Wann wird ein Hund erwachsen?

Mein Rüde scheinbar nie, er wird morgen 4 Jahe alt und jeder hält ihn noch für einen absoluten Jungspund. Seine Mutter war ein Deutsch-Drahthaar, sein Vater eine Deutsche Dogge, er selbst wiegt um die 30 kg und eine Schulterhöhe von 57 cm. Das Problem ist, wenn er sich freut dann freut er sich und das sieht dann so aus, er hüpft an der Person hoch, so wie ein Gummiball, das Objekt seiner Freude kann sich die nächste halbe Stunde dann kaum erwehren. Die Person wird abgeknuscht, er setzt sich auf sie drauf usw… Das gleiche Hüpfen und Springen erfolgt wenn man mit ihm Gassi geht. Er ist das freundlichste Hundevieh, welches ich jemals gesehen habe und auch hier in der Gegend, wo wir wohnen, als solches bekannt,kein Hund bekommt soviele Streicheinheiten wie er, fast jeder krault ihn und er freut sich. Die Leute finden ihn super, aber ich möchte schon, das Besuche unsere wohung betreten könnne ohne das sie von ihm vor Freude fast umgebracht werden. Wenn er sich freut, hört er auf garnichts. Hinzu kommt das er äusserst sensibel ist, die Mimose schlechthin. Man darf ihn nur mit Samthandschuhen berühren sonst wird ihm schlecht und er muß sich übergeben. Jede Aufregung schlägt auf seinen Magen oder Darm, eigentlich ist er mit seinen 4 Jahren immer noch einen riesengrosses, total verschmustes Hundebaby und wird es wahrscheinlich auch bleiben oder wird er mal erwachsen?

Grüsse Marion

Hallo Marion,

im Grunde genommen werden Hunde niemals wirklich erwachsen, sie bleiben immer eine Art Welpe. Das ist mit ein Grund, warum sie sich relativ leicht dem Menschen unterordnen können und das zusammenleben mit ihnen möglich macht…im Gegensatz dazu wie es mit einem Wolf verliefe. Dorit Feddersen-Petersen hat darüber irgendwann einmal geschrieben, finde es derzeit aber leider nicht.

Natürlich hat jeder Hund sein eigenes Gemüt vom Sonnenscheinchen bis zum Nieselpriem, wie bei uns Menschen :wink:
Hunde werden aber schon älter…dann geht auch alles nicht mehr so schnell und man (Hund) ist nicht mehr ganz so übermütig. Das wirkliche Altern des Hundes verläuft recht plötzlich. Relativ schnell können sich sich seine Gewohnheiten dann ändern.

Gruß
Maja

…manche werden’s nie - glücklicherweise
Hallo Marion,

ich finde das toll, wenn Hunde immer jung und verspielt bleiben. Wir haben auch eine Rasse gewählt, dei denen das so ist (Setter). Manche Hunde sind schon steinuralt und hellgrau und benehmen sich immer noch wie große Kasperle, andere dagegen sind noch nicht einmal ein Jahr und „gehen zum Spielen in den Keller“.

Dein Problem mit der etwas sehr stürmischen Begrüßung wird sich nicht von allein durch Erwachsenwerden lösen, da mußt Du wohl oder übel erzieherisch gegensteuern - oder Deine Besucher entsprechend auswählen.

Versuch’s mit Ablegen (im Körbchen), natürlich mit viel Leckerchen belohnenoder clickern. Erst nur ganz kurz und dann immer etwas länger. Anfangs ohne Besuch und später, wenn’s klappt, dann auch mit Besuch. Wenn der Hund erst aufstehen darf wenn der Besuch schon ein paar Minuten im Haus ist, müßte sich das eigentlich erledigt haben.

Grüße
gordie

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Hi Marion,

manche Hunde werden wirklich nie erwachsen!
Mein Hund zumindest, wurde es nie.
Zwar konnte ich ihm einige Spinnereien abgewöhnen (hochspringen), aber viele Dinge behielt er, die habe ich ihm auch gelassen - er war einfach ein Kindskopp und blieb es bis zu seinem Ende.

Ich fands schön.

Gruß
Helena

Danke, für Euere antworten.
Daraus ersehe ich, das noch mehr solche Hundemänner gibt. Ich hatte noch nie einen rüden und bin immer noch total erstaunt über sein Verhalten.
er folgt mir in der wohnung auf Schritt und Tritt, geht sogar mit ins Badezimmer oder wartet morgens vor der Badezimmertür, so Frauchen jetzt wirds langsam Zeit. Allerdings ist er auch auf seine Art sehr dominant, ein Bekannter meines Mannes wollte mit ihm Gassi gehen, schon beim anleinen hat ihm mit leisem Bellen klargemacht, das er als Hund der Boss ist. Jedenfalls kam der Bekannte schweißgebadet hoch, unten hat der Hund bestimmt wo es langging. Auch anderen Rüden gegenüber ist er sehr freundlich, nur will ihn einer besteigen, zeigt er dem anderen wo es lang geht. Er geht hoch auf die Hinterläufe und drückt den anderen runter oder fixiert ihn mit seinen augen solange, bis der andere geht. Der Tierarzt meinte, er weis ganz genau, das er sehr kräftig ist und diese Kraft setzt er auch bewusst ein. Dies bekam auch der Bekannte von meinem Mann zu spüren.
Na, jedenfalls versuchen wir ständig ihm die Hopserei abzugewöhnen, da hilft kein Leckerli, da hilft nichts, ich hab auch immer Angst das er sich mal dabei eine Pfote bricht, weil er wirklich mit allen vie Pfoten dabei in die Luft springt.

Gruss Marion

Hunde bleiben Zeit ihres Lebens im Grunde juvenile Wölfe, das heißt, sie erreichen niemals den Erwachsenenstatus eines Wolfes, von dem sie ja abstammen. Der Hund ist also quasi ein junger Wolf, der eine wie ein Welpe, der andere wie ein Jungwolf, die genauen Stadien variieren da abhängig von Rasse und Individuum.
Dein Hund ist dann wahrscheinlich ein Welpe geblieben, und wird es bestimmt auch immer bleiben. An sich ist das ja super, aber wenn du dich darüber ärgerst, dass er alle Leute anspringt und niemand unbehelligt bei dir zu Besuch kommen kann, dann gebe ich dir folgende Tips: Lass den Hund nicht mit zur Tür gehen, du allein begrüßt den Besuch. Der Hund hat bis zur Auflösung des Kommandos auf seinem Platz zu bleiben (evtl. musst du ihn dort anbinden). Der Besuch wird angewiesen, den Hund vollkommen zu ignorieren. Erst nach einigen Minuten, nachdem der Besuch sich gesetzt hat, darf auch der Hund begrüßen gehen. Großartige Streicheleinheiten sollen unterbleiben, ein freudliches Wort genügt. Überschwengliche Freude beim Besuch puscht den Hund nur unnötig auf, und er kann nicht mehr aufhören sich zu freuen. Die Tips sind eigentlich für dominante Hunde gedacht, aber ich denke, sie helfen auch bei deinem Hund. Denn anscheinend steht er ja immer im Mittelpunkt. Bei so einem lieben Tier ist das nicht weiter schlimm, aber bei Begrüßungen kann es doch schon mal nerven. Er sollte einfach lernen, dass sich nicht immer alles nur um ihn dreht, dass er mit Besuchern nicht machen kann, was er will.
Er muss sich zurück nehmen können. Vermeide alles, was ihn erregt (Freudenrufe, Streicheln bis zur Erschöpfung usw.) Belasse es bei einem kurzen Klopfen am Hals und einem netten Wort und ignoriere den Hund dann wieder. Das ist für ihn nicht weiter schlimm, er wird damit leben, und dir und deinem Besuch erleichtert es den Alltag.
Viele Grüße,
Galli