
Will mein Kätzchen allerdings auch nich quälen. Erst das
Blutgerinnsel und dann das. Es ist schon unfair *seufz*

Hallo Josephine,

man ist eigentlich davon abgekommen, nierenkranken Katzen
eiweißreduziertes Futter zu verabreichen.
Zum einen muss man froh sein, wenn die Katze überhaupt am
Fressen bleibt, zum anderen kann die Eiweißreduktion genau das
Gegenteil des erwünschten Effektes verursachen. Bekommt die
Katze über die Nahrung zu wenig Eiweiß (durch eiweißarme
Nahrung oder auch wegen schlechter Futterakzeptanz), beginnt
der Organismus körpereigene Eiweißreserven anzugreifen
(Muskulaturgewebe) und überschwemmt damit völlig
unkontrolliert die Nieren förmlich mit harnpflichtigen
Stoffwechselprodukten.
Wir haben gute Erfahrungen mit dem Futterzusatz IPAKITINE von
der Firma Vetoquinol gemacht (wahrscheinlich das Präparat, das
du schon hast).

http://www.vetoquinol.de/default.htm?http://www.veto…

Es bindet Phosphorverbindungen, so dass diese über den Darm
(statt durch die Nieren) ausgeschieden werden und so die
Nieren entlastet werden. Ansonsten würde ich Futter, das die
Katze gern frisst, möglichst „suppig“ füttern.

Alles Gute

Johnny

Hallo Molika

ja es geht mir ein wenig besser´, danke. Es hilft mir auch sehr gerade mit eine paar „betroffenen“ Personen darüber zu reden und tipps zu bekommen. Aber glaub mir ich hätte gestern fast den ganzen Abend nur noch flennen können. Ist schon sehr unfair das sowas auch Tiere bekommen müssen. Hab zuvor noch nie von so einer Krankheit gehört und bin doch recht froh das mein anderer Kater im Alter von 16 Jahre „einfach“ so starb ohne quälereien und mängel *seufz*

Naja ich habe folgende HP : http://www.felinecrf.info/diaet_und_ernaehrung.htm

mal durchgelesen und da ist diese Protein diät auch sehr umstritten.
Langsam denke ich einfach das ich meiner Katze das alles gönne was sie mag sprich: Trockenfutter das sie am liebsten mag und eben die schlemmer felix mahlzeiten. DAnn hat sie wenigstens noch was von ihrer letzten Zeit und muss keinen Hunger leiden.
Vor allem find ichs gerade traurig da er endlich mal 300g zugenommen hat, was schon ein großer Erfolg für uns ist und nun soll ich ihn wieder hungern lassen…!
Was mich auch freut ist das er heute wieder richtig fitt wirkt, ich weiß allerdings nicht ob es an den 2 Spritzen liegt die die Ärztin ihm verpasst hat :frowning:

Das Pulver das ich von ihr bekommen habe nimmt er zum Glück ohne murren aber das Naßfutter mit Reis oder Haferschleim super laaaang gestreckt gefällt ihm nicht. Der Blick von ihm spricht tausend Worte.
Bricht einem schon das Herz. Naja aber ich werde mir heute die ERgebnisse der Blutuntersuchung sagen lassen und frag dann eben noch einmal bei einem anderen Arzt nach, aber wenn es in einer Tortur für ihn endet lass ich ihn lieber anständig essen denke ich…

Grüssle Josephine

Würde mich freuen, wenn dein kleiner Stubentiger noch eine lange, schöne und glückliche Zeit bei dir verbringen darf. Denk immer positiv und freue dich über jeden Augenblick, den ihr miteinander verbringen könnt.
Informiere dich im Internet und in Büchern über die Krankheit. Um so mehr Informationen du hast, desto besser kannst du dir eine eigene Meinung bilden. LG Molika

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