Aaaalso,
wir haben im Sommer einen kleinen Maine Coon-Mix aus dem Tierheim geholt. Probleme gab es schon von Anfang an, denn man hat ihn uns als reinrassige sterilisierte PerserKATZE (!) verkauft … allerdings war nach wenigen Tagen klar, dass er weder eine Katze, noch ein Perser, noch sterilisiert ist. War ja auch soweit nicht schlimm, wir wollten sowieso einen Kater. Okay, wir waren dann bei unserer TÄin, die uns zum einen mitteilte, dass er eben nicht sterilisiert ist und zum anderen, dass er viel zu klein ist für sein Alter. Er war damals nur knapp 2 Kilo schwer und passte locker in zwei Hände, obwohl er 10 Monate alt war. Das Tierheim haben wir natürlich zur Rede gestellt und da hieß es, dass es zu einer Verwechslung gekommen sein müsste beim TA (komischerweise war zu dem Zeitpunkt keine andere Langhaarkatze im Tierheim, bzw. bei Tierarzt). Angeblich kommt der Kleine von einem Bauernhof und war vollkommen verfilzt, als er ins Tierheim kam. Außerdem ließ er sich angeblich nicht anfassen (O-Ton Tierheimmitarbeiterin: „Wir konnten den nur mit dem Stock anfassen!“). Er wurde also zum TA gebracht zum Scheren und daraufhin wäre er etwas ‚zahmer‘ geworden. Dabei ist wohl der Pass verwechselt worden. Uns kam das alles relativ spanisch vor, denn der Kleine hatte keine sichtbaren ‚Spuren‘ vom Scheren und war von Anfang an zwar nicht zutraulich, aber man konnte ihn ohne Probleme anfassen … war nur ein bisschen ängstlich.
Wir haben ihn schließlich noch ein letztes Mal ins Tierheim gebracht, da die ihn bei ihrem TA kastrieren lassen wollten. Wir bekamen in abends zurück und hatten eine sehr unruhige Nacht. Der Kleine war fast 3 Tage völlig k.o. und konnte sich kaum auf den Beinen halten. Das eigentliche Problem begann zu genau diesem Zeitpunkt: Der Kleine hat Durchfall … seit Monaten. Es ist mal mehr und mal weniger flüssig, aber nie so fest, wie es sein soll.
Wir haben so ziemlich alles ausprobiert mit unserer TÄin zusammen:
- Futterwechsel, aber es scheint keine Futterallergie zu sein
- Reis und Hühnchen, keine Veränderung
- nur Trockenfutter für empfindliche Katzenmägen, ebenfalls kein Fortschritt, aber er frisst das Zeug wie ein Scheunendrescher
- Medikamente:
- Tabletten gegen Giardien, dagegen wurde er insgesamt 2x behandelt … laut Laborbefund sind die jetzt weg
- Antibiotika gegen Kolibakterien, keine Verbesserung
- Kortison, es gibt eine Autoimunkrankheit wo der Körper Abwehrstoffe gegen den eigenen Darm bildet und die mit Kortison behandelt wird, keine Verbesserung
Danach war unsere TÄin am Ende mit ihrem Latein und hat uns darauf hingewiesen, dass es sich vielleicht um eine psychische Störung handeln könnte. Nun ist es ja so, dass er immer noch zu klein ist für sein Alter und deshalb vermuten wir, dass er der Letze vom Wurf war und unter Umständen nicht genug Sauerstoff bekommen hat. Vielleicht liegt die Ursache für den Durchfall deshalb tatsächlich im physischen Bereich.
Jetzt (endlich *g*) meine Fragen an euch:
- Hat jemand irgendeine Idee, was wir noch gegen den Durchfall unternehmen könnten?
- Hat jemand Erfahrung mit körperlich und geistig zurückgebliebenen Katzen?
- Gibt es Psyhcologen für Katzen?
Vielen Dank,
Vanessa

