Calming Signals

Hallo,

kennt jemand eine richtig gute Website zu Beschwichtigungssignalen?

http://www.spass-mit-hund.de/ ist die beste die ich bisher gefunden habe, sie ist mir aber nicht ausführlich genug, denn ich hätte gerne mehr Infos wann und wie ich sie meinem Hund gegenüber einsetzen sollte.

Vielen Dank
Sabine

Katzen
Hey,

andere Frage: gibts sowas auch für Katzen?
Mein Kater ist ein lieber und süßer, aber manchmal scheint er regelrecht Angst vor der Hand zu haben - nein, keine Krankheiten bekannt, ihn scheints auch nicht zu schmerzen, ich tippe eher auf schlechte Erfahrungen, kenne ihn erst seit einem Jahr, die 13 vorher sind nebulös.
Wäre mal interessant, ob man da auch was machen kann…

LG,
Cess

Hallo,

das „calming signal“ für die Katze schlechthin ist es, sie anzuschauen (nicht starren) und dann deutlich mit den Augen zu kniepen. Die Augen dann halb geschlossen lassen.

Von wegen der Handscheue: manche Katzen mögen es nicht, wenn die Hand aus einer bestimmten Richtung kommt, z.B. von oben. Meine beiden Wildfänge haben das auch nicht so gerne. Ich fange immer mit dem Handrücken an ihrer Wange an, so dass sie die Hand sehen und ggfs. beschnuppern können. Es hilft auch, sich betont langsam zu bewegen.

Zur Ursprungsfrage kann ich nur das Standardwerk empfehlen:

Calming Signals - Die Beschwichtigungssignale des Hundes 
von Turid Rugaas
Animal Learn Verlag, Grassau
ISBN: 3936188017 Buch anschauen

Die ganze Sache ist bei Hunden aber auch nicht so ohne. Wenn ich einen Hund dauernd angähne und mich wegdrehe, zeige ich evtl. zu viel Schwäche. Die Beschwichtigungssignale sollten sparsam und wohldosiert eingesetzt werden um bestimmte Situationen zu entschärfen.

Gruß,

Myriam

Ich verstehe nicht so ganz, warum DU DEINEM HUND GEGENÜBER Beschwichtigungssignale anwenden willst? Calming Singals sind Zeichen, die der Hund dir gibt und eigentlich nicht umgekehrt.
Beim falschen Hund könnte es fatal sein, ihn immer zu beschwichtigen. Sonst hat er bald die Hosen an, weil er denkt, dass du vor ihm duckst.
Vielleicht habe ich das jetzt auch falsch verstanden, aber wenn tatsächlich DU Beschwichtigungssignale einsetzen willst, dann würde ich das doch mal genauer hinterfragen wollen…
Galli

Hallo,

ich will mich einfach schlaumachen. Nicht mehr und nicht weniger.

Sabine

Hallo Galli,

manchmal ist es sicher sinnvoll, die Beschwichtigungssignale selber einzusetzen. Es ist einfach eine Möglichkeit der Kommunikation. Wenn Du z.B. einen extrem ängstlichen Hund vor Dir hast, der vor Angst zittert, obwohl er keine schlechten Erfahrungen mit Menschen gemacht hat (z.B. bei Mangelprägung)und seine Menschen sich wünschen, dass er entspannter wird, dann setze die Signale doch einfach mal ein. Mach Dich klein, wende Deinen Blick ab… Es wirkt. Und dann hast Du zumindest einen ganz kleinen Zugang zu diesem Hund, auf dem Du langsam aufbauen kannst.
Es ist sicher nicht sinnvoll, dem eigenen Hund gegenüber immer diese Signale einzusetzen. Aber es ist als Hundehalter sinnvoll, sie zu kennen, um z.B. Überforderungen und Stress beim Hund zu erkennen.

So long
Antje

Ich verstehe nicht so ganz, warum DU DEINEM HUND GEGENÜBER
Beschwichtigungssignale anwenden willst?

Das ist mir natürlich alles klar! Deshalb habe ich auch extra geschrieben, dass es beim FALSCHEN Hund mitunter fatal sein könnte.
Nämlich bei einem dominanten. Wenn ich so einen beschwichtige, dann nimmt er mich nachher gar nicht mehr ernst.
Leittiere im Wolfsrudel beschwichtigen eher selten, weil sie das nicht nötig haben. Heißt nicht, dass sie Konfrontationen provozieren… Wegschauen z.B. kann Beschwichtigung, aber auch absolutes Ignoranzverhalten sein, dass eher als Maßregelegung gilt.
Meinen eigenen Hund, wenn er nicht gerade super ängstlich und verstört ist, würde ich eigentlich nie beschwichtigen. Damit würde ich mich eine Stufe unter ihn stellen - und das brauche ich nun wirklich nicht, wenn ich weiterhin Alpha sein will.
Ist ja auch ganz egal, ich wollte eigentlich nur mal so nachfragen.
Ich hatte es so verstanden, dass sie denkt, dass Beschwichtigungssignale Mittel der Erziehung sind, die ich als Mensch gegenüber dem Hund einsetze. Und die Regel ist doch eher, dass ich als Mensch sie bei meinem Hund erkennen sollte, um darauf zu reagieren. Aber nicht umgekehrt.
Gruß, Galli