Jagdtrieb bei Hunden

Hallo,

wir hatten im Freundeskreis eine kleine Diskussion ob man bei Hunden die in der Stadt (wenn auch recht grün, direkt am Kanal) leben, den Jagdtrieb fördern sollte. Darunter vestehe ich jetzt NICHT wenn er einen Hasen oder eine Maus sieht ihn sofort zu stoppen (z.b. im Garten), sondern ihn zu ANIMIEREN das Tier zu jagen. Vielleicht liege ich ja falsch, aber ich finde diese Idee nicht so dolle.

Bitte keine Aussagen wie " wenn … dann solltest du keinen Hund halten" :smile: ----- dennn es geht um keinen konkreten Hund, es geht nur um die Grundsatzfrage.

Ich selber habe auch keinen eigenen Hund, betreue nur ab und an einen.

Bin mal gespannt auf Eure Meinungen,
Vielen Dank
Sabine

Hallo Sabine,

so direkt im Wohngebiet würde ich das nicht machen. Erstens ist es in öffentlichen Grünanlagen verboten, Hunde ohne Leine laufen zu lassen - Zweitens kann Dir ein nicht jagdlich ausgebildeter Hund ausser Kontrolle geraten.
Im eigenen Garten ihn zu animieren fördert den Jagdtrieb und es kann passieren, dass der Hund Dir dann auch ausserhalb ausbricht.
In vielen Hundeschulen gibt es eine spezielle Ausbildung zu diesem Thema. Der Hund lernt das Spurensuchen und das Jagen. Der Besitzer lernt, dass Tier zu kontrollieren und abzurufen.

Liebe Grüße

Carina

Hallo Sabine,

ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich Deine Frage richtig verstanden habe, ich versuch’s mal.

Ein Hund und ganz besonders ein Jagdhund hat immer einen Jagdtrieb, mal mehr mal weniger. Diesen natürlichen Trieb vollständig zu unterdrücken, halte ich für nicht artgerecht! Es ist nur wichtig, wie, wo und wann man den Hund ein bischen jagen läßt - zusätzlich animieren ist da gar nicht nötig. Wenn ich meine beiden Jagdhunde frei laufen lasse, rennen die mit Begeisterung über die Wiesen und jagen Vögel und Kaninchen hoch und in die Bauten. Verhindern kann ich das nur durch dauerhafte Leinenhaltung und das kommt nicht in Frage. Ich kann es allerdings sehr gut steuern, weil die Hunde sehr gut hören und ich sie daher „im Griff“ habe.
Man kann den Jagdtrieb auch ablenken, indem man dem Hund jagdlich motivierte Spiele anbietet, z. B. Suchspielchen, Werfen und Apportieren, Buddeln (Mäuse jagen), Futterbeuteltraining (nach Jan Nijboer) oder ihn mit ganz anderen Aktivitäten wie Radeln, Joggen, Agility, Dogdance, Flyball beschäftigen. Das halte ich für sehr wichtig, da das Programm vom Zweibeiner ausgeht und der Hund sich nicht sein Programm (Jagen) selber gestaltet und sich auch noch selbst belohnt (weil es ja großen Spaß macht).
Beantwortet das Deine Frage? Sonst hak nochmal nach.

Grüße
J. Doe

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Sabine,
bin einer von den „Grünröcken“, und rate jedem mit gutem Grund davon ab einen Hund in irgendeiner Form zum Jagen zu animieren.
Es gibt sinnvolle Alternativen einen Hund intensiv auszulasten.

Auch die Aussage: Jeder Hund hat einen Jagdtrieb wie immer wieder behauptet stimmt so nicht. Bei folgenden Rassen ist der Jagdtrieb z.B. so gut wie nicht mehr vorhanden, Deutscher Spitz, Bernhardiner, Sennenhunde, Tibet Dogge, Kurzhaarcollie.

Der Grund: Diese Hunde haben seit zig hundert Jahren eine andere Zuchtvorgabe. Ich streite nicht ab daß diese Hunde jagen können aber ihnen fehlt einfach die Lust dazu.

Dem Hund zu sagen: Hier dafst du jagen, hier nicht ist letztlich in meinen Augen Bullshit. Denn hat der Hund einmal den Jagdtrieb drin, wird er im Freilauf immerwieder verleitet werden es doch zu tun. Das Jagen ist eine Arbeit die sehr eine sehr hohe Eigenmotivation beinhaltet. D.h. der Hase der wegrennt ist immer interessanter wenn er weiss wie es geht als das Herrchen das das Leckerchen in der Hand hält. Es gibt nur eine Ausnahme, wenn der Hund von klein an lernt das jagen nur auf Kommando, also nach Schnallen(ableinen) zu dürfen und nach erfolgreicher Jagd(ob mit Beutezugriff oder ohne ist egal) wieder an die Leine zu müssen und ggfs auf 100m sich ins Down pfeifen läßt dann ist der Hund ohne weiteres mit Jagdspielen führbar und dann kann man es machen wo immer man will.

Doch muss man sich im Klaren sein daß z.B. ein Beagle oder Jack Russell der Jagdlich drauf ist, im Fall eines Falles erst sehr sehr spät abrufbar ist oder aus dem Bau erst nach Stunden wieder raus kommt wenn überhaupt.

Letztlich ist das Jagdtraining mit Hunden, nehmts mir hier nicht übel, eigentlich auf öffentlichem Gelände verboten es sei denn ihr seit der Jagdpächter. Und selbst ein Jagdaufseher wurde von einer Stadt verklagt weil er seinen Jagdhund im eigenen Revier frei lies und jagen hat lassen. Die Klage wurde zwar abgeschmettert aber selbst ein Jagdaufseher darf nicht ohne weiteres das Jagen üben.

Denkt in diesem Zusammenhang bitte auch an die Hundeverordnungen der einzelnen Länder die dieses untersagen.
Z.B. in BW gilt, daß ein Hund der in aggressiver weise Mensch oder Tier anspringt, beißt oder HETZT mit Maulkorbzwang und Leinenzwang unwiderruflich belegt wird. Daraus folgt bitte zum Schutz eurer Hunde laßt das Jagen den zuständigen Jagdhunden und ihren Ausbuildern die wissen was sie tun.

Nicht umsonst darf man in Deutschland nur Jagdhunde ausbilden wenn man einen gültigen Jagdschein hat. Das ist gut so.

Übt mit den Hunden daß sie es lassen und sicher zurückkehren. Es ist keine Beschneidung des Wesens des Hundes sondern ein Tierschutz und Schutz der Allgemeinheitsgedanke. Begründung:
Ein Hund der einen Hasen jagt und verletzt fügt einem Wirbeltier einen unnötigen Schmerz zu der lsut Tierschutzgesetzt §1 verboten ist. Zwar nicht für Hunde aber der Halter kann verantwortlich gemacht werden.
Zweitens, wenn der Hund jagt und ein Reh über eine Bundestrasse hetzt und es kommt zum Unfall so wird der Halter ermittelt und muss evtl. für ein oder mehrere Tote(s) Kind(er)/ Menschen zahlen.

Ich hoffe ich hab mich so ausgedrückt daß ich niemandem zu nahe getreten bin. Zum Schluss, ich hab 2 Jagdhunde die nur dann von der Leine kommen wenn sie jagen dürfen oder wenn ich sicher bin daß kein Tier im Umkreis liegt oder sich versteckt hat. Den Hunden geht es dennoch sehr gut. Und wer Jäger beobachtet wird sehen daß die meisten ihre Hunde in fremden Revieren angeleint führen. Grund: Gefahr der Wilderei.

Also bitte beachtet alle vorhandenen Gesetze bevor ihr Hunden zum Jagdtrieb verhelft. Nachher ist das Geschrei groß. Vorbeugen ist besser.

Gruß Steffen

naja…teilweise net so ganz richtig…
Moien!

Hallo Sabine,
bin einer von den „Grünröcken“, und rate jedem mit gutem Grund
davon ab einen Hund in irgendeiner Form zum Jagen zu
animieren.
Es gibt sinnvolle Alternativen einen Hund intensiv
auszulasten.

naja, ist zwar an sich richtig, doch sollte man den Hund auch net völlig gegen die Natur dressieren…

Auch die Aussage: Jeder Hund hat einen Jagdtrieb wie immer
wieder behauptet stimmt so nicht. Bei folgenden Rassen ist der
Jagdtrieb z.B. so gut wie nicht mehr vorhanden, Deutscher
Spitz, Bernhardiner, Sennenhunde, Tibet Dogge, Kurzhaarcollie.

Natürlich stimm dei Aussage ohne wenn und aber, denn jeder Hund hat den Jagdtrieb! Natürlich ist dieser beidngt durch Zucht und „Haushaltung“, usw… nicht mehr so ausgeprägt wie früher aber vorhanden ist er natürlich immer noch!

Der Grund: Diese Hunde haben seit zig hundert Jahren eine
andere Zuchtvorgabe. Ich streite nicht ab daß diese Hunde
jagen können aber ihnen fehlt einfach die Lust dazu.

Ab nem gewissem Alter vielleicht, aber vorher nicht!

Dem Hund zu sagen: Hier dafst du jagen, hier nicht ist
letztlich in meinen Augen Bullshit. Denn hat der Hund einmal
den Jagdtrieb drin, wird er im Freilauf immerwieder verleitet
werden es doch zu tun.

Ist klar, denn ein Hund kann kaum unterschieden wo er denn nu mal jagen darf oder wo nicht…

Das Jagen ist eine Arbeit die sehr eine
sehr hohe Eigenmotivation beinhaltet. D.h. der Hase der
wegrennt ist immer interessanter wenn er weiss wie es geht als
das Herrchen das das Leckerchen in der Hand hält.

aja…bei unserem Hund spielen die Hasen nur mit ihm und warten bis Mira in der Nähe ist um dann in´m Gebüsch zu verschwinden und sich totzulachen ;o))

Es gibt nur
eine Ausnahme, wenn der Hund von klein an lernt das jagen nur
auf Kommando, also nach Schnallen(ableinen) zu dürfen und nach
erfolgreicher Jagd(ob mit Beutezugriff oder ohne ist egal)
wieder an die Leine zu müssen und ggfs auf 100m sich ins Down
pfeifen läßt dann ist der Hund ohne weiteres mit Jagdspielen
führbar und dann kann man es machen wo immer man will.

Selbst dann bezweifel ich, das es möglich ist den Jagdinstinkt überall unter Kontrolle zu haben…

Letztlich ist das Jagdtraining mit Hunden, nehmts mir hier
nicht übel, eigentlich auf öffentlichem Gelände verboten es
sei denn ihr seit der Jagdpächter. Und selbst ein Jagdaufseher
wurde von einer Stadt verklagt weil er seinen Jagdhund im
eigenen Revier frei lies und jagen hat lassen. Die Klage wurde
zwar abgeschmettert aber selbst ein Jagdaufseher darf nicht
ohne weiteres das Jagen üben.

Naja…warum sollten Jagdpächter ein Sonderrecht geniessen, denn das allein qualifiziert natürlich net ein „guter“ Hundeaufpasser zu sein!

Nicht umsonst darf man in Deutschland nur Jagdhunde ausbilden
wenn man einen gültigen Jagdschein hat. Das ist gut so.

Hmm… wieso qualifiziert ein Jagdschein gut mit hunden umgehen zu können???

Übt mit den Hunden daß sie es lassen und sicher zurückkehren.

Das ist natürlich besser, aber nicht 100% durchführbar!

Es ist keine Beschneidung des Wesens des Hundes sondern ein
Tierschutz und Schutz der Allgemeinheitsgedanke.

Ähem - eine Beschneidng ist es natürlich trotzdem, aber für einen sonst gut behandelten Hund keine Quälerei…

Begründung:
Ein Hund der einen Hasen jagt und verletzt fügt einem
Wirbeltier einen unnötigen Schmerz zu der lsut
Tierschutzgesetzt §1 verboten ist.

Hm… in manchen gegenden kann man über den Sinn dieser Regelung sicherlich streiten…

Zwar nicht für Hunde aber
der Halter kann verantwortlich gemacht werden.

Hm… was für ne Strafe gibt es denn wenn ein Hund ein Kaninchen „erwischt“???

Zweitens, wenn der Hund jagt und ein Reh über eine
Bundestrasse hetzt und es kommt zum Unfall so wird der Halter
ermittelt und muss evtl. für ein oder mehrere Tote(s)
Kind(er)/ Menschen zahlen.#

hmm… gab es das schonmal??? Ob das so stimmt lass ich mal im „Raum“ stehen…

Ich hoffe ich hab mich so ausgedrückt daß ich niemandem zu
nahe getreten bin. Zum Schluss, ich hab 2 Jagdhunde die nur
dann von der Leine kommen wenn sie jagen dürfen oder wenn ich
sicher bin daß kein Tier im Umkreis liegt oder sich versteckt
hat.

*ggg… wann soll das denn der Fall sein??? Wenn überall rumdherum nur Beton liegt ;o)))

Den Hunden geht es dennoch sehr gut. Und wer Jäger
beobachtet wird sehen daß die meisten ihre Hunde in fremden
Revieren angeleint führen. Grund: Gefahr der Wilderei.

glaub ich wirklich net…

Also bitte beachtet alle vorhandenen Gesetze bevor ihr Hunden
zum Jagdtrieb verhelft. Nachher ist das Geschrei groß.

Man sollte natürlich den Jagdtrieb nicht fördern - egal ob man Jäger ist oder nicht - aber ganz sicherlich läßt sich dieser Trieb nicht verhindern und man muss Hunde halt auch mal frei laufen lassen! Sicherlich birgt das auch eine (miest eher theoretische) Gefahr, aber andererseits müßten sonst ja auch alle Menschen an die Leine und Autofahren müßte eh verboten werden, denn statistisch gesehen…

In diesem Sinne würd ich sagen - behandelt eure Hunde artgerecht, aber unterstütz nicht alle sArtgerechte!!!

Bernd

1 „Gefällt mir“

Guten morgen Bernd,
Zu deinen Anmerkungen:
Ich sage nicht daß man den Hund gegen die Natur dressieren sollte, sondern hin zum sicheren Begleithund. Daß ein Hund hie und da jagt ist normal. Auch ein Polizeihund wird irgendwann mal net folgen.(Meist bei läufigen Hündinnen)
Wenn du richtig liest zweifel ich nicht an daß alle Hunde mehr oder weniger jagen aber die genannten Rassen lassen es idR sein. Und ich red hier nicht vom Welpen der alles testet sondern vom erwachsenen Hund was teilweise erst mit 3 Jahren passiert(Bsp.Ridgback)

Bevor du über Jagdaufseher urteilst, informiert dich bitte darüber was das ist. Würde hier OT gehen.

Schau mal unter Wilderei nach im Netz. Dann wirst du sehen daß das was du anzweifelst leider richtig ist.

Zum Unfall:Frag mal bei der Polizei nach. Bei mir kommt immerwieder ein Kunde an und meint, Nachbarshund sei überfahren worden. Warum nur wenn ich unrecht habe. Und wenn ein Hund ein Reh auf die Strasse hetzt ist er mit verantwortlich. Deshalb hat der Hund ja die Haftpflicht und nicht der Mensch. Geh nicht von Strassen aus die gut übersichtlich sind. Geh mal von Strassen aus die Quer durch den Wald führen. Du fährst mit 70 Sachen und aus dem Nix taucht ein Reh in voller Flucht auf, Du hast Blätter auf dem Boden bremmst vor schreck voll ab und schleuderst, Ergebnis??? Du lebst klar,oder? Klasse Technik die DC baut. Aber es gibt Autos die nicht ganz so sicher sind und nicht jeder leistet sich ne E-Klasse. Schon mal nen Auto gesehen daß ein Dachs erwischt hat? Bei rund 100kmh, Totalschaden! Siehe hierzu Bericht auf Vox über Tiere und Strassenverkehr.

Und zum Thema: Warum darf ein Jäger nur einen Jagdhund ausbilden? Weil er um fachgerecht ausbilden zu können wissen muss auf was er ausbildet und warum und wieso. Klar, jeder Hund jagt gern, aber weisst du exakt was für Anforderungen bei der Jagd an einen führigen Hund gestellt werden?
Das ist mehr als nur hetzen. Ich nenne nur drei Begriffe und frag dich mal ob du weisst was sie heißen: HZP o.Sp. 180P,SW I/II Todverweiser, Härtestrich
Und nächste Frage hierzu: Erkennst du sicher den Unterschied einer Reh, Dammwild, Wildsaufährte? Und wann darf der Hund was jagen? Wann und wo darfst du den Hund überhaupt schnallen?
Und zum Schluss hierzu eine Bemerkung: In der Jägerausbildung sind 8 Stunden Hundeausbildung in der Theorie vorgesehen. Das langt zwar nicht fürs Ausbilden aber es ist mehr als die Mehrheit aller Hundehalter an wissen über Hunde haben was dort gelehrt wird.
Auch ein Trainer der wie ich seit vielen Jahren arbeitet musste dazu lernen. Und die Fragen inder Prüfung sind nicht einfach.Kann dir gerne mal welche schicken wenn es so einfach ist Jagdhunde auszubilden

Sorry an alle ging etwas o.T.

Also Bernd, ich hab Ahnung von dem was ich schreib, manches ist Kritikfähig, dazu sind wir hier, aber bitte, Jagdhunde und die Arbeit mit dem Jagen überlasst den Leuten die die Hunde brauchen und einsetzen.
Geht zum Agility, macht Mobility, macht Flyball, Rettunghundestaffel(hier kann ein Hund seiner Nasenarbeit nachgehen, Macht Fährtenarbeit im Verein, aber ein unkontrolliert jagender Hund ist ein unnötiges Risiko

Gruß Steffen

Wann fängt das Jagen an??
Moin Zusammen,

ich glaube, Ihr müßtet erstmal klar definieren, wo das „frei laufen lassen“ aufhört und das Jagen anfängt.

Aus meiner Sicht jagd ein freilaufender Hund immer etwas bzw. die Gefahr ist recht groß, daß er über eine gute Fährte stolpert und irgendein Tier aufstöbert. Wichtig ist in diesem Fall doch nur (jedenfalls für mich), daß ich meine beiden Jagdhunde erfolgreich daran hindern kann, das Tier zu verfolgen oder gar zu stellen. Das gelingt mir entweder mit dem Doppelpfiff oder mit dem Down-Triller.

Ich halte es nicht für artgerecht, temperamentvolle junge Hunde dauerhaft nur an der Leine auszuführen oder nur auf dem Hundeplatz laufen zu lassen. Da muß ich einfach Prioritäten setzen. Allerdings gehen die Gemüter bei diesem Thema auch sehr schnell hoch. Wenn meine Hunde in 5m breitem Abstandsgrün zwischen Vorgärten und breitem Gehweg rumstöbern, reden übereifrige Zeitgenossen gern von „jagenden Hunden“. Welche Wildtiere sollen denn hier geschützt werden: Die Karnickel und Ratten, die die Vergiftungsaktionen in den Vorgärten überlebt haben oder die nicht vorhanden Wildschweine, die auf den nächsten Grill warten.
Gerade bei diesem Thema bleibt die Kirche nur ganz selten im Dorf.

Grüße
gordie

Servus Gordie,
ich stimme dir voll und ganz zu.
Jagen beginnt meiner Meinung nach wenn der Hund eine Spur aufnimmt, diese verfolgt und nicht mehr unter dem Einfluss des Halters steht oder dazu zu bringen ist in diesen zurückzukehren.
Heißt, wenn ich einen Hund habe der mal in den Wald rennt und ne Spur verfolgt ok. Aber er sollte sich dann durch Steinwurf o.ä. dazu bewegen lassen zurückzukehren. Heißt durch Gegenmotivation die Eigenmotivation durchbrechen. Da sagt keiner was. Auch der Vorgarten ist so n Ding. Es ist zwar mir egal aber was die Blumen des Nachbarn sagen ist heikel. Aber für mich kein wirklich ernsthaftes Jagen. Auch das Ausbuddeln von Mäusen… na und, mit dem Fuss das Loch zu machen und gut ist.
Gruß Steffen

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Sabine,
bin einer von den „Grünröcken“, und rate jedem mit gutem Grund
davon ab einen Hund in irgendeiner Form zum Jagen zu
animieren.

Schön, daß hier jemand, der Ahnung von der Materie hat, sich so viel Zeit nimmt, einen guten, ausführlichen und sachlichen Kommentar zu schreiben. Vermisse ich manchmal hier .

Es gibt sinnvolle Alternativen einen Hund intensiv
auszulasten.

Auf jeden Fall!

Dem Hund zu sagen: Hier dafst du jagen, hier nicht ist
letztlich in meinen Augen Bullshit. Denn hat der Hund einmal
den Jagdtrieb drin, wird er im Freilauf immerwieder verleitet
werden es doch zu tun. Das Jagen ist eine Arbeit die sehr eine
sehr hohe Eigenmotivation beinhaltet. D.h. der Hase der
wegrennt ist immer interessanter wenn er weiss wie es geht als
das Herrchen das das Leckerchen in der Hand hält.

Das glaubt bloß leider immer keiner!

eine Ausnahme, wenn der Hund von klein an lernt das jagen nur
auf Kommando, also nach Schnallen(ableinen) zu dürfen und nach
erfolgreicher Jagd(ob mit Beutezugriff oder ohne ist egal)
wieder an die Leine zu müssen und ggfs auf 100m sich ins Down
pfeifen läßt dann ist der Hund ohne weiteres mit Jagdspielen
führbar und dann kann man es machen wo immer man will.

Genau das erfordert aber so intensive Vorarbeit, daß es leider nur wenige wirklich können. Ansonsten stimme ich zwar zu, aber ob ins „down“ pfeifen (was ich als „Nicht-Jäger“ in der Form nie geübt habe) oder abrufen, ist meiner Meinung nach egal, Hauptsache ich kann den Hund jederzeit unterbrechen.

Doch muss man sich im Klaren sein daß z.B. ein Beagle oder
Jack Russell der Jagdlich drauf ist, im Fall eines Falles erst
sehr sehr spät abrufbar ist oder aus dem Bau erst nach Stunden
wieder raus kommt wenn überhaupt.

:smile:))

Letztlich ist das Jagdtraining mit Hunden, nehmts mir hier
nicht übel, eigentlich auf öffentlichem Gelände verboten es
sei denn ihr seit der Jagdpächter. Und selbst ein Jagdaufseher
wurde von einer Stadt verklagt weil er seinen Jagdhund im
eigenen Revier frei lies und jagen hat lassen. Die Klage wurde
zwar abgeschmettert aber selbst ein Jagdaufseher darf nicht
ohne weiteres das Jagen üben.

Wer soll das übelnehmen? So ist es nun mal, und muß ja auch irgendwie geregelt sein.

Denkt in diesem Zusammenhang bitte auch an die
Hundeverordnungen der einzelnen Länder die dieses untersagen.
Z.B. in BW gilt, daß ein Hund der in aggressiver weise Mensch
oder Tier anspringt, beißt oder HETZT mit Maulkorbzwang und
Leinenzwang unwiderruflich belegt wird. Daraus folgt bitte zum
Schutz eurer Hunde laßt das Jagen den zuständigen Jagdhunden
und ihren Ausbuildern die wissen was sie tun.
Nicht umsonst darf man in Deutschland nur Jagdhunde ausbilden
wenn man einen gültigen Jagdschein hat. Das ist gut so.

Na ja, das kann man leider so pauschal nicht sagen, aber wer sich darüber lustig macht, kann ja mal versuchen einen Jagdschein zu machen, damit er ne ungefähre Vorstellung bekommt, was man dafür alles wissen und können muß.

Übt mit den Hunden daß sie es lassen und sicher zurückkehren.
Es ist keine Beschneidung des Wesens des Hundes sondern ein
Tierschutz und Schutz der Allgemeinheitsgedanke. Begründung:
Ein Hund der einen Hasen jagt und verletzt fügt einem
Wirbeltier einen unnötigen Schmerz zu der lsut
Tierschutzgesetzt §1 verboten ist. Zwar nicht für Hunde aber
der Halter kann verantwortlich gemacht werden.

Auch das hören einige Hundehalter sicher zum ersten mal, und sollten mindestens mal rot werden…

Zweitens, wenn der Hund jagt und ein Reh über eine
Bundestrasse hetzt und es kommt zum Unfall so wird der Halter
ermittelt und muss evtl. für ein oder mehrere Tote(s)
Kind(er)/ Menschen zahlen.

Ich hoffe ich hab mich so ausgedrückt daß ich niemandem zu
nahe getreten bin. Zum Schluss, ich hab 2 Jagdhunde die nur
dann von der Leine kommen wenn sie jagen dürfen oder wenn ich
sicher bin daß kein Tier im Umkreis liegt oder sich versteckt
hat. Den Hunden geht es dennoch sehr gut. Und wer Jäger
beobachtet wird sehen daß die meisten ihre Hunde in fremden
Revieren angeleint führen. Grund: Gefahr der Wilderei.

Also bitte beachtet alle vorhandenen Gesetze bevor ihr Hunden
zum Jagdtrieb verhelft. Nachher ist das Geschrei groß.
Vorbeugen ist besser.