Merkt ein Hund seine 'Belastugnsgrenze'?

Hallo,

merkt ein Hund der ca 9 Jahre alt ist seine Belastungsgrenze?

Derzeit merkt man beim normalen „Gassigehen“ das der Hund recht Fix hechelt und recht langsam geht. Also nicht mehr so agil vor zurück rechts links usw die Welt erschnüffelt wie früher.
Auch zu Hause ist er recht Antriebsarm.
Wir vermuten das es Altersbedingt ist das der Hund es ein wenig ruhiger angehen lässt.
Wenn man jedoch draussen mit dem Hund Ball spielt, merkt man von der Trägheit gar nichts mehr, dann flitzt er den Ball voller Freude hinterher und kann fast nicht genug bekommen.
Nun haben wir die Befürchtung das wir den Hund überfordern.
Erkennt der Hund selbst wenn er genug hat oder sollten wir das Ballspiel von uns aus Einschränken damit er sich nicht überanstrengt oder bei dem Wetter noch einen Hitzschlag kriegt?

Gruss Nikos


http://www.kreuzretter.net

The ONLY time you have too much fuel is when you’re on fire.

Im Prinzip merkt der Hund schon, daß er müde wird. Er bringt dann nicht so freudig den Ball zurück, legt sich von selbst hin ect.
Auf der anderen Seite tut der Hund für sein Herrchen alles und wird bis zur Erschöpfung dem Ball nachrennen, weil er merkt, er kann seinem Herrchen damit gefallen. Also hier ist einfühlsames Mitdenken gefragt:
Ein paar Minuten Bällchen werfen, dann eine längere Pause. Bei den ersten Anzeichen echter Ermüdung auf jeden Fall abbrechen. Im Sommer sollte bei heissem Wetter von ca. 10-20 Uhr sowieso Pause für den Hund sein, allerhöchstens mal kurz das Bein heben an der nächsten Ecke. Frühmorgens und Abends dann ausgedehnte Spaziergänge und Bällchenholen.
Auch ein gründlicher Check beim Tierarzt sollte erfolgen. So kann z.B. eine leichte altersbedingte Herzschwäche vorliegen, die jedoch gut behandelbar ist. Sollte organisch alles in Ordnung sein, dann kann ggf. ein Versuch mit KARSIVAN gemacht werden. Es handelt sich um ein Alterstonikum für Hunde und verbessert allgemein die Durchblutung und steigert so die Fitness.

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Hallo Nikos,

ich denke, dass ist bei Hunden ähnlich wie bei Menschen: wenn etwas wirklich viel Spaß macht, ignoriert man einfach die ersten Anzeichen von Schwäche und man schaltet eben nicht einen Gang zurück.

Ich kenne einige Hunde, die bis zur Erschöpfung Bällen nachjagen oder im Rettungshundeeinsatz nach einer vermissten Person suchen würden, wenn man sie lassen würde.Es ist also durchaus notwendig, dass Du sagst, wann genug gespielt ist. Es ist außerdem eh sinnvoller, wenn Du das Ballspiel beendest, und nicht Dein Hund, aber das muss ich Dir wahrscheinlich nicht erklären :smile:.

Grüße, Nina

Hi,

Ich kenne einige Hunde, die bis zur Erschöpfung Bällen
nachjagen oder im Rettungshundeeinsatz nach einer vermissten
Person suchen würden, wenn man sie lassen würde.Es ist also
durchaus notwendig, dass Du sagst, wann genug gespielt ist. Es
ist außerdem eh sinnvoller, wenn Du das Ballspiel beendest,
und nicht Dein Hund, aber das muss ich Dir wahrscheinlich
nicht erklären :smile:.

Das ist klar das der „Chef im Ring“ das Spiel beenden soll, es geht nur darum das ich den Hund den Spass am Ballspielen gönnen möchte, jedoch ohne ihn zu Überlasten.
Er ist schon 9 und deswegen muss man ja ein wenig aufpassen.
Die letzten male hab ich ihn recht kurz gehalten was das Ballspielen angeht, obwohl man immer wieder merkt wenn man über die „Spielwiese“ geht das er darauf wartet das man den Ball rausrückt und spielt.

Gruss Nikos


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Hallo,

merkt ein Hund der ca 9 Jahre alt ist seine Belastungsgrenze?

Wenn man jedoch draussen mit dem Hund Ball spielt, merkt man
von der Trägheit gar nichts mehr, dann flitzt er den Ball
voller Freude hinterher und kann fast nicht genug bekommen.
Nun haben wir die Befürchtung das wir den Hund überfordern.
Erkennt der Hund selbst wenn er genug hat oder sollten wir das
Ballspiel von uns aus Einschränken damit er sich nicht
überanstrengt oder bei dem Wetter noch einen Hitzschlag
kriegt?

Hallo Nikos,

unter normalen Bedingungen erkennt ein Hund, wann es zu viel für ihn ist. Das merkt man dann daran, dass er z. B. im Sommer freiwillig und vermehrt den Schatten aufsucht, dass er den Ball, der er bisher immer zurückbrachte, wegschleppt und sich hinlegt, dass er langsamer läuft, etc.

ABER, wenn ein Hund gestresst ist, dann kann er nicht mehr richtig wahrnehmen und übergeht diese Grenze. Man unterscheidet zwischen pos. Stress und neg. Stress. Ein Ballspiel fängt mit pos. Stress an. Freude auf das Ballspiel. Der Hund rennt immer und immer wieder hinter dem Ball her, weil er ihn so mag, das Spiel so toll findet. Irgendwann jedoch ist der Körper so hochgepuscht durch das fordernde Ballspiel, dass der Stress umkippt und neg. wird. Dann ist der Moment gekommen, wo ein Hund nicht mehr ausreichend genug wahrnehmen kann und über seine Grenzen hinausgeht.

Es gilt nun also generell zu schauen, dass man nicht zu lange Ball spielt, lieber aufhören, wenn es am Schönsten ist. Bei einem älter werdenden Hund oder bei einem alten sollte man noch besser darauf aufpassen. Wenn der Hund im Alltagsleben schon eine Spur gemütlicher wird, langsamer, behäbiger, dann ist das ein deutliches Anzeichen für seine Alterung. Das Gehirn ist aber noch sehr fit und deshalb diese Reaktion auf das Ballspiel. Da werden Rentner nochmal zu Junioren im Kopf, nur dass der Körper da nicht mehr mithalten kann.

Ballspiel ist also erlaubt, aber wohl dosiert und verboten bei übermässiger Wärme, bzw. Hitze. Man beobachtet am Besten seinen Hund noch besser, dann kann nichts schief gehen.

Liebe Grüsse und alles Gute für den Senioren wünscht dir

Tanja

Hi,

unter normalen Bedingungen erkennt ein Hund, wann es zu viel
für ihn ist. Das merkt man dann daran, dass er z. B. im Sommer
freiwillig und vermehrt den Schatten aufsucht, dass er den
Ball, der er bisher immer zurückbrachte, wegschleppt und sich
hinlegt, dass er langsamer läuft, etc.

besten Dank für den Hinweis, genau wie Du beschrieben hast verhält sich der Hund meist, sobald man jedoch in die Nähe des Balles kommt springt er gleich auf und ist wieder „voll da“ (zumindest scheint es so).
Er braucht häufiger Pausen, jedoch ist er nach einer kurzen Pause während der „grossen Runde“ wieder Putzmunter.

ABER, wenn ein Hund gestresst ist, dann kann er nicht mehr
richtig wahrnehmen und übergeht diese Grenze. Man
unterscheidet zwischen pos. Stress und neg. Stress. Ein
Ballspiel fängt mit pos. Stress an. Freude auf das Ballspiel.
Der Hund rennt immer und immer wieder hinter dem Ball her,
weil er ihn so mag, das Spiel so toll findet. Irgendwann
jedoch ist der Körper so hochgepuscht durch das fordernde
Ballspiel, dass der Stress umkippt und neg. wird. Dann ist der
Moment gekommen, wo ein Hund nicht mehr ausreichend genug
wahrnehmen kann und über seine Grenzen hinausgeht.

Das erklärt dann einiges, ich werde zusehen das wir häufiger kurze Ballspiele machen um den Hund seinen Spass zu lassen ohne ihn zu überfordern.

Es gilt nun also generell zu schauen, dass man nicht zu lange
Ball spielt, lieber aufhören, wenn es am Schönsten ist. Bei
einem älter werdenden Hund oder bei einem alten sollte man
noch besser darauf aufpassen. Wenn der Hund im Alltagsleben
schon eine Spur gemütlicher wird, langsamer, behäbiger, dann
ist das ein deutliches Anzeichen für seine Alterung. Das
Gehirn ist aber noch sehr fit und deshalb diese Reaktion auf
das Ballspiel. Da werden Rentner nochmal zu Junioren im Kopf,
nur dass der Körper da nicht mehr mithalten kann.

Genau das scheint so langsam zuzutreffen.

Ballspiel ist also erlaubt, aber wohl dosiert und verboten bei
übermässiger Wärme, bzw. Hitze. Man beobachtet am Besten
seinen Hund noch besser, dann kann nichts schief gehen.

Nochmal vielen Dank, jetzt ist mir das Verhalten um einiges klarer und man kann entsprechend handeln.

Gruss Nikos


http://www.kreuzretter.net

The ONLY time you have too much fuel is when you’re on fire.