Halterkontrolle durch das Tierheim

Hallo,

ich habe noch eine Frage, rein aus Neugier:

Wenn man ein Tier aus dem TH holt, wird ja, zumindest bei Hunden, zusätzlich zum Fragebogen eine Vorkontrolle durchgeführt.

Nun habe ich keine Zweifel, dass wir „bestehen“ *ggg*, aber es würde mich brennend interessieren, wie so etwas abläuft.

Ich kann ja auf dem Fragebogen lügen, dass sich die Balken biegen. Theoretisch müßten die TH-Mitarbeiter sich den Grundbucheintrag des Hauses vorlegen lassen, eine Gehaltsbescheinigung verlangen, einen Allergietest und was weiß ich noch. Werden sie aber vermutlich nicht (und wir hätten da auch nichts zu befürchten). Verlassen sie sich da auf ihre Menschenkenntnis ?

Und wie ist es mit der Nachkontrolle ?

Habt Ihr schon erlebt, dass jemand abgelehnt wurde ? Ich würde zu gerne wissen, was da so alles vorkommt…

Danke und viele Grüße,

Neugier-Inselchen

Hallo,

es geht nicht darum, deine Bonität oder ähnliches zu prüfen. Die Leute wollen wissen, ob die zukünftige Umgebung für das Tier geeignet ist und ob die Angaben des neuen Besitzers und die Umgebung ein stimmiges Bild ergeben.

Gruss, Niels

Hallo,

Hallo,

ich habe noch eine Frage, rein aus Neugier:

Wenn man ein Tier aus dem TH holt, wird ja, zumindest bei
Hunden, zusätzlich zum Fragebogen eine Vorkontrolle
durchgeführt.

meistens ist dies der Fall oder sollte es zumindest sein.

Nun habe ich keine Zweifel, dass wir „bestehen“ *ggg*, aber es
würde mich brennend interessieren, wie so etwas abläuft.

Ich kann ja auf dem Fragebogen lügen, dass sich die Balken
biegen. Theoretisch müßten die TH-Mitarbeiter sich den
Grundbucheintrag des Hauses vorlegen lassen, eine
Gehaltsbescheinigung verlangen, einen Allergietest und was
weiß ich noch. Werden sie aber vermutlich nicht (und wir
hätten da auch nichts zu befürchten). Verlassen sie sich da
auf ihre Menschenkenntnis ?

Klar kannst Du auf dem Fragebogen lügen und wenn einer keine Menschenkenntnis hat und Du gut lügen kannst wird er Dir das auch glauben. Natürlich sollte man dies nie machen.

Die kommen bei Dir zuhause vorbei, schauen sich alles an, reden mit Dir und das wars auch schon.
So sollte es eigentlich sein.

Und wie ist es mit der Nachkontrolle ?

Normalerweise kommt irgendwann mal jemand unangemeldet bei Dir vorbei und kontrolliert ob es der Hund bei euch auch gut hat und ob er sich bei euch wohlfühlt.

Habt Ihr schon erlebt, dass jemand abgelehnt wurde ? Ich würde
zu gerne wissen, was da so alles vorkommt…

Mir wurde schon einmal ein Hund verwehrt. Wir hatten damals schon unseren Staffrüden und wollten unbedingt nen Red-Red-Nose Pitbull mit 4 Monaten dazuholen. Es war Liebe auf den ersten Blick. Mit der Begründung das zwei Rüden wirgendwann einmal anfangen sich auseinanderzusetzen und da ja dann unser Kind dazwischenstünde haben wir in diesem Tierheim keinen Rüden bekommen. Allerdings wollte man uns ne Rottihündin andrehen mit 3 Jahren die weder Autos, Wohnung noch Kinder und Katzen kannte. Aber es war ja ne Hündin!
Das fand ich ziemlich scheiße und obwohl ich meine dass in diesem Tierheim eigentlich nur gut geschultes Personal arbeitet werde ich dort nicht mehr nach einem Zweithund fragen, sollten wir uns irgendwann einmal wieder dazu entscheiden.

Ansonsten werden halt Leute abgelehnt die im totalen Dreck leben, zu wenig Platz für ein Haustier haben, die die meiste Zeit arbeiten und keine Zeit für den Hund haben etc…

Danke und viele Grüße,

Viele liebe Grüße zurück
Yvonne

Neugier-Inselchen

Hallo Inselchen,

Nun habe ich keine Zweifel, dass wir „bestehen“ *ggg*, aber es
würde mich brennend interessieren, wie so etwas abläuft.

Haben die anderen ja schon erklärt; ist nichts hochoffizielles sondern unr ein Besuch, nicht nur um festzustellen, daß das Umfeld hundegeeignet ist sondern auch, daß es für diesen Hund geeignet ist.

Ich kann ja auf dem Fragebogen lügen, dass sich die Balken
biegen. Theoretisch müßten die TH-Mitarbeiter sich den
Grundbucheintrag des Hauses vorlegen lassen, eine
Gehaltsbescheinigung verlangen, einen Allergietest und was
weiß ich noch. Werden sie aber vermutlich nicht (und wir
hätten da auch nichts zu befürchten). Verlassen sie sich da
auf ihre Menschenkenntnis ?

Ja, größtenteils schon. Allerdings fallen einem mit den Jahren einige Ungereimtheiten auf, die andere vielleicht nicht entdecken würden udn für den fall, daß Du lügen solltest und der Hund hat es nicht gut bei Dir, wird ja auch der Schutzvertrag gemacht, so daß das Tierheim den Hund im schlimmsten Fall wieder holen kann. (Ist mir selbst noch nie passiert.)

Habt Ihr schon erlebt, dass jemand abgelehnt wurde ? Ich würde
zu gerne wissen, was da so alles vorkommt…

Klar habe ich auch schon Leute abgelehnt; wenn die Vorraussetzungen einfach nicht gepaßt haben; wenn ich hinterm Haus auf einmal einen Zwinger entdeckt habe und zu befürchten war, daß der auch mal zum Aufenthaltsort für den Hund wird; wenn die Leute einen super Eindruck machten und mir dann zuhause mit 2,0 Promille entgegenfielen und, und, und… Da fallen mir einige Beispiele ein - aber laß Dich davon nicht irritieren, wenn Du bereits gut beraten wurdest von den Tierheim-Mitarbeitern, Ihr Euch also schon etwas kennengelernt habt, dnan wirst Du damit sicher keine Probleme haben. :smile:
Denn jedem seriösen Tierheim ist natürlich daran gelegen, gute Plätze für seine „Schützlinge“ zu finden und deswegenw erden gute Plätze nicht einfach so ausgeschlagen. :smile:

Tanja

Nachkontrolle
Hallo,

auch ich sage Dir: Sieh alles ganz gelassen. Die wollen sich nur die Räumlichkeiten anschauen und evtl. auf mögliche Gefahrenquellen hinweisen.

Zum Thema Nachkontrolle hatte ich doch schon ein komisches Erlebnis: Unser Kater war schon 10 Jahre alt, als wir ihn aus dem Tierheim holten. Nach einem knappen Jahr kam dann ein Brief vom Tierheim, die wissen wollten, wie sich unser Kater eingelebt hat und wie es ihm geht (fand doch etwas arg spät für solche Fragen, hätte ich früher erwartet). In diesem Schreiben wurde auch angekündigt, dass sie bald mal zu ner Nachkontrolle vorbeischauen wollten. Nachdem wir zurückgeschrieben haben und berichteten, dass unser Kater vor wenigen Monaten aufgrund einer schon länger bestehenden, uns aber nicht bekannten Herzerkrankung beinahe estorben ist, es ihm mittlerweile aber wieder soweit ganz gut geht, haben wir vom Tierheim nie wieder was gehört. Fand ich dann komisch. Denn die angekündigte Nachkontrolle fand natürlich auch nicht statt.

Nur soviel zum Thema Kontrollen.

Viel Spaß mit Eurem Hund und toi, toi, toi, dass alles gut geht!!

Grüße, Nina

Hallo Inselchen!
Ich habe jetzt fast 10 Jahre Tierschutzarbeit auf dem Buckel.
Abgelehnt wurden nur recht selten Leute.
Abgesehen davon habe ich mir die neuen Zuhause meist vor der Abgabe angesehen.Wenn nämlich erst bei einer Nachkontrolle ein großes Manko zum Vorschein kommt ist das einfach Sch…I.a. hat sich der Hund nämlich schon eingelebt und wird dann wieder weggenommen.
Ablehnungsgründe können sein:Alkohol- bzw. generell Suchtprobleme,kein schriftliches Einverständnis vom Vermieter,falsche Vorstellungen(gerade beim 1. Hund),ungünstige Familienverhältnisse(ich kenne da Stories:frowning:(),ungünstige Lage des neuen Heimes(z.B.an einer Hauptverkehrsstrasse mit niedrigem Zaun),Welpe zu alten Leuten ist auch nicht unbedingt der Hit.Aber generell verlasse ich mich auf mein Bauchgefühl.Immerhin habe ich erst 2x wieder einen Hund zurücknehmen müssen(1x „Allergie“,1xschwere Krankheit des Neubesitzers).Ich halte das für die relativ lange Zeit für einen guten Schnitt.
Da muß aber dann eben die Vorarbeit stimmen.Das Gespräch mit den Leuten und das Abschätzen,ob der Wunschhund auch paßt,das Anschauen des neuen Heims vor der Abgabe und das Dasein wenn es Probleme gibt.Dann klappt es i.a. gut.
Gruß
Andrea

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