Rettungshunde und spielen

Guten Morgen allerseits,

bei uns auf der Hundewiese kommt auch des öfteren ein wunderschöner Beauceron mit Herrchen vorbei. Sie bleiben aber nie, sondern streifen die Wiese nur am Rande.

Nun hat mir jemand, die sich mit dem Besitzer unterhalten hat, erzählt, dass der Beauceron eine Ausbildung zum Rettungshund machen würde und deswegen prinzipiell auch nicht mit anderen Hunden spielen dürfte.

Kann das stimmen und was ist die Argumentation dahinter? Und falls ja: Ist das bei jeglicher Ausbildungsart so? Oder gibt es auch bei der Rettungshundeausbildung verschiedene Methoden?

Und wie steht es eigentlich mit den Ausbildungen zu anderen Hundeberufen, Blinden-, Behindertenbegleit-, Therapiehund etc.?

Bezüglich Blindenhunden hatte ich schon gehört, dass sie auf unterschiedliches Verhalten, je nachdem ob sie das Geschirr tragen oder nicht trainiert werden. Wenn das Geschirr abgenommen wird, dürften sie auch spielen, rennen und toben. Stimmt das?

Neugierige Grüße
Christiane

Hallo,

Nun hat mir jemand, die sich mit dem Besitzer unterhalten hat,
erzählt, dass der Beauceron eine Ausbildung zum Rettungshund
machen würde und deswegen prinzipiell auch nicht mit anderen
Hunden spielen dürfte.

Das ist mir neu!
Aber vielleicht gehört es nur zum Training, denn die Rettungshunde dürfen sich nicht von anderen Hunden ablenken lassen, wenn síe im Einsatz sind!

Kann das stimmen und was ist die Argumentation dahinter? Und
falls ja: Ist das bei jeglicher Ausbildungsart so? Oder gibt
es auch bei der Rettungshundeausbildung verschiedene Methoden?

Und wie steht es eigentlich mit den Ausbildungen zu anderen
Hundeberufen, Blinden-, Behindertenbegleit-, Therapiehund
etc.?

schau mal hier:
http://www.hundezeitung.de/ausbildung/rettungshund.html

Bezüglich Blindenhunden hatte ich schon gehört, dass sie auf
unterschiedliches Verhalten, je nachdem ob sie das Geschirr
tragen oder nicht trainiert werden. Wenn das Geschirr
abgenommen wird, dürften sie auch spielen, rennen und toben.
Stimmt das?

Ja.
LG Manu

klasse link, danke!
Anna

Sehr informativer Link. Danke! -owT-
owT

Hallo,

bei uns auf der Hundewiese kommt auch des öfteren ein
wunderschöner Beauceron mit Herrchen vorbei. Sie bleiben aber
nie, sondern streifen die Wiese nur am Rande.

Nun hat mir jemand, die sich mit dem Besitzer unterhalten hat,
erzählt, dass der Beauceron eine Ausbildung zum Rettungshund
machen würde und deswegen prinzipiell auch nicht mit anderen
Hunden spielen dürfte.

Kann das stimmen und was ist die Argumentation dahinter? Und
falls ja: Ist das bei jeglicher Ausbildungsart so? Oder gibt
es auch bei der Rettungshundeausbildung verschiedene Methoden?

Ich halte es für unwahrscheinlich, daß der Hund nie mit anderen Hunden spielen darf, wegen der Ausbildung. Die drei Rettungshunde (aus unterschiedlichen Bundesländern), die ich kenne, dürfen und sollen sogar spielen, auch als Ausgleich für die v.a. psychisch anstrengende Arbeit. Ich schließe mich aber der Auffassung an, daß sie lernen müssen, sich bei der Arbeit nicht ablenken zu lassen, auch nicht von anderen Hunden. Das kann für sie gefährlich werden, wenn es in einem „echten“ Einsatz passiert.

Und wie steht es eigentlich mit den Ausbildungen zu anderen
Hundeberufen, Blinden-, Behindertenbegleit-, Therapiehund
etc.?

Bezüglich Blindenhunden hatte ich schon gehört, dass sie auf
unterschiedliches Verhalten, je nachdem ob sie das Geschirr
tragen oder nicht trainiert werden. Wenn das Geschirr
abgenommen wird, dürften sie auch spielen, rennen und toben.
Stimmt das?

Soviel ich weiß ja. ich treffe öfter auf dem Spaziergang eine blinde Frau mit ihrem Hund, der sich wahnsinnig gut mit meinem versteht und er darf - ohne Geschirr - toben und spielen. Sie geht solange mit ihrem Stock und - wenn sie jemanden trift, was in dem Park fast immer geschieht- halt in Begleitung der anderen Hundebesitzer. Der Blindenhund hat ein klimperndes Halsband, so daß sie hören kann, wo er ist. Am Ende vom Park bekommt er sein Geschirr wieder an, und dann ist er sofort wieder voll in seinem Job.
Ich denke, für Behindertenbegleithunde gilt das gleiche.

Therapiehunde sind ja meist nicht so gezielt auf eine Aufgabe trainiert, sie sollen sich halt gerne streicheln lassen, und recht gelassen sein, insofern brauchen auch sie ganz sicher Ausgleich zur Menschenwelt durch Kontakte zu Artgenossen, wo sie dann mal „Hund“ sein dürfen.

Neugierige Grüße
Christiane