Hund hat sich die Pfote verletzt:(

Hi,

beim Gassigehen wollte der Hund auf einen liegenden Baumstamm springen, ist dabei wohl abgerutscht/vorgestossen. Genau haben wir es nicht sehen können,jedenfalls fiepte er sofort und konnte auf der rechten Vorderpfote nicht mehr auftreten.
Nachdem wir die Pfote abgetastet haben und die Beweglichkeit überprüft haben konnten wir nichts feststellen, weder hat der Hund sich irgendwie schmerzen anmerken lassen noch war ne Bewegungseinschränkung oder Schwellung zu spüren.
Danach hat er im Stand die Pfote in der Luft gehalten und ist beim gehen sehr stark gehumpelt. Das Humpeln ist hinterher schwächer geworden und der Hund konnte schneller laufen/humpeln. Als ne heisse Hündin in der Nähe war war der Schmerz und das Humpeln offensichtlich auch vergessen, hinterher ist es wieder da.
Er ist ebenfalls hinterher auf die Pfote aufgetreten, hat sie also zwischendurch belasten können und auch bewegt.

Sollte der Hund zum Tierarzt oder kann man mit gutem Gewissen erstmal abwarten und ihn einige Tage schonen?
Ich würde mal vermuten das es sich nach einigen Tagen von alleine legen sollte, aber ich kenne die Anatomie beim Hund nicht so genau um mir da ein Urteil bilden zu können.

Gruss Nikos


http://www.kreuzretter.net
Der Kluge bemueht sich, alles richtig zu machen.
Der Weise bemueht sich, so wenig wie moeglich falsch zu machen.

Moien!

Meine Frau hat sich heute auch den Fuß gestoßen und rumgeschrien - bei Hunden ist es nicht anders. Warte einfach bis morgen ab und wenn es dann besser ist (vermutlich ist es eh ganz weg) kannst immer noch zum doc!

Bernd

Servus,
ich denke auch daß solange der Hund nicht schreit oder bei jedem Schritt schmerzen zeigt, und er noch belasten kann, pack etwas Eis drauf(vorher mit Tuch abdecken und dann erst drauf!)
und gib ihm evtl. je nach Gewicht(ab 25kg 200mg Aspirin oder Ibuprofen bitte kein Paracetamol)
Morgen früh kurz anschauen und wenn immernoch keine Besserung dann zum TA.

Das mit der Läufigen ist normal. Sobald das Adrenalin durch die Adern fließt denkt Hund anders und vergißt jeden Schmerz.

Gruß Steffen

Hallo,

hier handelt es sich vermutlich um eine Verwechslung.

Ibuprofen ist bei Hunden kontraindiziert und kann schon in der therapeutischen Dosis zu Nierenversagen mit Todesfolge führen.

Paracetamol kann mit einer Dosierung von 15 mg/kg Körpergewicht alle 8 Stunden gegeben werden.

Aspirin oder ein anderes Acetylsalicylsäurepräparat kann in einer Dosierung von 10-25 mg/kg Körpergewicht 2 x täglich verabreicht werden.

Gruß

Johnny

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Hi Johnny,
dann schlag meine Tierärzte Tod nicht mich.
Ich war mit meinen drei bei insg. 7 Tierärzten und alle sagten Paracetamol weglassen. Ibuprofen soll besser sein.
Was nun? Wo sind die Tierärzte hier???
Ich hab nur weitergegeben was mir von eben solchen geraten wurde!!!

Ebenso wurde mir bei ähnlichem Fall geraten Ketoprofen zu geben. Das aber haben die wenigsten zu Hause.

Jetzt sag mir mal kurz woher du das mit dem Ibu hast? Hast du ne TA Ausbildung?
Will dich nicht anfeinden nur ne kurze Klärung für alle könnte hier evtl. hilfreich sein.

Gruß Steffen

Hab grad unter http://www.vetpharm.unizh.ch/WIR/00001568/7211_05.htm
nachgelsen.
Sorry aber meine TAs sagten was anderes. Daher nimm Johnnys rat an

Zu Aspirin : http://www.vetpharm.unizh.ch/wir/00000005/0782_05.htm

Paracetamol:
http://www.vetpharm.unizh.ch/wir/00000010/3902_05.htm

Ketoprofen:
http://www.vetpharm.unizh.ch/wir/00002207/1154_05.htm

Gruß Steffen

Meine Frau hat sich heute auch den Fuß gestoßen und
rumgeschrien - bei Hunden ist es nicht anders. Warte einfach
bis morgen ab und wenn es dann besser ist (vermutlich ist es
eh ganz weg) kannst immer noch zum doc!

Dazu passt wunderbar eine Redensart meines Schwiegervaters: „Hundehinken, Weibertränen, da darfste nichts drauf ge/äben“ (der Reim funktioniert nur mit der hiesigen Aussprache).

Für Teil zwei enthalte ich mich einer Äußerung, Teil 1 habe ich aber schon in meinem ersten Jahr mit Hund mehrfach bestätigt gefunden, und sehe dies bei unserem Hund ähnlich wie beim Menschen. Akut „vertreten“ nimmt man eine Schon-/Schutzhaltung ein, die viel dramatischer aussieht als es ist, spätestens nach ein paar Tagen ist alles wieder OK. Und selbst als wir neulich mal ausnahmsweise doch mal nach einigen Tagen zum Tierarzt gegangen sind, lächelte er milde, gab dem Hund eine entzündungshemmende Spritze und kassierte gut dafür. Ich habe den Wink verstanden. Wenn also auf Befühlen des Beins keine Schmerzreaktion erfolgt, werden wir uns in Zukunft also in Geduld üben.

Gruß vom Wiz

Hai, Nikos,

noch ein Tip am Rande: auf gar keinen Fall Deinen Wauwau jetzt verwöhnen; keine Extra-Würste in irgendeiner Form weil das arme Tier doch sooo leidet - die Kröten sind nicht blöd und merken sich das und schon hinkt und „leidet“ er endlos vor sich hin und Du hast kaum noch 'ne Chance, rauszukriegen, ob das inzwischen in Ordnung ist oder tatsächlich eine richtige Verletzung vorliegt.
Den Fehler haben wir mal mit einem Hund gemacht und Geld noch und nöcher zum TA geschleppt - bis ich ihn beim Einkriege-Spielen mit 'nem Windhund erwischt habe und er winselnd und hinkend wieder auf mich zu kam, nur hinkte er plötzlich auf der falschen Pfote…

Gruß
Sibylle

Re^3: Hund hat sich die Pfote verletzt:frowning:
Vielen Dank für Eure Tips, war sehr aufschlussreich.
Abwarten hat sich als richti rausgestellt, bereits am nächsten Tag war es deutlich besser und nach zwei Tagen war gar nichts mehr da:smile:

Also alles wieder im Lot.


http://www.kreuzretter.net

Wieviele Mitarbeiter von Microsoft benötigt man für das auswechseln einer defekten Glühbirne?
Keine, Microsoft erklärt die Dunkelheit zum Marktstandard.

Halo zusammen,

Erst mal, Glückwunsch von einem leidgeprüften „GeldzumTierarzt-Trager“, daß es so schnell wieder gut war.

jetzt muß ich aber doch nochmal was zu den ganzen Antworten sagen:
grundsätzlich muß man natürlich nicht immer gleich zum TA, wenn es offensichtlich nach dem ersten Schreck schnell wieder besser wird und man beim Abtasten auch nix besonderes finden kann. Aber trotzdem können Hunde immer noch nicht denken, sondern nur „verknüpfen“ Weswegen sie zu komplizierten „Täuschungsmanövern“ nicht in der Lage sind. Wenn sie natürlich mehrmals bei humpeln sofort(!) mit Leckerchen „getröstet“ wurden, halte ich es für durchaus möglich, daß sie es als von uns erwünschtes (da belohntes) Verhalten anwenden, um Belohnung zu „kassieren“.

Ein Hund hat ansonsten, wenn er humpelt immer Schmerzen, auch wenn die bei allen rein triebgesteuerten Tätigkeiten Und das sind beim Hund nun mal fast alle (Fressen, Jagen, Vermehren usw.)mal „vergessen“ werden. Daraus kann man aber nicht ganz so wie beim Menschen schließen, daß es dann auch nicht so ernst zu nehmen ist.

Gruß,

Eddy

Vielen Dank für Eure Tips, war sehr aufschlussreich.
Abwarten hat sich als richti rausgestellt, bereits am nächsten
Tag war es deutlich besser und nach zwei Tagen war gar nichts
mehr da:smile: