Druse während der Inkubationszeit behandelbar?

Hallo,
habe bei einem meiner Pferde ein paar Tage, nachdem der Schmied da war, geschwollene Lymphknoten entdeckt. Rechts ist die gesamte Fläche hinter den Ganaschen vom Ohr an stark geschwollen. Das Pferd hat zur Zeit scheinbar sehr unter Bremsenstichen zu leiden, so dass ich bisher dachte, dass die Schwellung daher kommt. Es scheint gegen eins der derzeitigen Insekten zu allergieren, da es manchmal am Körper flache SChwellungen bekommt, nachdem es einen Stich hatte. Die anderen Pferde der Herde haben nichts vergleichbares. Nun habe ich aber erfahren, dass in der Gegend scheinbar Druse grassiert und ein Stall es z.Zt. nicht in den Griff bekommt. Meine Pferde haben keine Kontakte zu anderen Pferden, stehen das ganze Jahr in Offenställen und sind in den letzten Wochen auch nicht im Gelände gewesen, so dass mir eigentlich nur der Schmied als Überträger einfällt, wenn die Stute sich angesteckt haben sollte. Sie hat noch kein Fieber und ist (noch?) voll fit!
Meine Frage an die, die schon mit Druse zu tun hatten:

  • ab wann isoliere ich das Pferd am besten?
  • kann der Tierarzt während der Inkubationszeit diagnostizieren oder schon behandeln und den Verlauf damit abschwächen?
  • was lässt außerdem die Lymphknoten der rechten Seite so anschwellen?
    Danke für eure Hilfe!
    Mel

Meine Frage an die, die schon mit Druse zu tun hatten:

  • ab wann isoliere ich das Pferd am besten?#

Falls Dein Pferd Druse hat und wenn Deine Pferde alle zusammen im Offenstall stehen und man bedenkt, daß Druse über alle Eimer, Tränken, Kot etc. übertragen wird, sind die anderen, die Druse noch nicht hatten, vermutlich ohnehin schon angesteckt. Es ist aber wichtig, daß das kranke Pferd Ruhe hat und nicht unbedingt bei Regen etc. draußen steht. Wenn die anderen es ärgern und aus dem Unterstand jagen, sollte man es isolieren.

  • kann der Tierarzt während der Inkubationszeit
    diagnostizieren oder schon behandeln und den Verlauf damit
    abschwächen?

Die Inkubationszeit beträgt 3-7 Tage - wann war der Schmied da? Evtl. ist die Inkubationszeit schon vorbei. Aber keine Panik - Druse ist für Pferde ungefähr so, wie Mumps für Menschen - unangenehm, behandlungsbedürftig aber für erwachsene Tiere nicht sehr bedrohlich. Allerdings ist eine Behandlung mit Antibiotikum notwendig und die sollte möglichst frühzeitig begonnen werden.

  • was lässt außerdem die Lymphknoten der rechten Seite so
    anschwellen?

Jeder Virusinfekt und jede Entzündung im Körper sowie auch Allergien können diese Auswirkung auf die Lymphknoten haben - aber wenn bei Euch in der Gegend gerade die Druse ist, kann es schon sein, daß Dein Pferd sie hat. Es kann aber auch sein, daß die vielen Bremsenstiche dafür verantworlich sind. Dafür würde die Einseitigkeit der Schwellung sprechen.

Um sicher zu gehen, würde ich auf jeden Fall umgehend den Tierarzt rufen! Wenn Druse verschleppt wird, kann sie Dauerschäden verursachen oder zumindest weitaus schwieriger behandelbar werden.

Viele Grüße
Tania

hi

Nun habe ich aber erfahren, dass in der Gegend scheinbar Druse
grassiert und ein Stall es z.Zt. nicht in den Griff bekommt.

hat dein Pferd denn fieber ??? Nasenausfluß ? ist abgeschlagen ? extrem müde ? Ohne Fieber keine Druse … wenn es sonst keine Anzeichen für eine erkrankung zeigt als die geschwollenen Lyphknoten (oder orhspeicheldrüsen?) dann musst du dir zumindst über Druse keine gedanken machen

Druse ist meldepflichtig und eine hochansteckende Tröpfcheninfektion weswegen ställe dann unter quarantäne gestellt werden. Es muss nur jemand mit einem kranken hustenden Pferd an deiner koppel vorbeireiten … das würde zum Anstecken schon reichen

Druse hatten wir vor zwei jahren bei uns am ort … wir hatten Ausreitverbot in die richtung des stalles … und die reiter aus diesem stall hatten komplettes gelände/ausreitverbot - durften ihre Tier nur auf einer einzigen wiese auf dem hof reiten oder führen - sie durften nicht auf die Koppel etc. eben wegen der ansteckungsgefahr für fremde Pferd die dort vorbeikommen könnten

das ging 3 monate denn selbst wenn nur ein einziges tier aus dem stall mal hustet oder ihm die nase läuft wird automatisch die quarantäne verlängert

Meine Pferde haben keine Kontakte zu anderen Pferden, stehen
das ganze Jahr in Offenställen und sind in den letzten Wochen
auch nicht im Gelände gewesen, so dass mir eigentlich nur der
Schmied als Überträger einfällt, wenn die Stute sich
angesteckt haben sollte. Sie hat noch kein Fieber und ist
(noch?) voll fit!

dann musst du wirklcih nciht drüber nachdenken

Meine Frage an die, die schon mit Druse zu tun hatten:

  • ab wann isoliere ich das Pferd am besten?

sofort wenn es fieber bekommt !

  • kann der Tierarzt während der Inkubationszeit
    diagnostizieren oder schon behandeln und den Verlauf damit
    abschwächen?

ja kann er - und je früher desto besser (verdacht auf druse sofort erwähnen)

  • was lässt außerdem die Lymphknoten der rechten Seite so
    anschwellen?

Zahnprobleme / geschwollene ohrspeicheldrüsen / allergien / insektenstiche / Kieferhöhlenvereiterung / kurzes Gras abnagen / kaltes windiges wetter (warum auch immer, aber es ist kein witz) etc.

Gruß Hexerl

Hi Melanie,

Druse:
Hochfieberhafte Erkrankung der oberen Atemwege mit Temperaturen von 40 Grad und höher. Das Allgemeinbefinden ist stark beeinträchtigt.
Quälender Husten mit, anfänglich ohne, später mit eitrigem Nasenausfluss.
Die Nüstern sind oft mit Sekret verklebt.
Es kommt zu Eiteransammlungen in den Lymphknoten des Kopfbereiches. Die Pferde strecken wegen der schmerzhaften Schwellung den Kopf nach vorn und haben Schwierigkeiten beim Schlucken und Atmen.
Schluckbeschwerden, die so schwerwiegend sein können, dass das Pferd beim Trinken nur einen Teil des Wasser aufnehmen kann, während der Rest aus den Nüstern hinausläuft.
Wichtig ist die Gabe von Antibiotika direkt in der Anfangsphase um die Abszessbildung zu unterdrücken und das Fieber zu senken.
Durch Einreibung mit Zugsalbe oder Kampfer wird der Reifeprozess der Lymphknotenabszesse beschleunigt. Wenn die Lymphknotenabzesse die Atemwege sehr stark belasten, muss der Tierarzt sie spalten. Liegt durch hochgradige Schwellung der Lymphknoten akute Erstickungsgefahr vor, ist ein Luftröhrenschnitt notwendig.
(Artikel stammt aus einem Lexikon, das ich mir über meinen Tierarzt besorgt habe).

Geschwollene Lymphdrüsen können eine Menge Ursachen haben. Z. B. Borreliose, Ohrentzündungen, Erkältungen (nicht jede Erkältung beim Pferd verläuft sichtbar), allergische Reaktionen (auch auf Stiche).
Du solltest das wirklich von einem Tierarzt abklären lassen!

Kommen die Schwellungen tatsächlich von Mückenstichen, dann kann ich dir Balsistol Animal - bei meinem Pferd hilft es. Hier zählt schon das Vorbeugen! Zwar kann man nicht alle Stiche verhindern, aber es sind deutlich weniger. Zusätzlich kannst du Knoblauch verfüttern und in heftigen Zeiten die am meisten betroffenen Stellen mit Knoblauch einreiben.

mG
nyke