Hallo, wir überlegen, uns einen kleinen Mischling ins Haus zu holen. Hat jemand Erfahrung mit Hunden aus dem Tierheim?
Danke, Larah
hallo larah,
vor jahren hatten wir auch mal einen ausm th geholt, es klappte alles super gut, leider starb er 4 jahre später, autounfall. zuerst würd ich erst einmal alles checken. wo kommt er her? wieso wurde er weggegeben? war er aggressiv? verträgt er sich mit anderen tieren? was für macken hat er? etc.
ihr könnt ja erst einmal den hund öfter gassi führen, so lernt ihr ihn schon kennen und er euch. denn einen hund ausm th holen und nach ein paar tagen oder wochen wieder zurück bringen, nur weil er doch nicht so ist, wie man ihn gerne hätte, ist der tod für die hundeseele…also, überlegt euch alles genau vorher.
ich wünsche euch viel glück und denkt dran, der hund sucht euch aus!!!
Hallo,
wir überlegen, uns einen kleinen Mischling ins Haus zu
holen. Hat jemand Erfahrung mit Hunden aus dem Tierheim?
Ich habe nun schon den 2. Hund aus dem Tierheim. Diesmal einen kleinen Mischling Richtung Spanien. Sie ist einfach nur lieb, sehr gehorsam, treu und anhänglich. Da ich sie fast überall hin mitnehme, lernt sie so viele Menschen kennen und ist nie böse gewesen, kein knurren, kein bellen - einfach nur lieb *schmunzel* Was ihr natürlich alle Herzen und Leckerlietüten öffnet *schmunzel*
Ist natürlich keine garantie, dass deiner auch so sein wird, aber ich würde immer wieder einen Hund aus dem Tierheim nehmen. Sie sind so dankbar, was ich bei meinem Mittelschnauzer (Rassehund mit Papieren) eigentlich so nicht erlebt habe.
Schau dich einfach mal um und entscheide dann, welcher Hund sich für dich entscheidet *smile*
Gruß BelRia
Tierheimhunde haben oft unbekannte Schicksale hinter sich und reagieren daher mitunter etwas merkwürdig bzw. verhaltensauffällig. Lasst euch vom Tierheimpersonal beraten, die kennen die Hunde am besten und können euch euren Erwartungen entsprechend hilfreiche Tipps geben!
Galli
Hallo,
wie schon gesagt wurde: Lass dich vom Tierheimpersonal beraten.
Meine Eltern haben sich vor einigen Jahren in einen Hund verguckt und haben ihn mitgenommen. Sie wussten, dass er 6 Jahre alt war - davon hat er 1 Jahr im Zwinger gelebt und 5 Jahre ist er von Tierheim zu Tierheim gereicht worden. Meine Eltern wollten ihn trotzdem.
Anfangs war es mehr als schwer - mehrmals hat der Hund gebissen (einmal zwei Tage bevor die Haftpflicht in Kraft trat - hat meine Eltern 1200 DM Schmerzensgeld gekostet), selbst im Haus konnte man ihn eigentlich nur mit Maulkorb rumlaufen lassen. Auch mich hat er beim ersten Treffen zur Begrüßung gebissen…
Man durfte ihm nicht in die Augen gucken, man durfte nicht schnell auf ihn zugehen und man durfte bloß nicht das Zimmer verlassen, ohne dass er mitdurfte. Nicht mal das Bad konnte man allein betreten.
Spazierengehen war die reinste Qual, der Hund hat nicht eine Minute aufgehört zu bellen und zu knurren - und wenn der Feind auch nur ne Laterne war.
Wie gesagt es war mehr als schwer und hat sehr viel Geduld gekostet. Inzwischen ist er einigermaßen verträglich - doch der Maulkorb und die Bellerei sind bis heute geblieben. Und Unbekannte müssen ihm heute noch aus dem Weg gehen, sonst fällt er sie regelrecht an.
Man hört manchmal vorher, was ein Tier durchgemacht hat - aber was es wirklich bedeutet und wie viel in dem Tier dabei kaputt gegangen ist weiß man nicht. Und die wirklichen Probleme treten erst auf, wenn man sich schon in das Tier verliebt hat. Nur sind die großen Probleme eben auch oft nicht zu beseitigen.
Mein Partner und ich haben uns vor 1 1/2 Jahren einen Kater aus dem Tierheim geholt. Wir wussten: 6 Monate, wurde zusammen mit 2 Geschwistern in einem Karton im Keller gefunden.
Was das wirklich bedeutet wussten wir damals nicht. Inzwischen denken wir uns unseren Teil, dass er eben längere Zeit in diesem Keller ohne Fressen saß etc. Denn er hat ein total unnatürliches Verhältnis zum Fressen. Er frisst ohne Pause - als ob es in 10 Minuten nichts mehr gäbe. Anfangs haben wir ihn gelassen, is er immer dicker und träger wurde. Dann hat uns der Tierarzt geraten, ihn einfach zu zügeln, aber das ist leichter gesagt als getan. Sein ganzer Tag dreht sich nur ums Fressen. Er bekommt seine Mahlzeit und verputzt sie innerhalb von 30 Sek. (kein Witz!), dann versucht er bis zur nächsten Mahlzeit andauernd das Futter unserer Katze zu fressen. Das einzige, was zeitweilig hilft ist die Türen zu schließen. Das ist nur sehr unfair gegenüber der Katze - sie frisst immer sehr kleine Portionen aber eben dafür öfter. Und wenn die Tür zu ist muss sie quasi hungern.
Aber anders geht es einfach nicht. Im Leben unseres Katers gibt es nichts anderes als Fressen. Notfalls klaut er sich auch alles genießbare - und ungenießbare. Wenn er unbeobachtet ist hat er auch kein Problem die Asche aus dem Aschenbecher zu fressen (!!!) oder auch Papier, Pflanzen, Katzenstreu etc. (also wirklich alles).
Das geht mir persönlich sehr an die Nerven - ich seh es ja auch nicht gern, dass der Kater immer hungert, aber anders geht es nicht und der Tierarzt hat auch dringend davon abgeraten, ihn mehr zu füttern.
Vielleicht aufgrund des Hungers, vielleicht auch einfach nur aufgrund anderer Erfahrungen ist er sehr biestig. Manchmal kommt man ins Zimmer und wird grundlos angeknurrt. Manchmal hat man ihn auf dem Arm und plötzlich krallt er sich fest bis man blutet - ohne ersichtlichen Grund.
Weitere Dinge sind zB, dass wir immer irgendwo ein Licht brennen lassen müssen, der Kater dreht durch, wenn alles dunkel ist. Oder dass er immer im Bett bei uns schlafen will - sonst schiebt er Terror. Er kommt damit zwar nicht durch, abe ich fühl mich auch nicht toll, wenn ich dann so hart zu ihm sein muss.
Ich lebe inzwischen einfach damit, dass ich mir ein verhaltensgestörtes Tier ins Haus geholt habe - die Frage ist nur, ob ich das auch noch könnte, wenn er eine negative Eigenschaft mehr hätte.
Wie gesagt: Man weiß nie genau, was ein Tier durchgemacht hat und vor allem nicht, wie tief sich das Erlebte in seine Seele gefressen hat. Deswegen solltet ihr wirklich sehr darauf achten, welches Tier ihr euch holt und auch damit rechnen, dass es vielleicht einfach viele negative Eigenschaften hat, wofür es aber nichts kann und trotzdem einfach nur geliebt werden möchte.
Liebe Grüße
Timi
@timi
hallo, versucht es mal mit bachblüten. am besten mal den tierarzt fragen. mein kater hatte auch ganz komische fressmanieren, er war auch ein fundtier…
lg
Moin Larah,
wir haben ebenfalls schon seit Jahren einen Mischlingshund aus dem Tierheim und sind voll zufrieden. Der Hund ist extrem verschmust und zeigt keine unüblichen Verhaltensauffälligkeiten.
Im Gegensatz dazu kam unser 2. Hund von einer Familie. Er war damals etwa 1 Jahr alt, wohl noch nie im Leben richtig gassi gegangen, bis er zu uns kam, und es hat fast über ein Jahr gedauert, bis er halbwegs stubenrein war.
Also einfach hingehen, Hunde anschauen, kennenlernen, spazierengehen und dann kannst du irgendwann eh nicht mehr anders, als den Hund mitnehmen 
Gruß
Marion
Also, ich finde’s toll, dass Ihr Euch einen Hund aus dem Tierheim holen wollt. Wenn ich mit nochmal ein Tier zulegen werde (hab z.Z. 2 Katzen), dann aus dem Tierheim und ich glaube irgendwie auch dadran, dass das Tier einen aussucht und nicht man selbst das Tier. 
Ich drücke Euch jedenfalls die Daumen, dass ein zu Euch passenden Hund findet. Ihr tut nicht nur dem Tierheim eine Freude, sondern auch dem Hund, der endlich wieder eine Familie findet. Also, lasst Euch nicht durch negative Erfahrungen anderer entmutigen, jedes Tier reagiert da anders.
)
Gruß, Phytia
Hallo, wir überlegen, uns einen kleinen Mischling ins Haus zu
holen. Hat jemand Erfahrung mit Hunden aus dem Tierheim?
Danke, Larah
Hi!
Als unser erster Hund starb, hatten wir uns einen aus dem Tieheim geholt. Ein kleiner Mischling mit einem Schuss weg wie er im Buche steht.
Der Köter kläffte alles und jeden an, was vor dem Haus auf dem Gehsteig vorbeilief, hasste Männerschuhe, reagierte manisch auf die Klingel, war aber sonst sehr liebenswert.
Im Tierheim sind nun einmal auch Hunde, die gequält worden sind und somit einen Schlag weg haben.
Der nächste Hund kam dann von Nachbarn, deren Vater allergisch auf die Haare wurde. Sonst hätten wir auch wieder einen aus dem Tierheim geholt.
Grüße,
Mathias
Hallo
wir sind mal zu einem ganz armen Hund gekommen, den eine Dame einfach bei uns
„vergessen“ hat. Sie hatte ihn aus dem Tierheim. Wir wollten den Armen nicht mehr
zurückgeben und jetzt ist er ein Superhund. Folgt total, ist anhänglich, ganz
brav, und verträglich mit Katzen, Kindern, Pferden, ectr…
Ein Hund aus dem Tierheim ist grundsätzlich eine gute Idee, wichtig ist, sich im
vornherein gründlich zu informieren, und man sollte schon bereit sein Hilfe in
anspruch zu nehmen, wie z.B Hundeschule.
LG
Julia