Reportage 37° 'Mit Herz für Tiere' im ZDF (28.09.)

Hat jemand die o. g. Reportage gesehen? Ich war zutiefst schockiert! Nicht, dass
ich sowas nicht schon öfters gesehen, gelesen, gehört hätte, aber diese
Reportage war richtig schockierend. Bei manchen Szenen musste ich würgen bzw.
weinen…

Zum Glück bin ich Vegetarier. Mein Frühstücksei kaufe ich nur mit dem BIO-Siegel
drauf, auch wenn’s mehr kostet. Ich habe nichts gegen „Fleischesser“, warum
auch. Ist halt ne Geschmackssache. Aber gegen die schlimmen Mastbedingungen und
den Verkauf deren Produkte habe ich was! Das ist echt zum Kotzen! Warum wird das
in Deutschland nicht verboten? Masthaltung - ja! Aber nicht unter den miserablen
Umständen.

Teilweise wurden Modelle gezeigt, wie man die Masthaltung für die Tiere
„erträglich“ machen kann. Solche Firmen sollten subventioniert werden bzw. es
müsste einen Mast-TÜV geben.

Musste mir nur mal Luft machen und vielleicht empfindet der eine oder andere das
ja genauso.

Viele Grüße

absolutvenus

Hi absolutvenus,

geht mir im Moment aehnlich, obwhl ich besagten beitrag nicht gesehen habe.
Liest du englische Buecher/ Dann kann ich die „Not on the label“ von Felicity
Lawrence sehr ans Herz legen. Da kauft man am Ende nur noch vom Erzeuger…

Viele Gruesse,
baw

Ich habe die Reportage leider auch nicht gesehen, aber ich kenne schon zig solcher Berichte, denn wenn sowas läuft zwinge ich mich förmlich dazu, mir das anzugucken und nicht angeekelt umzuschalten. Ich bin der Meinung, es sollten noch viel mehr Reportagen dieser Art im Fernsehen gezeigt werden, damit die Menschen endlich anfangen mal umzudenken, da Fernsehen leider Gottes der feste Mittelpunkt im Leben geworden ist (Morgens schon Glotze an… anderes Thema…) und man so nur erreichen kann.
Leider kaufen die meisten Menschen ihr Fleisch noch schön billig bei irgendeiner Ladenketten ein, anstatt mal zu überlegen, was jeder einzelne Einkauf dieser Art überhaupt anrichtet. Viele denken dann: Ach, was kann ich allein schon dagegen machen. Ich denke aber sehr wohl, das sich da was ändern könnte und sich viele an die eigene Nase fassen sollten, dass jeder Kauf von Billig-Fleisch, Eiern aus Käfighaltung… genau dieses fördert. Aber nach mir die Sinnflut. „Ist ja nur ein Tier“. Was ich auch sehr erstaunlich finde ist, dass kaum BSE etc. aus den Nachrichten verschwindet, die Leute sich wieder schön mit Fleisch eindecken.
Ich glaube, der große Knall kommt noch in ein paar Jahren, wenn auf einmal viele Fälle von der Kreuzfeldt-Jakob-Krankheit auch hier in Deutschland bekannt werden oder Antibiotika auf einmal nicht mehr bei einem wirken oder man z.B. behinderte Kinder bekommt, weil es einem egal ist, ob man Genmodifiziertes Essen zu sich nimmt (Tiere werden mit solchem übrigens gefüttert und das Fleisch muss nicht gekennzeichnet werden, dabei gibt es erste Tests, die besagen dass dadruch die eigenen Gene verändert werden!).

Ich esse kein Fleisch mehr. Nicht, weil ich es nicht mehr mag, sondern weil ich es einfach nicht mehr tolerieren kann was da passiert in Sachen Massentierhaltung. Das ist einfach abstoßend und pervers. Ich könnte jemanden echt vor die Füsse kotzen, der sich billig bei „Kenntucky fried Chicken“ einen Eimer Chicken Wings bestellt. Diese Hühnerbeinchen aber nur so billig sind, weil sie aus richtig fieser Massentierhaltung kommen. (Video dazu gefällig? www.peta.de…).

Icch verurteile die Fleischesser nicht. Aber ich finde, man muss nicht jeden Tag das essen. Da sollte man sich lieber etwas beim heimischen Schlachter kaufen was zwar etwas teurer ist, das Fleisch dann aber nicht in der PFanne schrumpft (oh wunder!) beim braten und sogar noch schmeckt…

Oh man. Da musste ich aber auch gerade mal meinen Gedanken freien Lauf lassen… :smile:

Aber schön, wenn man merkt, dass es tatsächlich noch irgendwo Mensche gibt, die ebenso denken…

Viele Grüße, Phytia

Jede DNA wird verdaut!
Hi,

weil es einem egal ist, ob man
Genmodifiziertes Essen zu sich nimmt (Tiere werden mit solchem
übrigens gefüttert und das Fleisch muss nicht gekennzeichnet
werden, dabei gibt es erste Tests, die besagen dass dadruch
die eigenen Gene verändert werden!).

Falsch,
DNA wird verdaut. Wir nehmen ständig mit der Nahrung fremde Gene in uns auf und egal ob gentechnisch oder natürlich, sie wird nicht eingebaut sondern verdaut!

Du bist ja auch nicht plötzlich grün hinter den Ohren, weil Du mit der Nahrung pflanzliche Gene zu Dir nimmst. Und plötzlich ein Gen für Chlorophyll in Dir hast.

Pflanzlich DNA ist zu Deiner DNA genauso fremd, wie "gentechnische veränderte DNA. Da ist nämlich auch meist aus einem anderen Organismus entnommen.

Gruß Julia
-dabei könnte man mit Gentechnik so schöne Ökologie betreiben!-

Aber schön, wenn man merkt, dass es tatsächlich noch irgendwo
Mensche gibt, die ebenso denken…

Viele Grüße, Phytia

3 „Gefällt mir“

Hallo,

ich habe die Reportage nicht gesehen.
Der beliebteste Volkssport in Deutschland ist das Kaufen von billigen Lebensmitteln und das ist ein wesentlicher Grund für die entsetzlichen Bedingungen bei der Produktion der Nahrungsmittel. Und so lange die Verbraucher nicht bereit sind, für ein vernünftig produziertes Lebensmittel einen vernünftigen Preis zu bezahlen, wird sich daran nichts ändern. Um diese Bereitschaft zu erhöhen, muss man aber erst mal das beurteilen können, was man auf dem Teller hat. Und diesbezüglich sieht es ja ganz finster aus.

Ob grundsätzliche Standpunkte wie vegetarische Ernährung ein großer Fortschritt sind glaube ich nicht. Dazu kenne ich zu viele Vegis, die in Spanien produziertes Gemüse kaufen. Eben auch wegen des Preises. Wenn ich auf dem Markt beim Demeter-Produzenten mein Gemüse kaufe, muss ich nämlich ganz schön in die Tasche greifen. Lohnt sich aber auch.

Gruß

Johannes

Moin,

ja, ich habe die Reportage auch gesehen und bin froh darüber, daß ich Eier von Freilandhennen kaufe (10 Stk. = 2,59). Bei den Fleischpreisen wird mir allerdings übel, sogar das Zeug aus der Massentierhaltung ist für uns beinah unerschwinglich. Fleisch gibt es bei uns nur selten, aber es MUSS preiswert sein, denn sonst könnten wir es uns überhaupt nicht leisten.

Es ist immer so einfach, auf den Verbraucher zu schimpfen, weil er nach Billig-Super-Spar-Sonderangeboten greift und somit die Massentierhaltung fördert. Meiner Familie und mir würde ich auch lieber ein schönes Kalbsschnitzel vom Metzger meines Vertrauens auf den Teller legen… nur bezahlen kann ich es nicht.

Tschüss,
Manu

Hat jemand die o. g. Reportage gesehen? Ich war zutiefst
schockiert!

moin,

du bist wohl zu recht schockiert, wie wohl jeder der grausame tötungs und mast aufzucht bilder vor augen geführt bekommt…ohne diese bilder lebt es sich sicherlich bequemer…

aber ich wollte auf etwas anderes hinaus…
ich habe leider keine genauen zahlen im kopf, aber pro tag sterben auf der welt zigtausend menschen an hunger bzw. mangel an trinkwasser, nebenbei sterben diverse tausend? im krieg, diverse in folge von erkrankungen wie hiv, malaria etc…

ich möchte jetzt keinem einem vorwurf machen, weil er bei bildern von tierzucht in tränen ausbricht oder sich unwohl fühlt, ich sehe solche bilder ja auch mit gemischten gefühlen…doch es ist schon denkwürdig, dass man sich beispielsweise in deutschland den heimischen futter-tieren (oder wie das heisst) stärker verbunden fühlt, als menschen auf einem anderem erdteil…
wobei ich nicht ausschliessen möchte, das jeder poster hier sich auch die schlimmsten sorgen um die oben geschilderten probleme macht…

wollte nur mal anecken und halt auch etwas loswerden…
(was natürlich das falsche board eigentlich ist)

und man muss in dieser welt akzeptieren, dass es ein gewisses maß an grausamkeit und übel gibt, das es zu mindern gilt, aber das vermutlich niemals annähernd besiegt werden kann…

mfg, Jörn

Auch ich habe diese Reportage gesehen und sie war/ist wie alle anderen Reportagen in diese Richtung auch schrecklich!!

Jemand schrieb hier, dass man sich um die Tiere mehr Gedanken macht, als um die Menschen, die täglich sterben.
Nur leider ist der MENSCH doch selber Schuld. Er verbockt es doch! Wenn ich als Mensch geboren werde, kann ich wenigstens meinen Mund aufmachen, ein Tier kann das nicht.
Natürlich sterben viele Kinder auf dieser Welt und das ist auch schlimm, aber warum sterben sie?!? Warum gibt es Kriege?? Warum gibt es diese Tierhaltung?? - nur der Mensch selbst bestimmt und wie immer und überall, wirkt er zerstörend.

Deshalb sollte man den Kreaturen, die sich wirklich und wahrhaftig NICHT wehren können, doch etwas „MEHR“ zukommen lassen.

Seht Euch doch allein die wirtschaftliche Situation an. Ich kann verstehen, warum viele zu dem „Billig“-Fleisch greifen. Vor allem mit dem Hintergrund wo „ÖKO“ drauf steht, muß noch lang nicht Öko drin sein. Da lief letztens auch eine Reportage, wo die Zulieferer der „Öko-Eier“ kontrolliert wurden und ich sag Euch, die meisten waren von ÖKO weit entfernt! Aber so sind wir, egoistisch, beherrschend, mordend und am besten nicht selbst die Hände schmutzig machen!

Netti

Natürlich gibt es noch viel mehr Schlimmes auf der Welt! Aber ich beziehe mich
nunmal konkret auf diese Reportage. Das sagt nicht über mich aus, dass ich es
„nicht so schlimm“ finde, wenn Menschen sterben… Ich dachte, dass sollte klar
sein! Es geht in diesem Thread NUR um die o. g. Reportage.

aber ich wollte auf etwas anderes hinaus…
ich habe leider keine genauen zahlen im kopf, aber pro tag
sterben auf der welt zigtausend menschen an hunger bzw. mangel
an trinkwasser, nebenbei sterben diverse tausend? im krieg,
diverse in folge von erkrankungen wie hiv, malaria etc…

Mit diesem Ansatz kannst du jeden Wunsch nach Veränderung schon im Ansatz zerstören. Denn irgendwas, irgendwo ist immer schlimmer als dass was verändert werden sollte.

Der Grundgedanke ist doch Respektvollerer Umgang gegenüber dem Leben, von Mensch UND Tier UND der Natur, für mich gehört das zusammen, ein grundsätzliches Umdenken ist nötig.

Auch darf nicht vergessen werden das es auf den Menschen zurückfällt, wenn Tiere und die Natur mit Füßen getreten werden. Siehe all die Lebensmittel Skandale.

Ich hoffe solche Berichte laufen noch öfter, damit ein Umdenken bei den Verbrauchern in Gang kommt.

medea

moin…
ja, ich weiss…ich wollte dir ja auch nichts unterstellen…nur mal was anmerken…

übrigens saß ich heute nachmittag vor meiner haustür auf der treppe und habe mit der katze meiner nachbarn gespielt…als diese plötzlich wegrennt und kurz darauf mit einer maus im schnabel wiederkommt…
ich war zuerst natürlich auch traurig, dass die arme kleine maus, die sich nicht wehren kann nun dran glauben muss…
vor allem ist es ja auch nicht gerade nett, was katzen da so mit den opfern anstellen, bevor sie diese endgültig verschlingen…
(die katze ist eine halbwegs wilde katze, die nicht ins haus kommt und nur zu-gefüttert wird, sich aber ihren teil selbst erjagen muss)

doch ich musste natürlich auch sofort an diesen thread denken…und daran, dass der mensch halt auch zum leben tiere töten muss…(ich bin davon überzeugt, dass es ungesund ist keine tierischen produkte zu essen)
und nun hab ich mal so überlegt wie andere tiere ihre beutetiere erlegen und töten und habe das mit dem menschen zu jetztiger zeit und früher verglichen…

alles in allem, komme ich zu dem schluss, dass es vernünftig ist, tiere zum verspeisen zu züchten und diese nicht aus freier wildbahn zu nehmen…
andererseits ist es natürlich ungeheuerlich, wie der mensch dies gestaltet (mir fiel da so eine reportage ein, wie hähnchen produziert werden…der absolute horror (ich halte mir ein paar hühner, die kommen auch nach einem jahr in den pott, aber nicht so…)

nunja, dann habe ich überlegt wie man diese tiere aufziehen müsste und bin dabei an logishce grenzen gestossen, die es mich akzeptieren lassen, dass sich nicht jeder mensch bio- und freiland nahrungsmittel leisten kann (auf deutschland bezogen erstmal), denn wie sollte die sozialhilfe empfängerin ihrem kind im supermarkt erklären, warum es nur alle 2 wochen fleisch essen darf? etwa so:
„Wir können uns das fleisch nicht leisten, mein kind, weil die kühe von denen das fleisch stammt weitaus mehr raum zum grasen benötigen als dir und deinen geschwistern zum spielen zur verfügung steht…“

somit ist mir klar geworden, dass es ein reines luxus-problem ist, wenn man sich ernsthaft gedanken darüber macht, wie diese tiere bestmöglichst aufwachsen können, bis sie ihre bestimmung erreichen…
es ist natürlich ein gutes zeichen, dass es uns so gut geht, dass wir uns darüber sorgen machen können…
doch es wird höchstens der oberschicht in D und weltweit viel weniger leuten (prozentual) möglich sein, durch das kaufverhalten zu versuchen die aufzuchtsbedingungen zu verändern…

aber wenn weltweit eine gewisse grundversorgung mit nahrungsmitteln gewährleistet ist, dann spätestens ist es an der zeit für diese tiere in die bresche zu springen.

das ist jedenfalls meine meinung…

mfg
Jörn

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

1 „Gefällt mir“

ja, ich weiss…ich wollte dir ja auch nichts
unterstellen…nur mal was anmerken…

du wolltest relativieren.
Aber wie schon ein anderes Mitglied gesagt hat, gibt es immer schlimmeres von schlimmem. Es gibt immer eine Steigerung. Aber alle Lebewesen mit Nervenbahnen und Hirn empfinden Leid gleich. Ob du jetzt einem Hund auf den Fuss trittst oder einem Mann. Da kann man nicht sagen, das Leid des Mannes ist groesser oder wichtiger. Find ich.

übrigens saß ich heute nachmittag vor meiner haustür auf der
treppe und habe mit der katze meiner nachbarn gespielt…als
diese plötzlich wegrennt und kurz darauf mit einer maus im
schnabel wiederkommt…

nach heutigem Erkenntnisstand ist es unwahrscheinlich, dass die Katze einen Moralkodex hat der sich ueber sich selbst hinaus erstreckt. Deshalb finde ich das total unwichtig.

alles in allem, komme ich zu dem schluss, dass es vernünftig
ist, tiere zum verspeisen zu züchten und diese nicht aus
freier wildbahn zu nehmen…

ich finds anders rum besser. Da hat das Tier wenigstens eine (wenn auch kleine) Chance und lebt nicht nur um des Menschen willen.

nunja, dann habe ich überlegt wie man diese tiere aufziehen
müsste und bin dabei an logishce grenzen gestossen, die es
mich akzeptieren lassen, dass sich nicht jeder mensch bio- und
freiland nahrungsmittel leisten kann (auf deutschland bezogen
erstmal), denn wie sollte die sozialhilfe empfängerin ihrem
kind im supermarkt erklären, warum es nur alle 2 wochen
fleisch essen darf? etwa so:
„Wir können uns das fleisch nicht leisten, mein kind, weil die
kühe von denen das fleisch stammt weitaus mehr raum zum grasen
benötigen als dir und deinen geschwistern zum spielen zur
verfügung steht…“

einmal die Woche Fleisch oder Wurst reicht aus. Das sagen auch Aerzte.
Die Realitaet ist aber, dass die meisten taeglich Fleischprodukte konsumieren und somit die Massentierhaltung erst moeglich machen. Wuerde der Konsum reduziert (auch durch Preis und Aufklaerung) dann waere eine oekologische und tierfreundlichere Haltung problemlos moeglich. Aber es wollen eben alle alles billig und immer verfuegbar.

es ist natürlich ein gutes zeichen, dass es uns so gut geht,
dass wir uns darüber sorgen machen können…
doch es wird höchstens der oberschicht in D und weltweit viel
weniger leuten (prozentual) möglich sein, durch das
kaufverhalten zu versuchen die aufzuchtsbedingungen zu
verändern…

nein, ich denke jeder traegt dazu bei. Konsum einzuschraenken kostet nichts.

aber wenn weltweit eine gewisse grundversorgung mit
nahrungsmitteln gewährleistet ist, dann spätestens ist es an
der zeit für diese tiere in die bresche zu springen.

dieser Grundversorgung kommt man naeher dadurch dass man vorsichtiger mit den Ressourcen umgeht und auch weniger Fleisch konsumiert. Fuer ein Kilo Fleisch braucht man ja bekanntlich soundsoviel Kilo Getreide.
Elend auf der Welt fuer die Menschen wird nie aufhoeren (fuer die Tiere sicher nie), fuer mich ist Leid gleich Leid.
Man kann sich nicht um die ganze Welt kuemmern sondern muss sich auf etwas konzentrieren sonst wird man ja verrueckt. Je weniger Leid verursacht wird umso besser. Man sollte nicht die Leute zurechtweisen, die sich fuer etwas interessieren oder engagieren sondern die, die gar nix tun und egoistisch vor sich hin leben.

vg jima

eher offtopic
Hi

Nur leider ist der MENSCH doch selber Schuld. Er verbockt es
doch! Wenn ich als Mensch geboren werde, kann ich wenigstens
meinen Mund aufmachen, ein Tier kann das nicht.

Nur wird es Dir nicht viel nutzen Deinen Mund aufzumachen, wenn Du das Pech hast im selben Bus wie ein Selbstmordattentäter zu sitzen. Da bist Du, obwohl Mensch, genauso hilflos wie ein Tier, das zur Schlachtbank geführt wird. Wärst Du dann wirklich schuld?

Versteh mich bitte nicht falsch, ich finde es auch sehr schlimm was bei der Massentierhaltung gemacht wird und das nur aus Profitgier (an den Konsumenten denkt da sicher keiner, es geht um Profit), aber trotzdem kann man nicht dem Menschen schuld an seinem eigenen Elend geben. Der Menschheit ja, aber nicht dem einzelnen Menschen.

Gruß
Edith

übrigens saß ich heute nachmittag vor meiner haustür auf der
treppe und habe mit der katze meiner nachbarn gespielt…als
diese plötzlich wegrennt und kurz darauf mit einer maus im
schnabel wiederkommt…
ich war zuerst natürlich auch traurig, dass die arme kleine
maus, die sich nicht wehren kann nun dran glauben muss…
vor allem ist es ja auch nicht gerade nett, was katzen da so
mit den opfern anstellen, bevor sie diese endgültig
verschlingen…
(die katze ist eine halbwegs wilde katze, die nicht ins haus
kommt und nur zu-gefüttert wird, sich aber ihren teil selbst
erjagen muss)

Das kann man gar nicht miteinader vergleichen. Dort findet ein natürlicher Kreislauf statt von fressen und gefressen werden. Bei uns Menschen ist dieser leider aus dem Gleichgewicht, man kann sagen ins absolut perverste gefallen mit der Massentierhaltung.

doch ich musste natürlich auch sofort an diesen thread
denken…und daran, dass der mensch halt auch zum leben tiere
töten muss…(ich bin davon überzeugt, dass es ungesund ist
keine tierischen produkte zu essen)
und nun hab ich mal so überlegt wie andere tiere ihre
beutetiere erlegen und töten und habe das mit dem menschen zu
jetztiger zeit und früher verglichen…

alles in allem, komme ich zu dem schluss, dass es vernünftig
ist, tiere zum verspeisen zu züchten und diese nicht aus
freier wildbahn zu nehmen…
andererseits ist es natürlich ungeheuerlich, wie der mensch
dies gestaltet (mir fiel da so eine reportage ein, wie
hähnchen produziert werden…der absolute horror (ich halte
mir ein paar hühner, die kommen auch nach einem jahr in den
pott, aber nicht so…)

… genau. Dazu fällt mir auch eine tolle Reportage ein: Hühner werden an eine Art Fließband mit den Füßen lebendig an einen Harken gehangen. Dieses Band transportiert sie dann weiter zu einem Gerät, wo sie einfach lebendig aufgeschnitten werden. Und wenn man diese Masse betrachtet in der dieses tagtäglich stattfindet… Sorry. Ich kriege keinen einzigen Bissen mehr davon runter…

nunja, dann habe ich überlegt wie man diese tiere aufziehen
müsste und bin dabei an logishce grenzen gestossen, die es
mich akzeptieren lassen, dass sich nicht jeder mensch bio- und
freiland nahrungsmittel leisten kann (auf deutschland bezogen
erstmal), denn wie sollte die sozialhilfe empfängerin ihrem
kind im supermarkt erklären, warum es nur alle 2 wochen
fleisch essen darf? etwa so:
„Wir können uns das fleisch nicht leisten, mein kind, weil die
kühe von denen das fleisch stammt weitaus mehr raum zum grasen
benötigen als dir und deinen geschwistern zum spielen zur
verfügung steht…“

Also da muss ich jetzt mal eingreifen und sagen, dass ich das total anders sehe. Muss man denn echt jede Woche Fleisch essen??? Ich glaube kaum, dass man Mangelerscheinungen bekommt, wenn man nicht jeden Tag Fleisch ist.

somit ist mir klar geworden, dass es ein reines luxus-problem
ist, wenn man sich ernsthaft gedanken darüber macht, wie diese
tiere bestmöglichst aufwachsen können, bis sie ihre bestimmung
erreichen…

Natürlich ist Fleisch von glücklichen Kühen ein Lusxus-Problem. Kaviar aber auch. Ich will damit sagen, dass man Spagehtti auch mit einer guten Tomatensoße selber machen kann und da kein Kilo Hackfleisch für 1,99 rein muss, ebenso kann man auch einen Karoffelauflauf ohne Speck machen und eine leckere Suppe ohne augekochten Knochen. Man muss sich nicht eine Hühnerbrühe kaufen, sondern kann auch mal eine Gemüsebrühe nehmen. Es gitb viele Auswahlmöglichkeiten auf die man günstig ausweichen kann, wenn man es nur will. Wenn ich mir die Konserven angucke ist in vielen eine Fleischanteil von x%, der ist dann aber so minimal, dass man genausgut verzichten könnte. Nehmen wir mal eine Dose Ravioli. Gegenübergestellt gibt es diese nun auch vegetraische aus der Dose. Auch ein nicht Vegetarier könnte sich diese abwechslungsweise mal kaufen, anstatt auf eine mit Fleischfüllung zurückzugreifen. So kann man mit vielen Dingen umgehen, wenn man nur aufmerksam mal die Inhaltsliste liest und auch so einen Teil dazu beitragen, das weniger Fleisch konsumiert wird.

Hier mal was zum Thema Statistik
P.S: Kleiner NAchtrag zum Thema Fleisch:

Im Jahre 1985 empfahl die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) eine tägliche Proteinzufuhr von 60 g für Männer und 50 g für Frauen. Die tatsächliche Proteinzufuhr liegt mit 108 g bei Männern bzw. 85 g bei Frauen jedoch weit über diesen Empfehlungswerten. Eiweiß wird von der bundesdeutschen Bevölkerung zu mehr als Zwei-Dritteln durch tierisches Eiweiß aufgenommen. Die Folgekrankheiten eines übermäßigen Eiweißkonsums sind Eiweißspeicherkrankheiten, erhöhter Cholesterinspiegel, Diabetes, Gicht etc.

Erst in letzter Zeit bezieht die Wissenschaft dazu eine etwas klarere Stellung, bringen medizinische Untersuchungen weltweit Beweise, belegen Studien den klaren Sachverhalt: „Zivilisationskrankheiten“ wie Herz- und Kreislauferkrankungen, Bluthochdruck, Übergewicht, Gicht, Rheuma, Diabetes und Krebs hängen direkt mit dem Fleischkonsum zusammen. Die genannten Krankheiten kommen bei Vegetariern erwiesenermaßen wesentlich seltener vor als bei Fleischessern! So könnten bis zu 97% der Herzkrankheiten durch fleischlose Kost vermieden werden.

Warum sind Fleischesser deutlich anfälliger für die oben genannten Krankheiten? Die Antwort ist ganz klar: Der menschliche Darm ist für die Verdauung von Fleisch ungeeignet. Fleischfresser haben einen kurzen Darm (2x bis 4x die Körperlange), Pflanzenfresser (ohne die Wiederkäuer) haben einen viel längeren Darm (6x bis 8x die Körperlänge und mehr). Damit können Fleischfresser das rasch faulende Fleisch schneller wieder ausscheiden; es kommt zu keinen Vergiftungen. Die Darmlänge des Menschen beträgt knapp das 6fache der Körperlänge. Durch die im faulenden Fleisch enthaltenen Gifte (Toxine, Abfallprodukte der Fäulnisbakterien) werden Krankheiten wie Gicht, Arthritis, Rheuma, Diabetes und Krebs verursacht. Bei der weltweit bisher größten Vegetarierstudie mit 11.000 Personen über einen Zeitraum von 12 Jahren wurde die Behauptung widerlegt, Vegetarier seien nur deshalb gesünder und lebten länger, weil sie allgemein eine besonders bewusste Lebensweise hätten. Durch den Vergleich mit einer Kontrollgruppe, die außer ihrem Fleischkonsum eine weitgehend gleiche Lebensweise und einen gleichen sozialen Status wie die untersuchten Vegetarier hatte, wurde ermittelt, dass praktisch alle Gesundheitsparameter bei den Vegetariern deutlich bessere Werte aufwiesen. Die Sterbefälle bei schweren Krankheiten war bei den Vegetariern um 20% niedriger, die Todesrate durch Krebs sogar um 40%.

1 „Gefällt mir“

Hallo Manuela,

ja, ich habe die Reportage auch gesehen und bin froh darüber,
daß ich Eier von Freilandhennen kaufe (10 Stk. = 2,59). Bei

Wie bereits oben geschrieben: Auch dafür werden Küken vergast und auch diese Hennen sind Qualzüchtungen. http://maqi.de/txt/freilandmythos.html

Es ist immer so einfach, auf den Verbraucher zu schimpfen,
weil er nach Billig-Super-Spar-Sonderangeboten greift und
somit die Massentierhaltung fördert. Meiner Familie und mir
würde ich auch lieber ein schönes Kalbsschnitzel vom Metzger
meines Vertrauens auf den Teller legen… nur bezahlen kann
ich es nicht.

Warum mußt Du sowas denn überhaupt kaufen? Andere umbringen lassen nur um sich selbst mal kurz den Gaumen zu kitzeln? :frowning:
Tierleidfreie Rezepte gibt es z.B. unter http://tierrechtskochbuch.de und weitere Infos unter http://maqi.de sowie http://veganismus.de .
Niemand ist gezwungen, Tiere für sich leiden und sterben zu lassen - das tut jeder, wenn dann aus freien Stücken mit seinem Geld.

Tanja

1 „Gefällt mir“

Hallo absolutveganu,

Zum Glück bin ich Vegetarier. Mein Frühstücksei kaufe ich nur
mit dem BIO-Siegel

Ist auch nur Augenwischerei, siehe http://maqi.de/txt/freilandmythos.html - die Bilder von den vergasten Küken, die Du gesehen hast, gelten ebenso für die Eier die Du kaufst.

drauf, auch wenn’s mehr kostet. Ich habe nichts gegen
„Fleischesser“, warum
auch. Ist halt ne Geschmackssache. Aber gegen die schlimmen

Über Geschmack läßt sich sicher streiten - allerdings wüßte ich niemanden, dessen „Geschmack“ es träfe, an den Füßen aufgehängt zu werden und dann die Kehle aufgeschlitzt zu bekommen. Freiheit ist immer auch die Freiheit des anderen.

Teilweise wurden Modelle gezeigt, wie man die Masthaltung für
die Tiere
„erträglich“ machen kann. Solche Firmen sollten subventioniert
werden bzw. es
müsste einen Mast-TÜV geben.

Ich war diese Woche in so einer angeblich „erträglichen Mast“ drin und hätte gleichzeitig heulen und ko**** können: http://maqi.de/presse/entenbefreiung04.html. Es gibt ekine „erträgliche Mast“ - es gibt nur Werbung, die den Verbraucher für dumm verkauft und jede Menge Verbraucher, die das mit sich machen lassen.
Also nicht heulen sondern was ändern:
Go vegan :smile:,
Tanja

Huhuuu,
Ich finde auch, dass solche Reportagen jeden tag im Fernsehen kommen müssten, denn man vergisst leider allzu schnell.
Für uns ist die Beschaffung von Fleisch und Eiern unkompliziert. Mein Freund hat selber Kühe, die wir beim Metzger schlachten lassen und dann selber essen. Die Kühe sind 5 Monate im Jahr im Laufstall und sonst auf bergweiden. Die Kälber bleiben bei der Mutter. Das ist NICHT Bio! Und trotzdem gut.
Eier und Schweinefleisch bekommen wir von seiner Schwester, auch nicht Bio, aber von Tieren, die die Sonne schon mehr als einmal gesehen haben. Damit kann ich gut leben!
Klar, solche Möglichkeiten hat nicht jeder! Was aber jeder tun kann: Fleisch und Eier nicht im Laden kaufen, sondern nur ab Hof. Man muss sich erkundigen, klar - aber es gibt wirklich genug Hofläden. Man kann sich vor Ort ein Bild machen, wie die Tiere gehalten werden und selbst entscheiden: findet man das gut oder nicht?
Dann fährt halt auch ein Städter einmal in der Woche raus aufs land zum Einkaufen. Schadets?

Grüßle Marona