Hund bellt und greift andere Hunde an!

Hallo zusammen!
Ich hab ein riesen Problem mit meinen Hund (Rüde, Mischling DHS&Husky&Rottweiler,sieht wie ein Labrador aus). Und zwar greift er oder bellt er andere Hunde an wenn er sie sieht. Ich hab dadurch sehr viele Probleme, da die Leute Angst bekommen…mein Hund sei gefährlich, dabei hat mein Hund nie einen Menschen etwas angetan. Ich habe auch ein Maulkorb gekauft, aber trotzdem ist er agressiv und versucht andere Hunde anzugreifen.Zu Hause ist er sehr lieb und tut niemanden was an. Sogar mit der Katze versteht er sich mittlerweile auch. Er wird zum 31.07. 1Jahr alt. Vor ca.4 Monaten war er nie agressiv. Ich wollte mit ihn in die Hundeschule, aber ich weiss nicht so genau ob es was bringt, weil es dort viele Hunde gibt. Hab auch vor ihn zu kastrieren, weil ich gehört habe, dass die Hunde dadurch ruhiger werden. Vielleicht könnt ihr mir tipps geben was ich machen könnte.

Hallo Leonie,

hier kann ich nur absolut dazu raten, eine Hundeschule aufzusuchen. In den meisten Fällen ist das ein Problem der Rangordnung und der Erziehung. Die hast Du anscheinend nicht im Griff (was kein Vorwurf sein soll, da bist Du nicht die einzige), doch in einer Hundeschule kann man Dir da helfen. Und wenn ich schreibe „Dir“, dann meine ich auch vor allem Dir - denn der Hund tut nur das, was er für richtig hält, es liegt an Dir, ihm entsprechendes Feedback zu geben auf daß er sein Verhalten ändert.
Für den Anfang ein paar Tips:

  • Das Essen aus dem Napf auf ein Minimum reduzieren und den Hund größtenteils (wenn nicht sogar ganz) aus der Hand füttern. Und zwar über den ganzen tag verteilt, immer dann, wenn er was gut gemacht hat, ein paar Bröckchen. DU bist der Boß, DU bist die Essensuasgabe und er hat sich nach DIR zu richten.
    Also fleißig „Sitz“, „Platz“, „Komm“, Fuß" usw. üben und wenn beim Spazierengehen ein anderer Hund kommt, ihn mit Kommandos und Leckerlies gleich hinterher ablenken bzw. loben (vorrausgesetzt, er ist nicht ausgerastet).
  • Beim Spazierengehen muß er sich auf Dich konzentrieren. Also ruhig öfter mal die Richtung wechseln oder abrupt umdrehen; wenn er das gleich checkt und hinterher kommt, wieder loben.
  • sei ruhig streng mit ihm, es nutzt nichts, einen Hund zu „bitten“,m das versteht er nicht, Du darfst nur nie vergessen, ihn auch für gutes Verhalten zu loben.

Das waren nun nur mal ein paar Tips, deren Befolgung (auch wenn Du sonst ja leider sehr wenig erzählt hast) nie schaden kann, aber sie ersetzen nicht den Besuch einer Hundeschule; Du mußt also Arbeiten, Arbeiten, Arbeiten mit dem Hund.
Eine Kastration kann unerwünschtes Verhalten nicht beseitigen, aber die Hunde sind oft nicht mehr so „triebgesteuert“, was eine Erziehung evt. vereinfacht; allerdings sollte man Hunde sowieso kastrieren lassen um nicht noch für mehr Hunde zu sorgen, die Tierheime sind übervoll und in anderen Ländern werden Hunde vergast und vergiftet…

Tanja

muss nicht sein
-> Hundeschule

Hallo Leonie

Dein Rüde ist mitten in den „Flegeljahren“. Jetzt ist wirklich eine gute Hundeschule gefragt - auch für Deine Ausbildung!
Warum gehst Du anderen Hunden aus dem Weg? Du musst ihm zeigen, dass Du sein Verhalten nicht billigst. Suche Dir andere Hundebesitzer, erkläre die Situation und trefft Euch mal. Dein Hund soll in dem Moment absitzen - Du bist der Chef und Du entscheidest, mit wem Du redest. Sei entspannt in der Situation und behalte die Oberhand.
Dein Hund merkt die „Unsicherheit“ mit der Du anderen Hunden begegnest und versucht Dich zu beschützen.
Durch die Kastration verändert sich der Trieb - meistens. Dass das Imponiergehabe anderen Rüden gegenüber sich ändert muss nicht sein. Bei der Rassenmischung glaube ich aber kaum (DHS = DSH?)
Um eine gewisse Ausgeglichenheit zu erreichen wäre es für Deinen Hund und für Dich auch toll auf einen Hundesportplatz zu gehen. Hunde müssen arbeiten und auch geistig gefordert werden.

Liebe Grüße

Carina

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Hallo Tanja,

an für sich stimme ich Dir zu, allerdings sollte sie ihren Hund ablenken bevor er ausrastet und nicht erst hinterher.

Liebe Grüße
Yvonne

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Mißverständnis :wink:
Hi Yvonne,

sh**, da habe ich mich mal wieder unglücklich ausgedrückt. :wink:
Das hinterher war auf die Leckerlies bezogen (also erst Leckerlies, wenn er nicht ausgerastet ist, nicht zwischendurch während er versucht, den anderen zu frikassieren); das Ablenken sollte natürlich schon vorher erfolgen. :wink:

Tanja

Liebe Tierfreundin
Unbedingt Hundeschule besuchen,
«aber ich weiss nicht so genau ob es was bringt, weil es dort viele
Hunde gibt»
genau darum und für die professionelle Hilfe,
die Hundeschule ist 2/3 für den Meister und
nur 1/3 für den Hund.
Man hätte mit dem «starken» Hund schon eine Welpenschule
und einen Junghundekurs besuchen können, leider zeigen
sich manche Untugenden erst in der «Hundepubertät».
Das mit dem Maulkorb (zB aus Nylongewebe) ist
schon ok, es verhindert Verletzungen, die meist
ungewollt sind, aber viel Aerger (und Kosten)
verursachen können. Dazu kommt in D die Gefahr
einer Anzeige und nachfolgender Wesenprüfung, die
er ungschult möglicherweise nicht besteht.
Mit tierfreundlichen Grüssen
Marc für Tierinformation

Hi,

eine kastration bewirkt nur eine Wesensveränderung, solange sie nicht zur Gewohnheit geworden ist…
Was soviel heisst wie, dass nur in den Anfängen der hormonbedingten Aggression eine Kastration hilfreich sein kann.
Macht der Rüde das schon eine Weile, ist es ein angewöhntes Verhalten und eine Kastration meistens nutzlos.

Was hast Du denn sonst mit dem Hund gemacht. hast Du ihn nie mit anderen spielen lassen?
Kann Dein Hund frei, ohne Leine laufen und auf Ruf zurückkommen?
Was treibst Du mit dem Hund den ganzen Tag?
Seit wann hast Du ihn?
Wann fing das an?
Welpenschule?
Hundeschule?
Wie ist eure Wohngegend?

Gruß
Maja

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Hi,

eine kastration bewirkt nur eine Wesensveränderung, solange
sie nicht zur Gewohnheit geworden ist…
Was soviel heisst wie, dass nur in den Anfängen der
hormonbedingten Aggression eine Kastration hilfreich sein
kann.
Macht der Rüde das schon eine Weile, ist es ein angewöhntes
Verhalten und eine Kastration meistens nutzlos.

Was hast Du denn sonst mit dem Hund gemacht. hast Du ihn nie
mit anderen spielen lassen?
Kann Dein Hund frei, ohne Leine laufen und auf Ruf
zurückkommen?
Was treibst Du mit dem Hund den ganzen Tag?
Seit wann hast Du ihn?
Wann fing das an?
Welpenschule?
Hundeschule?
Wie ist eure Wohngegend?

Gruß
Maja

Hallo Maja!
Und zwar ist es so…bei uns in der Gegend dürfen grosse Hunde nicht ohne Leine laufen. Die grossen Hunde müssen an der Leine gehalten werden. Es gab schon riesen Probleme…irgendeiner in der Gegend hat mal die Polizei angerufen, weil mehrere grosse Hunde nicht angeleint waren. Ich bin berufstätig, aber ich habe eine grosse Familie+ 400 quadratmeter Haus. Meine Geschwister kümmern sich um die Hunde…wir haben 2 Hunde (1 Weibchen und 1 Rüde,beide sind gross) Das Weibchen hat letztes Jahr geworfen und diesen Rüden haben wir behalten,d.h. ich habe ihn schon seit 1 Jahr.Ausserdem ist es schon soweit gekommen, dass viele Leute schon Angst vor meinen Hund haben. Er spielt nur mit den Hunden die er auch schon länger kennt. Er hört auch wenn man ihn ruft…aber manchmal ist es so…das er nicht hört wenn er schon Wallung ist. Ich gehe auch sehr oft mit den Hund in den Wald, da es dort keine Hunde gibt und dort kann er auch ohne Leine laufen. Seine Agressivität fing an, als wir vor ca. 5 Monaten oft mit den Nachbar-Hund rausgingen, da dieser Nachbar-Hund nämlich so drauf ist, wobei er jetzt schon 2 1/2 Jahre ist. Ich weiss nicht ob mein Hund dies in der Welpenzeit nachgemacht hat. Wir haben auch viele in der Gegend die mit ihren Hunden in die Hundeschule gehen, aber die meisten sagen, dass es nichts bringt. Es liegt selber an der Erziehung…das stimmt ja auch. Ich denke mein Hund in der Phase ist wo er knallhart erzogen werden muss. So steht es nämlich im Buch, da die Hunde in der Zeit sind sich durchzusetzen, und wenn man es jetzt nicht im Griff hat wird es in Zukunft mit dem Hund sehr schwierig sein. Es gibt bei uns viele Wiesen…wobei dort sehr viele Hunde rumlaufen.
Gruss Leoni